in einem der aufregendsten Büchern der letzten Jahre beschreibt ein Arzt anhand von zahlreichen detailliert dargestellten Patientenfällen die Toxoplasmose eine übersehene Ursache für bestimmte bisher unbehandelbare Krankheiten.

Dr. Uwe auf der Straße – der Hero von 2019

Dr. Uwe auf der Straße (Abkürzung hier: UadS) ist ein ganz besonderer Arzt:

ausgehend vom Fall einer seit 50 Jahren erkrankten Frau, die durch ein spezielles Antibiotikum temporär sehr deutlich gebessert wurde, konnte er die zugrundeliegende Infektion identifizieren, arbeitete die wissenschaftliche Literatur zur Toxoplasmose auf, behandelt ähnliche Patienten erfolgreich und zeichnet damit für uns ein sehr detailliertes Bild einer Erkrankung, die heute fast immer als Borreliose, Rheuma oder Chronic Fatigue Syndrom oder Fibromyalgie fehlgedeutet wird und wo bisher die Behandlungen nicht angeschlagen haben

das ist echte Erfahrungs-Medizin – keine Doppelblind-Studie

Dr. auf der Straße arbeitet im Buch anhand von 15 Fällen (10 mit Antikörper, 5 ohne Antikörper) das Erscheinungsbild der Erkrankung auf. In der Praxis – so berichtet er – hat er mittlerweile 150 erfolgreich behandelte Fälle.

Weiters zeigt er ca 100 wissenschaftlicher Studien um die im Buch dargestellten Thesen wissenschaftlich zu beweisen.

Dieses Buch ist ein Meilenstein: Wissenschaft und Praxis zusammen, und dazu eine Menge an tatsächlich ausgeheilten Patienten. Beispiellos! Bravo und vielen herzlichen Dank geschätzter Herr Kollege!

WDR-Reportage über Dr. Uwe auf der Straße (Abkürzung hier: UadS) und Patienten-Testimonials

ein Parasit täuscht uns alle bisher

Toxoplasma ist ein einzelliger Parasit, ähnlich wie die Babesien oder die Malaria. Laut Wikipedia sind  50% aller Menschen in der BRD davon befallen, die älteren sogar bis zu 70%.

Der Parasit kommt in mehreren Erscheinungsformen vor:

der Tachyzoit ist die offizielle vegetative Form, dagegen bildet der Körper in ca 70% der Fälle Antikörper aus, die bei längerdauernder Infektion vergehen.

Wikipedia: Von DPDx Image Library

Im Körper wandelt sich der Tachyzoit in die Sporenform Bradyzoit um, die sich viel langsamer vermehrt und eine Veränderung der Zellmembran erfährt, sodass das Immunsystem diese „Spore“ nicht mehr erkennt. Wir haben derzeit keine Antikörper-Diagnostik gegen die Bradyzoiten und so kann bei längerdauernder Infektion die Krankheit nicht mehr nachgewiesen werden. Bradyzoiten leben v.a. in Muskelzellen und im Hirn.

 

wird wohl oft als Lyme / Borreliose verkannt

Preis: EUR 16,60

das herzzereissende Buch von Yolanda Hadid, einer berühmten US-Schauspielerin und Model und TV-Persönlichkeit, die ihr Leben in einer schrecklichen „LYME“ Erkrankung nahezu völlig verliert und nur noch dahinvegetiert (erschwert dadurch dass 2 ihrer Kinder auch dran erkrankt sind) zeigt uns das Elend dieser Erkrankung auf, die von der SChulmedizin praktisch völlig ignoriert wird. 

Diese Patienten finden in den Kliniken / Neurologien i.d.R. KEINE Hilfe, da sie kaum objektive Symptome oder Labor-Untersuchungen aufweisen, bei gleichzeitig furchtbarem Leidensdruck. Wir Ärzte mit Schulmedizinischem Fokus kennen eben leider keine „Mitochondriopathie“, oder „Nebennnieren-Funktions-Schwäche“ oder „chronische Hirn-Infektion mit Parasiten und Coinfektionen“. Selbst 2019 streitet die deutsche Gesellschaft für Neurologie das vorhandensein einer chronischen Infektion (chronische Neuroborreliose) ab, obwohl gerade in Deutschland weltberühmte Kliniken die schwerst-Kranken Patienten aus der ganzen Welt behandeln und viele davon auch heilen können!

