21/08/08,10:59, Elsevier

Probiotika lindern Symptome beim Reizdarmsyndrom

Chronische Bauchschmerzen, Stuhlunregelmäßigkeiten und Blähungen sind Symptome des Reizdarmsyndroms. In Deutschland gibt es rund 5 Mio. Erkrankte. Vor allem Frauen zwischen 20 und 40 Jahren sind betroffen. Zugrunde liegt eine Störung der Darmfunktion, eine Erkrankung des Darms wird nicht gefunden. Wenn auch das Reizdarmsyndrom ungefährlich ist, bringt es häufig einen erheblichen Leidensdruck mit sich. Die Ursachen sind nicht ausreichend geklärt. Offenbar spielt eine Störung der Verbindungen Hirn-Darm und ein verändertes Empfindungsvermögen eine Rolle. Neben einer Diät kommen medikamentöse Interventionen, Psychotherapie, Körperentspannungsverfahren und andere Verfahren zum Einsatz. Dass auch Probiotika ihren Beitrag zur Symptomlinderung beim Reizdarmsyndrom leisten können, ergab eine Metaanalyse iranischer Wissenschaftler, veröffentlicht in den Toxicology Letters.

Acht randomisierte, plazebokontrollierte Studien, die in die Analyse aufgenommen wurden, ergaben eine signifikante Verbesserung von Symptomen bei Patienten mit Reizdarmsyndrom.

Eine Supplementation mit Probiotika kann neben Standardtherapien die Symptome des Reizdarms verbessern. Unter den verschiedenen für die Wirksamkeit von Probiotika vermuteten Faktoren scheint die Kontrolle von Mikroorganismen im Verdauungstrakt, eine Immundysregulation und die antiinflammatorische Wirksamkeit von Probiotika bedeutsam zu sein.

(Quelle: S Nikfar et al.: A meta-analysis on the efficacy of probiotics in irritable bowel syndrome. Toxicology Letters2008; 180: 155. Doi:10.1016/j.toxlet.2008.06.343)

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