Prolog

Viel zuwenig bekannt ist, dass mit dem Lifestyle und dessen Modifikation ein deutlicher Einfluss auf das Outcome von Krebs-Patienten genommen werden kann.

Die Betroffenen „verdrängen“

Verdrängungsmechanismen auf der Seite der Betroffenen arbeiten fleissigst und essen die Seele der Betroffenen auf – desswegen gilt nach OP und ggf. Chemo/Bestrahlung „die Sache“ als abgeschlossen und wird – bis zur nächsten mit grosser – oft riesiger Angst erwarteten Kontrolle im Krankenhaus – „zur Seite geschoben“ und „ignoriert“.

Die Kollegen ignorieren

Gestützt wird dieses Verhalten heute (Nov 2010) immer noch durch die Aussage ignoranter Kliniker „leben Sie weiter wie bisher“, „essen sie was ihnen schmeckt“ …. als ob die Kollegen bezahlt bekämen für diese unkritische „nur Chemo ist das wahre“ Einstellung!

Da diese Aussagen bei verunsicherten Patienten Lebensmonate kostet bin ich – nach 15 jahren geduldigen Schweigens und Akzeptierens –  nicht mehr gewillt durch vorsichtiges und rein sachliches Argumentieren gegen besserwisserische Präpotenz völlig wirkungslos anzureden, sondern will die Dinge durchaus „knallhart“ beim Namen nennen, daher die unsachlichen und emotionalen Ausdrücke: „Ignoranz, Präpotenz, Dummheit, Einsichtslosigkeit, Mitleidslosigkeit …“-

15 Jahre „anargumentieren“ bei gelangweilten und besserwissenden Kollegen, welche die Arbeit von uns engagierten und interessierten Präventiv- und Ganzheits-Medizinern de fakto nur verachten ist einfach genug.

Da ich über Kollegen, Ärzten, Mediziner diesbezüglich keinerlei Resonanz erfahren habe, genauso wie Prof. Richard Béliveau der jahrelang bei den Fachleuten tingelte und schlichtes vollständiges Ignorieren erfuhr (wunderbar nachzulesen im tollen Anti-Krebs-Buch von David Servan-Schreiber)  –

Es ist wichtig Argumente zusammenzustellen

Desswegen sammle ich hier einige Studien-Aussagen die VALIDE sind und sich vorallem in meiner Praxis ausserordentlich bewährt haben. Wenn Patienten statt einigen Monaten durch Life-Style-Modifikation und komplementärem Support einige Jahre überleben, kann man als ignoranter Kliniker dies zwar als „Einzelfall“ abtun, wenn dies aber ein hoher Prozentsatz der Patienten so erlebt hat das für mich und die Patienten eine Bedeutung die über den abfälligen Ausdruck einer „Einzelfallbeobachtung“ (= zufall, ohne Belang und Bedeutung) hinausgeht.

Die Betroffenen müssen einfach wissen, dass es hier valide, wissenschaftlich haltbare Hinweise gibt die über die „Einzelfallbeobachtung“ hinausgehen. Und – das mag ich den Betroffenen sehr gerne bestätigen – dass Beachtung dieses Wissens in der Praxis gute, ja ausserordentliche Wirkungen zeigt.

 

Studien über Life-Style und Krebs

Prof. Dr. Martin Kolben, Gräfelfingen hat mir mit seinem Vortrag sehr bei der Recherche geholfen

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Brustkrebswachstum kann deutlich durch Ernährungs und Life-Style modifikation beeinflusst werden

Fettreduzierte, ballaststoffreiche Diät und sportliche Betätigung reduzieren die Serumkonzentrationen von Insulin, IGF-1 und Östradiol A.J. Barnard et al., Nutr Cancer 2006 – die Effekte sind dramatisch, selbst bei Adipösen Frauen!

Jedes zusätzliche „Gesunde“ Lebensmittel verringert Mortalität

K.B. Michels, Oxford Journals Online 2007

Übergewicht korreliert mit erhöhten Todesraten für alle Karzinomerkrankungen

E.E. Calle, New Engl J Med 2003  Prospektive Kohortenstudie, n = 900 000  (Bild (c) NEJM)

NEJM_Adipositas_und_Krebs

 

Brustkrebs und Rauchen

Mädchen, die innerhalb von 5 Jahren nach der Menarche anfangen, zu rauchen, haben ein um 70% höheres Brustkrebsrisiko, als Nichtraucherinnen.
P.R. Band, Lancet 2002  –  Umfrage, n = 648

Rauchen vor der ersten Geburt erhöht das Risiko für Brustkrebs deutlicher, als Rauchen danach.
M. Ha, Am J Epidemiol 2007  Umfrage, n = 56 042

Prospektiv randomisierte Studie in Canada weist eine Assoziation zwischen Zigarettenkonsum (Intensität, Dauer, Beginn in frühem Alter) und Brustkrebs-Risiko nach
Y. Cui, Breast Cancer Res Treat 2006  (n = 89 835).

 

Brustkrebs und Alkohol

Alkoholkonsum führt über verschiedene Mechanismen zu einer Risikoerhöhung für Mammakarzinom:
– vermehrte Östrogenproduktion
– verminderte Östrogen-Clearance
– Bildung von Acetaldehyd (karzinogen)
R. Suzuki, J Natl Cancer Inst 2005 Prospektive Studie, n = 51 847

 

Leptin hält Krebszellen am Leben

Leptin ist das Hormon das im Fettgewebe produziert wird. Bei ADIPÖSEN ist das Leptin – ähnlich wie das Insulin – sehr hochkonzentriert  im Blut vorhanden, Adipöse leiden an Leptin- und Insulin-Resistenz. Beide Hormone – so hat man erkannt – fördern den Krebs sehr deutlich

  • (im Fettgewebe produziert) aktiviert MAP-Kinase und NF-?B-Stoffwechselwege ?Leptin vermittelt Apoptose-Resistenz  in Darmkrebs-Zellen P. Rouet-Benzineb et al., J Biol Chem 2004 –
  • Eine Review über den Leptin-Krebs-Assoziation findet man 2005 im Journal Cell Biology  Cecilia Garofalo1, Eva Surmacz2, Journal of Cellular Physiology Volume 207, Issue 1, pages 12–22, April 2006

 

Omega3 – Fettsäure („Budwig-Diät“)

Alpha-Linolsäure (ALA) unterdrückt die Überexpression des Her-2 Onkogens in vitro, J.A. Menendez et al., Clin Transl Oncol 2006

 

Prostatakrebs und Milch, Prostatakrebs und Metabolisches Syndrom

  • Prostatkrebs: Erhöhung und aggressiver durch vermehrten Genuss von Milchprodukten – Mitschnitt einer Krebskonferenz 2006, Event: The Cancer Project’s 2006 Cancer & Nutrition Symposium in Bethesda, Md. Speaker: Edward Giovannucci, M.D., Sc.D.
  • Prostatakrebs: Prävention bedeutet das Metabolische Syndrom zu behandeln, American Journal of Clinical Nutrition, Vol. 86, No. 3, 889S-893S, September 2007, R James Barnard
  • Erhöhte Krebskrate in Adipösen Männern – Studie über > 300.000 Schweden

Einfluss der Ernährung auf Darmkrebs – Bernard Levin M.D. – Review von 2006 – CANCER Volume 70, Issue Supplement S4, pages 1723–1726, 15 September 1992,

Linksammlung hinsichtl Diät und Cancer-Survivors

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