Sammelseite zum Prostata-Krebs: Studien über weitere Möglichkeiten (zusätzlich zur Schulmedizin). Ich sammle hier einfach alles was mir wichtig ist, dadurch etwas ungeordnet.

Bitte konsultieren sie auch folgendes Prostata-Forum, diese Seite wurde mir von mehreren Patienten empfohlen (zB „Wolfgang aus Berlin“):

 

 

nachfolgende Links verweisen auf eigene Seiten auf meiner Homepage die auch das Thema Prostata-Krebs betreffen

 

Ernährung und ProstataKrebs

Das bedeutet nicht, dass man nicht auf die Ernährung achten soll, nur dass dieser Krebs nicht so leicht durch Ernährung zu beinflussen geht wie andere Krebsarten.

Es gibt KEINE perfekte Krebsernährung, da sowohl bei Kohlenhydraten (Insulin) wie bei Fleisch (IGF) Hormone frei werden, die am Krebs einen Wachstumsimpuls setzen.

Sowohl INSULIN wie IGF wirken auf das Wachstums-Schalter-Gen mTOR ein und switchen den Tumor in Richtung „Wachstum“.  

Desswegen soll man die Ernährung gemüse-betont führen, die Fleisch und Beilagen-Portionen dafür etwas verkleinern, als Füllmittel die krebshemmenden Gemüse essen, je mehr davon desto besser:

Kohlsprossen > Kraut, Blaukraut, Kohl > Karfiol > Brokkoli > Karotten

Im Grunde gehört überall Butter rein und Olivenöl drüber. LEINÖL und noch besser LEINSAMEN wirkt direkt wachstumshemmend auf Prostatakrebs, zB auch: 4 Schnitten Sojabrot / Tag hat bei PCa operierten Männern den Wiederanstieg von PSA um 53% vermindert im Vergleich zu Weizenbrot. (Weizenbrot: 40% Anstieg des PSA, Sojabrot -13% Abfall von PSA)[1]

 

[1] Effects of a diet rich in phytoestrogens on prostate-specific antigen and sex hormones in men diagnosed with prostate cancer FS Dalais, A Meliala, N Wattanapenpaiboon… – Urology, 2004 – Elsevier

 

 

 

Studien – Übersicht

Vitamin D

  • Vitamin D in 4000IE/d – reduziert in 55% den vorhandenen Prostata-Krebs, obwohl PSA-Level gleich bleibt.  Studie Fulltext März 2012,
    57% Reduktion der Letalität studie Mai 2017
    insgesamt > 1300 Studien (2019) zum Suchbegriff VitD x ProstataKrebs

  • Vitamin K2 – gehört im Verhältnis 200µ zu 10.000IE sowieso zu jedem VitD hat deutlich krebshemmenden einfluss, auch beim Prostata-Krebs: Studie 2018, 2013

Orthomolekulare Substanzen

  • Resveratrol verstärkt Wirksamkeit von Doxorubizin – Chemo beim PCa, schützt gleichzeitig das Herz (Feb 2017)
  • ein Komplex aus orthomolekularen Naturstoffen ProstaCaid™ kann hochaggressive Prostatazellen massiv hemmen. [Inhalt: medizinische Pilze, Sabal, Granatapfel, Kürbiskern, Grün-Tee, Resveratrol, Curcumin, Traubenkern, Sarsabarilla, Scutellaria, VitC, VitD, Selen, Quercetin, Citrus-Bioflavenoide, ß-Sitosterolzink, Lypoene, Alphaliponsäure ….]. (April 2011)
     
  • Eisen- und Zinkmangel scheinen Prostata-Krebs – RÜCKFALL zu begünstigen (Jän 2011), zum Zink siehe auch weiter unten ausführliche Recherche
     
  • Chillie / Cayenne / Capsicain induziert Apoptose von Prostata-Krebs. Future Oncol 2010 und alle Studien in Pubmed dazu
     
  • Melatonin blockiert wachstum von Prostata-Carcinom (alle Pubmed-Studien)
     
  • Prostata-Krebs-Zellen reagieren stark auf die künstlichen Endorphine!
    vermutlich ein natürliches Morphium-Derivat (oder Morphium periop gegeben) die Krebszellen hemmen können (–> LdN). Studie 2009

    Anwendungsbeobachtung zeigt prächtige Rückbildung von fortgeschrittenem Prostatakrebs durch MetaBlock-Therapie mit LDN (–> 2014)
     

  • KawaKawa hemmt in vitro und in vivo Prostatakrebs
     
  • Löwenzahn-Blätter helfen recht effektiv gegen Wachstum und Metastasierung –> meine Löwenzahn-Seite
     
