Über einen Substack-Beitrag bin ich auf angebliche Wirksamkeit von Methylenblau gegenüber Prionen gestossen (Creutzfeld Jacob, Alzheimer, Parkinson, LongCovid, …..) und habe diese Mitteilung nachrecherchiert.
Hier die Quell-Artikel
- Molekulare Hintergründe der neuroprotektiven Wirkung von Methylenblau
- Methylenblau hemmt Prionen-Polymerisierung vollständig

Und – meine Recherchen zeigen zu meinem Erstaunen:
ja, es gibt tatsächlich wissenschaftliche Studien auf PubMed, die die Wirkung von Methylenblau (Methylene Blue = MB) auf Prionen untersuchen.
Allerdings: die Behauptung, dass es “alle Arten von Prionen zu 100% verhindern kann”, ist übertrieben, die Autorin hat aber keinen Live-Science Hintergrund und kennt dadurch die hohe Variabilität biologischer Systeme nicht aus praktischer Erfahrung.
Was es gibt: starke in-vitro-Evidenz, dass Methylenblau (MB) die Replikation echter Prionen (PrPSc) in einem PMCA-Modell u.a. von Mensch (vCJD), Rind (BSE), Cerviden (CWD) und Maus vollstaendig hemmen kann.
In vivo und klinisch ist das bisher nicht gezeigt. Es gibt zudem fruehe Negativdaten in Zellkultur. Parallel existieren viele Studien, in denen MB bzw. LMTM/LMTX prionartige Proteinopathien (Tau, Alpha-Synuclein, Aβ, TDP-43) beeinflusst. (MDPI, PubMed)
jedenfalls zeigen mehrere Studien vielversprechende Ergebnisse, dass Methylenblau die Oligomerisierung, Fibrillisation und Replikation von Prion-Proteinen (PrP) hemmen kann. Ich fasse die relevantesten Studien zusammen, basierend auf PubMed-Suchen:
- Eine Studie aus dem Jahr 2024 testete verschiedene Verbindungen auf ihre anti-prionische Aktivität mit der Protein Misfolding Cyclic Amplification (PMCA)-Methode. Hier konnte Methylenblau die Prion-Replikation in allen getesteten Spezies (Maus, Rind, Hirsch und Mensch, einschließlich Varianten wie vCJD) vollständig inhibieren. Die IC50-Wert (Konzentration für 50%ige Hemmung) betrug 7,7 μM für menschliche vCJD-Prionen. Dies deutet auf eine breite Wirksamkeit hin, aber es handelt sich um ein in-vitro-Screening. Creutzfeld-Jakob Studie 2024
- In einer älteren Studie von 2012 wurde die Bindung von Methylenblau an Prion-Proteine (aus Mensch, Schaf und Maus) untersucht. Es hemmte die Oligomerisierung um etwa 30% (pH-abhängig) und unterdrückte die Bildung von Amyloid-Fibrillen vollständig bei einem molaren Verhältnis von 1:2 (PrP:MB). Die Bindung erfolgt an einer Oberflächenspalte des Proteins, was den Aggregationsweg stört. Auch hier in vitro.
- Eine weitere Studie aus 2020 beschäftigte sich mit Tau-Proteinen, die prion-ähnliche Eigenschaften haben (z. B. in Alzheimer-ähnlichen Tauopathien). In einem Mausmodell reduzierte Methylenblau die Menge an löslichen Tau-Oligomeren im Gehirn und verhinderte so kognitive Beeinträchtigungen. Tau-Oligomere wirken prion-ähnlich als “Seeds” für Aggregation. Das ist relevant für “prion-like” Proteine, aber nicht für klassische PrP-Prionen.
Andere Studien erwähnen Methylenblau im Kontext von Prion-Filtern für Blutprodukte oder allgemeinen neurodegenerativen Erkrankungen, aber keine direkte Prävention aller Prion-Arten. Es gibt Hinweise auf potenzielle therapeutische Anwendungen, doch klinische Studien am Menschen fehlen weitgehend, und Nebenwirkungen (z. B. bei hohen Dosen) müssen berücksichtigt werden.
