ich pers√∂nlich lehne es ja ab mit religi√∂sen Sektierern zu diskutieren. Wenn der „Schiite“ dem „Suniten“ seine Version des Islam erkl√§rt, werden Volksschulkinder gesprengt. Dr. Jens Wurster – der weltber√ľhmte hom√∂opathische Krebs-Arzt aus Orselina / Schweiz – verschweinzt seine wertvolle¬†Zeit um einem unbedeutendem Laien-Kritiker,¬†einem pensionierten Pumpen-Ingenieur namens „AUSST“ eine Antwort zu schreiben.

Antwort von Dr. med. Jens Wurster auf den Kommentar von Dr. Aust in der Badischen Zeitung:

Beitrag von Schröpfheimer und Ausst in der Badischen Zeitung vom Februar 2016

Dr.med. Jens Wurster, klassischer Homöopath in der Clinica St. Croce, Orselina (Leiter Dr. Dario Spinedi)
Dr.med. Jens Wurster, klassischer Homöopath in der Clinica St. Croce, Orselina (Leiter Dr. Dario Spinedi)

Lieber Herr Aust, ich finde es sehr gut, dass Sie sich √∂ffentlich der Diskussion stellen, so kann sich auch jeder Leser seine eigene Meinung bilden. Ich werde auf Ihre angef√ľhrten Argumente St√ľck f√ľr St√ľck eingehen.

Sie bem√§ngeln unsere Studie in die nur Patienten mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen eingeschlossen waren, in manchen Punkten sogar zurecht. Der Hauptblickpunkt lag auf der Lebensqualit√§t und nicht auf der Lebenszeit. Wir wissen, dass sich auch durch verschiedene andere Faktoren, die Lebensqualit√§t erh√∂hen kann, das ist nicht beweisend f√ľr die Wirksamkeit der Hom√∂opathie. Es geht wie Sie sagen um die Lebenszeit, die uns bei Krebspatienten interessiert. Deswegen hatte ich die Leiter der Studie auch gebeten, so wie es eigentlich auch im Studienprotokoll mal vorgesehen war nach 5 Jahren zu schauen wer noch aus den Kontrollgruppen lebt. Das ist aber im Sande verlaufen und inzwischen wollen die ehemaligen Leiter der Studie gar keine Hom√∂opathieforschung mehr betreiben. Aber ich wollte es genau wissen und habe mich erkundigt wer von der konventionell behandelten Kontrollgruppe nun nach 10 Jahren noch lebt. Mir wurde dann mitgeteilt, dass ALLE Patienten aus der konventionell behandelten Kontrollgruppe ‚Äěerwartungsgem√§ss‚Äú verstorben sind. Daher scheint es doch sehr erstaunlich, dass von der hom√∂opathisch behandelten Gruppe fast 1/3 heute nach 10 Jahren noch am Leben sind. Diese Patienten sind gerne zu Interviews bereit und manche haben auch schon ihre Stellungnahme geschrieben, nach den haltlosen Anschuldigungen von Prof. Schmacke gegen mich, dass keinerlei Symptomlinderung oder gar Heilungen bei Krebs mit der Hom√∂opathie m√∂glich w√§ren.

Jens Wurster Krebsbuch
Dr. Wursters BUCH √ľber die Hom√∂opathische Krebsbehandlung. Die Interviews der Patienten wurden sind auf DVD erh√§ltlich.

Sie haben Recht, dass einfache Krankheiten auch von alleine wieder vergehen, da braucht man z.B. bei Ohrenentz√ľndungen kein Antibiotika, das vergeht von alleine, oder wir geben die passenden Globuli, dann geht es zwar etwas schneller , aber bei Krebserkrankungen ist es √§usserst selten, dass die von alleine verschwinden. Finden Sie es nicht auch auff√§llig, dass es bei den hom√∂opathisch behandelten Krebspatienten so viele ‚Äě Spontanheilungen‚Äú gibt. ? sollten da echte Wissenschaftler nicht hellh√∂rig werden?

Bei austherapierten Patienten spreche ich von den Patienten, die nach konventioneller schulmedizinischer Therapie , z.B. nach Operation und Chemotherapie ein weiteres Voranschreiten des Tumors haben und denen keine Hoffnung mehr auf Heilung gemacht wurde. Auch Patienten in einer palliativen Situation wie z.B. beim metastasierten , oder inoperablen Pankreaskarzinom, denen als einzige Option eine palliative Chemotherapie in Aussicht gestellt wird, damit sie damit vielleicht noch 6-7 Monate bei miserabler Lebensqualit√§t leben, habe ich mit der Hom√∂opathie behandelt und habe Langzeiterfolge √ľber 10 Jahre. (Wurster, J. / Pankreaskarzinom / HZ II 2015 / S.10-23)

