aus USA rollt seit einigen Jahren eine „Hormon-Revolution“ auf uns zu, die von der etablierter Schulmedizin derzeit wieder verschlafen wird.

[pullquote1 align=“right“]bioidente Hormone sind nicht patentierbar und damit lassen sich die hohen Gebühren für offizielle Zulassungen nicht verdienen. Daher gibts keine Werbung, d.h. Fortbildungen und keine Pharma-Referenten. Daher bleibt dieses Wissen im breiten Kollegenkreisen unbekannt. Nun, alles was der Arzt nicht über die normalen Fortbildungs-Kanäle kennenlernt, lehnt er reflexartig ab, daher bleibt dieses Wissen im Bereich der „Paramedizin“ hängen – ganz schlimm![/pullquote1]

Wie immer wenn die „Schulmedizin“ etwas wichtiges und notwendiges ignoriert, füllen paramedizinische Kreise diese Lücke.

Hinsichtlich der Hormone springen Laien-Vereine ein, zB http://www.hormonselbsthilfe.de,

oder unsere Apotheken bieten in Zusammenarbeit mit Labors direkt OTC  Untersuchungen als auch Fern-Therapie an – die Medikamente werden im Versandhandel verkauft wird, zB Biovea.

Es kommt zur zunehmenden Aufsplitterung des Gesundheitsbereiches in verschiedene „Supermärkte“

 


 

künstliche Gestagene erhöhen zusammen mit Östrogen das Krebsrisiko für Brustkrebs. Nur Kombination von Östradiol und bioidentem Progesteron ist neutral hinsichtlich Krebsrisiko

 

Dabei passiert auch Widersinniges -wie zB das Präparat  Femoston für HRT.

Beworben von Bayer trotz Beeinspruchung durch Doz. Römmler – obwohl die wesentlichen Studien zeigen, dass genau diese Kombination (orales E2 + künstl. Gestagen) für das WHI-Desaster verantwortlich war (Studien siehe Römmler 2011), hierzu die nebenstehende Grafik.

 

Hormontherapie ab dem Wechsel

Die Kenntnisse zu einer rationalen Hormontherapie sind gar nicht mehr so neu.

Tatsächlich konnte ich sie als Arzt aber nur von von Laien-Organisationen (siehe oben),  aus Laien-Bücher (Platt) oder in Spezial-Seminaren (Orthomolekulare Gesellschaft, GSAAM) privat erlernen,

„offizielle Ausbildung und Endokrinologie“ hat diese forschungsmässig abgesicherten Daten praktisch noch nicht umgesetzt.

Manches bleibt nebulos oder fragwürdig 

Da die Forschung und Uni-Lehre seit der WHI-Studie das Thema Hormone mit  Distanz betrachtet, bleibt manches nebulos (wie zB die Östrogen-Abneigung von Platt) oder fragwürdig (wie zB Progesteron-Gabe von Lee bei Brustkrebs), da diese Fragen einer weiterführenden korrekten Beforschung und Abklärung bedürften.

Hormone sind mächtige Steuerungs-Substanzen und wir wollten keinesfalls etwas so hilfreiches verwenden, falls wir hier eine Krebserkrankung begünstigen würden!

 

Anlass dieses Artikels hier war zwei Patientinnen in meiner Praxis

Verunsichert über diese Anwendungen von Hormonen bei Krebspatienten durch HP und Kollegen begann ich zu recherchieren und bekam über die Pubmed keine eindeutige Aussage zur Thematik.

Mal wirkt Progesteron Krebswachstums-Hemmend, mal unterstützt es das Krebswachstum und dessen Metastasierung. Zum DHEA fand ich noch weniger deutliche Aussagen, klar und deutlich ist jedoch dass DHEA in einem Fliessgleichgewicht mit Progesteron und Estradiol steht, sodass es gleich in diese beiden Hormone umgewandelt wird.

