Ernährung ist für viele Menschen ein absolut entscheidender Faktor in der Kontrolle ihrer chronischen Erkrankung: dies gilt für Krebs genauso wie für Diabetes und dessen Vorstufe: das metabolische Syndrom.

Interessanterweise ist diese „Insulin-reduzierte Ernährungsweise“ genau diejenige, die sich als absolut gesundheitsfördernd herausgestellt hat und die im AntiAging-Bereich immer mehr in den Fordergrund rückt.

Ich spreche daher mittlerweile nicht mehr von Krebs-Ernährung oder Diabetes-Ernährung, sondern nur noch von „AntiAging-Ernährung“, das akzeptieren die Patienten viel leichter.

Sicherlich gibt es viele Bücher, meine Erfahrung zeigt aber, dass die Patienten immer nur „Verzicht“ und „Einschränkung“ hören.

Nach 25 Jahren Ernährungs-Beratung habe ich es aufgegeben Patienten überzeugen zu wollen. Wer dazu bereit ist, bekommt diese Infos (zB hier), wer nicht ist selber schuld. Diese so einfache und hochwirksame Massnahme zu ignorieren, das ist schon sehr sehr fragwürdig.

Daher möchte ich als bekennender übergewichtiger (131kg) Gourmand (richtig gut richtig viel essen) mit metabolischem Syndrom zeigen, dass man viel gut viel gesund essen kann.

 

Insulin – das böse Hormon das wir vermeiden müssen

Krebszellen haben 6-30x mehr Insulinrezeptoren als gesunde Zellen, logisch, Krebs lebt ja vom Zucker und alle Kohlenhydrate sind „gefrorener“ Zucker.

Isst man leicht verdaulichen Kohlendydraten, steigt der Insulinspiegel drastisch und auch der Blutzuckerspiegel, denn KOHLENHYDRATE kommen im Körper als ZUCKER an.

Insulin im Körper wirkt als anaboler Faktor Krebs-wachstums-aktivierend. Insulin wirkt direkt auf mTOR ein, das ist ja das wichtigste Krebs-Wachstums-Gen und wird mit allen modernen „Kinase-Inhibitoren“ zu hemmen versucht. 

Wer schon an Krebs leidet, der füttert den Krebs mit leicht verdaulichen Kohlenhydraten, die PET-Untersuchung verwendet zB radioaktiven Zucker, der sich im Krebs massiv anreichert

PET-CT einer Patientin mit Brustskrebs und Metastasen. Die dunklen Bereiche sind die Anreicherung des radioaktiven Zuckers im Körper –> dort sitzt Krebs (c) Drahtreg1 und Wikipedia

Unserer „westlicher“ Ernährungs-Stil mit 4-6x Kohlenhydrat-Mahlzeit pro Tag produziert permanent erhöhten Blutzucker sowie dauernde Insulinfreisetzung.

 

Abgesehen vom Krebs hat diese insulin-reduzierende Ernährung für jeden gesundheitliche Vorteile

besonders aber, wenn schon folgende Folgen einer Über-Insulinierung vorliegen

 

Metabolisches Syndrom – Diabetes-Typ2

Diese Kohlenhydrat-Mast führt letztlich dazu, dass die Insulinrezeptoren nicht richtig reagieren, der Zuckerspiegel steigt im Blut und bei gleichzeitig hohem Insulin-Spiegel, das nennt man METABOLISCHES SYNDROM – im Endeffekt führt dies schliesslich zum Diabetes Typ 2.

 

Blutdruck-Erhöhung

Weil Insulin die Wasserrück-Resorption anregt, steigt dadurch der Blutdruck.