Siehe zB auch mein Artikel

  • Borreliose, wie sie wirklich aussehen kann mit dem TV-Bericht über einige Australische Patienten, die in der Klinik St Georg gesund geworden sind (dabei das absolut lächerliche Interview mit dem peinlichen australischen Gesundheitsminister, der abstreitet, dass es in Australien überhaupt Borreliose gibt) | 
  • oder Hyperthermie zur Heilung der Borreliose – über die Forschungsarbeit der Klinik St. Georg in Bad Aibling und die entsprechenden Studien.

 

die Symptome sind sehr eindeutig

A-Symptom

  • grosse Müdigkeit und Erschöpfung durch geringste Anstrengung, hohes Schlafbedürfnis 100%
  • starke Muskelschmerzen, geringster Anstrengung überlastet und man benötigt Tage zur Erholung: 100%
  • Konzentrations-Störungen: 93%
  • Schweissausbrüche v.a. Nachts 78%
  • Kurzatmigkeit bei geringer Anstrengung, rasch hoher Puls bei Anstrengung, Gefühl des Drucks am Herz oder der Brust v.a. bei Anstrengung. Typisch: vorangegangene Untersuchungen beim Kardiologen 67% und/oder Lungenfacharzt. Ursache: Infektion Herzmuskel oder Zwerchfell
  • Antriebslosigkeit 63%
  • IgG gegen Toxoplasmen 60%

B-Symptome

  • Gereiztheit 59%
  • Sehstörung, verschwommenes Sehen, unklares Sehen – ohne eine AugenKH: 44%
  • Schwindel 37%
  • Depression 41%
  • Ängste 33%

C-Symptome

  • Morgensteifigkeit 30%
  • Wassereinlagerungen  (v.a. der Hände + Füsse): 33%
  • Schlafstörungen 38%
  • Koordinations-Störung, läuft gegen Gegenstände, Gangunsicherheit
  • Oberbauchdruck
  • Kopfschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Lymphknoten-Schwellung

wenn nicht mehr als 3 der A-Symptome vorhanden sind und die anderen Symptome unauffällig sind, dann liegt vermutlich keine Toxoplasmose vor. Wenn mindestens 3 A-Symptome und 3 aus B/C vorhanden sind liegt vermutlich eine Toxoplasmose vor. Bei allen berichteten Fällen war MÜDIGKEIT das immer vorhandene führende Symptom.

Labortests sind oft negativ

da bei 40% der Patienten die IgG Antikörper (die es nur gegen die Tachyzoiten-Form gibt) nicht vorhanden, hat man keine absolut sichere Diagnostik.

Laut UadS ist der Abfall der CD8 Zellen noch das spezifischste Symptom, welches wir auch bei den chronischen Borreliose-Erkrankten als am meisten spezifisch finden:

Bei negativen IgG ist der Toxoplasmose-LTT oft noch hinweisend.

Ob ein Abfall der CD45+ CD8+ CD56+ CD57+ CD3 – Zellen stattfindet ist nicht klar. –> das sind spezifische Killerzellen, die bei chron. Borreliose unter 100 fallen und hier noch das spezifischste Kriterien für die chron. Borreliose sind. Leider in Österreich nicht messbar, wir senden dafür ins BCA oder ins Arminlabs ein, auch IMD Berlin macht diese Diagnostik.

Verwechselt kann man die Beschwerden mit folgenden Krankheiten

  • B12-Mangel, Foolsäure-Mangel, Eisen-Mangel, VitD-Mangel, EBV, CMV, FSME – Infektionen
  • Borreliose: v.a. starke Gelenkbeschwerden die wandern. Selten Schweissausbrüche tagsüber.
  • Babesiose: schubförmiges Fieber wie Malaria, punktförmige Hautblutungen
  • Chronic Fatigue Syndrom bzw. Myalgic Encephalomyelitis –> spezifische metabolische Labor-Veränderungen (PNAS 2016) – Achtung: empfindliche Patienten, Medikamente halbieren
  • Fibromyalgie (Tenderpoints, keine neurologischen Begleiterscheinungen)
  • somatoforme Schmerzverarbeitungs-Störung (erhöhte Empfindlichkeit)
  • Herzkrankheiten – KHK
  • Asthma Bronchiale und COPD
  • chron. Gallenblasen-Entzündung

Behandlung

„Antesten“ tut UadS mit Clindamycin 3 x 300  – 2 x 600. Wenn hier eine Verbesserung der Symptomatik eintritt, wird mit einer spezifischen Parasiten-Therapie mit Daraprim gearbeitet. Dies ist ein Mittel gegen Maralia, Pneuocystis carinii und Babesien.

