Krebsvorsorge: Sport und Schlaf als starkes Duo

(25.11.2008)  Netdoktor.at

Menschen, die regelmäßig körperlich aktiv sind, verringern dadurch ihr Risiko, an verschiedenen Krebsarten zu erkranken. Diese Annahme kann durch eine aktuelle Untersuchung US-amerikanischer Forscher des National Cancer Institute erneut bestätigt werden. Die Ergebnisse der Studie, welche zuletzt anlässlich einer Konferenz der American Association for Cancer Research präsentiert wurden, weisen allerdings auch darauf hin, dass chronischer Schlafmangel die positiven Effekte von Bewegung wiederum zunichtemachen könnte.

James McClain und sein Team werteten Daten von 5.968 Frauen aus, welche zu Beginn der Studie im Jahr 1998 über 18 Jahre alt und bis dahin nicht an Krebs erkrankt waren. Diese Teilnehmerinnen wurden über einen Zeitraum von zehn Jahren beobachtet. Dabei konnte festgestellt werden, dass die sportlichere Hälfte der Frauen ein geringeres Risiko aufwies, an Brustkrebs und anderen Krebsformen zu erkranken. Innerhalb der Gruppe der körperlich Aktiven bis zu einem Alter von 65 Jahren zeigte sich allerdings auch, dass Teilnehmerinnen mit einem Schlafpensum von weniger als sieben Stunden ein um 47 Prozent höheres Krebsrisiko trugen als bewegungsfreudige Frauen, die sich mehr Schlaf gönnten.

Schlafmangel weit verbreitet

Dass sich ausreichender Schlaf positiv auf die Gesundheit auswirken kann, ist hinlänglich bekannt. Expertinnen und Experten verbinden mit chronischem Schlafmangel etwa ein erhöhtes Auftreten von Fettleibigkeit, Diabetes, Bluthochdruck oder auch Depressionen. Die U.S. Centers for Disease Control and Prevention bezeichnen Schlafmangel dementsprechend als ein zu wenig anerkanntes allgemeines Gesundheitsproblem. Der Anteil an Erwachsenen, die lediglich sechs oder weniger Stunden täglich schlafen, habe sich zudem zwischen 1985 und 2006 erhöht.

Ob und vor allem wie sich Schlafdefizite auch auf mögliche Krebserkrankungen auswirken können, gilt es allerdings noch näher zu untersuchen. Studienleiter McClain erklärte in einem Telefon-Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters Health, dass dieser Aspekt ein neues und noch wenig erforschtes Gebiet darstelle. Besonders unklar sei, welche Mechanismen bei der Interaktion von Schlaf und körperlichem Training zum Tragen kommen und welche Rolle diese beiden Elemente demnach in der Krebsprävention spielen könnten.

bm
Quellen: eurekalert.org; medicalnewstoday; Reuters Health
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