 

Cholesterin bzw. LDL-Erhöhung

Weil Insulin ein Speicher-Schalter ist, wird unter Insulin das Essen nicht verbrannt sondern gespeichert: Kohlenhydrate werden zu Fett verwandelt,

das Fett wird nun als Lipoproteine (VLDL) zu den Fettzellen transportiert und abgegeben, im Blut übrig bleibt das Transport-Cholesterin (LDL), der Cholesterin-Spiegel steigt nicht wegen Fett sondern wegen der blockierten Fettverbrennung durch die Insulinerhöhung durch die Kohlenhydrat-Mast. Mein eigener Cholesterin-Spiegel ist nach 2 Wochen LowCarb von 280 auf 180 gefallen.

Dauerhaft erhöhtes Insulin durch zuviel Kohlenhydrate (ohne entsprechenden Sport) nennt man schliesslich metabolisches Syndrom welches – wenn man nicht die Reisleine zieht in den Alters-Diabetes Typ II übergeht.

 

Fettleber

Dazu kommt die Fettleber: man stelle sich einfach eine Stopfgans-Leber vor die entsteht, wenn die Gans regelmässig Stopf-Mais = Kohlenhydrate reingewürgt bekommt.

Die „Bio-Gänse-Leber“ wird zB mit Fruchtzucker = Fructose erzeugt, ein ziemliches Lebergift wie Alkohol, welches wenn regelmässig angewendet ebenfalls Fettleber erzeugt.

Was weithin unbekannnt ist: unser normaler Haushaltszucker enthält 50% Fructose, ist also zur Hälfte ein Lebergift wie Alkohol. Desswegen sollte man ihn nie an Kinder verabreichen!

Patienten mit metabolisches Syndrom + Diabetiker + Krebs-Patienten müssen ihr Insulin ernährungstechnisch niedrig halten!

 

Schulmedizin und Diätologie ist weit hinten nach

Offizielle Guidelines behandeln Patienten mit hohem Cholesterin oder mit Prä-Diabetes mit 5-6 Kohlenhydrat-Mahlzeiten pro Tag und therapieren diese metabolisch kranken Patienten dadurch in das Vollbild der Krankheiten – den Diabetes – hinein !!!!!

„Wenn ich zuviel Zucker habe, behandle ich das mit mehr Zucker in der Nahrung und senke den den dann mit Tabletten“.

Das passiert – trotz massiv gegenteiliger Wissenschaftlicher Studien und Erfahrungen – immer noch – 2021 – täglich in den Krankenhäusern. Ich bin regelrecht sprachlos, wenn mir die Patienten erzählen, was ihnen von Diät-Beratern und Onkologen im Spital als fachkompetente Aussage präsentiert wird:

  • Essen sie genau wie bisher
  • Zucker ist wichtig, den müssen sie schon essen
  • es gibt keine Ernährung für bzw. gegen Krebs
  • machen sie regelmässig Zwischenmahlzeiten mit Obst bei ihrer Zuckerkrankheit

ich erfahre das TÄGLICH, genau das wird den Patienten erklärt.

 

Die meisten der unten nachfolgend empfohlenen Büchern sind aber von onkologisch tätigen Wissenschaftlern geschrieben worden, es handelt sich also dabei nicht um Aberglaube sondern um Wissenschaft.

Leider ist dieser Bereich „Lebens-Stil-Pflege“ kein Ausbildungsfach in der klinischen Onkologie, von der offiziellen Diätologie will ich gar nicht sprechen, hier sind sowieso 30 Jahre Forschung ohne Effekt vorbeigegangen.

Die sonst so von mir geschätzten Kollegen haben desswegen auf dieser einen Ebene eine Wissens-Lücke die sie mit „Bauchgefühl“ und „Allgemein-Aussagen“ überbrücken. Es wäre doch viel einfacher wenn der Facharzt dazu sagt: „sorry, ich muss 24h am Tag Chemo machen und Arztbriefe diktieren, zur Ernährung bin ich nicht adäquat ausgebildet. Bitte besorgen sie sich da einen Fachberater oder Bücher“.

