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TPS beim Autismus – nun Evidence Level 1b

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tatsächlich gibt es endlich wissenschaftliche belegbare Beweise dafür, dass man bei Autismus eine Verbesserung bewirken kann. Eine 2023er Studie liefert eine EBM-Level 1b eine 50% Verbesserung im CGI-Gesamtscore nach 3 Monaten und damit einen sicheren wissenschaftlichen Beweis für die “sehr starke” Wirksamkeit dieser Therapie.

In dieser Studie wurde nur eine einzige Hirnregion behandelt.

Man stelle sich vor, was man erreichen kann man mehrere wissenschaftlich geprüfte Neuromodulations-Techniken wie tDCS und TPS kombiniert und diese nicht nur auf eine einzige Hirnregion anwendet sondern auf alle beteiligten Netzwerke?

schwerst autistisches Kindes während einer TPS-Behandlung

Bub hat eine extrem-Variante des Autismus: Landau-Kleffner-Syndrom und wurde im SOZO-Braincenter in NICOSIA hier von Petros Kattou behandelt

um den ganzen Fallverlauf dieses Patienten zu sehen hab ich hier eine eigene Seite erstellt.

Autismus: mit TPS und Neuromodulation Verbesserung möglich

 

Studienergebnis

weiter unten dann detailliert angegeben

Primäre Messgröße: CARS (Childhood Autism Rating Scale)

Sekundäre Scores: CGI (Clinical Global Impression), AQ, ASAS, Stroop, TMT, SRS, Digit Span, VFT

Wirkung auf die CARS-Werte

  • 24 % Reduktion des CARS-Scores im TPS-Arm nach 2 Wochen

CGI-Score (repräsentiert besser die Einschätzung der Eltern)

  • 53,7 % Verbesserung im CGI-Gesamtscore nach 3 Monaten
  • d = 4.12–4.37 bei Verbesserung direkt nach Therapie (sehr stark)

 

Behandlungsergebnis auf deutsch einfach ausgedrückt

Schon nach zwei Wochen TPS zeigte sich eine deutliche Besserung der Symptome – im Durchschnitt um 25 %, gemessen an einem etablierten Autismus-Test (CARS).

Auch nach drei Monaten war die Wirkung noch deutlich spürbar.

Die Fachärzte sahen sogar eine über 50 %ige Verbesserung des Gesamtzustandes gegenüber dem Ausgangspunkt (laut CGI nach 3 Monaten)

 

über den CARS, CGI, ATEC-Score und andere Scores

bei uns in Österreich wird eher der ATEC Score verwendet, in der Studie sind verschiedenste Scores verwendet worden, die Studie bezieht sich hauptsächlich auf den CARS und CGI.

All dieses Scores sind vergleichbar in ihrem Ergebnis, da sie ja nur versuchen möglichst genau die tatsächliche Realität abzubilden und die Behandlungs-Effekt-Grösse zu objektivieren.

für Kinder die durch uns behandelt werden sollen bitten wir die Eltern einen zeitnahen ATEC-Score vor der Therapie zu erheben sowie in monatlichen Abständen über 1 ganzes Jahr lang den Score re-evaluieren

Sprungmarken um gleich zur Information zu gelangen

ATEC-Score

Der ATEC (Autism Treatment Evaluation Checklist) ist ein standardisiertes Eltern- oder Betreuer-geleitetes Instrument zur Beurteilung des Schweregrades und Verlaufs von Autismus-Symptomen, insbesondere zur Verlaufskontrolle während oder nach einer Behandlung (z. B. Verhaltenstherapie, Diät, Neuromodulation, Medikamente).

1. Ziel und Anwendung

  • Entwickelt vom Autism Research Institute (ARI) in den USA
  • Nicht-diagnostisch, sondern zur Evaluation von Therapieeffekten gedacht
  • Besonders nützlich für Studien, Therapieverläufe und Selbstbeobachtung
  • Kann online oder in Papierform ausgefüllt werden
  • Fremdeinschätzung, meist durch Eltern, Lehrer oder Therapeuten

2. Aufbau des ATEC

Der Fragebogen besteht aus 77 Fragen, aufgeteilt in vier Subskalen:

