MYC Oncoprotein

-

c-MYC ist ein Onkogen – ein „krebs-Gen“ – ein Krebsprotein welches in den meisten Tumoren über-aktiviert ist. c-Myc ist für die Expression von ca. 15% aller menschlichen Gene mit-verantwortlich.

c-MYC wird beim normalen Zell-Teilungsvorgang aktiviert durch eine vielzahl von verschiedenen Signalen.

Wenn c-MYC „über-exprimiert“ wird, hält es die Zellteilung ständig am laufen –> eine Krebszelle entsteht.

 

Hier die beschreibung der Ergebnisse einer wichtigen neuen Studie vom Jänner 2012

 

c-MYC induziert eine Vermehrung eines Proteins NAMPT: Nicotinamid-Phosphoribosyltransferase

NAMPT erzeugt aus NAD (Nicotinamid) das für den Energiestoffwechsel notwendige Nicotinamidribose-Phosphat (NAD+).  Dieses Enzym bzw. dessen Produkt NAD+ ist für den Sirtuin-Stoffwechsel notwendig und limitierend.

c-MYC induziert auch die Expression von SIRT1 – Unsterblichkeitsgen

Sirt1 aktiviert die Histone, sodass Gene besser exprimiert werden können. Sirt1 ist daher für die Langlebigkeit von Zellen, ja auch von Organismen von grosser Bedeutung.

NAMPT erlaubt SIRT1 Aktivität

Sirt1 benötigt zur Wirkung das NAD+, welches ebenfalls durch c-MYC vermehrt gebildet wird (über das Enzym NAMPT).

SIRT1 vermehrt die Aktivität von c-MYC und stabilsiert auch c-MYC

c-MYC erzeugt also SIRT1, erlaubt dessen Tätigkeit durch das Produzieren von NAD+ und wird zusätzlich durch Sirt1 stabilisiert und aktiviert. 

Sirt1 wiederum verhindert die Zell-Alterung und hält die Zelle „jung“.

Das heist, dass es eine positive Rückkopplung gibt: c-MYC wirkt als ONKOGEN einerseits aktivierend auf viele typische KREBS-Faktoren, andererseits hält es über Sirt1 die Zelle jung und knackig.

 

 

 

 

 

 

(Visited 82 times, 1 visits today)
blank
Dr.med. Helmut B Retzekhttp://www.retzek.at
Arzt für Allgemeinmedizin, multiple präventivmedizinische, schulmedizinische und komplementäre Zusatzausbildungen. Wissenschaftliche Arbeit und Forschungs-BeiträgeZahlreiche Artikel und Vorträge.  Diese Website dokumentiert umfangreiche eigene Recherchen in der aktuellen medizinischen Forschung zum Zweck der Selbst-Weiterbildung und als Gedächtnis-Stütze. Mässige Legasthenie, daher Rechtschreib- und Beistrichfehler, bitte nicht kommentieren, wer es nicht aushält bitte einfach nicht lesen
Ärztekammer Disclaimer
Ärztekammmer Disclaimer die Oberösterreichische Ärztekammer moniert weite Teile diese Website als „aufdringlich, marktschreierisch und beim Laien den Eindruck medizinischer Exklusivität erweckend“. Dies ist keinesfalls beabsichtigt, die Website ist ein absichtsloses Weiterbildungsmedium von Dr. Retzek, der seine wissenschaftlichen Pubmed-Recherchen hier mit ärztlichen Kollegen unentgeltlich teilt, wofür Dr. Retzek von vielen Kollegen aus dem In- und Ausland regelmässig Anerkennung ausgesprochen bekommt. Dass Wissenschaftsrecherchen und Studien „das Standesansehen der Ärzte“ verletzen könnte, war Dr. Retzek nicht bewusst, er bedauert dies zutiefst und entschuldigt sich bei den betroffenen Kollegen.
Kommentare ansehen oder einen Kommentar schreiben

Kommentar gerne erwüscht wenn sie hilfreich für Leser sind

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.