Von den Kollegen oder Fachleuten: wer sich weiter vertiefen möchte, den Rate ich die Vorträge einer Ärzte-Gruppe namens „LowCarb Down Under„. Besonders Dr. Paul Mason macht hervorragende Vorträge mit neuester klinischer Forschung.

 

Wie ernährt man sich nun richtig

Die Ernährung sollte gehaltvoll und energiespendend sein, super schmecken und möglichst den Blutzuckerspiegel (= Insulin) nur gering anheben.  Bei Krebserkrankung möchte man zusätzlich den IGF- und Methionin – Spiegel sehr niedrig halten

Das ist eine gemüsebetonte LowCarb-Ernährung deren Haupt-Kalorien-Quelle gesättigte Fette (Weide-Butter, Kokosfett) oder Olivenöl ist.

Ungesättigte Pflanzenfette werden nur gezielt und mässig – wie ein Medikament – eingesetzt, denn sie haben eine HORMON-WIRKUNG und beeinflussen sowohl den Entzündungs-Status wie auch das Krebs-Wachstum!

Pflicht ist zB 1-2 EL Leinsamen / Tag, optimal für jeden wären als Dauer-Therapie mindestens 4 Fischöl-Kapseln / Tag, bei Krebs noch deutlich mehr.

 

„Insulin-ähnlicher Wachstumsfaktor“ – bei Krebs ebenfalls zu vermeiden

der IGF = Insulin-like Growth Faktor wird bei der Fleischverdauung ausgeschüttet um im Körper den Zellen zu signalisieren: „auf gehts – jetzt kommt eine Menge Aminosäuren daher, jetzt könnt ihr es schaffen und euch zell-teilen und wachsen ….“

Zusätzlich werden natürlich die Wachstums-antreibenden Aminosäuren L-Arginin, Methionin, Serin, Glutamin u.a. vermehrt ins Blut entlassen.

IGF + Methionin aktivieren mTOR – das Haupt-Krebs-Wachstumsgen, das auch von den AntiAging Forschern mittlerweile als BÖSE und unbedingt zu hemmend identifiziert wurden.

 

sensationelle 30% Lebenszeitverlängerung ohne Fleisch

Prof. Valter Longo hat Mäusen unterschiedliche Ernährungen gegeben. Die Mäuse mit reduzierten Kohlenhydraten und ohne tierische Proteine ernährt lebten um 30% länger als Mäuse mit tierischem Protein oder leicht verdaulichen Kohlenhydraten in der Nahrung!

Prof. Valter Longo ist derzeit der bekannteste AntiAging-Ernährungs-Wissenschaftler und er entwickelte eine wissenschaftlich basierte  Longevity-Diet

 

Krebserkrankte wollen keine Wachstums-Signale im Körper rumschwimmen haben, die rumschreien: „jetzt bitte wachsen, teilen, metastasieren“ !!!

 

Milch, Topfen, (Frisch-) Käse – voller IGF

im Buch „das leben in deiner Hand“ zeigt die Professorin Jane Plant – erkrankt an einem austherapierten metastasierten Rezidiv eines Brustkrebs, dass sie sich selber durch die Ernährungsumstellung in kürzester Zeit ausheilen konnte. Ihre Biographie dazu ist super spannend, absolut lesenswert.

Das halbe Buch handelt dann nur noch vom IGF, der in Milchprodukten ganz reichlich vorhanden ist und die Kälber zum Wachsen treibt – genauso wie die Krebszellen!

Jane Plant hat über 14 Jahre lang gelebt und viele Vorträge gehalten und ist erst vor kurzem verstorben

 

Heisst das also: bei Krebs müsste man eigentlich Kohlenhydrate (Insulin) und Milch/Fleisch (IGF) weglassen?

Das geht so in der Praxis fast gar nicht, ich selber bin auch ein Gegner der strengen ketogenen Ernährung, weil sie sowieso niemand durchhält und dies dann zusäztlichen krebstreibenden Stress auslösen würde!