I. Sprache / Kommunikation (0–28 Punkte)

  • Sprachverständnis
  • Spontane Sprache
  • Fähigkeit zur verbalen Interaktion

II. Soziales Verhalten (0–40 Punkte)

  • Blickkontakt
  • Soziale Reaktionen
  • Nähe zu Bezugspersonen

III. Sinnesverarbeitung / Kognition (0–36 Punkte)

  • Hyper- oder Hyposensitivität
  • Wiederholungstendenzen
  • Spielverhalten

IV. Gesundheit / körperliches Verhalten (0–75 Punkte)

  • Schlaf, Verdauung, Essverhalten
  • Hyperaktivität
  • Krampfanfälle, Selbstverletzung

3. Auswertung

  • Gesamtpunktzahl: 0–179
  • Je niedriger die Punktzahl, desto weniger stark ausgeprägt die autistischen Symptome
  • Durchschnittlich:
    • <30 Punkte: sehr milde Ausprägung
    • 30–70 Punkte: moderat
    • >70 Punkte: stark ausgeprägt
  • Die Werte können über die Zeit verfolgt werden, um Verbesserungen (z. B. nach TPS, tDCS etc.) sichtbar zu machen.

4. Online-Version

Das Autism Research Institute bietet einen kostenlosen Online-ATEC-Fragebogen (auch zur Verlaufsbeobachtung):

https://www.autism.org/atec

Nach Ausfüllen erhält man eine numerische Punktzahl und die Subskalen, optional auch als PDF oder Verlaufsgrafik.

5. Vorteile und Grenzen

Vorteile:

  • Einfach, kostenlos, wiederholbar
  • Objektivierbarer Verlauf
  • Subskalen helfen bei gezielter Therapieplanung

Grenzen:

  • Subjektiv – hängt stark von der Wahrnehmung der Eltern/Begleitpersonen ab
  • Nicht zur Diagnosestellung geeignet
  • Keine Differenzierung zwischen Autismus-Subtypen

 

CGI-Score

Der CGI-Score (Clinical Global Impression Scale) wird auch bei Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) verwendet – insbesondere in Studien zur Wirksamkeit von Interventionen wie Medikamenten, Verhaltenstherapien oder Neuromodulation (z. B. TPS, tDCS).

Er bietet eine standardisierte Einschätzung der Schwere, Verbesserung und Wirksamkeit einer Behandlung aus Sicht des klinischen Behandlers.

CGI besteht aus drei Teilskalen:

CGI-S (Severity) – Schweregrad

Bewertet den klinischen Gesamteindruck des Schweregrades der Erkrankung auf einer Skala von 1–7:

  • 1 = normal, nicht krank
  • 2 = grenzwertig krank
  • 3 = mild krank
  • 4 = mäßig krank
  • 5 = deutlich krank
  • 6 = schwer krank
  • 7 = unter den krankesten Patienten überhaupt

CGI-I (Improvement) – Veränderung

Bewertet die Verbesserung seit Behandlungsbeginn (ebenfalls 1–7):

  • 1 = sehr stark gebessert
  • 2 = stark gebessert
  • 3 = mäßig gebessert
  • 4 = unverändert
  • 5 = mäßig verschlechtert
  • 6 = deutlich verschlechtert
  • 7 = sehr stark verschlechtert

CGI-E (Efficacy Index – optional)

Ein kombinierter Wirkungsindex unter Berücksichtigung von Nutzen und Nebenwirkungen (z. B. in Psychopharmaka-Studien), wird aber bei Autismus seltener verwendet.

 

CGI bei Autismus

  • Wird in vielen randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) eingesetzt – z. B. zur Beurteilung der Wirksamkeit von Risperidon, Aripiprazol, tDCS, TPS, Oxytocin etc.
  • CGI-I ≤ 2 (also starke oder sehr starke Verbesserung) wird meist als therapeutisch relevante Verbesserung gewertet.
  • Typischer Einsatz: Vorher-Nachher-Bewertung durch einen erfahrenen Kliniker, manchmal ergänzt durch Fremdbeurteilungen (z. B. durch Eltern oder Lehrer).

Beispielhafte CGI-Auswertung bei TPS-Studie zu Autismus:

  • Baseline CGI-S: 5 (deutlich krank)
  • Nach 4 Wochen TPS: CGI-I = 2 (stark gebessert)
  • Nach 3 Monaten: CGI-S = 3 (mild krank)

In vielen TPS- oder tDCS-Studien wird der CGI-I als primärer klinischer Endpunkt verwendet, gerade weil Autismus-Symptome sehr heterogen sind und schwer objektivierbar.

wo kann man den CGI abrufen / durchführen

Der CGI (Clinical Global Impression Scale) ist ein beurteilender Fragebogen für den Kliniker – kein Selbsttest. Es gibt kein offizielles Online-Tool, da die Skala durch einen erfahrenen Arzt oder Therapeuten auf Basis klinischer Einschätzung vergeben werden soll.