  • Löwenzahn-Wurzel-Pulver: Bericht über erstaunliche Krebsheilung (auf Deutsch, Orginalbericht English)
     
  • Basenpulver bzw. Entsäuerung hat –> dramatischen Einfluss auf Prostatakrebszell-Wachstum, verdoppelt praktisch die ÜLZ
     
  • Granatapfel-Extrakt verdoppelt praktisch die Zeitdauer, in welcher Prostata-Krebs sich ausbreitet (gemessen über der Zeit die für Verdopplung des PSA-Wertes nötig ist). –> Studie 2012. Diese Verdopplungszeit ist ein wichtiges Kriterium für Langzeit-Überlebenszeit sowie Ausbreitung (Studie 2001)
     
  • Grüner Tee hat starke Wirkung bei Prostata-Krebs, muss noch ausgearbeitet werden –> hier der Suchterm in Pubmed
     
  • JOD wird von Prostatakrebszellen aufgenommen und zeigt dort einen apoptose-induzierenden Effekt. STudie 2012
     
  • Zink Einnahme verbessert das Überleben von Prostata-Krebs-Betroffenen. Studie 2011, FulltextPDF. Aus dieser Studie ergibt sich eine mindestens 30% Verminderung der Mortalität durch Prostatakrebs in Abhängigkeit von der Zink-Aufnahme (aus der Nahrung)!
  • PMSA-PET und Lutetiom 177 PMSA-Therapie selbst bei fortgeschrittenem Prostatakrebs noch hoffungsvolle Therapie-Optionen.
  • Brennessel-Samen hemmen Aromatase aber wirken auch direkt apoptotisch auf Prostatakrebs-Zellen (CellMolBiol2016).
  • Leinsamen hemmt Wachstum von PCa (v.a. präoperativ getestet, Studie 2008)
  • 4 schnitten Sojabrot / tag hat bei PCa operierten Männern den Wiederanstieg von PSA um 53% vermindert im vergleich zu Weizenbrot. (Weizenbrot: 40% ansteig, Sojabrot -13% abfall von PSA) – Studie 2004

 

 Zink und Prostata-Carcinom

über 500 Studien beschäftigen sich mit dieser Kombination. Der Trend ist dabei klar: je geringer der Zink – Spiegel, desto höher Risiko wie Mortalität am Prostata-Krebs.

Details der Zink-Wirkung ....

Es scheint so, als ob ZINC – ein wichtiger Co-Regulator der DNA – die Expression von regulativer MIKRO-RNA  fördert (Studie 2012).

Diese mRNA wurde kürzlich als wichtiges Regulativ vieler Prozesse im Körper erkannt (siehe meine eigene Seite Mikro-RNA, neue Möglichkeit zur Beeinflussung der Erbsubstanz).

Es scheint als ob Dysregulation der mi-RNA-Synthese das Prostata-Karzinom erst möglich macht. Hierzu gibt es bereits mehrere Studien (neben der oben siehe auch: 2012), 

Mit der Entdeckung, dass ein Matrix-Protein, die Zink-abhängige Matrix-Metalloproteinase (MMP) für die Metastasierung von Krebszellen verantwortlich ist, wurde ZINK als Anti-Krebs-Therapeutikum in Frage gestellt (hier gibt es jedoch auch ethnische Unterschiede – Studie 2012).

In Ratten konnte ZINK einen Prostata-Krebs, der durch Testosteron oder Hydroxyharnstoff induziert wurden ist, zur Rückbildung bringen (Studie 2012).

Eine ganz rezente Zellkultur Studie zeigt jedoch, dass es v.a. KUPFER ist, welche sich diese MMP „ausborgt“ und missbraucht, dass v.a. höhere Kupfer-Spiegel im Gewebe zur aktivierung der Metastasierung führen könnten (Studie 2012).

Diese Daten werden auch durch eine Patienten – Studie bestätigt: niedere Zink und Selen-Spiegel in HAAR / NAGEL-Proben korrellieren genauso wie hohe Kupfer, Eisen, Mangan-Spiegel (Studie 2012, FullTextPDF)

  • Zink Einnahme verbessert das Überleben von Prostata-Krebs-Betroffenen. Studie 2011FulltextPDF. Aus dieser Studie ergibt sich eine mindestens 30% Verminderung der Mortalität durch Prostatakrebs in Abhängigkeit von der Zink-Aufnahme (aus der Nahrung)!

 

Hochdosis – Vitamin C

Hochdosis-Vitamin C hemmt auch HORMON-Refraktäre Prostatakrebszellen beim Wachstum und Metastasierung  Studie 2010. Hormon-Refraktär bedeutet, der Krebs spricht nicht mehr auf die Anti-Hormon-Therapie an.

