in vivo konnte durch TREG-Hemmung Melanom nicht verhindert werden. Zusätzliche iNOS-Hemmung brachte Tumore weg. Dez 2014

Tumor hat gefinkelte Strategien das Immunsystem auszuhebeln

Tumore versklaven das Immunsystem. Dieses muss ihnen dienen.

regulatorische T-Zellen – die Immunbremser

Ein Beispiel ist die Anreicherung des Tumors mit TREGs, jene T-Zellen welche mit bestimmten Zytokinen (IL10, TGF-ß) eine Immunantwort bremsen und hemmen, ich habe schon mehrere Artikel zu TREGs geschrieben. Deren Hemmung ist eines der Ziele der biologischen Anti-Tumor-Therapie.

Tumor-Makrophagen Typ 2 (MAF2) – die Blutgefäss-Bildner

Ausserdem ist der Tumor voller „Makrophagen Typ 2“, welche einerseits immunsuppressive Faktoren (IL10, TGF-ß) ausschütten (2012) , die Chemotherapie behindern (2011), andererseits reichlich für Blutgefäss-Neubildung sorgen durch ihre Produktion des Blutgefäss-Bildungsfaktors Arginase1 und iNOS . 

iNOS – Stickoxid aus Makrophagen im Tumor reichlich

iNOS ist das Makrophagen-Typ2-produzierte Stickoxid, welches mehrere Effekte hat: es hemmt die Produktion von TREGs (das wäre ja gut) und es stimuliert die Bildung von Blutgefässen (das ist schlecht).

Hemmung von iNOS erhöht die TREGs

wird die Makrophagen-Stickoxidase mit einem einfachen Hemmstoff blockiert, werden zwar weniger Blutgefässe gebildet, jedoch erhöht sich der Gehalt an TREGs im Tumor, wodurch alle Immun-Massnahmen ausgehebelt werden.

Ausschalten der TREGs alleine nicht ausreichend

werden TREGs mittels einer speziellen low-dose Chemotherapie ausgeschalten, werden die MAF2 aktiv und bilden reichlich immunhemmende TGF-ß und IL10. Desswegen kann im Maus-Melanom-Model damit der Krebs nicht gebremst werden.

Hemmung von TREGs und iNOS zusammen machen den Job

erst wenn iNOS blockiert wird und gleichzeitig die TREGs eliminiert werden, kann in der Maus das Melanom durch das körpereigene Immunsystem sehr effektiv eliminiert werden. Dies hat für zukünftige Immuntherapien grosse Bedeutung!

 

Studie Dez 2014

 

 

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