es kam zu eine Anfrage hinsichtlich der Grenzen einer Jod-Einnahme, falls in bestimmten Ortho-Produkten Jod als Spurenelement vorhanden ist.

 

super buch – absolut lesenswert!

 

Lyen Farrow – Jod-Autorin

die Autorin Lyen Farrow war seit der Pupertät immer krank, hatte dann Brustkrebs und auf die Therapie (Chemo) nicht besonders angesprochen. Sie konnte sich selber durch Recherchen und einnahmen von Vitaminen und Spurenelementen heilen. Das wichtigste war für sie JOD und sie hat schliesslich ein Jodforum eröffnet. Nach dem sie jahrelang hier Anfragen betreut und beantwortet hat, hat sie aus den Forum-geschichten ein Buch gemacht.

Update 2017

Achtung: diese Website hier sind Recherchen aus 2013 und enthält viele interessante Informationen. Ich habe aber 2017 nach Kontakt mit Dr. Flecha und dem Studium einiger Artikel von Dr. Abraham und den Büchern von Dr. Brownstein sowie Lynne Farrow zwei neue Artikel zum Jod geschrieben welche die Grenzwerte der Substitution drastisch nach oben verschieben:

Jod in der Schwangerschaft

Jod zur Behandlung der SD-Ãœberfunktion

dort sind neuere Daten und Informationen sowie neue Literatur zum Jod. Für mich gelten die in den neuen Artikel beschriebenen Grenzen.

 

weiter im Recherche-Artikel aus 2013

Hier die Antwort mit einigen guten Links.

 

Jodbedarf – 200µg / d

Nachfolgender Test aus einem Pharmazeutischen Lehrbuch

Der Jodbedarf eines Erwachsenen beträgt etwa 200 µg täglich und kann in der Regel durch Verwendung von jodiertem Speisesalz sowie einer ausgewogenen Ernährung noch gedeckt werden.

Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Jodversorgung in Deutschland gerade noch gesichert ist, aber immer noch am unteren Ende der von der WHO festgelegten Spanne von täglich 100 µg bis 200 µg Jod liegt.

Bei Schwangeren und Stillenden kann der erhöhte Jodbedarf durch Ernährung nur unzureichend gedeckt werden und es sollte eine Jodprophylaxe empfohlen werden. Jod wird nicht nur in der Prophylaxe sondern auch in der Therapie von Strumen eingesetzt, nicht selten in Kombination mit dem therapeutischen Schilddrüsenhormon Levothyroxin. In der Apotheke sollte vor allem bei Älteren vor Beginn einer Jodsubstitution eine ausführliche Beratung erfolgen um Nutzen und Risiken einzuschätzen, denn mit dem Alter steigt das Risiko einer jodinduzierten Hyperthyreose. Um mögliche Komplikationen auszuschließen, sollte bei Unsicherheit ein Arzt konsultiert werden.

Tabelle mit Empfehlungen der DGE

Altersgruppe Jodbedarf [µg]
Säuglinge 50 – 80
Kinder 100 – 140
Jugendliche u EW  180 – 200
Schwangere 230
Stillende Frauen 260

Bei Iodmangel-Struma wird laut obigem ausgezeichneten Lehrbuch-Text die Substitution mit 

Erwachsene: 300 – 500 µg/d Jod  oder  50 – 200 µg/d L-Thyroxin*

für 6-12 Monate oder länger empfohlen.

Ergänzend kann man sich hier die Empfehlungen der NIH / USA ansehen, die in etwa deckungsgleich mit den Deutschen Empfehlungen sind.

 

Jod-Aufnahme durch iodiertes Speisesalz

Jodaufnahme durch Salzkonsum
diese Grafik ist ausgeborgt von folgender Internet-Adresse http://weblog.schilddruesenguide.de/2012/03/salzkonsum-und-jodaufnahme/

 

Risiken der Jodsubstitution

Beim Einsatz von Jod als Monopräparat oder in Kombination mit Levothyroxin kann eine Reihe von Arzneimitteln eine Interaktion auslösen.

Die wichtigsten Interaktionen sind in Tab. 8 zusammengefasst.

Beim gesunden Erwachsenen ist die Aufnahme von über 1000 µg Jod täglich ohne unerwünschte Wirkungen noch tolerierbar.

Ein Jodüberschuss wird im gesunden Organismus über die Niere ausgeschieden und stellt damit in diesen Mengen keine Gefahr dar.

Um empfindliche Verbraucher, die noch unter Jodmangel leiden, zu schützen, hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung jedoch einen Grenzwert von 500 µg pro Tag empfohlen.

Zu den empfindlichen Verbrauchern gehören Schwangere, Neugeborene, Kleinkinder und ältere Menschen, die in Jodmangelgebieten aufgewachsen sind.

 

Zusammenfassung

Jod-Einnahme bis 500µg gelten als absolut unbedenklich. Allerdings kann zuviel an Jod ein Schilddrüsen-Enzym hemmen – die Schilddrüse schützt sich praktisch gegen Ãœberproduktion und dadurch eine Hashimoto-Thyreoiditis verschlechtern.