Trotzdem gibt es einfache Möglichkeiten zur Verwendung oder Implementierung, etwa für Studien oder Verlaufskontrolle bei Autismus:

 

  1. Formular als PDF oder Druckversion

Mann kann den CGI sehr einfach manuell anwenden – hier ein übersichtliches Template zur Dokumentation:

CGI-S (Schweregrad)

Wie stark ist der Patient derzeit erkrankt im Vergleich zu anderen Patienten mit derselben Diagnose?

  • 1 = normal, nicht krank
  • 2 = grenzwertig krank
  • 3 = leicht krank
  • 4 = mäßig krank
  • 5 = deutlich krank
  • 6 = schwer krank
  • 7 = unter den schwerst erkrankten Patienten

CGI-I (Verbesserung)

Wie hat sich der Patient im Vergleich zur Ausgangssituation verändert?

  • 1 = sehr stark gebessert
  • 2 = stark gebessert
  • 3 = mäßig gebessert
  • 4 = unverändert
  • 5 = mäßig verschlechtert
  • 6 = deutlich verschlechtert
  • 7 = massiv verschlechtert

Mann kann das z. B. bei jeder Konsultation per Hand ausfüllen, in die Patientenakte übernehmen oder systematisch erfassen (z. B. im Word-Dokument oder Excel-Tabelle).

  1. Online-Versionen (nicht validiert)

Es gibt einige Webseiten oder App-Vorlagen, die CGI visuell darstellen, z. B.:

  • PsychTools.de – bietet manchmal CGI-Skalen als PDF
  • REDCap / LimeSurvey – für Forschungszwecke, eigene CGI-Formulare programmierbar
  • Mobile Apps für Studienzwecke – oft in klinischen Trial-Settings (z. B. ClinicalTrials.gov)

Aber: Keine davon ist offiziell validiert oder medizinrechtlich anerkannt, und es fehlt die klinische Einschätzung durch den Arzt.

 

CARS Score

Der CARS (Childhood Autism Rating Scale) ist eines der etabliertesten klinischen Instrumente zur Diagnose und Schweregradbestimmung von Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) bei Kindern. Er ist beobachtungsbasiert, halbstrukturiert und international weit verbreitet – auch im deutschsprachigen Raum.

  1. Ziel und Anwendung
  • Entwickelt 1980 von Eric Schopler et al. am TEACCH-Programm (University of North Carolina)
  • Dient zur Differenzierung zwischen ASS und anderen Entwicklungsstörungen
  • Auch zur Abschätzung des Schweregrads (leicht – schwer)
  • Altersbereich: meist 2–6 Jahre, kann aber auch bei älteren Kindern verwendet werden
  • Wird von geschultem Fachpersonal (Psychologe, Arzt, Heilpädagoge) ausgefüllt – keine Selbst- oder Elterneinschätzung
  1. Struktur der Skala

Der klassische CARS (15 Items) beurteilt 15 Verhaltensbereiche auf einer Skala von 1 bis 4 Punkten:

Die 15 Bewertungsdimensionen:

  1. Beziehungsfähigkeit
  2. Nachahmungsverhalten
  3. Emotionale Reaktion
  4. Körperliche Nutzung
  5. Objektgebrauch
  6. Anpassung an Veränderungen
  7. Visuelle Reaktion
  8. Akustische Reaktion
  9. Reaktion auf taktile Reize
  10. Angst oder Phobien
  11. Kommunikation (verbal und nonverbal)
  12. Sprachgebrauch
  13. Aktivitätsniveau
  14. Intellektuelle Reaktion
  15. Gesamteindruck

Jeder Bereich wird auf einer Skala von 1 (unauffällig) bis 4 (stark auffällig) bewertet, Zwischenwerte (z. B. 1.5, 2.5) sind erlaubt.

  1. Auswertung
  • Gesamtpunktzahl: 15 bis 60
  • Bewertung:
    • <30 Punkte = kein Autismus
    • 30–36.5 Punkte = milder bis moderater Autismus
    • ≥37 Punkte = schwerer Autismus
  1. Varianten
  • CARS-2 (2010) ist die überarbeitete Version mit:
    • CARS2-ST (Standard): klassische Skala
    • CARS2-HF (High Functioning): für ältere oder sprachbegabte Kinder
    • CARS2-QPC: Eltern-/Lehrerfragebogen zur Vorinformation

Diese Version ist besonders hilfreich bei Asperger-Syndrom, hochfunktionalem Autismus oder Spätdiagnosen.

