COIMBRA-PROTOKOLL

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Coimbra-Protokoll: geniale neue (nicht leitlinien-konforme off-label) Therapie gegen fast alle Autoimmunerkrankungen. Hier ein Informationstext fĂŒr Interessente bzw. Patienteninfos.

 

Dr. Retzek ist von Prof. Coimbra zertifizierter „Coimbra-Protokoll-Arzt“

Im Jahr 2017 wurde ich von mehreren Patienten auf das Coimbra-Protokoll angesprochen und habe mich desswegen bei Prof. Cicero Coimbra, Neurologe an der Univ. Sao Paulo / Brasilien zum Training angemeldet. Als einer der wenigen EuropÀer durfte ich im Nov. 2017 eine Woche bei Prof. Coimbra hospitieren und das Protokoll vor Ort erlernen.

bei Dr. Cicero Coimbra zur Hospitation

 

Seit 2017 zahlreiche Patienten betreut

Seither habe ich ca 150 Patienten im Coimbra Protokoll und kann die ĂŒberall kolportierten Zahlen von > 90% Verbesserungen bis zur Symptomenfreiheit innerhalb von 3 Monaten (- 12 Mo)  durchwegs bestĂ€tigen fĂŒr:

  • akute – sowie schubhafte remittierende Multiple Sklerose (MS)
  • akute MS-SchĂŒbe (wenige Tage bis rĂŒckgebildet, geht angeblich schneller wie Cortison)
  • Rheumatismus = PrimĂ€r chronische Polyarthritis (PCP)
  • Psoriasis (auch Arthropathie)
  • „andere Autoimmunerkrankungen“

Unter den ca 70 schubhaft-remittierenden MS-Patienten hab ich in den letzten 5 Jahren 3 kleine SchĂŒbe erlebt (statt der zu erwartenden 300 SchĂŒbe). Den Patienten geht es durch die Bank sehr gut.

chronisch-progrediente MS reagiert sehr langsam

Diese prompte Reaktion und Beschwerdebesserung kann ich nicht fĂŒr die chron. progrediente MS bestĂ€tigen, diese reagiert viel trĂ€ger und langsamer und benötigt unter UmstĂ€nden 1,5-2 Jahre bis das Protokoll greift und die Erkrankung zum Stillstand kommt.

Wie funktioniert das Coimbra-Protokoll

Es werden hohe und höchste – d.h. durchaus auch toxische – Dosen Vitamin D und einige NahrungsergĂ€nzungsmittel tĂ€glich verabreicht.

Diese hohen Dosen sind – ohne Gesundheits-Probleme zu bekommen – nur möglich wenn bestimmte Vorsichtsmassnahmen STRIKTEST eingehalten werden:

  • völliger ausnahmloser Verzicht auf KĂ€se, Topfen, FrischkĂ€se
  • starke EinschrĂ€nkung bei Milch und Joghurt (ja in den Kaffee, in GebĂ€ck/Torten/Kuchen)
  • Verbot von Mohn und Tahin (Sesampaste) – ausser als GewĂŒrz am Mohnflesserl
  • weiters: mindestens 2,5l Urin pro Tag zur NierenspĂŒlung, d.h. eine Trinkmenge von mind. 1,5l FlĂŒssigkeit (am besten entkalktes Wasser).

FĂŒr die meisten Patienten mit ernster chronischer (autoimmun) Erkrankung stellen diese EinschrĂ€nkungen ĂŒberhaupt kein Problem dar, da die sowieso schon lĂ€ngst auf Milchprodukte verzichten (Autoimmun-ErnĂ€hrung) – hier kommt dann nur die vorgeschriebene Trinkmenge dazu. Diese inkludiert aber Kaffee und Tee, Suppen usw und die zusĂ€tzlichen 1,5l um die notwendige Urinmenge zu erreichen war noch nie ein Problem.

Nebenwirkungen

HĂ€lt man sich nicht an die Vorgaben hinsichtlich ErnĂ€hrung oder Trinkmenge, besteht die reelle Gefahr einer Nierenverkalkung mit Nierenversagen, weil die hohen Dosen Vitamin D dazu fĂŒhren, dass jedes „Fuzzerl“ Calcium aus Nahrung und GetrĂ€nken in den Körper gepumpt wird.

Ich habe dies bei 4 Patienten erlebt, zwei davon wurden sogar fĂŒr 2 Tage dialysiert!

Alle Patienten sind letztlich wieder innerhalb weniger Wochen vollstÀndig genesen.

Bei 3 dieser Patienten war als Auslöser des Nierenversagens das Nichtbefolgen der Verhaltens-Regeln, ein Patient hatte allerdings einen unerkannten Knochentumor (Plasmozytom) der zur Nierenverkalkung fĂŒhrte – also ein therapie-unabhĂ€ngiger Auslöser der diese Komplikation sowieso ausgelöst hĂ€tte.

Letztlich ist es wichtig zu wissen: das Protokoll kann potentiell bedrohliche Folgen haben und duldet hinsichtlich ErnÀhrung und Trinkmenge keine Schlamperei!

