Die Frage eines Kollegen veranlasste mich zu folgendem Forschungsbeitrag:
„Bitte helfen Sie mir, ich habe einen Patienten mit einem komplexen Fall von Mikroskopischer Polyangiitis (MPA) in Thailand, der alle Behandlungsmöglichkeiten verschiedener Universitätskliniken durchlaufen hat, entweder ohne Besserung oder mit so schweren Nebenwirkungen, dass die Behandlung abgebrochen werden musste.“#
Meine Antwort war
Vom SOZO-Braincenter in Nikosia kennen wir mehrere Fälle mit schweren Autoimmunerkrankungen, die zuvor in verschiedenen Fachkliniken mit zahlreichen Medikamenten erfolglos behandelt wurden. Einige Fälle konnten durch Neuromodulation geheilt werden, andere Fälle (wo es also nicht geholfen hat) kenn ich nicht. Petros zeigt uns vermutlich auch nur die gut laufenden Fälle.
Unter anderem habe ich im Gespräch mit Patienten Folgendes persönlich erlebt:
- Jahrelange schwere Vaskulitis mit Ganzkörperödem
- Takayasu-Arthritis
- Osteoarthritis
- Neurodermitis
- Schwere Psoriasis mit Psoriasis-Arthritis
- Colitis, Morbus Crohn, IBD
- PANS/PANDAS…..
- Mehrjährige Ganzkörper- und Gesichtsschmerzen aufgrund einer Entzündung des Ober- und Unterkiefers – Ostitis durch die Zähne
Wie funktioniert das?
Wir arbeiten ja mit dem Gehirn bei der Neuromodulation. Wie kann eine Behandlung am Kopf Entzündungen und Autoimmunerkrankungen des Körpers beeinflussen? Gibt es Studien dazu?

Die Ergebnisse sind eindeutig
Nach einer kurzen Recherche findet man > 14.000 Einträge zu tDCS und Entzündung, anschließend Studien über Studien zu spezifischen Entzündungen
- wie Osteoarthritis (1700) oder Knie (1200).
- 6000 Einträge zu tDCS und rheumatoide Arthritis.
- Etwa 3000 Patienten mit Entzündungen der Blutgefäße,
- 4000 Patienten mit Arterien-Entzündung, …..
Die entzündungshemmende Wirkung der VAGUS-Stimulation ist eindeutig: 84.000 Einträge. Ich muss nicht weiter ins Detail gehen, jeder kann es über diese Links nachschlagen.
genauer: Wie erzeugt Neuromodulation diese Effekte?
Ich habe aufgrund meines sehr engen Zeitplans jetzt nur zwei Studien ausgewählt.
Heutzutage braucht man eigentlich keinen Arzt mehr, der alles genau mit jeder Studie dokumentiert – nutzen Sie GROK 4.0 – diese KI ist gut genug, um Ihnen echte Studien zu präsentieren und keine Halluzinationen, da Sie diese leicht kontrollieren können. Stellen Sie die Frage: „Wie verbessern tDCS und Vagusstimulation Entzündungen? Zeigen Sie mir Studien, zeigen Sie mir Zytokinprofile …“

Vagus-Stimulation bei COVID-19-Patienten
Studie aus Brasilia, Life 2022
Überblick: Randomisierte klinische Studie (n=52 hospitalisierte COVID-19-Patienten) verglich aktive taVNS (a-taVNS) mit Scheintherapie (s-taVNS) über 7 Tage (zweimal täglich 90 Minuten). Der Fokus lag auf der entzündungshemmenden Wirkung durch Vagusnerv-Neuromodulation.
Entzündung & Biomarker:
- CRP (C-reaktives Protein): Senkung um 23,9 % in der a-taVNS-Gruppe (95%-KI: -46,3 bis -1,4, p=0,038); Ausgangswert: 9 mg/dl (a-taVNS) vs. 11 mg/dl (s-taVNS).
- IL-6 (Interleukin-6): Senkung um 37,7 % in der a-taVNS-Gruppe (95%-KI: -57,6 bis -17,7, p<0,001); Ausgangswert: 32 pg/ml (a-taVNS) vs. 43 pg/ml (s-taVNS).
- IL-10 (Interleukin-10): Keine signifikante Veränderung (p>0,05); Ausgangswert: 10 pg/ml (a-taVNS) vs. 8 pg/ml (s-taVNS).