Ich bin der Meinung dass es keine optimale Krebsernährung gibt sondern nur eine Annäherung.

Viele Kollegen Kollegen verbeissen sich ins Insulin bzw. die Kohlenhydrate alleine, die Heilpraktiker wieder ins Fleisch alleine als „Böse“ bei Krebs. Beides ist nur halb richtig.

Sowohl Insulin wie IGF (+ Methionin) sind Krebs-Wachstums-Treiber. Sie laufen sogar zusammen über dieselbe Kinase-Kaskade und aktivieren den Wachstums-Schalter mTOR. 

 

Was kann man also als Krebskranker ernährungstechnisch tun?

  1. möglichst nur eines der Wachstums-treibenden Hormone  durch die Ernährung zuführen: INSULIN oder IRG  —> Trennkost, bei der werden entweder Kohlenhydrate oder Proteine zusammen mit dem neutralen Fett gegessen.
  2. Schwerpunkt der Ernährung soll kurz-gegartes Gemüse sein, je grüner desto besser. In viel Weidebutter, Kokosfett oder Olivenöl gebraten oder angedünstet.

    Über jede Mahlzeit gibt man mindestens 2 Esslöffel Öl : Leinöl, Olivenöl, Kürbiskernöl, Rapsöl – oder Butter.

    Es schmeckt einfach fantastisch: die stark krebshemmenden Kohlsprossen halbiert in Butter anbraten, dazu Karotten und Tomaten, mit Wasser und Sojasauce ablöschen und 10min garen, dann noch mal einen grossen Löffel Kräuterbutter einrühren – unsagbar aromatisch und gut! Ich habs gestern gegessen, heute Mittag und heute Abend esse ich den Rest auf, weil es einfach so toll schmeckt! OK, ich hab noch 1 Knoblauchzehe rein und etwas Chili-Bean Sauce.

Apropo Fette: Distelöl, Erdnussöl, Sonnenblumenöl, Margarine, Baumwoll-Öl, Sojaöl, Maiskeim-Öl, nicht deklarierte Pflanzliche Öle …. sind verboten !!!!! Palmöl ist dagegen gerne erlaubt!

 

„Scheinfasten-Ernährung“  – Prof. Valter Longos AntiAging-Hit

Optimale AntiAging oder Anti-Krebs-Ernährung führt die Hauptmenge der Kilokalorien durch Fett zu, weil so mTOR nicht angeregt wird.

Kommt kaum Kohlenhydrat oder Milch/Fleisch-Protein daher, wird mTOR nicht angeregt. Dadurch glauben die Zellen, dass man im Fasten ist, daher stellen sie die Zell-Vermehrung und das Zell-Wachstum ein.

Krebs kommt dadurch zum Stillstand und auch bei gesunden Menschen wird das Zell-Teilungs-Intervall verlängert wodurch man bei der begrenzten Anzahl an Zell-Teilungen länger lebt.

80% Fett, 10% Kohlenhydrate, 10% Proteine.

Das klingt jetzt schlimm – aber wenn wir dies mal ausrechen:

2000 kCal Tagesbedarf

  • davon 10% Proteine = 200 kCal = das wäre 1 Hühnerfilet mit 300 Gramm (!!)
  • davon 10% Kohlenhydrate = 200kCal = 50g Mehl = 100g Brot = 2 Semmeln
  • davon 80% Fett = 1600 kCal = 4 Steiner-Eiweiss-Weckerl oder eine ganze Packung Eiweissbrot vom Hofer – zusammen mit 100g Butter, die man als Kräuterbutter oder mit Leinöl oder Olivenöl mit eingebratenem Zwiebel / Knoblauch als „Budwig-Aufstrich“ verwendet

Das sollte doch wirklich reichen an Fleisch, Brot.  Man muss es auch nicht gleich perfekt machen, jeder Tag ist wieder ein neuer Tag!

 

Fasten? 