  1. Vorteile
  • Klinisch valide, seit Jahrzehnten erprobt
  • In vielen Sprachen verfügbar
  • Hohe interrater-Reliabilität
  • Ermöglicht standardisierte Verlaufsvergleiche
  1. Grenzen
  • Nur durch geschultes Fachpersonal anwendbar
  • Erfordert direkte Beobachtung + Vorinformationen
  • Nicht für Laien oder Eltern online ausfüllbar
  • Geringe Sensitivität im Grenzbereich (z. B. bei hochfunktionalem Autismus)
  1. Bezugsquellen und Online-Ressourcen

Original / Manual (englisch):

Deutsche Fassung:

Wissenschaftliche Artikel:

  • Suchportale wie PubMed, Google Scholar, z. B. Suche:
    “CARS autism diagnostic validity site:ncbi.nlm.nih.gov”

Keine Online-Durchführung möglich, da lizenzpflichtig und beobachtungsbasiert. (anders als z. B. ATEC)

  1. Vergleich zu ATEC und CGI
Instrument Anwendbar durch Ziel Typ Verlauf geeignet?
CARS Fachperson Diagnose & Schweregrad Beobachtungsskala ja
ATEC Eltern/Begleiter Therapieverlauf Fragebogen ja
CGI Arzt/Therapeut subjektive Besserung globale Einschätzung ja

 

nur der ATEC kann von den Eltern zielführend ausgefüllt werden. Da wir keine Autismus Fachpraxis sind haben wir nicht das Fachpersonal um CGI oder CARS korrekt zu evaluieren und bitten daher die Eltern die MONATLICHE Evaluation des ATEC vorzunehmen.

 

 

“Endlich heraus aus dem ‘Rumprobieren'” – sagt Dr. Retzek

bisher waren alle unsere Therapien ein 'Probieren'

ja, dass wir immerhin VERSUCHEN und uns dem THEMA ANNEHMEN zeichnet uns schon aus: Engagement und Fortbildungswille um dem Patienten besser dienlich zu sein!

Aber, hats viel gebracht?

Naja, 5-20% im besten Fall. Unberechenbar, mal dies wird etwas besser, dann wird das etwas besser – keinesfalls will ich meine bisherige Arbeit geringschätzen, aber ich bin jetzt kurz vor der Pension und dieses “Rumprobieren” nervt mich einfach, ich will einfach für meine Patienten ERGEBNISSE! Sicher und reproduzierbar! Sie nur zu begleiten und ab und zu die Spitzen glätten ist einfach zu wenig!

 

ATEC Verlauf für unsere Behandlung notwendig

Ohne diese Mitarbeit der Eltern behandeln wir die Kinder nicht.

Die Eltern müssen uns dies im vorhinein entsprechend schriftlich bestätigen sowie auch die Bereitschaft der Mitarbeit zu einer prospektiven Beobachtungs-Studie bei der die Veränderungen am Kind (mittels ATEC-Test) im Nachhinein (anonymisiert) wissenschaftlich ausgewertet werden.

 

nun Details über die TPS-Autismus Studie

diese randomisierte, doppelblinde, sham-kontrollierte klinische Studie entspricht dem EBM-Level 1b, das heisst:

diese Behandlung gilt nach aktueller Studienlage als gesicherte Empfehlung, immer akzeptabel, sicher und wirksam

Details über die EBM und Level 1b dieser Studie

Evidence Level stellt dar wie gut die Wirksamkeit einer Behandlung wissenschaftlich überprüft wurde,

  • Klasse I: gilt nach aktueller Studienlage als gesicherte Empfehlung, immer akzeptabel, sicher und wirksam

randomisierte, doppelt-verblindete, sham-kontrollierte klinische Studie – also die höchste Stufe experimenteller Studiendesigns in der evidenzbasierten Medizin (EBM).

