In der ganzheitlichen Begleitung von Patienten mit Krebserkrankungen ist die Regulation des Insulin-like Growth Factor-1 (IGF-1) von zentraler Bedeutung.
Erhöhte endogene IGF-1-Spiegel werden mit proliferativen Prozessen assoziiert, einschließlich Krebsrisiko, da IGF-1 Zellwachstum und -teilung fördert.
Dieser Artikel hier ist eine Ergänzung zu meinen Recherchen über exogenes IGF-1
IGF-1 wird im Körper selber produziert
Die endogene Produktion von IGF-1, hauptsächlich in der Leber, wird durch Ernährungsfaktoren moduliert, wobei proteinhaltige Lebensmittel während der Verdauung eine Schlüsselrolle spielen.
Genau das was die Bodybuilder brauchen und wollen: das Muskelwachstums-Hormon IGF müssen wir für Krebspatienten in der Ernährung möglichst vermeiden!
Im Folgenden hab ich verscuht evidenzbasierte Erkenntnisse zusammen zu stellen, eine Reihung von Lebensmitteln nach ihrer Potenz IGF-1 Bildung im Körper zu erhöhen sowie Kombinationsempfehlungen zur Minimierung.
Studien und Recherchen zur endogenen IGF-1-Produktion durch Lebensmittel
Zahlreiche Studien belegen, dass die endogene IGF-1-Produktion primär durch proteinreiche Ernährung induziert wird, insbesondere tierische Proteine und zwar während der Verdauung in der s.g. postprandialen Phase.
Die Leber reagiert auf bestimmte Aminosäuren und überhaupt auf Kalorienzufuhr, was zu einer Erhöhung zirkulierender IGF-1-Spiegel führt. Hier eine Übersicht relevanter Erkenntnisse:
- Protein- und Milchinduzierte IGF-1-Erhöhung: Höhere Proteinzufuhr, besonders aus Milch und Milchprodukten, steigert IGF-1 signifikant. Eine Studie bei Erwachsenen zeigte, dass Milchprotein stärker wirkt als andere Proteine, möglicherweise durch Casein und bioaktive Peptide.
- Ähnlich korreliert der Konsum von Milch mit höheren IGF-1-Werten, unabhängig von Alter und Energieaufnahme (www.mcgill.ca)
- Tierische Proteine (Fleisch, Fisch) fördern dies ebenfalls, während pflanzliche Proteine schwächer wirken – interessante Studie: bei über 65j ist dies nach der verlinkten Studie weniger vorhanden. Und interessanterweise: HÜHNER induzieren weniger wie Fisch – siehe unten !!!
- Makronährstoff-Einflüsse: Kalorienrestriktion und niedrige Protein-Diäten senken IGF-1 um bis zu 20-50%, was natürlich für die Krebsprävention besonders relevant ist nature.com | AegingResRev
- Fasten oder ketogene Diäten reduzieren IGF-1 durch verminderte Aminosäure-Verfügbarkeit AegingResRev
- Ballaststoffe und Vollkorn können paradoxerweise IGF-1 leicht erhöhen, wenn sie Protein ersetzen, aber insgesamt senken pflanzliche Diäten IGF-1 pmc.ncbi | SekundärLiteratur
- Spezifische Lebensmittel-Effekte: Fisch (ölig/nicht-ölig) und Geflügel erhöhen IGF-1 moderat, während Milch den stärksten Effekt hat. springer.com | EurJNutr
- Vegan-Diäten senken IGF-1 im Vergleich zu omnivoren oder vegetarischen Ernährungsformen. NutrFacts – also Vegan > Omnivor > Vegetarisch
- In speziellen Krebs-Situationen (z. B. BRCA-Mutationen) wirken anti-inflammatorische, pflanzliche Diäten IGF-1-senkend. Cancers
- Mechanismus während der Verdauung: Postprandiale IGF-1-Induktion erfolgt über GH-(=Wachstumshormon)-Stimulation und Aminosäure-Aufnahme (z. B. Leucin, Arginin). Milchproteine überleben teilweise die Verdauung und fördern IGF-1 direkt. UK-Regierungs-Aussendung
- Niedrige Nährstoffverfügbarkeit (z. B. durch Fasten) induziert Autophagie und senkt IGF-1. Cancers
Insulin- und IGF-1 reduzierende Ernährung ist einer der Hauptpfeiler einer integrativen Tumorbegleitung!
Ich habe hierzu viele Artikel geschrieben und v.a. auch Kochrezepte erstellt, schauen sie bitte mein Foodblog dazu an.
mein Foodblog – Essen gegen Krebs und Diabetes – Essen für gesundes Aging
Reihung der Lebensmittel nach IGF-1-Induktion während der Verdauung
Basierend auf den oben zitierten und weiteren Studien hab ich hier eine Tabelle erstellt, welche die Lebensmittel hinsichtlich ihres Potenzials zur endogenen IGF-1-Induktion darstellt
hoch = starke Erhöhung durch Protein/Aminosäuren;
niedrig = minimale oder sogar senkende Wirkung
Dies ist natürlich nur ungefähr, da keine einheitliche Rangliste existiert, aber abgeleitet aus Vergleichen von Proteinquellen und postprandialen Effekten.