Übrigens: eine Mahlzeit pro Woche auslassen ist eine der gesundesten Massnahmen die es überhaupt gibt.

Für Krebs wie für Diabetiker oder Menschen mit Blutdruck oder Metabolischem Syndrom oder einfach für diejenigen, die gesund möglichst alt werden wollen ist intermittierendes Fasten unsagbar hilfreich. 

Es gibt die verschiedensten Varianten, zB 16/8 Intervall-Fasten, oder 18/6 Intervall-Fasten, oder einfach mal ein Frühstück oder ein Abendessen pro Woche auslassen.

 

Gewichts-Verlust: die Leute werden sinnlos geängstigt

Aufgrund erstaunlicher Patienten-Berichte in der eigenen Praxis sowie der tollen Reportage über „Fasten als Therapie“ mit „Wunderheilungen“ bei fortgeschrittene Krebserkrankungen durch die Kombination der Chemo im fastenden Zustand, habe ich einige Zeit versucht, den Patienten ein 2-3 tägiges Fasten zur Chemo anzuraten.

Unmöglich: die Krebspatienten – auch stark übergewichtige – werden immer ganz unruhig, wenn sie wegen des von mir empfohlenen Fastens zur Chemo EIN Kilo abnehmen – welches sie in den Tagen danach sowieso wieder zunehmen, wir mir fastende Krebspatienten bestätigen!

Auch im Krankenhaus wird jedesmal Gewicht gemessen und wenn ein Patient abnimmt, wird er sofort gescholten und unbedingte sofortige Mast angeraten – „Zucker stört nicht, bitte unbedingt essen, man darf laut Krankenhaus nicht einen Deka abnehmen – egal wie übergewichtig man vorher war! Verrückt!

Ich hab das aufgegeben, die Patienten müssen selber draufkommen und das selber wollen.

Wer so wie ich in der Praxis erlebt hat, wie eine durchmetastasierte Patientin mit Magenkrebs mit Leber, Lungen, Mediastinal, Ösophagus, Eierstock-Metastasen durch eine selbstverordnete Ernährungs-Umstellung eine 70% Reduktion ihrer Tumormasse, völlige Beschwerdefreiheit und gute Energie und Lebensqualität bekommen hat, wird sich der Macht der Ernährung bewusst!

Patienten mit ganz fortgeschrittenem Krebsverlauf mit Darmverschluss, die künstlich ernährt werden müssen – besonders wenn sie auch noch Magensäure abpumpen müssen, haben unwahrscheinlich gute, ungewöhnlich lang anhaltende Krankheitsverläufe weil sie gezwungenermassen Intervall-Fasten und Entsäuern.

Fasten bewirkt eine fantastische Verminderung der Nebenwirkungen der Chemo – gleichzeitig eine totale Wirkverstärkung der Chemo –  schauen sie sich bitte unbedingt den Film in meinem Fasten-Artikel an!!!

Verhungert ist noch nie jemand durch temporäres Fasten, aber am Krebs sind schon viele viele viele Menschen verstorben.  Dr. Retzek 2021

Mit Ernährung kann man Krebs wohl nicht heilen, aber den Erkrankungs-Verlauf und die Lebensqualität doch beträchtlich beeinflussen Dr. Retzek 2021

 

Im AntiAging Bereich: es gibt viele Raucher, die 100 Jahre alt sind, aber kaum Übergewichtige! Beim Überessen mit Kohlenhydraten oder mit Fleisch wird mTOR und damit die Zellteilung angeregt und bei unserer begrenzten Zellteilung altert man dann halt einfach schneller!

Also die Mähr „dass man ja kein Gewicht verlieren darf“ die man ständig im Krankenhaus hört ist ein simpler Aberglaube darauf beruhend, dass bei schwersten Komplikationen im hochakuten Stadium der Intensiv-Abteilung der Untergewichtige eine schlechtere Überlebens-Rate hat. Dies betrifft NICHT den üblichen Krebspatienten!

