StartForschungUrolithin A - Mitochondrien-Verjüngung und positive Immunmodulation

Urolithin A – Mitochondrien-Verjüngung und positive Immunmodulation

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mein Hirn ist ein Witz – ich habe vor 3 Wochen schon einen Artikel über das AntiAging für das Immunsystem mit Urolithin A geschrieben und hatte das einfach vergessen, weil sich so enorm viel tut derzeit.

Ich komme kaum mehr zum Schlafen – heute nacht haben Petros und ich bis 5h früh rum-telefoniert und ich hock den ganzen Sonntag vor dem Computer um die nächsten Vorträge Anfang Dezember vorzubereiten und 250 Labor-Befunde anzusehen und … und … und …

genauso hab ich mir die Vorpension vorgestellt!   “Danke Petros!!”

 

OK, genug rumgejammert, das ist der Artikel von vor 3 Wochen:

AntiAging für das Immunsystem: Urolithin A

 

und hier der heutige Artikel zum selben Thema

Weil das Mittel bei unseren Patienten sehr gut testet wollte ich es seit Wochen den Kollegen mitteilen. Weil ich heute schon so viel Zeit für diesen Artikel hier verwendet habe und schon alles geschrieben und recherchiert habe, hier erneut die Information, etwas anders aufbereitet.

 

Problem Immun-Seneszenz

wir sehen seit 2021 häufiger Patienten mit völligem Verlust eines Teils des Immunsystems. Hier im Beispiel der Grafik fehlen NK1 und NK2 – das sind Killer-Zellen gerichtet gegen Bakterien und Viren.

Hier im Fall würden wir uns natürlich erwarten, dass der Patient eine Abwehrschwäche zeigt mit zB Herpes Zoster, EBV, CMV usw.

Gottseidank hat der Patient keine Immunschwäche auf der NK3-Ebene, denn diese vermittlen die Anti-Krebs-Abwehr. Das wäre bei einem Patienten mit Krebs desaströs, sowas sehen wir bei Turbo-Krebs-Fällen.

 

 

Daher bin ich immer auf der Suche nach Behandlungsmöglichkeiten dieser speziellen Form von AIDS (aquired immundeficiency syndrom).

Wenn sie – werter Leser – was wissen, bitte unbedingt unten als Kommentar! Wir müssen aus der Praxis lernen, die Schulmedizin wird uns hier garantiert nichts liefern!

gefunden habe ich bisher

Utilin und Recarcin

– wobei übrigens Utilin ein Extrakt von Bacillus subtilis ist, welcher das Natto fermentiert und hier dann Nattokinase freisetzt. Hier hab ich 2 schöne Artikel dazu geschrieben

Utilin und Recarcin – Killerzell Induktoren

 

unser bestes Killerzell-Stimulations Protokoll

 

Anktiva = IL-15 Antikörper – zugelassen bei Blasenkrebs

könnte sowas sein, es aktiviert die Killer Zellen gegen Krebs. Dass es nur beim Blasenkrebs zugelassen wurde ist eine politische Entscheidung, die Wirkung wird Krebs-Unabhängig sein. Auch bei einer ME/CFS – Longcovid-Patientin hat es in wenigen Tagen die Gesundheit massiv verbessert.

 

Nattokinase – Spike-Clearance, Endothelitis

Natto ist verantwortlich dafür, dass in Japan in der Provinz Kyoto die Leute noch 10j länger leben wie der Rest von Japan – weil sie dort täglich 30-50g Natto essen. Hauptwirkstoff ist Nattokinase.

In der Post-Covid Ära hat sich Nattokinase als Spike Clearance und Mittel gegen Endothelitis bewährt: dauerhaft erhöhter D-Dimer-Wert im Labor als Ausdruck der Blutgefäss-Innenwand-Entzündung durch Covid-Virus-Persistenz oder anhaltende Spike-Expression aus mRNA transfektierten Endothelien. Wir sehen eine Senkung von D-Dimer erst bei 4000 IE Nattokinase, es dauert auch sehr lange (viele Monate) bis sich der D-Dimer Wert normalisiert, N-ACC oder Glutathion ist hilfreich, das gehört auch zum McCullough-Anti-Spike-Protokoll.