Evidence Level nach EBM-Kriterien (z. B. Oxford Centre for Evidence-Based Medicine):

Die Studie entspricht:

EBM-Level 1b

  • Definition: Individuelle randomisierte kontrollierte Studien (RCT) mit schmalem Konfidenzintervall.
  • Merkmale erfüllt:
    • Randomisierung
    • Doppelte Verblindung
    • Placebo/Sham-Kontrolle
    • klar definierte Endpunkte (CARS, CGI, etc.)
    • statistische Signifikanz der Ergebnisse
    • prospektives Design
    • Peer-reviewed in einem anerkannten Journal (Brain Communications, Oxford University Press)

Relevanz und Grenzen:

  • Stärken:
    • Sehr gutes Studiendesign (RCT, doppelt verblindet, Placebo-kontrolliert)
    • Aussagekräftige Endpunkte (CARS, CGI, kognitive Tests)
    • Nachhaltigkeit der Wirkung über 3 Monate nachgewiesen
    • Effektgrößen (Cohen’s d bis 4.3) klinisch hochrelevant
  • Limitationen:
    • Relativ kleine Stichprobe (n=32)
    • Monozentrisch (nur Hongkong, chinesische Jugendliche)
    • Keine biologische Marker wie EEG, fMRI, oder z. B. Zytokinprofile
    • Keine aktive Vergleichsgruppe (z. B. Verhaltenstherapie)

Fazit:

Die TPS-Behandlung bei Autismus gemäß dieser Studie hat aktuell einen EBM-Level von 1b.
Für eine systematische Verankerung in Leitlinien wäre eine EBM-Level 1a (Meta-Analyse mehrerer RCTs) notwendig. Aber als Erstnachweis liefert die vorliegende Studie sehr starke Evidenz für die Wirksamkeit von TPS am rTPJ bei Jugendlichen mit Autismus.

Studien-Inhalt

Die Studie von Cheung et al. (2023) ist eine EBM-Level 1b-Studie (randomisiert, doppelt-blind, kontrolliert) und zeigt überzeugend, dass TPS (Transkranielle Pulsstimulation) eine signifikante Wirkung auf die Kernsymptome von Autismus bei Jugendlichen hat.

TPS-Wirkungen am Gehirn

Biologisch-neurologisch basiert die Wirkung auf einer Mechanotransduktion, also der Umwandlung von Stosswellen-Impulse in biochemische Zellantworten. zu:

wie die TPS-Therapie eigentlich wirksam ist

darüber werde ich noch ausführliche Artikel mit vielen Studien-Referenzen schreiben.

Die Fokussierte Pulswellen-Therapie (am Gehirn nennt man dies TPS) ist derzeit ein enormer HOT-SPOT der wissenschaftlichen Forschung und wird in der Praxis v.a. angewendet in der Kosmetischen / Anti-Aging Medizin, da man damit Alterungsvorgänge rückgängig machen kann

  • Hautalterung um bis zu 30 Jahren,
  • Erektions-Probleme, …..

durch die starke Stimulation von körpereigenen gewebsständigen Stammzellen.

Nachgewiesene Wirkeffekte

  • Neuroplastizität durch Aktivierung mechanosensitiver Ionenkanäle
  • Freisetzung von NO (Stickoxid) → Vasodilatation, erhöhte zerebrale Durchblutung
  • Angiogenese und Neurogenese: 50% Erhöhung der Kapillardichte (!!!!)
  • Aktivierung von Stammzellmarkern und BDNF
  • Stimulation tiefer Hirnregionen (bis 8 cm Tiefe)

Zielregion war das sozial-kognitive Netzwerk, oft beeinträchtigt bei Autismus.

 

Stärke der Effekte

Primäre Messgröße: CARS (Childhood Autism Rating Scale)

Sekundäre Maße: CGI (Clinical Global Impression), AQ, ASAS, Stroop, TMT, SRS, Digit Span, VFT

Wirkung auf die CARS-Werte:

  • 24 % Reduktion des CARS-Scores im TPS-Arm nach 2 Wochen
  • Effektgröße (Cohen’s d):
    • d = 0.83–0.95 sofort und 1 Monat nach Therapie (groß)
    • d = 2.31 bei CGI-Improvement nach 3 Monaten (groß)
    • Effekte bei 3 Monaten: noch signifikant, aber tendenziell rückläufig

CGI-Score:

  • 53,7 % Verbesserung im CGI-Gesamtscore nach 3 Monaten
  • d = 4.12–4.37 bei Verbesserung direkt nach Therapie (sehr stark)

 

Welche Gruppen von Patienten profitieren besonders?

