Wale und Delfine: Vollgepumpt mit Chemikalien

Delphine (von Wikimedia)Studie zeigt Belastungen der Meeressäuger auf

Washington DC (pte/22.05.2009/13:43) – Meeress√§uger wie etwa Delfine oder Wale sind Pestiziden und anderen Umweltgiften hoffnungslos ausgeliefert. Die bisher ausf√ľhrlichste Studie √ľber die Belastung durch gef√§hrliche Chemikalien ist im Fachmagazin Environmental Pollution erschienen. Ein Forscherteam hatte dazu das Gehirn von elf verschiedenen Meeress√§ugern und einem gestrandeten Seehund untersucht. Unter den gefundenen Substanzen befanden sich auch einige, die bereits seit den 1970-er Jahren aufgrund ihrer Gef√§hrlichkeit f√ľr den menschlichen Organismus verboten sind.

Studien-Leitautor Eric Montie hat mit der Studie als Student bei der Woods Hole Oceanographic Institution (WHOI) http://www.whoi.edu begonnen und nun als Post-Doc gemeinsam mit Forscherkollegen des College of Marine Science an der University of South Florida http://www.usf.edu abgeschlossen. „Montie ist es gelungen mehr als 170 verschiedene chemische Substanzen und deren Anreicherung im Hirngewebe von den S√§ugern zu untersuchen“, so Co-Autor Chris Reddy, der die Arbeit als bahnbrechend bezeichnet. Untersucht wurden etwa die Gehalte von polychlorierten Biphenylen (PCBs), bromierten Flammschutzmitteln und Pestiziden wie etwa DDT. Viele dieser Chemikalien sind aufgrund der hohen Toxizit√§t f√ľr den Menschen schon vor Jahrzehnten verboten worden.

„Wir haben erschreckend hohe Konzentrationen von PCB in der Hirnfl√ľssigkeit des Seehundes festgestellt“, so Montie. PCBs sind giftige und krebsausl√∂sende chemische Chlorverbindungen, die bis in die 1980er Jahre vor allem in Transformatoren sowie als Hydraulikfl√ľssigkeit und als Weichmacher in Lacken, Dichtungsmassen, Isoliermitteln und Kunststoffen verwendet wurden. „Hier zeichnet eine F√ľlle an Studien ein homogenes Bild“, meint Karl Zwiauer, Vorsitzender der Plattform „√Ąrzte f√ľr schadstoff-freie Nahrung“, im pressetext-Interview. „Je h√∂her die pr√§natale Belastung, desto nachteiliger die Auswirkungen: Sie reichen von Aufmerksamkeitsdefiziten √ľber schlechtere Lernleistungen bis hin zu Defiziten in der Entwicklung des verbalen, bildlichen und auditiven Ged√§chtnisses.“ Auch bei den Meeress√§ugern f√ľhren PCBs zu St√∂rungen in der Sensorik.

Wal (Wikimedia)Dass der Verzehr von fettreichen am Ende der Nahrungsketten stehenden Fischen sich negativ auf die Gesundheit der Menschen auswirkt, best√§tigt auch die Greenpeace Meeresbiologin Antje Helms http://www.greenpeace.at im pressetext-Interview. Neu ist hingegen die Untersuchung der Gehirne der Meeress√§uger. Die Umweltsch√ľtzer hatten wiederholt darauf aufmerksam gemacht, dass Walfleisch und auch Fleisch von Delfinen extrem hoch mit Schadstoffen und auch Quecksilber belastet und damit f√ľr den menschlichen Verzehr ungeeignet sei. Das Forscherteam um Montie will nach den nun publizierten Studien nun herausfinden wie die einzelnen Umweltgifte das Zentralnervensystem der Tiere beeinflussen. (Ende)

Kommentar Retzek

weil dieser Artikel so bezeichnendes Licht auf die Qualit√§t unserer Ern√§hrung wirft, nehme ich ihn in unsere Ern√§hrungs-Auflistung auf. Man m√∂ge sich vorstellen, was es bedeutet, wenn im grossen, tiefen, weiten, unendlichen Meer die Bewohner Krank-, ja Tot-Krank sind. Gerade heute hab ich von einem Krokodilsterben in Afrika gelesen, dies – weil die Nahrung – die Fische so derartig verseucht sind, dass die Krokodile dadurch an einer Entz√ľndung des Fettgewebes erkranken, welches dadurch vollst√§ndig vernarbt und¬†die Krokodile an „Verh√§rtung“ und „Vernarbung“ bewegungslos versterben l√§sst. Desswegen versucht man die Krokos jetzt durch geschossene Nilpferde zu ern√§hren, damit sie nicht auf die Fische zugreifen m√ľssen. Dies¬†irgendwo in der¬†weite Afrikas.

Ist schon irgendjemandem aufgefallen, dass unsere Hunde vorzugsweise an Krebs sterben (sie essen haupts√§chlich Fertigfood) und hier besonders an Bauchspeicheldr√ľsenkrebs? Diese Krebsform ist¬†bei Menschen¬†rapid im Vormarsch!

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Arzt f√ľr Allgemeinmedizin,¬†multiple pr√§ventivmedizinische, schulmedizinische und komplement√§re¬†Zusatzausbildungen.¬†

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Umfangreiche Recherchen¬†in der aktuellen medizinischen Forschung zum Zweck der Selbst-Weiterbildung und als Ged√§chtnis-St√ľtze. ¬†

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