Was ist aber Urolithin A?

ich bin über einen Tweet draufgfekommen: “AntiAging für Immunsystem”

 

die nachfolgende Studien-Recherche war dann super

Urolithin A (UA) ist ein postbiotischer Metabolit, der im Dickdarm durch Darmbakterien aus Ellagitanninen und Ellagsäure gebildet wird. Diese Polyphenole finden sich v. a. in Granatapfel, Walnüssen, Himbeeren, Erdbeeren, Brombeeren usw.(PubMed)

Wichtig:

  • Nur ein Teil der Menschen (grob 30–40 %) produziert nennenswerte Mengen UA aus der Nahrung, abhängig vom individuellen Mikrobiom.
  • Nahrungsergänzungen enthalten daher synthetisch hergestelltes Urolithin A, chemisch identisch mit dem natürlicherweise entstehenden Metaboliten.(Cell)

 

Herstellung / Entstehung

  1. Im Körper (physiologisch)
    • Ellagitannine aus der Nahrung passieren Magen und Dünndarm weitgehend unverändert.
    • Im Kolon werden sie durch bestimmte Bakterien (u. a. Enterocloster-Arten) schrittweise in verschiedene Urolithine umgebaut, darunter Urolithin A, das dann resorbiert und systemisch verfügbar wird.(Nature)
  2. Industriell (Supplemente)
    • UA wird chemisch synthetisiert und in standardisierter Form (oft 250–500 mg pro Kapsel) angeboten.
    • Markenpräparate (z. B. Mitopure etc.) verwenden gereinigtes UA, das in klinischen Studien eingesetzt wurde.(JAMA Network)

 

Wirkmechanismen – Fokus Immunsystem / Mitochondrien

Die zentrale Eigenschaft von Urolithin A ist die Aktivierung der Mitophagie – also der selektiven Entfernung geschädigter Mitochondrien – und damit eine Art „Mitochondrien-Reinigung“:(Cell)

  • Aktivierung des PINK1–Parkin-Signalwegs → markiert defekte Mitochondrien und führt zum Abbau.
  • Aktivierung von AMPK und Hemmung von mTOR → fördert Autophagie und Energiestoffwechsel.(MDPI)
  • Aktivierung von Nrf2 → antioxidative Antwort, Reduktion von oxidativem Stress.(ResearchGate)

Für das Immunsystem bedeutet das:

  • T-Zellen
    • UA kann T memory stem cells (T_SCM) mit hoher mitochondrialer Fitness und Proliferationskapazität fördern; in präklinischen Modellen wurden dadurch anti-tumorale T-Zell-Antworten verstärkt.(ScienceDirect)
  • Myeloide Zellen / Makrophagen
    • Daten deuten auf Verschiebung Richtung „M2-ähnlichereher antientzündlicher Phänotyp und Reduktion proinflammatorischer Zytokine hin (TNF-α, IL-6 etc.).(PMC)
  • Mikrobiom / Darmbarriere
    • UA beeinflusst die Zusammensetzung des Mikrobioms, unterstützt die Integrität der Darmbarriere und reduziert endotoxinvermittelte Entzündung.(Wiley Online Library)

Nettoeffekt: eher immunmodulierend (Mitochondrien-Rejuvenation, dämpfende Wirkung auf „inflammaging“), nicht klassisch immunsuppressiv.

 

 

Klinische Studien beim Menschen – Überblick

Die meisten Humanstudien betreffen Muskelfunktion / Alterung, zunehmend auch Immunsystem:

  1. Ältere Erwachsene (Sarkopenie-Richtung)
    • Randomisierte Studie (JAMA Network Open, 2022): 60–90-Jährige erhielten 500 oder 1000 mg UA/d für 4 Monate.
    • Ergebnis: Signifikante Verbesserung der Muskel-Endurance (z. B. Bein-Extension), positive Veränderungen von Biomarkern der mitochondrialen Gesundheit; kein Sicherheitsproblem.(JAMA Network)
  2. Mittleres Lebensalter (Muskelleistung)
    • Randomisierte Studie in mittelalten Erwachsenen (Cell-Journal): 500–1000 mg UA/d führten zu:
      • besserer Muskelkraft und Ausdauer
      • verbesserten Biomarkern der mitochondrialen Funktion (ATP-Produktion, Acyl-Carnitin-Profile etc.).(Cell)
  3. Systematische Übersichten / Sporternährung
    • Systematic Review 2024: UA zeigt konsistente Effekte auf mitochondriale Biomarker, Muskel-Endurance und einige funktionelle Outcomes, bei guter Verträglichkeit.(ScienceDirect)
    • Review 2025 (Sporternährung): betont Nutzen für Muskelqualität, Ermüdungsreduktion, „milde“ antiinflammatorische Effekte – geeignet für jüngere und ältere Personen, bislang ohne relevante Nebenwirkungen in Studien.(Frontiers)

