„TOT durch von Homöopathie, eine Frage des Zivil & Strafrechts“ 

so übertitelt ein Australischer Rechtsgelehrter seine Studie 2012 in der Pubmed:

aus der Studie zitiert:

…… Homöopathie erweckte beträchtliches Interesse in den letzten 30 Jahren … eine Reihe von Meta-Analysen zeigten dass es keine wissenschaftliche Berechtigung dafür gibt …… desswegen jede Unterstützung als Heilsystem ausgesetzt … in Indien, England, New South Wales und Western Australia haben Zivil- Strafrecht Entscheidungen verstörende Schlussfolgerungen über Homöopathie und deren Risiko, inklusive Todesfälle aufgeworfen.

…. diese Profession (Homöopathie) ist nicht berechtigt für eine formelle Registrierung und Regulierung, da ihr als solcher jeder Legitimierungs-Anspruch fehlt …..

Death by homeopathy: issues for civil, criminal and coronial law and for health service policy.  Freckelton I. in J Law Med. 2012 Mar;19(3):454-78.  

enthusiastischer Kommentar von Dr. Retzek

Als täglicher Verwender der Homöopathie, mit immer wieder absolut überraschenden Resultaten, bin ich nur desswegen nicht verstört über diese Hochoffizielle und unwidersprochene Publikation, da mir die Hintergründe täglich vor augen geführt werden.

Ich könnte hier endlos und seiten über Seiten weiterschreiben über Beweise, dass die Gross-Industrie hinter dem Health-Business häufig mit unfairen, gezinkten, gefälschten Mitteln arbeitet, dass wir Ärzte als blinde Idealisten ungeprüft die Marketing-Pläne erfüllen helfen ….

[fancy_box]hier habe ich eine eigene Sammelseite PHARMAWATCH eröffnet mit ARBEITS-PRAXIS der „Gross“-Pharma-Industrie[/fancy_box] 

Der Autor der Studie beschreibt eingangs selber: „Homöopathie hat in den letzten 30 jahren beträchtliches Interesse ausgelöst“  –> dies ist auch die Begründung dafür, dass sie jetzt in den Westlichen Ländern mit aller Lobbyisten-Macht zu vernichten gesucht wird.

Studien? Meine Praxis steht jedem Wissenschaftler offen! Was dann tatsächlich passiert, wenn man versucht Studien zu liefern hat einer unserer arriviertesten Tumor-Therapeuten – Jens Wurster, Clinica St. Croce / CH erlebt: Dr. Wurster und die Studie mit Uni Freiburg.


 

 

Der eigentliche Anlassfall: Homöopathen in Australien behandelten ihr Kind fahrlässig – es starb

angeblich: fanatische Eltern haben ihr schwerst neurodermitiskrankes Kind nur homöopathisch behandeln lassen, es ist an einer Sepsis verstorben. „Homeopathy kills / Discovery“ – besserer Artikel dazu hier auf Deutsch, hier noch ein direkter Australischer Artikel

Hochgradig bedauerlich und absolut unverantwortlich vom behandelnden Heilpraktiker bzw. Homöopathen! Es ist gerechtfertigt dass dieser Fall untersucht und die Betroffenen auch bestraft werden.

 

Aber – wie schaut der Sachverhalt auf der akzeptierten, schulmedizinisch – wissenschaftlichen Seite aus?

 

Schulmedizinische Therapie: wie wird sie von Wissenschaftlern beurteilt

man mag mir die überspitzte Diktion verzeihen, diese entspricht meiner persönlichen Erregung über die heftigen verbalen und legislativen Angriffe auf die Homöopathie weltweit – hier darf praktisch mit denselben Worten gesprochen werden:

aus zeitmangel belasse ich es dabei, der modern-intelligente Leser kann jederzeit selber nachgooglen.