- Cortisol: Unverändert (p>0,05); Ausgangswert: 21 µg/dl (a-taVNS) vs. 25 µg/dl (s-taVNS).
Methoden: Blutuntersuchungen (ELISA/Nephelometrie) vor/nach der Behandlung; a-taVNS bei 25 Hz–5 kHz am Tragus/Schlüsselbein des linken Ohres.
Effekte von tDCS auf Entzündungen bei Kniearthrose:
Sekundäranalyse einer randomisierten, scheinkontrollierten Pilotstudie (N = 40 ältere Erwachsene im Alter von 50–70 Jahren mit symptomatischer Kniearthrose).
Die Teilnehmer erhielten täglich fünf Sitzungen anodaler tDCS (2 mA, 20 min) über dem primären Motorkortex oder einer Scheinbehandlung.
Plasmabiomarker für Entzündung/Stress wurden vor und nach der Behandlung mittels ELISA/Multiplex-Assays ermittelt.
Die Analyse erfolgte mittels Bayesianischer GLM (Residual Change Modeling); eine Posterior-Wahrscheinlichkeit (PP) ≥ 75 % deutet auf einen Effekt hin, der weiterer Untersuchungen bedarf.
Gemessene Schlüsselbiomarker: Proinflammatorische Zytokine (TNF-α, IL-6), antiinflammatorisches Zytokin (IL-10), Akute-Phase-Protein (CRP), Stresshormon (Cortisol), Opioidpeptid (β-Endorphin). IL-1β wurde aufgrund fehlender Daten ausgeschlossen.
Veränderungen durch Neuromodulation (aktive tDCS vs. Scheintherapie):
- β-Endorphin: Abnahme um -25 % (Punktschätzung: -0,2899; 95% CrI: [-0,6000, 0,1244]; PP: 91,42 %) – deutet auf eine verminderte kompensatorische Opioidreaktion hin, möglicherweise aufgrund der Schmerzlinderung durch tDCS.
- IL-6 (entzündungsfördernd): Abnahme um -22 % (-0,2466; [-0,7754, 0,2499]; PP: 82,14 %).
- IL-10 (entzündungshemmend): Abnahme um -11 % (-0,1156; [-0,3899, 0,1569]; PP: 80,36 %) – unerwartet, könnte auf eine allgemeine Immunmodulation hinweisen.
- TNF-α (proinflammatorisch): -7 % Rückgang (-0,0729; [-0,2612, 0,1184]; PP: 77,86 %).
- CRP: -12 % Rückgang, aber weniger signifikant (-0,1266; [-0,6866, 0,4358]; PP: 67,48 %).
- Cortisol: -3 % Rückgang, aber weniger signifikant (-0,0320; [-0,6388, 0,5177]; PP: 54,26 %).
Interpretation: Aktive tDCS zeigte Mittlere bis hohe Wahrscheinlichkeit einer Reduktion proinflammatorischer Zytokine (IL-6, TNF-α) und β-Endorphin im Vergleich zur Scheintherapie, was auf entzündungshemmende/schmerzstillende Effekte durch kortikale Neuromodulation hindeutet.
Die IL-10-Reduktion impliziert eine komplexe Immunmodulation, keine einfache Normalisierung. Dies unterstützt die tDCS als potenzielle Therapie für arthrosebedingte Entzündungen, ist jedoch durch die geringe Stichprobengröße, fehlende Langzeitbeobachtung und variable Blutentnahmezeiten eingeschränkt. Präklinische Parallelen (z. B. reduzierte TNF-α/IL-1β-Werte in Tiermodellen) wurden festgestellt; dies steht im Widerspruch zu einigen klinischen Befunden (z. B. erhöhte β-Endorphinwerte bei Fibromyalgie).
Frage hat sich erledigt –> Reduktion entzündlicher Zytokine in kurzer Zeit nachgewiesen
Okay, die obige Studie war nur sekundär, um zu zeigen, wie die bereits bekannte schmerzlindernde Wirkung zustande kommt. Jetzt wissen wir: Entzündungen werden durch die Senkung der entzündlichen Zytokine ebenfalls reduziert.
Wie äußert sich dies nun in realen Schmerzen?
Schauen wir uns die Originalstudien an.
Schmerzlinderung durch tDCS bei Kniearthrose
Dies entspricht nun der Evidenzstufe 1a – die Wirkung ist in mehreren Metaanalysen randomisierter kontrollierter Studien absolut nachgewiesen – und es treten keine Nebenwirkungen auf.