Ich habe Kontakt mit Prof. Mück, Doz. Römmler, Prof. Huber und Prof. Metka aufgenommen um ihre Meinung zur Thematik einzuholen, auch hier kam es zu keiner absoluten Klärung, der Email-Verkehr ist weiter unten angefügt.

 

Progesteron bei Brustkrebs ?

In manchen Publikationen wird Progesteron in der Krebsprophylaxe empfohlen. Da Progesteron rezeptfrei im Internet erhältlich ist, gilt es hier die Nutzen /Risiko-Abwägung abzuklären.

Dr.med. Michael Platt wie Dr. Lee die Hauptproponenten der modernen Progesteron-Therapie

Es geht vor allem um die „Sekundär-Anwendung“ nach Brustkrebs. In der „Primäranwendung“ vor Brustkrebs ist Progesteron unbestritten und studienmässig abgesichert als zumindestens nicht Krebs-vermehrend.

Die mir bekannten Studien zeigen zwar, dass mit Progesteron die Teilungsrate der Brustzellen vermindert wird (Orginalstudie), daher auch bei Progsteronmangel ein deutlich höheres Brustkrebsrisiko besteht (Or9inalstudie),

dies ist jedoch noch kein Beweis dafür dass „Progesteron-Rezeptor“ tragende Tumorzellen nicht auch von Progesteron im Wachstum angeregt werden können.

Bei Genträgerinnen des Brustkrebs-Gens BRCA1/2 begünstigt Progesteron sogar die Brustkrebsbildung (Science 2006).

 

DHEA-Gabe nach Kremers Zellsymbionten-Theorie

Bereits bei der DHEA-Gabe nach Kremer bin ich skeptisch. Die Studien Kremers, dass Brustkrebserkrankte Frauen einen Mangel an DHEA haben sind noch keinesfalls ein Beweis dafür, dass dies ursächlich oder verstärkend auf den Krebs wirkt. 

DHEA wird wie PROGESTERON selber auch in ÖSTROGEN und andere Steroid-Hormone umgewandelt. Römmler hat mir bestätigt dass eine DHEA-Gabe bei Brustkrebs nach derzeitigem Wissens -Stand kontra-indiziert ist.

Ausserdem wirkt DHEA-S, die körpereigene Speicherform des DHEA, direkt Brustkrebs-Wachstumsfördernd, wie ich in einer unten zitierten Studie aus 2001 zeige.

 

Auf dieser Seite werde ich – für mich selber – daher die Argumente aus der Wissenschaft für / gegen eine Hormon-Therapie nach Brustkrebs sammeln. Im Gespräch mit PD Dr. Alexander Römmler wurde von ihm die HRT frühestens 5 Jahre nach Brustkrebs als mögliche – vorsichtige Option – angedacht (jedoch mit  forensischem Risiko für den Arzt), eine unmittelbare Hormongabe (Progesteron) nach Krebs-Operation jedoch ausgeschlossen.

 

[blockquote align=“right“ variation=“blue“]Brustkrebs wird nicht durch eine sorgfältige HRT ausgelöst! Die meisten Frauen bekommen ja den Krebs in einem Alter wo eigentlich WENIG Hormone im Körper vorhanden sind. Bioidentische Hormone in bio-identischer Applikation schützen sogar vor Krebs. Nach derzeitigem Wissens-Stand sind aber – bei existierendem und dagegen empfindlichen Krebs – Hormone dann als Wachstumsförderer anzusehen. (Lee, Platt, Römmler)[/blockquote]

[toggle_framed title=“Antihormone vor der OP und CHEMO? “ variation=“blue“]

Was ich nie verstanden habe ist folgender Umstand

bei uns – also in meiner unmittelbaren Umgebung – bekommen immer wieder mal klimakterische Frauen HRT (Hormon-Therapie im Klimakterium).

Wenn nun so eine HRT-behandelte Frau einen Brustkrebs erleidet (dies kann bei der Häufigkeit des Leidens durchaus der Fall sein, nicht wegen der HRT sondern TROTZ der HRT) ,  besuchen diese oft den Gynäkologen.