 

Hier noch der Overkill

  • 1,3 mill. Menschen werden 2012 in der EU während  ihrer Behandlung sterben!  Unvorstellbar, würden nur 15 Menschen während einer Homöopathischen Therapie an ihrer Krankheit versterben. Hier haben wir den Einsatz unglaublichster Mengen an Kapital und trotzdem werden diese armen Patienten sterben! Was sagt dies über diese Therapie?!
 
Beispiel: Gerard Depardieu's Sohn an Krankenhaus-Keim verstorben

„Kronen Zeitung“ vom 24.11.2012 Seite: G14,G15 Ressort: Gesundheitsmagazin Gesundheitsmagazin, Abend,
Gesundheitsmagazin, Morgen
Krank werden im Krankenhaus
Ignaz Semmelweis wurde zeitlebens angefeindet, weil er sich für Hygiene im Krankenhaus
einsetzte
Spitalskeime können ein massives Problem für Patienten sein
Der
Sohn von „Obelix“
Gerard Depardieu starb an einem
Krankenhauskeim
„Jede zehnte Behandlung im Spital ist schädlich!“ Keine sehr vertrauensbildende Aussage des
EU-Gesundheitskommissars John Dalli (2011), aber eine leider zutreffende. Das Europäische
Zentrum für Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) bestätigt nicht weniger als 4
Millionen Infektionen, die sich Patienten erst im Krankenhaus zuzogen. 37.000 Todesopfer sind
eine beängstigende Zahl
Krankenhauserreger bzw. Hospitalkeime nennt man Mikroorganismen, die auf eine Therapie
mit Antibiotika nicht mehr ansprechen. Diese Bakterien sind „resistent“. Sie haben gelernt, sich
erfolgreich zur Wehr zu setzen.
Allerdings ist diese Resistenz ein natürliches Phänomen: Die meisten Bakterien leben in ihrem
normalen Umfeld mit anderen Bakterien und Pilzen zusammen. Mit Hilfe von bestimmten
Molekülen – eben Antibiotika – weisen sie sich gegenseitig in die Schranken, um selbst überleben
zu können. Die meisten verwendeten Antibiotika sind auf Moleküle von Pilzen zurück zu führen.
Wirken die Medikamente zu oft und zu lange auf Bakterien ein, so bilden diese eine sogenannte
„Multiresistenz“: Sie sind auch in Gegenwart von Antibiotika lebensfähig und können nicht mehr
umgebracht werden.
Die Geschichte der Resistenz ist so lange wie jene der Antibiotika. 1929 entdeckte Flemming das
Penicillin. Es wirkte gegen den gefürchteten Erreger Staphylococcus aureus. Schon wenige Jahre
später war es diesem Bakterium gelungen, selbst eine Substanz zu bilden (Penicillinase), die das
Penicillin unwirksam machte.
Daraufhin wurden Medikamente entwickelt, denen die Penicillinase nichts anhaben konnte.
Dann jedoch veränderte sich Anfang der 80er Jahre die Lage in den Spitälern dramatisch
durch multiresistente Bakterien. Diese trotzten jeder Behandlung und entwickelten sich in den
Krankenhäusern zu Killern.
Das Problem trat zunächst in US-Spitälern auf. Und zwar auf jenen Stationen, an denen die
meisten Antibiotika eingesetzt wurden. Die Resistenzraten stiegen und stiegen in der Folge auch
in Spitälern auf der ganzen Welt.
Heute ruht die Bekämpfung dieser Krankmacher auf drei Säulen:
•Hygiene
Desinfektion der Hände vor und nach dem Kontakt mit Patienten ist oberstes Gebot
•Wirksame Antibiotika
Österreichische Ärztekammer Pressespiegel
Copyright: APA DeFacto Gmbh – Seite 46
Es ist mittlerweile gelungen, Antibiotika zu entwickeln, die sich gegen die hartnäckigen Schädlinge
behaupten können. Allerdings gibt es seit einigen Jahren nichts Neues mehr und die Gefahr steigt
wieder.
•Infektionskontrolle
Es hat sich gezeigt, dass der ganz gezielte Einsatz von Antibiotika das Risiko senkt. Hier hat sich
der österreichische Arzt und Wissenschafter Prof. DDr. Wolfgang Graninger auch international
einen Namen gemacht. Er unterrichtet in Wien schon die Studenten in der richtigen Anwendung
dieser Medikamente. Sein populär formulierter Grundsatz: „Je breiter ein Antibiotikum, desto
blöder“
Hygiene als Maßnahme zur Verhütung von Krankheiten war übrigens bereits in der Antike
bekannt. Hygiene war etwa im römischen Reich hoch entwickelt. Der Arzt Marcus Terencius
warnte schon damals vor Krankheiten, die durch winzige Lebewesen (Mikroorganismen)
verursacht würden.
Die Pioniere der Hygiene waren zur Zeit Maria Theresias Van Swieten und Frank, die Schutz vor
Seuchen wie Typhus in die Wege leiteten. Ignaz Semmelweis kämpfte gegen das Kindbettfieber
mit einfachen Maßnahmen wie Hände waschen und wurde deshalb gleichsam geächtet. Als
Mutter der Hygiene gilt die Krankenschwester Florence Nightingale durch ihre Erfahrungen im
Krimkrieg.
Prominentes Opfer von Hospitalkeimen aus jüngerer Vergangenheit ist Guillaume Depardieu, der
Sohn des berühmten Schauspielers. Er war nicht einmal 40, als er nach einem Unfall an einer
Infektion im Spital starb.
In Österreich ist die Vorbeugung vor Krankenhauskeimen gesetzlich verankert. Seit 2002 gibt es
klare Leitlinien für Hygiene. Die Bestimmungen wurden im Vorjahr ausgebaut und verbessert. Im
ganzen Land werden Daten gesammelt und an die ECDC geschickt, um europaweite Strategien
ausbauen zu können.
Prof. Dr. Elisabeth Presterl MBA, Klinisches Institut für Krankenhaushygiene der MedUni Wien