Details über VitC Wirkung

ab 50g Vitamin C i.v. kommt es am EISEN zu einer nichtenzymatischen Oxidation mit dem Ascorbinsäure, es entsteht H2O2 (Peroxid) und Dehydroascorbat.

Gesunde Zellen haben KAT ALASE und können das H2O2 vernichten, Krebszellen haben einen Katalasemangel und können sich nicht vor der giftigen Wirkung von H2O2 wehren und sterben.

Dazu ist jedoch auch EISEN notwendig. Ich sehe einen FERRITIN von mindestens 100 als Voraussetzung für eine Wirksamkeit der Vitamin C Therapie.

Tumor-Anämie: ist die Folge einer verminderten Oxidativen Resistenz der Erythrozyten, diese zerplatzen vorzeitig. Patienten mit Tumor-Anämie haben 1) geringes Hämoglobin 2) hohes Ferritin. Diese Patienten profitieren hauptsächlich von einer VitC Infusion, geringere Dosierungen (7.5g Pascorbin bzw. Injectopas aufwärts) haben zwar keinen Tumortoxischen Effekt aber einen Erythrozyten-stabilisierenden / protektiven Effekt.

Die Anti-Tumor-Aktivität der Hochdosis-VitC Therapie darf jedoch nicht überschätzt werden. In den grossen Anwendungsbeobachtungen mit Hochdosis VitC (50g aufwärts) Infusionen, 2-3x pro Woche konnte kein einziger Patient gehalten werden! In meiner Praxis ist daher die VitC Infusion ein wichtiger Bestandteil – jedoch nur ein Teil eines umfassenderen Konzeptes.

Genaueres in meinem Vitamin C Vortrag in Pörtschach

hormonrefraktärer Prostatakrebs wird durch Heilpilz Phellinus Linteus gehemmt

eigener Artikel drüber

 

Hormontherapie

FinProst Studie 2015

bei fortgeschrittenem Prostata-Krebs hilft auch die intermittierende Prostata-Krebs-Hemmung mit dem AntiHormon Zoladex. 2015

50% der Patienten hatten als Nebenwirkungen Hitzewallungen

20% erlitten Knochenbrüche

33% bekamen Cardiovaskuläre Probleme (der Testosteron-Entzug geht aufs Herz)

 

Moderne Prostata-Krebs-Therapie stellt alles auf den Kopf

Prostata-Krebs zeigt viele „Widersprüchlichkeiten“ in Genese und Therapie: angeblich wird er vom Testosteron „angeheizt“ – gleichzeitig bekommt man ihn praktisch nur dann, wenn das Testosteron niedrig ist, Testosteronmangel ist ein starker Prostatakrebs-Aktivator.

Darüber hat der Stanford-Professor A. Morgentaler ein ganzes Buch und zahlreiche Artikel geschrieben, siehe mein Artikel „Testosteron-Mangel, der müde Mann„.

durch die Arbeit von Dr. Edward Friedman verstehen wir viele der Widersprüchlichkeiten besser:

Prostatakrebs entsteht (irgendwie) – wachsen tut er durch Einfluss von ÖSTROGEN und DHT (Dehydro-Testosteron).

Testosteron ist eigentlich der Schutzfaktor gegen Prostatakrebs. Testosteron ist aber auch gleichzeitig das Vorläufer-Hormon aus welchem INNERHALB der Krebszellen durch Aromatase-Aktivität Östrogen und 5a-Hydroxylase das DHT erzeugt wird. 

Die Prostata-Krebszelle hat einen Östrogengehalt der beim 10 fachen der Umgebung liegt. Desswegen ist LETROZOL das perfekte Mittel um die Umwandlung von TESTO –> ÖSTRO zu blockieren, mit Finasterid kann die Umwandlung von TESTO –> DHT blockiert werden, ebenfalls durch PROGESTERON, dem wichtigsten Prostata-Schutzhormon neben dem Testosteron.

Moderne Prostata-Krebs-Therapie stabilisiert den Krebs durch Gabe von PROGESTERON und TESTOSTERON bei gleichzeitiger Gabe von LETROZOL und FINASTERID – sowie ev. mini-Gabe Östrogen (für Hirn und Knochen) – diese externen Östrogen-Gaben führen zu keiner Aktivierung des Prostata-Krebses, nur die intrazellulär produzierten Mengen von Östrogen.

Ich kenne Patienten, die nach scheitern aller schulmedizinischer Therapien (OP, Hormonblockade, Bestrahlung, Chemo) ihr Karzinom mit dieser Vorgehensweise stabil bekommen haben!