 

  1. Immunsystem – neue Daten 2025
    • Nature Aging Studie 2025 (Denk et al.): 28 Tage UA bei gesunden Mittelalten:
      • Verbesserung der mitochondrialen Fitness in Immunzellen
      • Verjüngung“ von Immunzell-Phänotypen (u. a. bessere Funktion von T-Zellen, NK-Zellen) im Vergleich zu Placebo
      • keine Unterschiede in klinisch relevanten Nebenwirkungen gegenüber Placebo.(News-Medical)

 

  1. Laufende / weitere Studien
    • Mehrere laufende Trials (Mitopure etc.) zu mitochondrialer Qualität, Muskelfunktion, metabolischer Gesundheit; bisherige Safety-Daten bestätigen gute Verträglichkeit.(ClinicalTrials)

Bisher gibt es nur sehr begrenzte Human-Daten zu onkologischen Endpunkten; vieles, was in Richtung T-Zell-Boost / Tumorimmunität interessant ist, stammt aus präklinischen Modellen.(ScienceDirect)

 

Typische Dosierung in Studien / Praxisorientierung

In Humanstudien wurden v. a. folgende Dosierungen verwendet:

  • 250–1000 mg Urolithin A pro Tag oral, meist:
    • 500 mg 1×/Tag oder
    • 500 mg 2×/Tag (insgesamt 1000 mg/Tag).(JAMA Network)

 

Einige Punkte:

  • Minimal effektive Dosis: In mehreren Studien zeigten bereits 500 mg/Tag messbare Effekte auf mitochondriale Biomarker; 1000 mg/Tag brachte teils stärkere oder konsistentere Effekte auf Muskelleistung und Entzündungsmarker.(nad.com)
  • Einnahmemodus: meistens 1× täglich mit Nahrung; Time-of-day scheint nach heutigem Stand weniger kritisch als die kontinuierliche Einnahme über Wochen bis Monate.

Wichtig juristisch/medizinisch:

  • UA ist (Stand jetzt) kein zugelassenes Arzneimittel, sondern Nahrungsergänzung; es gibt keine offiziell empfohlene medizinische Dosis für bestimmte Erkrankungen.

 

 

Nebenwirkungen und Sicherheit

Die Humanstudien (über 4–12 Wochen, in einigen Fällen bis 4 Monate) zeigen:

  • Gut verträglich, keine schweren unerwünschten Ereignisse im Vergleich zu Placebo.
  • Laborkontrollen (Leber, Niere, Hämatologie, Lipidprofil, Herz-Parameter) blieben unauffällig.(JAMA Network)

 

Berichtete Nebenwirkungen (meist mild, nicht konsistent häufiger als unter Placebo):

  • Gastrointestinale Beschwerden
    • leichte Übelkeit, Blähungen, Bauchdruck, gelegentlich weicher Stuhl.(Meto health)
  • Muskelbeschwerden
    • einzelne Berichte über muskelkaterähnliche Schmerzen; nicht eindeutig kausal, aber in Übersichtsartikeln erwähnt.(nad.com)
  • Infekte der oberen Atemwege
    • traten in einer Studie ähnlich häufig in Verum- und Placebogruppe auf (inkl. Corona-Infektionen) und gelten nicht als spezifische Nebenwirkung.(Nature)

 

Kontraindikationen / Vorsicht:

  • Bisher kaum Daten bei Schwangerschaft, Stillzeit, Kindern, schweren Leber- oder Nierenerkrankungen – hier wird eher von Anwendung abgeraten.
  • Interaktionen mit klassischen Medikamenten sind bisher nicht auffällig beschrieben, aber systematische Daten sind noch dünn.