 
 
 
 

Fazit

schlechte Therapien bleiben schlechte Therapien – ob Homöopathisch oder Schulmedizinisch –  schlechte Behandler sind übel, Fehler passieren auf vielen Ebenen und sind nicht zu leugnen, zu bagatellisieren oder rechtzufertigen.

Kein Kind darf an einer homöopathischen Schlimm-Behandlung versterben (wenn der zitierte Fall überhaupt so eine Behandlung war), hier gilt es selbstverständlich zu juridizieren.

Mit derselben Akribie und Kritikbereitschaft sollte man jedoch auch die „edle wissenschaftliche Medizin“ beurteilen.

Wie diese Fragen – und Nebenwirkungsprobleme – in der industrie-assoziierten „guten und edlen“ Schul-Medizin gehandhabt werden sieht man zB auf meiner Seite „PharmaWatch„, da ist Kärnten und seine Korruptions-Baggage „ein Lärcherl-Schaas“ dagegen, denn hier geht es um hunderttausende Tote!

 

Über Dummschwätzer habe ich auf meiner Seite PharmaWatch referiert.

 

 

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die Oberösterreichische Ärztekammer moniert weite Teile diese Website als „aufdringlich, marktschreierisch und beim Laien den Eindruck medizinischer Exklusivität erweckend“.

Dies ist keinesfalls beabsichtigt, die Website ist ein absichtsloses Weiterbildungsmedium von Dr. Retzek, der seine wissenschaftlichen Pubmed-Recherchen hier mit ärztlichen Kollegen unentgeltlich teilt, wofür Dr. Retzek von vielen Kollegen aus dem In- und Ausland regelmässig Anerkennung ausgesprochen bekommt.

Dass Wissenschaftsrecherchen und Studien „das Standesansehen der Ärzte“ verletzen könnte, war Dr. Retzek nicht bewusst, er bedauert dies zutiefst und entschuldigt sich bei den betroffenen Kollegen.

 

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