  • Jugendliche mit mildem bis schwerem Autismus, Alter 12–17 Jahre
  • Vollständig auf Chinesische Ethnie beschränkt (Studienpopulation), daher gewisse ethnische Limitation
  • Alle Patienten waren medikamentös stabil eingestellt, was Verfälschung durch Pharmaka minimiert

Besonders verbessert wurden

  • Soziale Interaktion
  • Emotionale Reaktivität
  • Verbale Kommunikation
  • Angst, Anpassung an Veränderungen
  • Sensorische Integration (Geruchs-, Tastreaktionen) im späteren Follow-up

 

Behandlungsfrequenz und Protokoll

  • 6 TPS-Sitzungen in 2 Wochen (alle 2 Tage)
  • 800 Pulse/Sitzung
  • Energie: 0,2–0,25 mJ/mm²
  • Frequenz: 2,5–4 Hz
  • Gesamtdauer pro Sitzung: ca. 30 Minuten

in SOZO Braincenter werden 2000 Pulse pro Sitzung verabreicht und nicht nur eine Gehirnregion sondern 4 Regionen behandelt

 

Dauer des Effekts

  • Signifikant verbessert nach 2 Wochen
  • Effekte halten 1–3 Monate an
  • Abschwächung ab Monat 3, jedoch weiterhin besser als Baseline

 

Fazit

Diese Studie bietet eine starke Evidenzbasis (EBM-Level 1b), dass TPS eine effektive, sichere und nachhaltige Option zur Behandlung der Kernsymptome von Autismus ist – insbesondere bei Jugendlichen. Ein Booster-Intervall nach 3 Monaten könnte erwogen werden, wurde aber in der Studie nicht getestet.

 

 

 

neue Studie Juni 2025

bestätigt im Wesentlichen die Daten der obigen Studie

 

2025er Studie von KI ausgewertet

irgendwie hab ich die PDF für mich gefunden, aber nicht online. ggf. kann man die  komplette PDF der Orginalstudie von mir abrufen

Der klinische Effekt in dieser Studie war deutlich und statistisch signifikant, wenn auch mit der Einschränkung einer kleinen Stichprobe (n = 28).

Hier die wichtigsten quantitativen Effekte:

1. Hauptparameter (CARS – Childhood Autism Rating Scale):

  • TPS-Gruppe: Verbesserung von 30,9 → 22,9 Punkten
  • Sham-Gruppe: nur 28,3 → 27,3 Punkte
    p = 0,04 (signifikant)
    → entspricht einer Reduktion der Autismus-Schwere um ca. 25 %

2. Weitere Skalen:

  • ASAS (Asperger-Skala): signifikante Verbesserung (p = 0,02)
  • CGI (Clinical Global Impression): sehr deutliche Verbesserung
    • CGI Improvement: p < 0,001
    • CGI Total: p < 0,001
      → zeigt eine klinisch relevante, von Therapeuten und Eltern wahrgenommene Verbesserung

3. Kognitive Tests (Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Exekutivfunktionen):
→ keine signifikanten Änderungen (wohl wegen kurzer Dauer und kleiner Fallzahl).

4. fMRT-Netzwerke:

  • Es zeigten sich Trends zu veränderter Konnektivität im visuellen Netzwerk (VN) und zwischen VN–DAN.
  • Diese Veränderungen korrelierten mit Verbesserungen, wurden aber nach FDR-Korrektur nicht mehr signifikant (pilot-charakter).

Gesamtbewertung:

  • Klinisch: klar messbarer Effekt auf soziale und autistische Kernsymptome (~25 % Verbesserung).
  • Neurofunktionell: Hinweis auf Netzwerkmodulation, aber noch ohne statistisch robuste Signifikanz.

Interpretation:
Der Effekt ist deutlich spürbar und statistisch gesichert in Verhalten und Elternbeurteilung, während die neuronale Erklärung (fMRT-Netzwerkveränderungen) in dieser kleinen Pilotstichprobe nur tendenziell nachweisbar war.
Praktisch bedeutsam, aber wissenschaftlich noch explorativ.

 

Behandlungskosten

TPS ist eine sehr teure Therapie. Die Kosten wurden vom SOZO-Braincenter mit 1000,- pro Behandlung festgelegt, wir sprechen dabei aber von 6 Behandlungen! Als SOZO-Fellow muss ich mich an diese Vorgaben halten.

Allerdings gewähre ich selber – bei sozialer Indikation – entsprechende ORDENTLICHE Rabatte.

Wir würden die Kostenübernahme durch Spenden, Fonds usw. sehr unterstützen mit entsprechenden Bestätigungen für die Steuerbehörde, ich plane für die Unterstützung der Autistischen Kinder die Gründung einer entsprechenden Organisation (zB gemeinnütziger Verein) welche Spenden-Absetzbarkeit dann gewährleistet. Wer mir da Hinweise geben mag sei herzlich dazu eingeladen!