Echte Prionen (PrPSc) – Studien und Uebersichten
- Pritzkow 2024 (Biomolecules): PMCA-Screen u.a. mit vCJD, BSE, CWD, Maus. Nur Methylenblau blockierte die Prionen-Replikation in allen getesteten Spezies; IC50 fuer vCJD ~7,7 µM. In vitro. (MDPI, PMC)
- Cavaliere 2013 (BBA Mol Basis Dis): MB bindet an eine Oberflaechenfurche von PrP und hemmt Oligomerisierung/Fibrillisierung (human/ovinen/murinen PrP; pH-abhaengig). In vitro. (PubMed)
- Korth et al. 2001 (PNAS): Trizyklika gegen Prionen in infizierten Zellen; MB selbst hemmte PrPSc-Bildung nicht und war >500 nM zytotoxisch. Zellkultur, negativ fuer MB. (PubMed, PMC)
- Shim 2022 (Review, Prion therapeutics): Uebersicht; MB als PrPC-Binder und Aggregationsmodulator diskutiert; keine klinische Evidenz fuer Prionenerkrankungen. (PMC)
- Barreca 2018 (Review, Pharmacological Agents targeting PrPC): fasst MB-Bindung an PrPC und anti-aggregative Effekte zusammen; praeklinische Daten. (MDPI)
- Sobek 2024 (Methods, binding sites auf PrP): methodische Charakterisierung mehrerer Bindestellen kleiner Molekuele an PrP; MB als Referenz unter den getesteten Substanzen. Mechanistischer Kontext. (PMC)
Prionartige Proteinopathien – Methylthioninium/Methylenblau und Derivate
- Tau, Cellular models (Harrington 2015, Sci Rep): LMTX/LMTM (reduzierte MB-Form) blockiert prionartige Tau-Aggregation in Zellsystemen; adressiert Limitierungen von Methylthioninium-Chlorid. (PMC)
- Tau, Mechanismen (Congdon 2012, PNAS/PMC): MB moduliert Hsp70/Proteasom, reduziert Tau-Aggregatlast; in vitro/in vivo-nahe Modelle. (PMC)
- Tau, Maus praeventiv (Hochgraefe 2015, Acta Neuropathol Commun): Praeventive MB-Gabe erhaelt Kognition in Tau-Transgenen; therapeutisch spaet kein Benefit. (PMC)
- Tau, prion-like Processing (Wischik 2018, Brain Sci/PMC): Methylthioninium reduziert Tau-Pathologie und kognitive Defizite in einem prae-klinischen Modell; prionartige Prozesse diskutiert. (PMC)
- Tau, klinische LMTM-Daten (Wilcock 2018, J Alzheimers Dis): Post-hoc/Monotherapie-Analysen deuten moeglichen Effekt bei milder AD; randomisierte Bestaetigung ausstehend. (PubMed)
- Tau, Phase-III-Re-Analyse (Schelter 2019, J Alzheimers Dis): Konzentrationsabhaengigkeit hydromethylthionine; keine Unterschiede in den urspruenglichen Phase-III-Primaries, aber pharmakodynamische Signale. (PMC)
- Tau, funktionell (Berrocal 2019, Int J Mol Sci): MB hebt Tau-bedingte PMCA-Hemmung auf (humanes Hirngewebe, Schwein, Zellmodelle). (MDPI)
- Tau, Negativbefund (van Bebber 2010, Neurobiol Dis): MB hemmt Tau/polyQ nicht in einem Zelltest; Beispiel fuer modellabhaengige Diskrepanzen. (ScienceDirect)
- Alpha-Synuclein (Schwab 2018, Sci Rep/PMC): LMTM hemmt alpha-Synuclein-Aggregation; Hinweis auf moegliche Synukleinopathie-Relevanz. (PMC)
- Aβ, photoaktiviert (Lee 2017, Sci Rep): Licht-aktiviertes MB zerlegt Aβ42-Aggregate und senkt Zytotoxizitaet; photodynamische Option. (Nature)
- Aβ, 3xTg-AD Maus (Medina 2011, Neurobiol Aging/PMC): chronische MB-Gabe senkt loesliches Aβ und verbessert fruehe Kognition. (PMC)