Ich habe es mehrmals erlebt, dass die Gynäkologen auf Nachfrage der Patientinnen geantwortet: „nehmen sie die Hormon-Tabletten bis zur Operation“.

Nach der Operation wird aber das selbe Hormon zum bösen Feind erklärt und wird mit Anti-Hormonen, Hormon-Blockern, Hormon-Produktions-Inhibitoren uvm. bekämpft.

Wieso – so frage ich mich – wieso wird – sobald Tumorverdacht in der Brust besteht – die Wachstums-Anregende Wirkung der Hormone nicht unmittelbar bekämpft und unmittelbar und Sofort mit Anti-Hormonen gearbeitet? 

Meine Gynäkologischen Ansprechpartner weichen aus und meinen, dies brächte nichts.

 

Nun, tatsächlich habe ich hierfür eine aktuelle Studie aus 2010 gefunden die diese Frage relativ deutlich klärt: ja, auch bei jungen (prämenopausalen) Patientinnen ist eine neo-adjuvante Anti-Hormontherapie sinnvoll und verbessert das Gesamt-Outcome.

Nun, wenn Hormone das Brustkrebswachstum fördern gilt es zu klären ob bei manifestem Krebs das Brustkrebs-hemmende Progesteron tatsächlich Benefit bringt oder – im Gegenteil – ebenfalls Wachstums-fördernd auf „Progesteronrezeptor-positive Tumore“ wirkt. [/toggle_framed]

Achtung: diese Seite ist „work im progress“ – nicht fertig, hier entwickle ich durch Studien-Sichtung einen Versuch der Klärung dieser für mich praktisch sehr wichtigen Frage! Kommentare und Zusendungen von Links und Informationen sind explizit willkommen und erwünscht!

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21857868

 

Weitere Indizien für Hormone & Krebs

wird man in ÖSTROGEN-Zyklus-Teil operiert, ist die 10J Sterblichkeit bei 55% – wird man jedoch im PROGESTERON-Zyklus-Teil operiert, liegt die Sterblichkeit bei nur 25%

die von mir bereits 2000 hier publizierte Studie aus Australien (die leider von anderen Kliniken nicht reproduziert werden konnte) finde ich zumindestens theoretisch hoch-interessant:

OP-Zeitpunkt bestimmt die Überlebensrate.

Nicht der MOND soll die OP bestimmen, sondern der Zeitpunkt in Bezug zum Zyklus. 

wird man im ersten Zyklus teil, dem ÖSTROGEN-Zyklus-Teil operiert, ist die 10J Sterblichkeit bei 55% – wird man jedoch im zweiten Zyklus Teil, dem PROGESTERON-Zyklus-Teil operiert, liegt die 10j Sterblichkeit bei nur 25%.

Diese Studie hab ich auf einer eigenen Seite damals ausgearbeitet. Wie gesagt, versuche hier in anderen Kliniken zusammenhänge mit OP-Zeitpunkt zum Zyklus festzustellen gingen negativ aus, obwohl es mir theoretisch nicht erklärbar ist, da die hier präsentierten Daten absolut logisch sind: Östrogen ist in hohen Dosen Tumor-Wachstums-fördernd und benötigt Progesteron als Bremse.

 

 

 

 

 

 

 

 

Lösen Hormone Brust-Krebs aus?

künstliche Gestagene erhöhen zusammen mit Östrogen das Krebsrisiko für Brustkrebs. Nur Kombination von Östradiol und bioidentem Progesteron ist neutral hinsichtlich Krebsrisiko

dezitiert nein, oben habe ich die Grafik bereits zitiert. Physiologische Hormone lösen in PHYSIOLOGISCHEN DOSEN keinen Brustkrebs aus. Hormone im Sinn einer Hormon-Ersatz-Therapie bei Wechselbeschwerden oder im Sinn des AntiAgings sind nach neuesten Studiendaten sogar ganz hervorragend geeignet die Prognose bei Brustkrebs deutlich zu verbessern!

