KENT: Befragung des Patienten
Kleines Interrogatorium nach Kent, publiziert von Jost K√ľnzli v. Fimmelsberg in KH 6/73

 

1. Wegen welchen Beschwerden und Symptomen suchen Sie mich auf, und was haben Sie bisher daf√ľr schon unternommen?

2. Zu welcher Tages- oder Nachtzeit oder zu welcher Stunde f√ľhlen Sie sich im allgemeinen am schlechtesten?

3. Zu welcher Jahreszeit f√ľhlen Sie sich am schlechtesten?

4. Wie wirken kaltes Wetter? heißes Wetter? trockenes Wetter? feuchtes Wetter auf Sie?

5. Wie ertragen Sie Nebel?

6. Wie ertragen Sie Sonnenbestrahlung?

7. Welchen Einfluss haben Wetterwechsel auf Sie?

8. Es gibt Leute, die immer frieren und es kalt haben, und andere, die immer warm oder zu heiß haben, anderen ist die Temperatur nicht so entscheidend. Zu welchen gehören Sie?

9. Was versp√ľren Sie vor, bei oder nach Sturmwetter?

10. Wie reagieren Sie auf Nordwind? S√ľdwind? oder Wind ganz allgemein?

11. Wie ertragen Sie Zugluft?

12. Wie ertragen Sic Wärme ganz allgemein? Bettwärme, Zimmerwärme?

13. Wie reagieren Sie auf Extremtemperaturen (sehr heiß, sehr kalt)?

14. Wie oft sind Sie Winters erkältet? und in den anderen Jahreszeiten?

15. Wie ertragen Sie einen ganzen Tag ohne frische Luft?

16. Welche Körperstellung ist Ihnen unangenehm, welche angenehm? Sitzen? Stehen? Liegen? und warum?

17. Wie steht es bei Ihnen punkto Reisekrankheit? Seekrankheit?

18. Wie ertragen Sie längeres Stehen? zum Beispiel Warten auf einen Zug? ein Telefon? Kleideranprobe?

19. Wie steht es mit Ihrem Appetit? Und wann jeweils haben Sie Hunger?

20. Wie stellt es mit dem Durst? Welche Mengen trinken so pro Mahl und was vorzugsweise?

21. Welche Speisen und Getränke bekommen Ihnen nicht? Und warum nicht?

22. Wie ertragen Sie Wein? Bier? Kaffee? Tee? Milch? Essig?

23. Wie steht es mit dem Rauchen? Wie viel pro Tag? –

24. Welchen Impfungen unterzogen Sie sich? Und wie waren deren Effekte auf Ihre Gesundheit?

25. Wie ertragen Sie ein heißes Bad? kaltes Bad? Meerbad?

26. Wie f√ľhlen Sie sich am Meer, im Gebirge?

27. Wie ertragen Sie geschlossene Kragen? G√ľrtel? Eng anliegende Kleider?

28. Wie heilen Verletzungen bei Ihnen? Und wie lange bluten sie?

29. Wie ertragen Sie Alleinsein? Und Gesellschaft?

§0. Wie ertragen Sie Trost?

31. Unter welchen Umständen empfinden Sie Eifersucht?

32. Wie steht es mit √Ąngsten bei Ihnen?

  • Wasserscheu?
  • Angst vor Tieren?
  • Angst vor und bei Gewitter?
  • Furcht vor Einbrechern?
  • Furcht zu fallen?
  • Furcht vor Alleinsein?
  • Angst, den Verstand zu verlieren?
  • Furcht vor der Nacht?
  • Furcht vor der Zukunft?
  • Furcht vor Krankheit etc.?

33. Wie f√ľhlen Sie sich in einer Menschenmenge?

34. Unter welchen Umständen werden Sie zornig? Was setzt Sie in Zorn?

35. Wie ertragen Sie das Warten?

36. Wann kommen Todesgedanken, oder Selbstmordgedanken bei Ihnen auf?

37. F√ľr welche Nahrungsmittel und Getr√§nke haben Sie eine ausgesprochene Vorliebe? S√ľ√üigkeiten? S√ľ√ües Geb√§ck? Gezuckerte Speisen? Saure Dinge? Gew√ľrzte Dinge? Schwere und fette Speisen? Butter? Brot? Obst? Fisch? Fleisch? Kaffee? Wein? Bier? Salz? etc.

38. Gegen welche Speisen und Getränke haben Sie eine ausgesprochene Abneigung?

39. Welche Speisen und Getränke machen Sie krank, (das heißt ertragen Sie nicht)?

40. Welches ist Ihre bevorzugte Schlafstellung? Wie legen Sie Arme? Beine? Kopf (viele liegen lieber tief, andere lieber etwas erhöht, und Sie?)?

41. Manche Leute reden, schreien, weinen, lachen im Schlaf, schrecken auf, sind unruhig, haben Angst, knirschen im Schlaf mit den Zähnen, schlafen mit offenen Augen, offenem Mund. Wie ist es bei Ihnen?

42. Wann erwachen Sie? Wann stehen Sie auf?

43. Welche Stunden nachts sind Sie schlaflos? Wann im Verlauf des Tages sind Stunden der Schläfrigkeit? Und welchen Umständen schreiben Sie das jeweils zu?

44. Erzählen Sie mir jene Träume, die bei Ihnen öfter vorkommen.

45. In welchem Alter begann die Periode bei Ihnen? Wie oft kommt sie nun? Wie stark? Wie regelm√§√üig? Ihre Dauer? Die Farbe? Wie sieht sie aus? Wie sieht das Blut aus? Nennen Sie mir die Tages- oder Nachtstunde, zu der sie am st√§rksten flie√üt. Wie f√ľhlen Sie sich vor, w√§hrend und nach der Periode k√∂rperlich und gem√ľtsm√§√üig? Und wie ist die Gem√ľtsstimmung vor, w√§hrend und nach der Periode?

46. Was ist Ihnen punkto Nerven- und Geisteskrankheiten, schwere Krankheiten wie Tuberkulose, Rheumatismus, Krebs etc, in Ihrer Familie bekannt?

47. Machen Sie mir etwas detailliertere Angaben √ľber das, was Sie zu Ihren Mahlzeiten essen und trinken.

48. Um wie viel Uhr gehen Sie zu Bett? Machen Sie mir auch etwas detailliertere Angaben √ľber Ihr Tagesprogramm, Aktivit√§t, Ausruhpausen, Vergn√ľgen und Erholung.

49. Ihr Gewicht?

50. Nennen Sie mir nun auch noch diejenigen Störungen, die bei diesen Fragen nicht zur Sprache kamen.

 

kopiert aus „Kleines Interrogatorium nach Kent“, von Dr. Jost K√ľnzli v. Fimmelsberg KH 1973/6 (291-292)

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