Diese Zusammenfassung basiert auf einer umfassenden Überprüfung und Metaanalyse mehrerer Studien (einschließlich der ursprünglichen Studie von Ahn et al. aus dem Jahr 2017 und weiterer Studien – z. B. Metaanalyse 2024) zur transkraniellen Gleichstromstimulation (tDCS) bei Kniearthroseschmerzen.
Die Analyse umfasste Daten aus neun randomisierten kontrollierten Studien mit über 300 Patienten.
Ich habe eine weitere Suche durchgeführt und bereits in diesem Jahr 18 Studien gefunden, darunter eine, die vor einer Woche veröffentlicht wurde und sehr gute Ergebnisse lieferte
Darin wurde aktive tDCS (echte Hirnstimulation) mit Schein-tDCS (Scheinbehandlung) verglichen und der Schmerz mithilfe von Skalen wie der Visuellen Analogskala (VAS, oft 0–10 oder 0–100, wobei höhere Werte stärkere Schmerzen bedeuten) und der Numerischen Ratingskala (NRS, typischerweise 0–100) gemessen.
Das wichtigste Ergebnis: Aktive tDCS reduzierte die Schmerzen signifikant stärker als eine Scheintherapie. Die Gesamteffektstärke deutete auf moderate bis starke Verbesserungen hin (standardisierte mittlere Differenz [SMD] = -0,91, was einen starken Nutzen bedeutet; p < 0,001).
In dieser Analyse wurden keine spezifischen Daten zur WOMAC (einer Skala für Schmerz, Steifheit und Funktion) separat für Schmerzen zusammengefasst. Die allgemeine körperliche Funktion wurde jedoch nicht berücksichtigt.In verwandten Studien wurde die Schmerzreduktion deutlich verbessert.
Geschätzte prozentuale Schmerzreduktion
Die Prozentangaben sind Näherungswerte und wurden anhand typischer Ausgangswerte (z. B. durchschnittlicher Anfangsschmerz von 5–6 von 10 oder 50–60 von 100) und Standardabweichungen aus den Studien berechnet. Es handelt sich um zusätzliche Schmerzreduktionen gegenüber der Scheinbehandlung – man kann sie als deutlich höhere Schmerzlinderung durch tDCS betrachten.
- Gesamtschmerzreduktion (alle Skalen kombiniert): Etwa 30–40 % höhere Schmerzlinderung mit aktiver tDCS im Vergleich zur Scheinbehandlung. Wenn beispielsweise die Schmerzen einer Person zu Beginn 50/100 betrugen, konnten sie mit echter tDCS effektiver auf etwa 30–35/100 (eine Reduktion von 30–40 %) sinken.
- Nach spezifischer Skala:
- VAS (Visuelle Analogskala): ~20–25 % stärkere Linderung. (SMD = -0,62; p = 0,002). Bei einem Ausgangswert von 6/10 konnte die aktive tDCS diese im Vergleich zur Scheinbehandlung um weitere 1,2–1,5 Punkte (z. B. auf ~4,5/10) senken.
- NRS (Numerische Bewertungsskala): ~40–50 % stärkere Linderung. (SMD = -1,23; p < 0,001). Bei einem Ausgangswert von 50/100 könnte eine aktive tDCS diesen im Vergleich zur Scheinbehandlung um weitere 20–25 Punkte senken (z. B. auf ca. 25–30/100).
Was beeinflusst die Verbesserung?
- Heimbasierte tDCS: Größerer Nutzen (ca. 45–50 % Reduktion; SMD = -1,32).
Einfacher zu Hause mit mehr Sitzungen. - Häufigere Sitzungen: 5 Sitzungen/Woche oder ≥10 Sitzungen insgesamt führten zu einer Linderung von 35–45 %.
- Alter und Intensität: Ähnliche Effekte bei älteren Erwachsenen (≥60: ~25–35 %) und unterschiedlichen Stromstärken (1–2 mA: ~30–40 %).
Kurz gesagt: tDCS ist kein Heilmittel, kann aber bei manchen Menschen die Schmerzen halbieren (insbesondere bei NRS-Messungen) und so alltägliche Aktivitäten erleichtern. Die Ergebnisse variieren je nach Setup, und die Langzeitwirkung ist weiter erforscht. Konsultieren Sie immer einen Arzt für eine persönliche Beratung.
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