Bei manifestem Brustkrebs gelten Hormone derzeit als Wachstums-Förderer – nicht als Auslöser. Desswegen werden bei Brustkrebs in der Regel Hormon-Blocker oder Antihormone eingesetzt, da diese eine Verminderung der Rückfälle um immerhin 20% gezeigt haben.

Hormongaben mit bioidenten Hormonen erhöhen NICHT die Krebsrate, jedoch vermindern sie sie auch nicht – siehe obige Grafik.

 

 

 

Brustkrebs – und vorher Hormone bekommen – was nun?

Gratuliere – trotz der furchtbaren Diagnose!

Moderne Daten zeigen nämlich, dass Brustkrebs der sich UNTER einer Hormonersatz-Therapie gebildet hat deutlich „gutartiger“ ist als jene Krebse, die sich im Hormon-armen Milieu gebildet haben.

Prof. Juhannes Huber, die österreichische Eminenz der AntiAging-Szene sowie über seine vielen Bücher als „Hormon-Papst“ bekannt zeigt uns sehr deutliche ganz neue Daten:

Prof. Johannes Huber bei einem Vortrag über Hormone am Kongress für biologische Krebsmedizin, München 2012 – sowie am Kongress für ganzheitsmedizinische Krebstherapie Anif 2012

 

 

die hier von ihm präsentierte Studie ist ausserordentlich beruhigend für Patientinnen, welche bioidente Hormone verwendet und trotzdem einen Brustkrebs entwickelt haben:

 

 

 

 

Die Studie verfolgte 1072 Patienten mit Brustkrebs und Hormon-Therapie (HRT) vor dem Auftreten des Brustkrebs über bis zu 6 Jahren.

 

Metastasen bei Krebs-Entdeckung vorhanden: nur 1/3 bei HRT im Vergleich zu Patientinnen ohne HRT vor Brustkrebs.

 

Sehr spannend: viel viel weniger Metastasen sind bei jenen Patientinnen vorhanden, welche Hormone vor Entdeckung des Brustkrebs verwendet haben.

 

deutlichst verringerte Sterblichkeit wenn vorher Hormone verwendet wurden

 

die HRT (hormon-replacement-Therapie = Hormontherapie) Patientinnen haben viel viel bessere Chance davon zu kommen! 7 vs. 21% ist ein grosser Unterschied!

 

Rückfallsrate bei HRT deutlich vermindert – selbst nach 5 Jahren sind doppelt soviele Patientinnen rückfalls-frei

 

Die Rückfallsfreiheit ist deutlich höher: nur 9% der Patientinnen die vor Krebs HRT verwendet haben bekommen einen Rückfall (=Sekundäre Metastasen), während es 19% sind bei jenen Patientinnen, die keine HRT verwendet haben.

 

Zusammenfassung HRT und Brustkrebs

Bioidente Hormontherapie nach modernen Gesichtspunkten wie zb in der GSAAM gelehrt führt nicht zum gehäuften Auftreten von Brustkrebs

Hormontherapie und trotzdem Brustkrebs bekommen: freuen sie sich bitte trotzdem – ihre Prognose ist um ein mehrfaches Besser als wenn sie vorher keine Hormone bekommen hätten.

 

zur Brustkrebsrate

Brustkrebs ist massivst im Steigen, hier aus einer aktuellen Lancet – Studie (2011):

seit 1980 kam es Weltweit zu einer VERDREIFACHUNG der Brustkrebsfälle

 

seit 1980 eine verdreifachung der Fallzahlen. Mit ungebrochen steigender Tendenz, wir können uns also leicht ausrechnen wann JEDE FRAU ihren Brustkrebs haben wird.

Wieso?

Dafür gibt es keine Daten, hier haben wir kein Geld.