 

wie ist der Evidence Based Medicine Level für tDCS

Kurzantwort:

Für Autismus gibt es mittlerweile mehrere kleine bis mittelgroße randomisierte, sham-kontrollierte tDCS-Studien und mehrere systematische Reviews/Meta-Analysen. Für bestimmte Symptom-bereiche (v. a. soziale Kommunikation, Exekutivfunktionen, repetitives Verhalten) erreicht tDCS formal einen Evidenzlevel um Oxford-EBM 1a–1b, die Gesamtqualität ist aber wegen Bias und Heterogenität nur „low–moderate“, und es gibt noch keine Leitlinien-Empfehlung – tDCS bei Autismus bleibt also klar off-label / experimentell.

Ich teile es kurz auf:

  1. Studiendaten – was ist bisher gezeigt?

a) Systematische Reviews / Meta-Analysen

  • Spezifische tDCS-Review zu Autismus: García-González et al. 2021 (Eur Neuropsychopharmacol) fanden 16 Studien zu tDCS bei ASD (Kinder + Erwachsene). Häufigste Montage: anodal links DLPFC, Outcomes v. a. ATEC-Subskalen und neuropsychologische Funktionen. Meta-Analyse zeigte Verbesserungen in sozialen, gesundheits- und verhaltensbezogenen Domänen der ATEC, aber hohe methodische Heterogenität und viele Pre-Post-/Single-Case-Designs. (PubMed)
  • Systematische Review der RCTs bei neurodevelopmentalen Störungen (ADHD, ASD, Dyslexie; Salehinejad 2022): 11 ASD-Studien (Kinder/Jugendliche), davon gut 1/3 als randomisierte, doppelt blinde Sham-Kontroll-Trials. In allen ASD-tDCS-Studien Verbesserung in mindestens einem Outcome; in 88 % aller Multisessions-tDCS-Studien (ADHD/ASD/Dyslexie) signifikante Verbesserungen. Keine schweren Nebenwirkungen in 6587 Sitzungen bei 745 Kindern/Jugendlichen. (PubMed)
  • NIBS-Meta-Analyse 2023 (Liu et al.): 22 NIBS-RCTs (tDCS + rTMS, n=829). Ergebnis: signifikante Verbesserungen repetitiver/stereotyper Verhaltensweisen, kognitiver Funktionen und Exekutivfunktionen bei Autismus; aber moderate bis hohe Bias-Risiken (v. a. mangelnde Verblindung und kurze Nachbeobachtung) und deutlicher Publikationsbias, deshalb eingeschränkte Schlussfolgerbarkeit. (PubMed)
  • Neuere narrative Einordnung (Aydin 2025): Pädiatrische tDCS-Studien berichten konsistent moderate, klinisch relevante Effekte (Cohen’s d ≈ 0,4–0,6) auf soziale Kommunikation, Exekutivfunktionen und Emotionsregulation; Adhärenz >90 %, keine schweren Nebenwirkungen, nur leichtes Kribbeln/Kopfschmerz. (MDPI)

b) Wichtige RCTs (Auswahl)

  • Han et al. 2023, „Autism“: RCT mit 105 Jugendlichen/jungen Erwachsenen mit ASD. Prefrontale tDCS + kognitives Training vs. Sham. Ergebnis: signifikante Verbesserung der sozialen Funktionsfähigkeit in der Verum-Gruppe, keine schweren Nebenwirkungen. (PubMed)
  • Kang et al. 2024, Frontiers Psychiatry: RCT mit 26 Kindern (13 aktiv, 13 Sham), anodal links DLPFC, 1 mA, 10 Sitzungen. Ergebnis: signifikant höhere kortikale Aktivität (sLORETA) und verbesserte funktionelle Konnektivität in DMN, sensorimotorischem Netzwerk und dorsal attention network nur in der aktiven tDCS-Gruppe – also klare neurophysiologische Effekte, klinische Scores unterstützend. (Frontiers)
  • Cerebellare / motorische tDCS-Ansätze: Protokolle und erste Trials kombinieren anodal M1 oder Kleinhirn mit Gang-/Balance-Training; Pilotdaten zeigen Verbesserungen von Gleichgewicht und grobmotorischen Fähigkeiten bei Kindern mit ASD. (Frontiers)
  • Weitere kleinere RCTs (DLPFC, temporoparietale Junction, cerebellar) zeigen konsistent Verbesserungen auf Skalen wie SRS, ABC, CARS, Arbeitsgedächtnis etc., aber meist n<30, kurze Follow-ups.

c) Sicherheit

  • Systematische Auswertung über 35 Studien (ADHD/ASD/Dyslexie) mit 6587 Sitzungen bei 745 Kindern/Jugendlichen: kein einziger schwerer Zwischenfall, nur milde reversible Nebenwirkungen (Kribbeln, Hautreizung, Kopfschmerz). (PubMed)
  • Pädiatrische ASD-tDCS-Trials mit Heim-Protokollen (1,5–2 mA, 20–30 min, ca. 20 Sitzungen) berichten ähnlich gute Verträglichkeit bei hoher Adhärenz. (MDPI)
  1. EBM-Einordnung – welcher Level heute realistisch?

