Treffen von Dr Coimbra mit italiänischen Protokollärzten am 28/29.9.18 in Sizilien Рaktuelle Statistik

Erfahrungen der Italiänischen Coimbra-Therapeuten

  • Die Erfolgsquote im Hinblick auf Remission liegt auch hier bei √ľber 90%, meist wird Remission innerhalb eines Jahres erreicht. Autoimmunerkrankungen der Haut ben√∂tigen h√§ufig geringere Tagesdosen Vitamin D (verglichen mit MS), um zum Stillstand zu kommen, und die Therapierfolge sind oftmals schon binnen weniger Wochen zu sehen. Auch Autoimmunerkrankungen innerer Organe wurden erfolgreich behandelt, die gr√∂√üte Patientengruppe kommt jedoch aus dem Bereich der Multiplen Sklerose (wie auch in Deutschland).
  • In Bezug auf MS wiederholen sich die Erfahrungen aus Brasilien:¬†RRMS (remittierende-relapsing Multiple Sklerose) spricht bei j√ľngeren Patienten extrem gut und schnell auf das Coimbraprotokoll an, z.T. vergehen nur 6-8 Monate bis zur Remission, bei langj√§hrig Erkrankten bis zu 12 Monaten. Die Erfolgsquote liegt bei √ľber 90% im Hinblick auf Stillstand der Erkrankung. J√ľngere Symptome aus Sch√ľben, die 12-18 Monate vor Behandlungsbeginn auftraten, bilden sich regelm√§√üig vollst√§ndig zur√ľck, √§ltere Symptome bzw. √§ltere L√§sionen (speziell im Bereich R√ľckenmark) ver√§ndern sich manchmal auch noch in den ersten 2-3 Jahren der Behandlung.
  • SPMS und PPMS (sekund√§r-progrediente / prim√§r-progrediente MS) brauchen oft 18 ‚Äď 24 Monate bis zum Stillstand der Progression. Die Zahl derer, die keine vollst√§ndige Remission erreichen, ist hier scheinbar gr√∂√üer 10%. Dr. Coimbra erforscht weiter die Gr√ľnde und m√∂gliche L√∂sungen (abgesehen von h√∂herem Alter / weniger Regenerationsf√§higkeit / Komorbidit√§ten oder Langzeitsch√§den durch pharmakologische Behandlungen, die wir in dieser Patientengruppe nat√ľrlich h√§ufiger antreffen).
    Er ist sich nach wie vor sicher, dass psychischer Stress und hohe Erregungsniveaus der größte Einflussfaktor sind. Dies bestätigten auch die italienischen Kollegen. Neben psychotherapeutischer Intervention, dem Erlernen von Selbstberuhigungstechniken, Meditation und Akkupunktur, bei Bedarf kurzfristig auch Psychopharmaka,  empfiehlt Dr. Coimbra die Erforschung von evtl. genetisch bedingten Stoffwechselstörungen, die einen Einfluss auf den Hirnstoffwechsel haben (Serotonin / Adrenalin / Noradrenalin / Dopamin etc.).

    Dr. Coimbra hat vor ca. einem Jahr begonnen, Gentests f√ľr seine Patienten anzuordnen, um auf SNPs zu untersuchen, die dann durch gezielte Mikron√§hrstoffe noch besser ausgeglichen werden k√∂nnen.¬† Einige Erfolge hat er erzielt mit der Substitution von hochdosierten B-Vitaminen und Aminos√§uren (z.B. Vitamin B3 und L-Tryptophan oder 5 HTP). Er empfiehlt allen Protokoll√§rzten, sich in das Thema ‚Äěnutrigenomics and epigenetic‚Äú einzuarbeiten, z.B. mit Hilfe der Informationen von Dr. Ben Lynch oder Dr. Amy Yasko.¬† ¬†

Zusammenfassung von Christina Kiening  

 

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Arzt f√ľr Allgemeinmedizin,¬†multiple pr√§ventivmedizinische, schulmedizinische und komplement√§re¬†Zusatzausbildungen.¬† Wissenschaftliche Arbeit und¬†Forschungs-Beitr√§ge.¬†Zahlreiche Artikel¬†und¬†Vortr√§ge.¬† Umfangreiche Recherchen¬†in der aktuellen medizinischen Forschung zum Zweck der Selbst-Weiterbildung und als Ged√§chtnis-St√ľtze. ¬† M√§ssige Legasthenie, daher Rechtschreib- und Beistrichfehler, bitte nicht kommentieren, wer es nicht aush√§lt bitte einfach nicht lesen - Dr. Retzek's Youtube - Kanal mit Testimonials usw. - neue Eintr√§ge abonnieren --> im Footer der Seite [toggle title="√Ąrztekammer Disclaimer"] √Ąrztekammmer Disclaimer die Ober√∂sterreichische √Ąrztekammer moniert weite Teile diese Website als "aufdringlich, marktschreierisch und beim Laien den Eindruck medizinischer Exklusivit√§t erweckend". Dies ist keinesfalls beabsichtigt, die Website ist ein absichtsloses Weiterbildungsmedium von Dr. Retzek, der seine wissenschaftlichen Pubmed-Recherchen hier mit √§rztlichen Kollegen unentgeltlich teilt, wof√ľr Dr. Retzek von vielen Kollegen aus dem In- und Ausland regelm√§ssig Anerkennung ausgesprochen bekommt. Dass Wissenschaftsrecherchen und Studien "das Standesansehen der √Ąrzte" verletzen k√∂nnte, war Dr. Retzek nicht bewusst, er bedauert dies zutiefst und entschuldigt sich bei den betroffenen Kollegen. [/toggle]¬†

1 Kommentar

  1. Der Empfehlung sich mit Nutrigenomics zu besch√§ftigen, kann ich mich nur anschlie√üen, denn nur so ist es m√∂glich, ein individuelles ‚Äötaylored concept‚Äė f√ľr jeden einzelnen Patienten zu entwickeln, welches gezielt Enzympolymorphismen ausgleicht. Im Zusammenhang mit Vit.D Substitution sollte man vor allem VDR Taq Polymorphismen untersuchen.
    Vorsicht jedoch mit Tryptophan. Bei MS oder Autoimmunerkrankungen wird dieses nicht zu Serotonin umgewandelt, sondern geht den IDO Pathway und bildet Kynurenine, die zu Quinolins√§ure umgewandelt werden. Diese ist neurotoxisch! Schlagwort dieses relativ neu erforschten Ph√§nomens ist ‚Äötryptophan Steal‚Äė.
    Nutrigenomics und Pharmakogenetics sind die Zukunft unserer Medizin. Davon bin ich √ľberzeugt. Nur, wenn ich wei√ü, wie mein K√∂rper Arzneimittel und Nahrungserg√§nzungsmittel verstoffwechselt ( bspw. Slow metabolizer oder Ultra rapide metabolizer) kann ich optimiert substituieren.

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