 

Studien zum Thema

DHEA

  • DHEA-S aktiviert Brustkrebs, löst Fortschreiten und Metastasierung aus, auch unabhängig von Östron und Östradiol. Hemmmung des DHEA oder Nebennieren-OP mit Blockierung der DHEA-Produktion führen zum Stillstand des Brustkrebs.  Studie 2001 

 

 

 

Nachtrag: Progesteron bei Brustkrebs

 

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14 Kommentare

  1. Sehr geehrter Herr Dr. Retzek,

    haben Sie schon neue Ergebnisse bezüglich Brustkrebs-hemmendem, bioidentem Progesteon nach Brustkrebs als Rezidivprophylaxe?
    oder plädieren Sie bei hormonsensitivem Brustkrebs auf jeden Fall für Antihormone?

    Vielebn Dank und liebe Grüße,
    M. Mesgarzadeh

    • Liebe Fr. M, dzt. stehe ich immer noch auf den Standpunkt dass die Antihormon-Therapie sinnvoll ist. Ich habe mit Römmerl gesprochen, der mir recht gab jedoch kein Experte für Tumor-Adjuvantien ist. Ich habe inzwischen Prof. Alfred Mück / Tübingen angeschrieben, welcher der letztendliche Experte für Steroid-Hormone in Europa ist und uns bei den Kongressen immer mit umfangreichstem Wissen zu den unglaublich vielen Zwischen-Hormonen beeindruckt, die im Körper durch verstoffwechslung der Steroid-Hormone entstehen und selber wieder eigenständige Wirkungen haben. Sobald ich hier bescheid weiss, werden Sie es sofort hier über die Website erfahren. Liebe Grüsse, Retzek

  2. Guten Abend,
    gibt es mittlerweile neue Erkenntnisse zu dem Thema „Sekundäranwendung von Progesteron nach Brustkrebs“?
    Im Jahr 2010 wurde bei mir ein Mammakarzinom diagnostiziert. Der Rezeptorstatus lautet: Östrogen pos, IRS = 6; Progesteron neg IRS = 0. Ich nehme seitdem einen Aromatasehemmer.
    Kürzlich wurde eine Östogendominanz per Bluttest festgestellt. Demnach wäre Progesteron angeraten. Meine Gynäkologin rät mir allerdings dringend von einer Progesteronbehandlung ab, da u.U. die Tumorzellen ihren Rezeptorstaus ändern könnten und sie somit mit Progesteron „gefüttert“ werden könnten!

    Wie stehen Sie zu der Frage, ob eine Sekundäranwendung von Progesteron nach Brustkrebs sinnvoll ist oder nicht?

    Vielen herzlichen Dank für Ihre Antwort.

    Monika

    • keine Internet-Beratungen!

      Ja: PR- also gibts keinerlei Problem mit Progesteron, Progesteron stimuliert ER-BETA welcher den bösen ER-Alpha und damit den Brustkrebs hemmt. Durch Aromatase wird E2-Bildung gehemmt, E2 geht direkt auf ER-alpha.

      Prof. Douwes gibt in diesem Stadium Estriol und Progesteron zur REZIDIV-PROPHYLAXE, weil beide den ER-Beta hemmen, mit gutem Erfolg. Um die vorgehensweise zu kontrollieren vorher cirkuliernde Tumorzellen und nach 3 Mo noch mal.

      das ist keinerlei Beratungshinweis sondern nur und ausschliesslich für Kollegen bestimmte Hinweise aus meinen umfassenden Fortbildungen.

        • Jetzt habe ich doch noch eine Frage:

          Sie schreiben: „…….weil beide den ER-Beta hemmen……“, In Analogie zur ersten Aussage: wird durch Progesteron nun ER-Beta oder ER-Alpha gehemmt?

          Danke und Gruß,
          Monika

  3. Haben Sie sich schon einmal mit Dr. Thoams Beck aus Muenchen und mit Dr. Rimkus in Verbindung gesetzt?
    Die HRT nach Rimkus ist ja ein leider viel zu unbekannter Meilenstein in dem Feld.

