Soja und Gesundheit – ein wankender Mythos

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Mehrmals wurde ich in der letzten Zeit mit „Problem Soja“ konfrontiert. Gleichzeitig auf den Kongressen mit der Präventivmedizinischen Bedeutung der Soja-Phytoöstrogene konfrontiert. Ich sehe mich daher bemĂĽssigt die Studienlange diesbezĂĽglich zu tracen und die Faktenlage zusammenzufassen.

 

Studie Nov 2010: Prospektive Studie – Metaanalyse: Brustkrebs Inzidenz (Häufigkeit) und Rezidiv-Häufigkeit wird durch Soja in der Ernährung vermindert. Allerdings nur in asiatischer Bevölkerung.  

 

Kommentar Retzek: vermutlich liegt dies an der Mikrobiologie des Darmes die in Asien das besonders Krebshemmende EQUOL aus den Soja-Isoflavonen freisetzt. Die Darmbakterien in westlicher BEvölkerung sind nicht an Sojaproteine gewohnt und setzen nicht im selben mass EQUOL frei. Ich erwarte in den nächsten 2-3 Jahren Mikrobiologische Produkte am Markt die „uns“ helfen die notwendigen Bakterien in unserem Darm zu inokulieren, da EQUOL ein absoluter Präventiver Faktor darstellt (Info: Vorträge Prof. Huber, AntiAging-Kongress Wien 2010). In der Zwischenzeit sollten wir „westler“ v.a. vergorene Sojaprodukte verwenden wie MISO (Miso-Suppe), Tempeh, Natto. Besonders bei Frischproduzierten Tempeh-Produkten könnten wir unsere Darmflora auf entsprechende Equolbildung umformieren.

Kommentar von Mercola: Sojaprodukte werden in Asien nur im Ausmass von 10g/d genossen und hier v.a. als vorverdaute, vergorene Produkte wie MISO, Tempeh, … Ăśbermässiger Sojagenus wird von Mercola abgelehnt weil

  • Sojabohne viel Verdauungshemmer (Trypsininhibitor) enthält, kann gar nicht gut verdaut werden,
  • die „Pflanzensäuren“ (Phytinsäure) blockiert Eisen, Cupfer, Zink, Magnesium, Calcium-Aufnahme usw usf (Siehe Mercola.com).
  • Soja blockiert die Produktion von SchilddrĂĽsenhormon
  • Soja enthält Hämagglutinin, eine Substanz die zur Blutverklumpung fĂĽhrt
  • Ungeregelt können die im Westen so geschätzten Phyto-Ă–strogene (Isoflavone) genistein and daidzein Hormonstörungen auslösen
  • in USA werden Sojabohnen im Aluminium-Behälter mit SĂ„URE gewaschen und enthalten dann relativ hohe Dosen an Aluminium, ausserdem ist der Mangangehalt 80x höher als in Milch.
  • Soja-basierte Säuglingsnahrung ist durch den Genistein-Gehalt so „Ă–strogen“ reich, dass man ein Aliquot von 4 Antibabypillen / Tag fĂĽttert, d.h. diese Säuglinge haben 20.000x soviel Ă–strogen im Blut wie Milch gefĂĽtterte Kinder (Problem in USA, mir ist in Ă–sterreich keine Sojabasierte Säuglingsnahrung bekannt).
  • in USA v.a. „genetically modified“ GM Soja, mit devastierenden Effekten im Tierversuch (viel weniger Nachkommen, 5x höhere Sterblichkeit der Nachkommen)

 

Auch der bekannte amerikanische Ernährungsexperte Dr. Thomas E. Levy schreibt in seinem Buch „Optimal Nutrition for Optimal Health“, welches Lenna gerade fĂĽr mich ausarbeitet, dass Soja und Tofu als Nahrungsmittel abzuraten ist.

Ich habe die primärstudienlage noch nicht überprüft, traue aber diesen beiden Amerikanischen Autoren sehr weit und übernehme daher vorläufig deren Empfehlung:

Aus fĂĽr Sojabohnen, aus fĂĽr Tofu – täglich jedoch Miso sowie Tempeh als WĂĽrzmittel in kleiner Menge.

Vielleicht unterliegen wir mit dem „ach so gesundem Soja“ demselben Marketing-Mythus den wir mit der MILCH in den letzten Jahrzehnten eingeimpft bekamen! Als Präventivmediziner muss ich MILCH und unvergorene unverdaute Milchprodukte ablehnen, hier werde ich an anderer Stelle drĂĽber schreiben

Dr.med. Helmut B Retzek
Dr.med. Helmut B Retzekhttp://www.retzek.at
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