Wenn man die Oxford-Levels (CEBM 2011) benutzt:

  • Es gibt mindestens
    – eine systematische Review/Meta-Analyse speziell zu tDCS bei ASD (García-González 2021) (PubMed)
    – plus eine systematische Review/Meta-Analyse nur von RCTs zu tDCS in großen neurodevelopmentalen Störungen inkl. ASD (Salehinejad 2022) (PubMed)
    – plus eine NIBS-Meta-Analyse mit ausschließlich RCTs bei ASD (Liu 2023) (PubMed)

    Formal entspricht das einem Oxford-Level 1a (systematische Reviews von RCTs) für „tDCS kann bestimmte Autismus-Symptome kurzfristig verbessern“.

  • Einzelne gut gemachte RCTs mit >100 Patienten (z. B. Han 2023) liefern Level-1b-Evidenz für Verbesserungen der sozialen Funktionsfähigkeit unter präfrontaler tDCS + Training. (PubMed)

ABER: Wenn man von formalen Levels auf reale klinische Relevanz/GRADE schaut, relativiert sich das:

  • Die Meta-Analysen betonen selbst
    – kleine bis moderate Effekte,
    – heterogene Protokolle (Ziele: DLPFC, TPJ, Cerebellum, M1; Intensität, Sitzungszahl, Kombination mit Training sehr unterschiedlich),
    – moderate bis hohe Bias-Risiken (Verblindung, kleine Stichproben, kurze Nachbeobachtung),
    – Fokus auf Surrogatendpunkte (Skalen, Neuropsychologie, EEG-Parameter), kaum harte, langfristige Outcomes. (PubMed)
  • Die große tDCS-Guideline der European IFCN (Lefaucheur 2017) hat nur für Depression, Craving/Sucht und bestimmte chronische Schmerzen/Fibromyalgie eine Level-B-Empfehlung („wahrscheinlich wirksam“) vergeben – Autismus wurde damals gar nicht bewertet und hat bis heute keine formale Empfehlung. (geasoluzioni.it)

Praktisch heißt das:

  • Für die Frage „gibt es kontrollierte Daten, dass tDCS ASD-Symptome beeinflusst?“:
    → Ja, mit Evidenz-Level 1a–1b (kleine bis moderate Effekte auf soziale Kommunikation, repetitives Verhalten, Exekutivfunktionen).
  • Für die Frage „ist tDCS eine etablierte, leitliniengestützte Standardtherapie bei Autismus?“:
    → Nein. Nach heutigem Stand bleibt tDCS bei ASD deutlich experimentell (off-label) mit eher niedriger bis moderater Evidenzqualität nach GRADE, ohne formale Leitlinien-Empfehlung.
  1. Wie würde ich das zusammenfassend formulieren?
  • Evidenzstufe (Oxford):
    – Symptomverbesserung (soziale Funktion, Exekutivfunktion, repetitives Verhalten) unter präfrontaler/cerebellarer tDCS:
    • Niveau 1a (SR/Meta-Analysen von RCTs) – aber methodisch schwächer als z. B. Depression. (PubMed)
    • Einzelne RCTs bis N≈100: 1b. (PubMed)
  • GRADE-Bewertung (klinische Alltagstauglichkeit, grob):
    – Effektstärke: klein–moderat (d≈0,4–0,6) (MDPI)
    – Bias, Heterogenität, kurze Follow-ups → „low bis moderate certainty“.
    – Keine Langzeit-Daten zur Entwicklung von Alltagsfunktion, Selbstständigkeit etc.
  • Leitlinienstatus:
    – tDCS an sich: Level-B-Empfehlungen existieren für andere Indikationen (Depression, Schmerz, Craving). (geasoluzioni.it)
    – Autismus: bislang keine Empfehlung, tDCS wird als „promising but experimental“ geführt. (PubMed)

 

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