Insgesamt stuft die aktuelle Literatur UA bei 250–1000 mg/Tag als sicher und gut verträglich ein, basierend auf mehreren Randomized Controlled Trials und Reviews.(ScienceDirect)

 

 

Langfristige Einnahme

  • Solide Human-Daten gibt es derzeit hauptsächlich für Zeiträume bis ca. 4 Monate kontinuierlicher Einnahme, mit guter Verträglichkeit.(JAMA Network)
  • Neuere Reviews und Sport-/Longevity-Literatur berichten auch über Langzeitanwendung im „Real-World-Setting“, aber formale Studien über Jahre hinweg fehlen noch.(ScienceDirect)

 

Praktische Konsequenz für die ärztliche Verwendung:

  • UA kann als relativ sicheres, mitochondrien- und immunmodulierendes Supplement betrachtet werden, mit besonders guter Datenlage bei:
    • älteren Patienten mit Muskelschwäche/Sarkopenie
    • Menschen mittleren Alters mit Leistungsabfall / „Mitochondrien-Fatigue“.(ScienceDirect)
  • Für onkologische Fragestellungen und gezielte Immun-Onkologie ist die Evidenz aktuell überwiegend präklinisch; hier wäre UA höchstens als adjuvantes mitochondriales Support-Supplement zu sehen, nicht als onkologisches Therapeutikum.(PMC)

 

Analyse der letzten Studie mit Killer Zellen

  1. Urolithin A ist ein Metabolit aus Ellagitanninen, der durch das Darmmikrobiom aus Lebensmitteln wie Granatäpfeln gebildet wird. Es wirkt als Induktor der Mitophagie, einem Prozess zur selektiven Abbau defekter Mitochondrien in Zellen. Natural Killer-Zellen (NK-Zellen) stellen eine zentrale Komponente der angeborenen Immunität dar und sind für die Zytotoxizität gegenüber infizierten oder tumorösen Zellen verantwortlich. Der Einfluss von Urolithin A auf NK-Zellen umfasst eine Steigerung ihrer Quantität, Funktion und metabolischen Fitness, insbesondere im Kontext von Alterung, Autoimmunerkrankungen und Krebserkrankungen.
  1. Der primäre Mechanismus beruht auf der Förderung der Mitophagie durch Urolithin A, was zu einer Verbesserung der mitochondrialen Qualität in NK-Zellen führt. Dies resultiert in einer erhöhten oxidativen Phosphorylierung, reduzierter Abhängigkeit von Glukose und einer Abnahme inflammatorischer Signalwege. In NK-Zellen beobachtet man eine Expansion der reifen Subpopulation CD56dim CD16bright, eine Upregulation von Genen für Zytoskelett und Adhäsion sowie eine Downregulation proinflammatorischer Transkripte wie NR4A2 oder FOS. Zusätzlich involviert der Arylhydrocarbon-Rezeptor (AhR) in der Steigerung der NK-Aktivität.
  1. In einer randomisierten, placebokontrollierten Studie an 50 gesunden Erwachsenen im Alter von 45 bis 70 Jahren führte eine tägliche Gabe von 1000 mg Urolithin A über 28 Tage zu einer signifikanten Erhöhung der NK-Zell-Anzahl und einer Verbesserung ihres metabolischen Profils, einschließlich gesteigerter Fettsäure- und Aminosäureoxidation. Eine weitere Untersuchung bei Patienten mit systemischem Lupus erythematodes (SLE) zeigte, dass Urolithin A die Akkumulation dysfunktionaler Mitochondrien in NK-Zellen reduziert und dadurch Degranulation sowie Zytokinproduktion wiederherstellt. Bei Patienten mit Prostatakarzinom steigerte Urolithin A die natürliche Killer-Aktivität peripherer mononukleärer Blutzellen (PBMCs) signifikant, wobei der AhR als mediatorischer Faktor identifiziert wurde. Ergänzend erhöhte Urolithin A die durch akute körperliche Belastung vermittelte NK-Zell-Cytotoxizität.
  1. Die Befunde deuten auf ein therapeutisches Potenzial von Urolithin A in der integrativen Medizin hin, insbesondere zur Modulation immunseneszenter Prozesse bei altersassoziierten Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen und onkologischen Kontexten. Als Ergänzung zur etablierten Therapie könnte es die NK-Zell-Funktion unterstützen, wobei die Sicherheit in klinischen Studien bestätigt wurde. Weitere randomisierte Studien sind erforderlich, um Dosis, Langzeitwirkungen und kausale Interaktionen zu klären.
  1. Referenzen:

Denk F (2025) Nature Aging (https://doi.org/10.1038/s43587-025-00996-x)

Fluder NW (2025) medRxiv (https://doi.org/10.1101/2025.01.28.25321013)

Rogovskii V (2025) Frontiers in Pharmacology (https://api.semanticscholar.org/CorpusID:275479190)

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