√ľber Infektions-Kontrolle wie auch Gerinnungs-Kontrolle beim PORT-A-CATH im niedergelassenen Bereich durch Citrat / Jod.

Porth-A-Cath

Krebspatienten ben√∂tigen zur wiederholten Chemo- und Infusions-Gabe einen „PORT“, einen implantierten Anschluss, mit dem dann leicht Infusionen verabreicht werden k√∂nnen.

aus Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=xVebbriPQAs

Problem im Klinik-Alltag wie auch in der niedergelassenen Praxis ist die Sterilität des Systems zu erhalten. 

Blutabnahme aus Port provoziert Port-Infektionen

Desswegen darf kein Blut aus dem Port abgezapft werden, was leider im Klinik-Alltag durch den Stress/Druck selten beachtet wird. Wie aus obiger Grafik leicht ersichtlich ist, bleiben im System ausreichend Schlupf-Winkel f√ľr Blutgerinsel, welche perfekter N√§hrboden f√ľr Bakterien ist.¬†

Bakterien bilden dann einen Biofilm aus dem sie selbst durch forcierte Antibiotika-Gabe in den Port hinein nicht mehr wegzubekommen sind, orale Antibiotika sind völlig sinnlos.

De fakto erleiden ganz viele Patienten „PORT-Infektionen“ die sich durch wiederkehrendes Fieber, v.a. in Zusammenhang mit/w√§hrend/nach Infektionen verst√§rkt.¬†

aus Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=xVebbriPQAs

Nach Portinfektion wird oft erst spät reagiert

Krankenhaus-Chirurgen sind nat√ľrlich restriktiv im Port-Wechsel, weil dies einen ziemlich unn√ľtzen aufwand darstellt.

Ich – und viele andere niedergelassene Kollegen – habe mittlerweile viele Patienten erlebt, die wegen ihrer dauerfebrilen Zust√§nde zuerst 6 Monate dauernde „Dauer-Antibiotika-Gabe“ erleben durften bevor man endlich den Port entfernt hat.

aktuell frustrierender Fall aus Linzer AKH

Patient nach KrebsOP und OP-Komplikation muss k√ľnstlich ern√§hrt werden. Die unausweichliche Port-Infektion¬†ist nun endlich eingetreten, bei jeder Infusion √ľber den Port¬†bekommt er nun Fiebersch√ľbe.

Desswegen bekommt er jetzt √ľber „periphere Venen“ (an der Hand) Antibiotika-Infusionen, was seinen Zustand nat√ľrlich ¬†weiter verschlechtern wird und den Port nicht reinigt, von diesem aus werden best√§ndig Fieberkeime (Staph) in das Blut embolisieren.

Die Angehörige hat auf mein Anraten der betreuenden Oberärztin diese Seite hier gezeigt mit meiner Bitte, den Port mit TAUROLOC oder BETAISODONA+CITRAT zu sterilisieren oder den Port zu eliminieren.

Die Antwort: „wir haben das mit dem Heparin schon immer so gemacht hier, und ausserdem, ihr Mann ist sowieso nur noch zum Sterben hier„.

Die Abwesenheit¬†jedes gesunden Menschenverstandes¬†ist nat√ľrlich das Vorrecht jeder¬†Frau (welches aber nicht zwangsl√§ufig in Anspruch genommen werden muss), diese abwehrende Antwort ist aber einer √Ąrztin unw√ľrdig, ich fremd-sch√§me mich f√ľr diese Kollegin!

Dass so etwas zB bei Krebspatienten nat√ľrlich zu einem quasi-Zusammenbruch des Immunsystems f√ľhrt und das Langzeit√ľberleben ernsthaft kompromitiert wird, ist auch klar.¬†

Blutgerinnungshemmung notwendig

Das Schlauchende des Ports steckt in einer grossen Vene des Körpers. Nach Abziehen der Infusionsleitung kann etwas Blut in den Portschlauch gelangen und dort gerinnen.

Damit der Port nicht „zugeht“ wird er nach Ende der Infusionen „mit Heparin geblockt“.¬†

Leider ist HEPARIN nicht bakterizid, falls – was selbst bei sauberster Arbeit nicht v√∂llig verhinderbar ist – im Port einige Bakterien kommen w√§ren, k√∂nnten sie sich „am Heparin Ern√§hren“ und wachsen.

Heparin und Iod

ich habe bereits einen Artikel √ľber den Gebrauch von BETAISODONA zum Port-sterilisieren geschrieben.

Das Iod wird jedoch sicher das Heparin zerstören, als Langzeit-Blutgerinnungshemmung ist die Kombination Iod mit Heparin desswegen weniger optimal.