Unsere Absicht ist ja den Krebs in eine chronische Krankheit ohne Aktivität umzuwandeln und hier hat sich in der Praxis gezeigt:

fast alle „Wunderheilungs-Patienten“ die so in Büchern oder Youtubes propagiert werden, haben im Rahmen ihrer eigenen Tumor-Therapie Gewicht durch Diät oder Fasten verloren, dabei aber ihren Krebs in den Stillstand oder sogar in die Rückbildung gezwungen.

Die „Gewichts-unbedingt-Erhaltungs-Junkies“ düngen den Tumor bedenkenlos mit Insulin und IGF. Der freut sich und wächst dahin.

 

Mit Zucker gedüngter Krebs im Wachstum (schwarzen Flecken)

bei der PET-CT wird radioaktiver Zucker gespritzt, der reichert sich ca 30x mehr im Krebsgewebe an als im Gesunden, weil die Krebszellen fast 30x mehr Insulin-Rezeptoren haben, weil sie ja den Warburg-Zucker-Vergärungs-Stoffwechsel betreiben der Zucker zu Milchsäure vergärt, die dann den Krebs erheblich ansäuert und dadurch noch sekundär scharf und böse macht.

 

„Anfüttern des Krebses“ – sinnvoll zur Synchronisierung bei Chemo

Zucker bei Krebs: das macht nur für einen ganz kurzen speziellen Moment – nämlich im Zusammenhang mit einer Chemotherapie als „Insulin-potenzierte-Chemo“ Sinn.

Die passiert automatisch, weil die Chemotherapie im Krankenhaus immer gemeinsam mit Glukose angehängt wird.

Da nur wachsende Krebszellen durch die Chemo ermordet werden können, wäre es höchst Sinnvoll alle Zellen zur Chemotherapie in den Wachstums-Zustand zu bringen.

Leider befinden sich immer nur ein begrenzter Teil der Zellen in einem Krebs im Wachsen – das ist der Ki67 Wert in der Histologie des Tumors, der zeigt wieviele Prozent des Tumors eigentlich gerade in der Zellteilung sind. Desswegen muss man die Chemo ständig wiederholen. 

Durch Fasten VOR der Chemo stellen die Zellen ihr Wachstum ein. Gebe ich dann zur Chemo Zucker (Insulin) und Methionin und IGF –> erwachen die Zellen und beginnen gemeinsam – also synchron – wieder zu wachsen. Dadurch werden viel mehr von der Chemo erwischt, wir haben eine ganz simple Chemo-Wirkverstärkung erreicht. 

Man nennt dieses Prinzip: „Insulin-potenzierte-Chemo“ 

Desswegen werde ich  – wenn ich meinen Krebs bekomme – in die Chemo im fastenden Zustand gehen und kurz bevor die reinrinnt einen Topfen-Golatschen essen!

(nein, tatsächlich werde ich mir Insulin dazuspritzen und Traubenzucker sowie Methionin-Kapseln nehmen und 100g Curcumin mit etwas DMSO und Lezithin als „Chemo-Drink“ runterhauen).

 

Welche Bücher empfehle ich

das ist jetzt nur ein kleiner Auschnitt in meiner persönlichen Reihenfolge der Wichtigkeit: Die hier empfohlenen Bücher hab ich selber alle – und die meisten davon auch gelesen!

Eigentlich braucht man nicht 100 Bücher, ein einziges ist eigentlich genug, wenn es gut passt.

 

Ketogenes Kochbuch – 2 krebserkrankte Autorinnen die sich selber mit dieser Ernährung geheilt haben

Und dafür empfehle ich folgendes Buch von 2 US-Köchinnen und Ernährungsberaterinnen, die beide Krebs hatten mit Rückfall und sich durch die eigene Ernährungs-Umstellung geheilt haben. Eine davon hatte ein Adernhaut-Melanom-Rezidiv –> ist schulmedizinisch NoGo!

