Mammographie bringt insg. schwache Ergebnisse

Dezember 2012 – neue Studie aus der „Bibel der Schulmedizin“, dem¬†New England Journal Medicine zur Mammographie

Diese Studie muss man Schritt f√ľr Schritt analysieren

1) ¬†¬†durch das Screeningprogramm regelm√§ssige Mammographie, das in den letzten 40 Jahre durchgef√ľhrt wurde, kam es zu einer Steigerung der Entdeckung von Brustkrebs von urspr√ľnglich 112 auf 234 F√§llen pro 100.000 Frauen. Das ist eine Steigerung um mehr als 100%, und zwar 122 mehr Brustkrebsf√§lle pro 100.000 Frauen wie vorher.¬†

Der Brustkrebs wurde nat√ľrlich auch in viel „fr√ľheren Stadien“ entdeckt und behandelt.

2) weil man viel fr√ľher Brustkrebs entdeckt hat in einem oft viel kleinerem Fr√ľh-Stadium, m√ľsste man erwarten, dass praktisch alle „fortgeschrittenen Krebs-Stadien“ verschwinden, es sei denn die Frau geht mutwillig nicht zur empfohlenen Vorsorge-Untersuchung.

3) Leider ist dem nicht so – es waren trotz der umfassenden Vorsorge-Untersuchung, trotzdem viele Tumore im Fr√ľhstadium entdeckt und behandelt wurden, nahezu gleich viele Tumor-Krankheiten im fortgeschrittenen Stadium:¬†

nur eine Reduktion von 8  (pro 100.000 Frauen) weniger fortgeschrittene Stadien sind nachweissbar.

Die Studienautoren haben daraufhin errechnet (wie kann ich nicht nachvollziehen, da ich nur den Abstract bzw. Sekundär-Literatur zu dieser Studie gelesen habe): 

dass 30% aller Brustkrebsf√§lle in ihrer Fr√ľhform nie in die fortgeschrittene Form weiterentwickelt h√§tten und umsonst OP worden sind, sowie, dass viele Brustkrebsf√§lle, die sich in ein fortgeschrittenes Stadium weiterentwickelt haben, gar nicht entdeckt worden sind.

Die Autoren stellen mit ihrer umfassenden Untersuchung  das automatische SCREENING in Frage.

NEJM ist kein „alternative Zeitschrift“ sondern „die Bibel der Schulmedizin“.

 

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Kommentar Retzek

tats√§chlich habe ich sogar eine leise weitere Vermutung: immer wieder behandle ich Patientinnen mit rasch wachsendem Brustkrebs, der kurze Zeit nach einer vollst√§ndig unauff√§lligen Mammographie aufgetreten ist. Ein in der Mammographie unauff√§lliger Brustkrebs ist sicherlich nicht ungew√∂hnlich (ganz typisch f√ľr das LOBUL√ĄRE KARZINOM), aber die schnelle Wachstumstendenz gerade nach der Mammographie war in den F√§llen auffallend.

Der diesbez√ľglich extremste Fall, der mir untergekommen ist:

eine Krankenschwester lässt sich in ihrem eigenen Krankenhaus stationär durchuntersuchen im Rahmen einer Vorsorge-Untersuchung (Gesundheits-Check). Alles war vollständig in Ordnung. Man hatte ihren Busen nicht nur Mammographisch untersucht, sondern zusätzlich auch mit Ultraschall, sie wurde am 4. Dezember wieder entlassen.

Eine Woche nach dieser Untersuchung begann plötzlich in einer Brust ein Tumor ganz rasch zu wachsen. Am 16. Dezember wurde sie operiert, der Tumor hatte damals bereits 4cm Durchmesser und es fanden sich bereits Lymphknoten-Metastasen in der Axilla. 

 

Da wir heute ausreichend Evidenz haben, dass Tumor-Stammzellen durch R√∂ntgenbestrahlung scharf gemacht werden (die Studien habe ich bereits gelesen aber nicht hier dokumentiert, ich werde sie in b√§lde raussuchen – hier in der Zwischenzeit der Suchterm f√ľr die Pubmed), vermute ich in ausgew√§hlten F√§llen eine Aktivierung eines bereits vorhandenen aber latenten Karzinoms durch die Mammographie. Hier d√ľrfte viel Genetik eine Rolle spielen.

Immer noch werden > 90% aller Tumore durch die Selbst-Untersuchung entdeckt, nicht durch das Screening. Routinem√§ssige j√§hrliche Mammographien lasse ich daher meine Gattin ¬†keinesfalls durchf√ľhren!

   Daher: Mammographie nur unter Hochdosis Melatonin-Schutz, Melatonin verhindert Strahlenschäden   

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Wissenschaftliche Arbeit und Forschungs-Beiträge. Zahlreiche Artikel und Vorträge. 

Umfangreiche Recherchen¬†in der aktuellen medizinischen Forschung zum Zweck der Selbst-Weiterbildung und als Ged√§chtnis-St√ľtze. ¬†

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