Weiters fĂŒhrt das Protokoll zu einer Verminderung der Knochendichte wenn man nicht ausreichend Bewegung durchfĂŒhrt: 3 x 30min pro Woche sind vorgegeben.

da das Coimbra-Protokoll in Konkurrenz zu hochpreisigen Basis-Therapien der Neurologie steht, ist die Industrie und deren Werbe-Anstrengungen nicht freundlich gesonnen und versucht die Nebenwirkungen in Facebook-BeitrĂ€gen und Arzt-Ausbildungen besonders herauszustreichen, wĂ€hrend die Nebenwirkungen der Standard-Therapie ausgeblendet werden – gut vergleichbar mit mRNA – Impfung.

 

Kontrollen

Es werden regelmĂ€ssige Blutbild-Kontrollen und auch Urin-Kontrollen durchgefĂŒhrt (bei mir alle 3 Monate) bei denen die Nierenwerte, Calcium-Wert und ein Kontrollwert (Parathormon) bestimmt wird.

Ich messe auch immer noch zusĂ€tzlich einen Tumormarker (fĂŒr den oben angesprochenen Knochentumor) mit.

Ab und an wollen wir einen 24h Urin-Sammelwert durchfĂŒhren um die 24h Calcium-Ausscheidung als zusĂ€tzliche Kontrolle durchzufĂŒhren, auch werden jĂ€hrlich Knochendichtemessungen empfohlen.

NahrungsergÀnzungsmittel

VitB2 und Magnesium mĂŒssen in höherer Dosis eingenommen werden. Verschiedene andere Spurenelemente und Vitamine werden eingesetzt um den genetischen Ursprung der Erkrankung „zu korrigieren“ (s.u.).

 

Ergebnisse

FĂŒr mich als „normaler Arzt“ schlichtweg spektakulĂ€re Ergebnisse bei vielen Erkrankungen, die sonst im besten Fall mit starken Medikamenten nur „gelindert“ werden können.

  • Völlige Wiederherstellung der Energie und SchwĂ€che bei der schubhaft-remittierenden MS in kurzer Zeit,
  • eine RĂŒckbildung der Ausfalls-Erscheinungen der letzten 2 Jahre – ich hab dies selbst bei einem Fall von „tumefaktiver MS“ erlebt,
  • völliges Verschwinden von rheumatischen PCP Schmerzen, Psoriasis, Blepharospasmus.

 

Wissenschaftliche ErklÀrung

Prof. Coimbra hat viel Forschung dazu gemacht und konnte zeigen, dass 80% der Autoimmunerkrankten eine genetische SchwĂ€che des VitB2-Stoffwechsels haben, welche dazu fĂŒhrt, dass VitD nicht adĂ€quat aktiviert werden kann,

dadurch wird das Immunsystem „dys-reguliert“ und reagiert vermehrt Autoimmun (TH-17 ImmunitĂ€t) und gleichzeitig geschwĂ€cht (chronisch persistierende Borreliose, chron. Vireninfekte, Parasiteninfekte 
..).

Durch die Hoch-Dosis-VitD-Therapie sowie die Gabe von VitB2 kann diese Dysregulation wieder „neutralisiert“ werden, das Immunsystem „normalisiert“ sich, wehrt die „Eindringlinge“ ab und stoppt die „Selbst-Attacke“.

Durch weitere NEMs wie zB Methyl-Folat wird versucht den epigenetischen Ursprung der Autoimmunerkrankung zu eliminieren.

Heilung

Laut Prof. Coimbra handelt es sich um eine genetisch fixierte Störung die lebenslange Therapie benötigt.

Meine Erfahrungen mit 150 Patienten und 5 Jahren sind so, dass man bei einem Teil der Patienten nach 2 Jahren die VitD Dosis langsam zurĂŒckfahren kann.

Bei manchen riskiert man damit zwar einen RĂŒckfall – OK, dieser wird aber mit Dosiserhöhung sofort wieder gut, andere tolerieren die niedrige Dosierung und man kann letztlich versuchen „auszuschleichen“. Meine 3 „leichten SchĂŒbe“ bei MS-Patienten unter Coimbra Protokoll sind dieser Vorgehensweise der Dosis-Reduktion des VitD unter den Coimbra-Level geschuldet.

 

Ablauf des Coimbra-Protokolls

Korrekterweise benötigt man innerhalb von 2 Jahren 4 Arzt-Termine. Beim Einstiegs-Termin erfolgt die ca 2h Schulung und Ersteinstellung sowie Blut-Untersuchung und Knochendichte-Messung.