 

Prof. Beliveau

der Klassiker schlechthin – ein berühmter Universitäts-Professor, Chemotherapie-Forscher in Quebec der aufgrund der unheilbaren Erkrankung seines Freundes recherchiert hatte und dem Freund Ernährungs-Ratschläge gegeben hat.

Sein Freund konnte statt der prognostizierten 3 Monate mit seinem fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsen-Krebs tatsächlich 5 Jahre mit guter Lebensqualität erleben dank dieser Ernährungs-Hinweise!

Prof. Beliveau hat 5j lang versucht seine Erkenntnisse hinsichtlich Ernährung an die Fachleute weiterzugeben, bis er erkennen musste: ein Onkologe hat mit Ernährung keine Freude.

So hat er schliesslich dieses Buch für Laien geschrieben (Hintergrund-Infos findet man im Antikrebsbuch von Daniel Servan Schreiber)

Dr. Nick Gonzales, leider frühzeitig verstorbener Arzt in New York war immer stolz darauf, dass er über 25 metastasierte Bauchspeicheldrüsenkrebs-Patienten langzeit – geheilt (über 20 Jahre) hat: mit Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel (vor allem viele Enzyme!).

 

Prof. Dr. Valter Longo 

Fasting-mimmicking-diet bzw. auf deutsch: „Scheinfasten“ ist eine Low-Carb mit wenig Fleisch – fettreiche Ernährung. Perfekte AntiAging-Ernährung – und perfekte Krebs-Ernährung

 

Low Carb vegan

weil es nicht immer Fleisch sein muss für Tumor-Patienten

 

Dr. Johannes Coy

Das Anti-Krebs-Kochbuch (GU Diät&Gesundheit)
  • Coy, Dr. rer. nat. Johannes (Autor)

 

Prof. Ulrike Kämmerer

hier ist eigentlich nur das Kochbuch interessant

 

Diverse LowCarb Kochbücher

 

oder besser noch Ketogen Kochbücher

 

schliesslich noch wichtige Bücher über Krebs (und Ernährung)

das deutsche Buch von Jane Plant gibts nur noch antiquarisch (wieso die keine Kindle Version auflegen, ich kann diese Verlage nicht verstehen!).  Hier das englische Buch von Jane Plant

schliesslich noch das geliebte Buch von Daniel Servan Schreiber, Arzt und selber Krebserkrankt

 

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Wie LowCarb aber ohne zu verzichten?

Hier verlinke ich Rezepte und Youtubes in denen ich meine persönlichen Super-Rezepte zeige. Irgendwie kann ich gut kochen und es macht Spass und Sinn dies dazu zu verwenden, um zu zeigen, was man alles tricksen kann.

Natürlich sind die Videos das beste Medium, aber wenn man es schnell nachlesen möchte, ein Rezept kopieren will, braucht man es schriftlich. Daher hier der ergänzende Foodblog zu meinen Foodblog-Videos.

 

Für Krebspatienten habe ich hier eine Zusammenfassung von Ernährungs-Ratschlägen zum Ausdrucken zusammengeschrieben.

 

NEU: mein Youtube Food-Blog über kohlenhydratfreies Keto / Paleo / Glutenfreies Schlemmen !!!

 

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Mit welchen Produkten koche ich?

hierfür habe ich eine eigene Seite geschrieben, in der die von mir (und den ganzen Kochbüchern) vorgeschlagene Produkte angezeigt werden, die man so i.d.R. nicht zuhause hat.  Die meisten dieser Produkte gibt es bereits beim Interspar oder in anderen Gross-Märkten. Einige muss man im Reformhaus besorgen oder übers Internet bestellen.

Kohlenhydratfreie Mehle – Mehlersatz – Ketogen – Paleo

 

 

Hier meine ganzen Food-Blog Kochrezepte und Artikel

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