Fokus auf gängige Lebensmittel; Maßstab: Relative IGF-1-Erhöhung pro Portion (basierend auf Studien zu Milch > tierisch > pflanzlich).
| Rang | Lebensmittelgruppe | Beispiele | IGF-1-Induktionspotenzial | Begründung (evidenzbasiert) |
| 1 (Hoch) | Milch und Milchprodukte | Kuhmilch, Käse, Joghurt | Sehr hoch (bis +20-30% Steigerung) | Starke Assoziation durch Casein und bioaktive Faktoren; Milchprotein übertrifft andere. ClinNutr JNatCanc |
| 2 | Tierische Proteine (rotes Fleisch, Fisch) | Rindfleisch, Lachs, Thunfisch | Hoch (bis +10-20%) | Aminosäuren stimulieren GH/IGF-1; Fisch stärker als Geflügel |
| 3 | Geflügel und Eier | Huhn, Pute, Eier | Mittel (bis +5-10%) | Proteininduziert, sind aber schwächer als Milch/Fisch. |
| 4 | Pflanzliche Proteine
zB auch pflanzliche Protein-Shakes |
Bohnen, Linsen, Nüsse | Niedrig (gering oder neutral) | Weniger bioverfügbar; vegane Diäten senken IGF-1. SekundärLiteratur | SpringerNature |
| 5 (Niedrig) | Ballaststoffreiche Gemüse/Früchte | Brokkoli, Beeren, Algen | Sehr niedrig (senkend) | Fördern Sättigung ohne Proteinspitze; anti-inflammatorisch. |
Diese Reihung gilt für die Verdauungsphase; langfristig verstärkt wiederholter Konsum den Effekt. Individuelle Faktoren (z. B. Darmmikrobiom) modulieren dies. PNAS
wird leider offiziell vollständig ignoriert und sogar konterkariert
unser praktisches Problem ist der Gewichtsverlust bei einer optimalen tumorhemmenden Ernährung.
Die Onkologen lernen über diese Dinge praktisch nichts und orientieren sich derzeit ausschliesslich am Gewicht der Patienten:
sobald diese auch nur 1 kg abnehmen werden kaloriendichte Zusatznahrungen angeboten, die häufig auf Basis von Zucker und Milchproteinen hergestellt werden und IGF-1 in die Höhe pushen.
De fakto ist noch kein Krebspatient an Gewichts-Abnahme gestorben, sondern immer nur am Krebs, aber das ist heute in der Praxis der klinischen Onkologie nicht akzeptiert.
Würde ich 40 Kilo abnehmen, hätte ich mein “Optimalgewicht” und würde dann aussehen wie ein Filmschauspieler aus Filmen von 1965. Wir haben uns an die Adipositas einfach schon so gewöhnt dass uns schlanke Menschen schon als krank erscheinen.
Kombinationen von Lebensmitteln zur Minimierung der IGF-1-Produktion
Ziel ist eine niedrig-proteinige, pflanzbasierte Ernährung mit Kalorienrestriktion, um Aminosäure-Aufnahme zu reduzieren und Autophagie zu fördern. Vermeiden Sie hochinduzierende Lebensmittel (Milch, tierische Proteine);
kombinieren Sie mit ballaststoffreichen, anti-inflammatorischen Komponenten. Empfohlene Kombinationen (täglich 1-2 Mahlzeiten, ergänzt durch orthomolekulare Supplementation wie Polyphenole, die IGF-1 modulieren können: JFunctFood
- Pflanzliche Protein-Kombinationen: Linsen- oder Bohnensuppe mit Gemüse (z. B. Karotten, Zwiebeln) und Vollkornreis – senkt IGF-1 durch niedrige Proteinbioverfügbarkeit und hohe Ballaststoffe. MaggiesCancerCare
- Hummus-Variationen: Hummus (aus Kichererbsen) auf Haferkeksen mit Tomaten und Kräutern – pflanzlich, IGF-1-neutral; ergänzen mit Kurkuma für Immunmodulation.
- Gemüse-Currys: Gemüse-Curry (Brokkoli, Spinat, Paprika) mit Reis und Linsen – minimiert tierische Einflüsse; Grüner Tee als Getränk verstärkt Senkung. Cancers
- Bohnen-Kasserolen: Bohneneintopf mit Zwiebeln, Knoblauch und Wildbeeren – ballaststoffreich, senkt postprandiale IGF-1-Spitzen.
- Fasten-integrierte Ansätze: 16-Stunden-Intervallfasten mit pflanzlicher Mahlzeit (z. B. Salat mit Nüssen) – reduziert IGF-1 um bis zu 20%. JLifeStyleMed | AgingResRev
Stress ist neben Ernährung der wichtigste Tumorfördernde Faktor
In “unserer” integrativ-medizinschen Zusatz-Behandlung kombinieren wir dies mit Neuromodulation für stressbedingte IGF-1-Regulation
Vagus-Stimulation verbessert Langzeit Outcome bei Krebs – sagen die Studien
Google-ZENSUR!
Google zensiert meine Homepage ganz ordentlich, es ist mir tw. selber nicht möglich Artikel von mir bei Google zu finden. Desswegen bitte zum Newsletter anmelden und diesen an Freunde oder per Facebook teilen sowie die Suchfunktion innerhalb meiner Website verwenden. Folgen sie mir auch auf Twitter, dort kündige ich wichtige Artikel auch an.