Laut Prof. Coimbra erfolgt nach 6, 12, 24 Monaten die nĂ€chste Blutuntersuchungen vor dem Arzt-Termin bei dem dann eine Dosis-Anpassung des VitD sowie allfĂ€llige Fragen usw erfolgt. Ich selber mache gern anfangs hĂ€ufiger – alle 3 Monate – Blut-Untersuchungen. JĂ€hrliche KnDichte-Messungen, bei MS alle 2 Jahre eine MR Untersuchung.

andere Ärzte

kennen das Protokoll i.d.R. nicht und sind desswegen „instinktiv“ und automatisch dagegen. Das Coimbra-Protokoll ist eine völlige Neu-Entwicklung die von Patienten getragen sich rasch verbreitet hat. Es gibt weltweit ca 100 Coimbra-Ärzte die von Prof. Coimbra ausgebildet worden sind, in Ö sind wir drei: Dr. Edmund Blab und Dr. Uta Santos in Wien sowie ich in Vöcklabruck.

Kosten

Mit den NEMs sind die Kosten bei ca 40-50,- pro Monat anzusetzen, die der Patient selber trÀgt. Damit konkurriert man mit der offiziellen Guideline-Therapie die oft mehrere tausende Euro pro Monat umsetzt, entsprechender Gegenwind wird erzeugt der sich in umfangreicher (professionell plazierter) Anti-Werbung in Facebook Blogs usw. erfolgt.

 

Weitere Informationen

BĂŒcher

Der österreichische Spitzenarzt und Spitzensportler Dr. Stefan Hainzl litt an Multiple Sklerose und sah sich vor dem Rollstuhl. U.a. mit dem Coimbra-Protokoll ist er mittlerweile vollstÀndig beschwerdefrei

Ana Domene war eine der ersten Coimbra-Patientinnen und hat ein mittlerweile auch auf Deutsch ĂŒbersetztes Buch ĂŒber ihren Krankheits- und Gesundungs-Verlauf geschrieben

 

Youtubes

Dr. Hainzl – wunderbarer Österreichischer Sportarzt – selber schwer betroffen – völlig beschwerdefrei

 

 

die MĂŒnchner Coimbra-Ärzte Dr. Reichert und Dr. Demuth

 

 

Christina Kiening

die „Coimbra-Finderin“ Christina Kiening, hat Prof. Coimbra nach Europa gebracht und war selber die erste europĂ€ische Patientin

 

 

Letztlich mĂŒssen wir uns alle bei Fr. Christine Kiening bedanken, die als erste europĂ€ische Patientin nach Sao Paolo zu Prof. Coimbra gefahren ist und dieses Protokoll nach Europa gebracht hat!

Vortrag von Dr. Lemke ĂŒber seine ersten Jahre mit dem Protokoll

 

Prof. Coimbra himself

 

Im Rahmen einer von Prof. Jörg Spitz organisierten Konferenz in Frankfurt wo sich fast alle deutschsprachigen Coimbra-Ärzte mit Prof. Coimbra getrofffen haben

 

Webseiten

die Deutsche Seite der Gesellschaft fĂŒr Coimbra-Protokoll (Christine Kiening)

Home

 

 

Danke – Professor Coimbra

Schliesslich unsere grosse WertschÀtzung und Dankbarkeit Prof. Cicero Coimbra aussprechen, der dieses Protokoll gegen Widerstand vieler neurologischer Kollegen entwickelt, sauberst protokolliert und ausgearbeitet hat!

 

 

Österreichische Coimbra-Ärzte: Dr. Uta Santos-König, Wien | Dr. Edmund Blab, Wien | Dr. Helmut Retzek, Vöcklabruck

 

Dr.med. Helmut B Retzek
Dr.med. Helmut B Retzekhttp://www.retzek.at
Arzt fĂŒr Allgemeinmedizin, multiple prĂ€ventivmedizinische, schulmedizinische und komplementĂ€re Zusatzausbildungen. Wissenschaftliche Arbeit und Forschungs-BeitrĂ€ge. Zahlreiche Artikel und VortrĂ€ge.  Diese Website dokumentiert umfangreiche eigene Recherchen in der aktuellen medizinischen Forschung zum Zweck der Selbst-Weiterbildung und als GedĂ€chtnis-StĂŒtze. MĂ€ssige Legasthenie, daher Rechtschreib- und Beistrichfehler, bitte nicht kommentieren, wer es nicht aushĂ€lt bitte einfach nicht lesen
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Ärztekammmer Disclaimer die Oberösterreichische Ärztekammer moniert weite Teile diese Website als „aufdringlich, marktschreierisch und beim Laien den Eindruck medizinischer ExklusivitĂ€t erweckend“. Dies ist keinesfalls beabsichtigt, die Website ist ein absichtsloses Weiterbildungsmedium von Dr. Retzek, der seine wissenschaftlichen Pubmed-Recherchen hier mit Ă€rztlichen Kollegen unentgeltlich teilt, wofĂŒr Dr. Retzek von vielen Kollegen aus dem In- und Ausland regelmĂ€ssig Anerkennung ausgesprochen bekommt. Dass Wissenschaftsrecherchen und Studien „das Standesansehen der Ärzte“ verletzen könnte, war Dr. Retzek nicht bewusst, er bedauert dies zutiefst und entschuldigt sich bei den betroffenen Kollegen.
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