Die Verwendung von HEPARIN als Blutgerinnungshemmer ist wohl eher historisch oder „aus gewohnheit“ zu sehen, ist sie doch wesentlich teurer und unpraktischer als die Verwendung von EDTA oder Citrat.

CITRAT – Gerinnungshemmer UND Bakterizides Mittel

Zitronens√§ure wirkt als CHELATOR, bindet Metall-Ionen wie Calc, Magnesium, Eisen …. welche f√ľr Bakterien genauso wie f√ľr eine funktionierende Blutgerinnung notwendig sind.¬†

In Blutgerinnungs-R√∂hrchen wird desswegen CITRAT oder EDTA verwendet, beides Substanzen die in akzeptabler Menge (bis zu 3g) ebenfalls infundiert werden d√ľrfen.

Neuerdings hat sich CITRAT als BAKTERIZIDE Substanz erwiesen, kann √ľber 80% der Portinfektionen in h√∂herer Dosierung (ab 40% Zitrat-Konzentration) verhindern, nicht jedoch in der √ľblichen Blutgerinnungs-Dosierung von 3,13 % (1:10 im R√∂hrchen).

Hierzu ein interessanter Artikel im Spektrum-der-Dialyse.

Citrat ist iodstabil und kann daher mit BETAISODONA kombiniert werden, welches auch bei niedriger Dosierung Sterilität gewährleistet.

foto von https://praxis-discount.de/a/blutentnahme-blutsenkung/00.3604

Citrat-Iod Kombination zum Port-Blocken

Wir verwenden die handels√ľbliche CITRAT-L√∂sung die zB f√ľr die HOT oder Eigenblut-Therapie Verwendung findet.

In diese Lösung kommen 1:10 Betaisodona

Die L√∂sung muss nicht gek√ľhlt werden, da das IOD f√ľr absolute Sterilit√§t sorgt.

Blocken des Port-a-caths erfolgt mit 2ml dieser L√∂sung, absolute Sterilit√§t und ausreichende Blutgerinnungs-Hemmung ist gew√§hrleistet – jedenfalls wesentlich besser als durch die bisher √ľbliche Heparin-Blockade.

Alternative TAUROLOCK

√ľber Taurolock als neues Sterilisations-Mittel – und sogar Therapie-Mittel bei Port-Infektionen habe ich bereits in meinem anderen PortACath-Artikel berichtet.

von Website der Firma: http://www.taurolock.com/

Biofilm im Katheder auflösen

Bei Portinfektionen w√ľrde ich neben hochkonzentriertem Iod auch Natriumhypochlorit-L√∂sung (MMS) immer zusammen mit Chelator (EDTA / Citrat) probieren, da der Bakterielle Schleim durch CALCIUM-Atome zusammengehalten wird. Durch¬†Chelieren des Calciums kann man den Biofilm attackieren und auch aufl√∂sen, EDTA hat eine offizielle Zulassung als Infusions-Chelator.

EDTA als Biofilm-Eradikator

 

CAVE: R√ľckmeldung eines Kollegen:¬†

Liebe Kollegen, lieber Heli, 

 
ich hab auf die (von Dir, Heli, vorgeschlagene) Portsp√ľlung mit Betaisodona und Natriumcitrat einen schweren, anaphylaktischen Zwischenfall erlebt mit Blutdruckabfall, Hyper√§mie, Bewusstseinseintr√ľbung, starken Bauchschmerzen, Durchfall etc.. Deswegen ist bei mir die Mischung im Abfall gelandet. Ich werde zuk√ľnftig mit Taurolock sp√ľlen. Vielleicht ist auch eine 15% Vitamin-L√∂sung + Heparin eine Option.
 

Antwort

merkw√ľrdig, ich hab mit 1,5-2ml L√∂sung noch nie auch nur die geringste Reaktion erlebt. Nat√ľrlich in h√∂herer Dosierung w√ľrde Zitrat eine Hypocalc√§mie usw. ausl√∂sen k√∂nnen, aber mit dieser geringen Menge? Taurolock hat jedenfalls die offizielle Zulassung, ich w√ľrde ¬†dies auch empfehlen.

Ob es sich nicht doch um eine latente Port-Infektion gehandelt hat und du mit dem Citrat den Biofilm rausgelöst und damit eine entsprechende bakteriotoxische Reaktion bekommen hast?

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Arzt f√ľr Allgemeinmedizin,¬†multiple pr√§ventivmedizinische, schulmedizinische und komplement√§re¬†Zusatzausbildungen.¬†

Wissenschaftliche Arbeit und Forschungs-Beiträge. Zahlreiche Artikel und Vorträge. 

Umfangreiche Recherchen¬†in der aktuellen medizinischen Forschung zum Zweck der Selbst-Weiterbildung und als Ged√§chtnis-St√ľtze. ¬†

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