- Klinische/Neuroprotektion allgemein (Tucker 2018, Transl Neurodegener): Review zu MB und Mitochondrien; neuroprotektive Plausibilitaet, keine prion-klinische Wirksamkeit. (PubMed)
- TDP-43, Zellmodelle (Yamashita 2009, FEBS Lett): MB reduziert TDP-43-Aggregate um ca. 50 %; Kombi mit Dimebon additiv. (PubMed)
- TDP-43/FUS, C. elegans & Zebrafisch (Vaccaro 2012, Hum Mol Genet/PMC): MB rescues TDP-43/FUS-assoziierte Neurotoxizitaet; in vivo Modellorganismen. (PMC)
- ALS-Modelle, Negativ (Audet 2012, Neuroscience): MB versagte in SOD1(G93A)-Maus und TDP-43(G348C)-Maus; keine funktionellen Benefits. (PubMed)
Einordnung fuer die Praxis
- Staerkste prion-spezifische Evidenz: die PMCA-Arbeit 2024 mit MB (breit uebers Spektrum der Spezies, aber nur in vitro). Klinische Studien zu CJD/BSE/CWD mit MB fehlen. Fruehe Zellkulturdaten sind teils negativ. (MDPI, PubMed)
- Prionartige Proteinopathien: Zahlreiche positive praeklinische Signale (Tau, alpha-Syn, TDP-43), heterogene Resultate und begrenzte/uneinheitliche klinische Daten (LMTM/LMTX). (PMC, PubMed)
- Fazit: Die Aussage, MB verhindere alle Arten von Prionen, ist ueberzogen. Plausibel und belegt ist eine antiaggregative/antiprone Wirkung von MB in bestimmten in-vitro-Systemen und bei prionartigen Aggregaten. Translational bleibt es offen, ob und wie sich das in vivo beim Menschen uebersetzen laesst.
Dies ist nur ein kurzer Diskussions-Beitrag wegen der Wichtigkeit des Themas, ich hab leider keine Zeit hier tiefer reinzusteigen und bitte gerne die Leser hier weitere Hinweise und Links als Kommentar zuzufügen.
Über die Autorin des Beitrages Dr. Sabine Stebel
über Twitter bin ich auf einen Substack Eintrag gekommen von einer ganz üblen Verschwörungs-Theoretikerin “Dr. Sabine Stebel”, welche in den USA offiziell anerkannte Informationen über verschiedene Vorkommnisse gnadenlos und ohne auf die herrschende Agenda sowie die seelische Befindlichkeit der deutschen Leser Rücksicht zu nehmen auf deutsch verbreitet, obwohl in deutschsprachigen Medien alles unterdrückt wird um uns vor der Wahrheit zu schützen!
Augenscheinlich ist sie keine Ärztin, denn sonst wäre sie mit dieser rücksichtslosen Verbreitung von in den USA (angeblich bewiesenen) Theorien schon arbeitslos oder im Ausland exiliert. Die augenscheinlich Physikerin oder Material-Wissenschaftlerin oder Chemikerin Dr. Sabine masst sich frecherweise an, Aussagen zu so ernsten Themen wie Prionen zu machen.
Dabei zitiert sie sogar aus russischen Studien aus Moskau, was klar eine Verletzung jedes wissenschaftlichen Ehrenkodex darstellt und somit mein Misstrauen in die Selbstreinigungs-Kraft des deutschen Staates vertieft, auch scheint der wichtige EU Service Act der solche Mitteilungen in Sozialen Medien a priori verhindern sollte durchlässig zu sein.
in diesem Zusammenhang ein Youtube von heute morgen
EU-Behörde weist jede Agenda zurück
merkwürdige Fake News – wieder durch die Zensur durchgerutscht – die Europäische Medizinische Behörde weist angeblich jeden Benefit der Impfung für unter 60j zurück und warnt vor dem Einsatz. Das sind vermutlich AI-produzierte Bilder.
Google-ZENSUR!
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