UadS kombiniert Daraprim mit Sulfadiazin + Calciumfolinat, bei Unverträglichkeiten auch Kombinationen mit Clindamycin. Das Behandlungs-Schema ergibt sich recht gut aus der Darstellung der Kasuistiken.

Behandlungsverlauf

Dr. auf der Straße ist ein durch und durch systematischer und strukturierter Arzt. Desswegen lässt er die Patienten bei jeder (Zwischen-) Untersuchung einen Fragebogen ausfüllen und wertet die Symptome aus. Dies wird dann bei den Fällen graphisch dargestellt:

Fall 11 aus dem Buch von Dr von der Straße

die Behandlungsverläufe sind spektakulär und nach 6 Wochen sind die allermeisten Patienten gesundet, selbst nach 50j Krankheits-Verlauf (!!!!!!)

Toxoplasmose Fall 6 aus dem Buch von Dr. von der Straße

 

Wohltuend – endlich wieder richtige klinische Forschung

in der echten Praxis hat man ja ein Problem: wir sitzen vor leidenden Patienten die von uns Lösungen erwarten. 

Hilfreiche „Leitlinien“, wie die der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, welche mittels ELIZA diagnostiziert (50% Fehlerrate) aber den LTT als unwissenschaftlich ablehnt und eine chronische Neuroborreliose schlichtweg als Märchen bezeichnet, da man mit einer 3 wöchigen Antibiose auskommt, sind uns in der Praxis keine Hilfe. Jeder kann sich im BCA oder der Klinik St. Georg mit den Patienten dort unterhalten.

Ähnlich die „Sprüche“ des australischen Gesundheits-Ministers, der eine Borreliose schlichtweg abstreitet. Das TV-Team, welches die schwerst neurologisch kranken Patienten dann in die Klinik St. Georg zur Hyperthermie begleitete ist wohl einem „homöopathischen Aberglauben“ aufgesessen. 

Hier steht Dr. Uwe auf der Straße wohltuend als Gegenpol da: nach dem Lesen der ersten 100 Seiten dieses Buches habe ich das Gefühl diese Erkrankung gut zu kennen und auch gut erkennen zu können. 

Die Vorgehensweise mit „Leitsymptomen“ ist realistisch und praxisnahe und könnte uns perfekt für all unsere schwierigen, chronischen Infektions-Patienten dienen! Ich träume von einem klinischen Repertorium bei dem man durch Eingabe der 10 Hauptbeschwerden des Patienten eine genaue Auflistung aller potentiellen Infektions-Erreger bekommt.

Ich möchte das Buch unbedingt jedem Arzt mit chronischen Patienten empfehlen

 

Evan Hirsch – Bartonellose

in diesem Zusammenhang möchte ich noch unbedingt auf einen anderen klinischen Autor aus den USA: Dr. Evan Hirsch hinweisen, der in seinem Podcast und Buch die Symptomatik der Bartonellose sehr deutlich raushebt, ich habe hierzu auch einen Artikel geschrieben. Auch Evan meint, dass die Borrelien v.a. wandernde Gelenkschmerzen auslösen, die Bartonellen jedoch v.a. ein heftiges Brennen der Beine und Fusssohlen verursachte, zuammen mit einer menge zentral-neurologischer Beschwerden.

 

 

 

 

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2 Kommentare

  1. Haben Sie irgendwelche Erfahrungen mit der Toxoplasmose-Nosode? (Ich habe gerade im Katalog von „Remedia“ recherchiert: Meine Erinnerung trog nicht, sie haben diese im Programm.) Analog zu Ihren Erfahrungen mit EBV wäre es zumindest naheliegend, daß sich auch in diesem Fall damit Erfolge erzielen lassen.

    • nein, auch die EBV tut wenig, wir geben mehrere nosoden, die mikroimmuntherapie und unsere elektronische staufe kopien usw usf, manchmal – eher selten – gut, fast immer sehr geringe effekte an Energie und IGG Titer. Am besten scheint noch Ozon zu gehen. Nachdem eh 80% der chron. Kranken EBV oder CMV erhöhte Titer haben, können wir viel ausprobieren. Wenn sie was gutes kennen bitte mitteilen.

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