[

 

COC – Protokoll – Rationale

COC-Protokoll der Gruppe CareOncology hab ich durch Dr. Trevor Christofferson kennengelernt, der uns alle durch ein unglaubliches Buch beschenkt hat. Ich durfte Trevor und seine Frau 2018 in Baden Baden akupunktieren und wir haben einen tollen Abend zusammen mit der Gruppe von Friedrich Douwes verbracht!

 

Metformin & Statine

Metformin reduziert PSA um 33% (Liu 2017)

präoperativ verabreicht reduziert es Ki67 (Aktivitätsmarker) um ca 30% (Joshua 2014)

deutliche ÜLZ-Verlängerung ! Siehe Graphic (B) 

 

(c) Li et al – Canc. Manag Res. 2019 ….
(c) Li et al – Canc. Manag Res. 2019 …. With radio-sensitizing properties, statins have antitumor effects which support their beneficial use in prostate cancer. – especially if they are used after diagnosis

 

Methadon

mehrere eigene Kasuistiken zeigen ein deutliches Ansprechen von PCa auf Methadon:

2 austherapierte Fälle sind unter meiner Methadon-Therapie wieder massiv gebessert worden, von Dr. Trepmann / BRD hab ich dies ebenfalls zugetragen bekommen (er hat dies einem Patienten erzählt).

Ebenfalls auf LDN –> siehe Louis Schwartz „Metablock-Therapie“ mit LDN + ALA + HCA

 

 

Schulmedizinische Therapie

PSMA-PET-Untersuchungen: privat ca 900,- im Radiology-center Wien in der Lazarett-Strasse oder PetScan.at in Wien bei der Urania

Hormonblocker

Abirateron = Zytiga 500mg Tbl (3000,- für 1 Packung a 56), hemmt Biosynthese von Steroid-Hormonen, daher muss man auch Prednisolon dazugeben.

Bicalutamid = Casodex: nichtsteroidales Anti-Androgen ca 160,- | am besten zur Bestrahlung (Beipacktext)

Buserelin = Suprecor oder Suprefact: GnRH – Agonist (man muss die Androgene nachmessen, ich sehe oft hohe Testosteronspiegel auch nach längerer Gabe) – 3 Monats-Depot-Implantat Gabe ca 450,-  | CAVE Flare-Up daher am Anfang ein Androgen-Blocker geben

Leuporelin = Trenantone/Enantone = GnRH – Antagonist = Implantat-Spritze 400,- für 3 Monate, senkt Testo + E2

Abarelix = Plenaxis: GnRH – Antagonist  – nicht im Hanndel

Enzalutamid = XTandi = MDV3100  (2900,- / Packung) reiner Androgen-Rezeptor-Blocker, entwickelt keine Agonsitsiche Wirkung, verhindert Translokation des Rezeptors in den Kern – hält 47 Wochen an, hilft bei > 50% der leute, einzusetzen erst nach der Chemo Docetaxel (Studie 2010)

Aktuelles 2020er Panel von Experten kommt zu folgender Schlussfolgerung

ich übersetze das jetzt

Spalte 1 = IR-F  ….. geringes oder mittleres Risiko

Spalte 2 = IR-U …… mittleres bis höheres Risiko

Spalte 3 = mCSPC = 

 

Bestrahlung

v.a. beim lokalisierten PCa

 

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Arzt für Allgemeinmedizin, multiple präventivmedizinische, schulmedizinische und komplementäre ZusatzausbildungenWissenschaftliche Arbeit und Forschungs-BeiträgeZahlreiche Artikel und VorträgeUmfangreiche Recherchen in der aktuellen medizinischen Forschung zum Zweck der Selbst-Weiterbildung und als Gedächtnis-Stütze.   Mässige Legasthenie, daher Rechtschreib- und Beistrichfehler, bitte nicht kommentieren, wer es nicht aushält bitte einfach nicht lesen - Dr. Retzek's Youtube - Kanal mit Testimonials usw. - neue Einträge abonnieren --> im Footer der Seite [toggle title="Ärztekammer Disclaimer"] Ärztekammmer Disclaimer die Oberösterreichische Ärztekammer moniert weite Teile diese Website als "aufdringlich, marktschreierisch und beim Laien den Eindruck medizinischer Exklusivität erweckend". Dies ist keinesfalls beabsichtigt, die Website ist ein absichtsloses Weiterbildungsmedium von Dr. Retzek, der seine wissenschaftlichen Pubmed-Recherchen hier mit ärztlichen Kollegen unentgeltlich teilt, wofür Dr. Retzek von vielen Kollegen aus dem In- und Ausland regelmässig Anerkennung ausgesprochen bekommt. Dass Wissenschaftsrecherchen und Studien "das Standesansehen der Ärzte" verletzen könnte, war Dr. Retzek nicht bewusst, er bedauert dies zutiefst und entschuldigt sich bei den betroffenen Kollegen. [/toggle] 

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