Die Hashimoto hat jedoch als Ursache: Vitamin-C, B6 und Selen-Mangel. Der Selenmangel stammt meistens aus den liegenden Amalgamplomben. Somit ist Amalgam eine der wichtigsten Quellen eines Selenmangels und damit der Hashimoto-Thyreoditis, weiters haben fast alle Menschen einen latenten Skorbut durch die aktuell deutlich verminderten Vitamin C Spiegel in der Ernährung. 

Besteht ein erhöhter Bedarf an Vitamin C, zB bei Stress, dann kann die Schilddrüse nicht ausreichend Arbeiten, es fallen viele freie Radikale an und die Schilddrüse verbrennt sich selber. Dieses Phänomen wird dann als Hashimoto-Thyreoiditis bezeichnet.

Längerfristig kann die Hashimoto-Entzundene Schilddrüse nicht mehr genug Schilddrüsenhormon-Produzieren und es folgt die Schilddrüsen-Unterfunktion

Klassische Symptome für Schilddrüsen-Unterfunktion:  fett x erfroren

Dicke Menschen, in einen grossen Fettpanzer eingewickelt und trotzdem Kälteempfindlich – ganz sicher Schilddrüsen-Unterfunktion, ev. durch ein Winterschlafsyndrom (reverses T3-Syndrom).

 

 

Weitere Informationen

  • In NaturalNews findet sich eine umfangreiche Seite mit Iodhinweisen aus zahlreichen populären Texten.
  • Chris Kresser, den ich aufgrund seiner tiefgehenden und umfassenden Recherchen sehr schätze, gibt uns einen sehr interessanten Beitrag über Iod-Restriktion bei Hashimoto bzw. der notwendigkeit Iod-Eintrag zu messen.
  • Fantastisch recherchierter Artikel über JOD auf der Webseite JOD – Artikel von silber47.eu

 

  • Prof. Friedrich Douwes, Chef und Besitzer der St. Georg Klinik Bad Aibling nimmt täglich 2 Tropfen LUGOL in grünen Tee ein, ausserdem verwendet er bei Brustkrebs 8 Tropfen Lugol auf einen feuchten Fetzen über dem Tumor als Okklussionsverband sowie bei CMF

 

 

 

Selen – zweischneidiges Schwert

Selen ist ein wichtiges Schilddrüsen-Vitamin. Bei meiner Orthomolekular-Ausbildung habe ich gelernt, dass man mit Selen-Infusionen eine Hashimoto – Thyreoiditis heilen kann.

Aber – meine weiterführenden Recherchen haben folgendes ergeben:

SELEN bei liegenden Amalgam-Plomben ist ein zweischneidiges Schwert. Natrium-Selenit komplexiert das Quecksilber, neutralisiert es damit, bleibt aber als Selen-Quecksilber-Komplex im Gewebe liegen (zahlreiche Pubmed-Studien) und wandert letztlich auch ins Hirn und verursacht dort Demenz bei regelmässiger Quecksilberbelastung (Zahnärzte laut Daunderer).

Diese Daten habe ich recherchiert (am Ipad während eines Seminars) aber noch nicht zusammenfassend dokumentiert (die Studien verlinkt), man möge es mir vorerst mal glauben.

 

Wichtig auch meine eigene Seite über das Winterschlaf-Syndrom

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Arzt für Allgemeinmedizin, multiple präventivmedizinische, schulmedizinische und komplementäre Zusatzausbildungen

Wissenschaftliche Arbeit und Forschungs-BeiträgeZahlreiche Artikel und Vorträge

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Dies ist keinesfalls beabsichtigt, die Website ist ein absichtsloses Weiterbildungsmedium von Dr. Retzek, der seine wissenschaftlichen Pubmed-Recherchen hier mit ärztlichen Kollegen unentgeltlich teilt, wofür Dr. Retzek von vielen Kollegen aus dem In- und Ausland regelmässig Anerkennung ausgesprochen bekommt.

Dass Wissenschaftsrecherchen und Studien "das Standesansehen der Ärzte" verletzen könnte, war Dr. Retzek nicht bewusst, er bedauert dies zutiefst und entschuldigt sich bei den betroffenen Kollegen.

 

4 Kommentare

  1. Guten Tag,
    darf ich fragen wieviel 300 mikrogramm in Tropfen als lugolsche lösung ist?Ich habe ein Struma!
    Lieben Gruss

    • 2 Tropfen sind 12,5mg
      1 Tropfen sind 6,25mg = 6250 µg
      1 Tropfen 1:10 verdünnt sind dann 625 µg
      1 Tropfen 1:20 verdünnt sind dann ca 300µg

      also: 1ml Lugol mit 19ml Flüssigkeit 1:20 verdünnen – womit??? (Wasser?), davon 1 Tropfen

  2. Hallo, mein Arzt hat einen Jodmangel festgestellt und nun soll ich 25mg als Iodoral einnehmen, trotz Schwangerschaft. Er meint, das Kind braucht jetzt das Jod. Im Internet lese ich Aber, das Schwangere keine Hochdosistherapie machen sollen. Soll ich die absetzten oder nur weniger nehmen?

    • nein – keinesfalls! unbedingt die hohen Dosen Iodoral nehmen. Super dass sie mich hinweisen – ich habe jetzt den Artikel oben mit „Update 2017“ ergänzt, lesen sie unbedingt meine Seite „Jod in der Schwangerschaft“. Berichten sie bitte in einigen Jahren von dem Kind!

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