in der Bild-der-Wissenschaft-Online, 19.4.02


Bei HIV-infizierten Kindern, die an Masern erkranken, sinkt die Konzentration der AIDS-Viren im Blut f√ľr die Dauer der Erkrankung stark ab. Gleichzeitig kommt es dabei zu einer Stimulation der zellul√§ren Immunabwehr. √úber diese Beobachtung an afrikanischen Kindern berichten Wissenschaftler der Johns Hopkins University in Baltimore im Journal of Infectious Diseases (Bd. 185, S. 1035).

Diane Griffin und ihre Mitarbeiter untersuchten 93 HIV-infizierte Kinder, die wegen Masern zur Behandlung in das Lehrkrankenhaus von Lusaka in Sambia eingeliefert worden waren. Bei der Aufnahme, vor der Entlassung und einen Monat danach ermittelten die Forscher die Konzentration von AIDS -Viren im Blut. Bei 33 Kindern betrug dieser Wert zu Beginn der Maserninfektion nur ein Vierzigstel des Durchschnittswertes anderer AIDS-kranker Kinder. Bei der Entlassung war er bereits wieder auf ein Viertel angestiegen und lag einen Monat sp√§ter sogar √ľber dem Vergleichswert. In der Zeit, in der die Zahl der AIDS-Viruspartikel sank, stieg die Konzentration der so genannten CD8-T-Zellen an. Das sind wei√üe Blutk√∂rperchen, die als Teil der zellul√§ren Immunabwehr infizierte Zellen erkennen und zerst√∂ren. “ Uns haben diese Ergebnisse √ľberrascht, da wir erwartet hatten, dass sich die HIV-Vermehrung bei Masern eher beschleunigt“ , sagt William Moss, ein Mitglied der Arbeitsgruppe. Das Masernvirus, so Moss, h√§tte n√§mlich die Eigenschaft, Immunreaktionen zu unterdr√ľcken und dadurch zus√§tzliche Infektionen zu beg√ľnstigen. Die einzige bisher bekannte Erkrankung, die das AIDS-Virus hemmt, ist das Tsutsugamushi- oder Busch-Fieber, das durch Bakterien verursacht wird. “ Um vollst√§ndig zu verstehen, wie Masern HI-Viren hemmen und das Immunsystem aktivieren, sind weitere Versuche mit einer gr√∂√üeren Zahl von Patienten n√∂tig“ , sagt Griffin.

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Joachim Czichos

 

diese Mitteilung ist f√ľr HOM√ĖOPATHEN ausserordentlich interesssant, zeigt sie doch in typischer Weise den ¬ß 38 nach Hahnemann
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