    Beide Aerzte haben zu dem Thema viel beizutragen, was von schulmedizinischer mit aller Kraft ignoriert wird – auch mit dem versuch beide (meiner Ansicht nach ervorragenden) Aerzte zu diskreditieren.

  4. Hallo Herr Dr. Retzek,

    eine Frage, ich hatte 2014 triple negativen Brustkrebs mit anschließender bds. Mastektomie inkl. der Brustmuskeln! Ohne Befall der Lymphe, mit einer Totalremission nach wenigen Wochen.
    Ebenso auf Grund vorhandenem BRCA2 Gen wurde prophylaktisch Uterus, Eierstöcke und Eileiter entfernt. Zu dem Zeitpunkt war ich 54 J. alt. heute 58J.
    Zum Zeitpunkt der Diagnose begann mein Zyklus leicht unregelmäßig zu werden.

    Nun, 3 Jahre nach Genesung, habe ich mich auf Grund massiver Schlafstörungen, extrem trockener Schleimhäute, mäßiger Hitzewallungen, bzw. Schweißausbrüchen über bioidentische Hormone informiert und auch einen Arzt gefunden, der mir Gynokadin, 0,6 mg Gel, Estradiol verschrieben hat. Die Anwendung hat meine Schlafqualität enorm verbessert, Oekolp als Creme zusätzlich lokal die Schleimhaut sehr verbessert – meine Hitzewallungen mit Schweißausbrüchen sind in geringer Form noch vorhanden. Ebenso muss ich Nachts nach wenigen Stunden Schlaf auf die Toilette, was auf einen Progesteronmangel hinzuweisen scheint.

    Ist es in meinem Fall vertretbar diese bioidentischen Hormone zu nehmen, natürliches Progesteron dermal zu verwenden ohne meine Rezidivgefahr zu erhöhen? Wenn ja, in welcher Dosierung und über welchen Zeitraum?
    Herzlichen Dank im Voraus!

    • Estradiol ohne Schutz durch Estriol und Progesteron? Da hätte ich selbst beim Tripple-neg. Tumor (der ja nicht auf Hormone anspricht) leicht unangenehmes Gefühl weil es extra-tumorale Effekte gibt die Krebsbildung promovieren: zB https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26411365

      aber ich bin „praktischer Arzt“, kein Onkologe oder Endokrinologe. Für mich ist in solchen Fällen der Ansprechpartner Prof. Dr Gerhard Schaller in München, dort schick ich auch meine Patienten hin wenn sie Krebs haben und ich ihnen Hormone empfehlen will. Über Prof. Schaller hab ich mehrfach geschrieben auf meiner Seite.

      Progesteron hemmt i.d.R. Tumorbildung. In der Forschung verwechseln sie oft Progestin mit Progesteron (ist sogar Prof. Penninger beim IGMEDT 2017 passiert).

  5. Hallo, wie ist denn derzeit dee Stand der Dinge zur Sekundärbwhandlung von hormongesteuertem Brustkrebs. Ich hatte 2010 einen hormongesteuerten BK Stadium 1 und im Juni 2016 wurde bei mir eine massive Östeogendominanz festgestellt. Seither nehme ich Progesteron 100 oral und 50 transdermal. Ich hab immer Angst das ich was falsch mache, da es keine ausreicgenden Studien gibt. Was denken sie?
    Gruß Heike

    • nach unserem derzeitigen Wissensstand eine gute Behandlung, jedoch müssen sie die Östrogen-Produktion aus dem Progesteron unbedingt blockieren, dazu genügen meist 2 -3 Letrozol pro Woche. Unbedingt regelmässig die Hormone messen, v.a. das Östrogen, ev. auch den ESTRONEX.
      Manche Wissenschaftler verwechseln bioidentes Progesteron mit Progestin, einer Substanz die gerne in Experimenten und Pillen verwendet wird (so zB Hengstschläger). Progestin ist deutlich Krebs-Fördernd !!!

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