Aber auch ihrer Definition von ‚Äěaustherapiert‚Äú von Doccheck (Als austherapiert gilt ein Patient, wenn die kurativen Behandlungsm√∂glichkeiten seiner Erkrankung ersch√∂pft sind und keine weiteren Therapieoptionen mehr bestehen, die zu einer Heilung oder erheblichen Besserung des Gesundheitszustandes f√ľhren k√∂nnten.) kann ich nur zustimmen, denn das sind die meisten Patienten die zu uns in die Klinik kommen. Und genau diesen Patienten, die dann keiner mehr behandeln will und denen gesagt wird, dass ja alles f√ľr sie getan wurde, genau diese Patienten nehmen wir auf und versuchen ihnen mit der Hom√∂opathie zu helfen. Wenn wir dann Erfolg haben und die Patienten leben l√§nger als erwartet, wird es als Spontanheilung hingestellt. Inzwischen haben wir eine Vielzahl von dokumentierten F√§llen und wir k√∂nnen gerne einige F√§lle in Ihrem Netzwerk Hom√∂opathie ver√∂ffentlichen, oder die geheilten Patienten k√∂nnten ihre Geschichten schreiben. Oder Sie schauen mal in mein Buch, da sind lauter Patientengeschichten mit fortgeschrittenen oder metastasierten Tumoren, die nach 10-15 Jahren Dank meiner hom√∂opathischen Behandlung noch leben. (Wurster J. , die hom√∂opathische Behandlung und Heilung von Krebs und metastasierten Tumoren BoD Verlag) In den sogenannten Endstadien versucht man palliativ den Patienten zu unterst√ľtzen und die Lebensqualit√§t zu erh√∂hen. Auch in diesen F√§llen ist die Hom√∂opathie ein wunderbares Hilfsmittel. Gehen Sie doch mal auf die Palliativstationen und fragen Sie mal ganz genau nach, dann werden Sie sehen wie viel in der Palliativmedizin mit der Hom√∂opathie gearbeitet wird.

Die homöopathische Behandlung und Heilung von Krebs und metastasierten Tumoren
  • Wurster, Jens (Autor)
  • 360 Seiten - 02.11.2015 (Ver√∂ffentlichungsdatum) - Books on Demand (Herausgeber)

zweite – erweiterte – Auflage des Krebsbuches von Dr. Jens Wurster

Sie fragen mich, wo sich der Patient √ľber die Prognosen der hom√∂opathischen Krebsbehandlung informieren soll? Das ist auch wieder eine gute Frage, denn wir k√∂nnen es ganz ehrlich nicht genau sagen, wie die Prognose genau sein wird wie lange ein Patient noch leben wird, denn es geht um eine individuelle Therapie und unser Ansatz ist das Immunsystem des Patienten wieder so zu aktivieren, dass es gegen den Tumor k√§mpfen kann.

Wir erfahren dann eben immer wieder höchst erstaunliche Verläufe. Aber auch in der Schulmedizin ist es sehr schwierig Prognosen abzugeben, wir haben die Statistiken und 5- Jahres Überlebensraten an die man sich halten könnte aber exakte Prognosen kann niemand abgeben. Es wird auch immer wieder gerne behauptet es gäbe keine Studien die die Wirksamkeit der Homöopathie beweisen, dann sollten Sie mal diese Zusammenfassung lesen, die eines Besseren belehrt: http://systematicreviewsjournal.biomedcentral.com/articles/10.1186/2046-4053-3-142

Oder die Hinweise des deutschen Zentralvereins hom√∂opathischer √Ąrzte, k√∂nnen Sie nicht so einfach unter den Teppich kehren: https://www.dzvhae.de/homoeopathie-presse/forschung-1-124/homoeopathieforschung.html

Sie haben schon wieder Recht, dass die Patienten aufgekl√§rt werden m√ľssen, was es alles f√ľr Therapiem√∂glichkeiten und Prognoseverbesserungen auch mit alternativen Heilverfahren geben kann. So zeigte die Studie aus der Kinderonkologie desInselspitals in Bern, dass 80% der krebskranken Kinder von einer alternativen Therapie profitierten (57% bekamen als alternative Behandlungsmethode die klassische Hom√∂opathie), der Rest hat nicht davon profitiert, weil er nicht √ľber die Zusatzm√∂glichkeit der hom√∂opathischen Behandlung wusste. Schauen Sie sich die Studie mal genau an, ich bin mir jetzt schon ganz sicher, dass Sie einige methodische M√§ngel finden werden J http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4687920/

Nat√ľrlich kann ich Sie auch schon wieder verstehen, wenn Sie sagen, da ist ja kein Molek√ľl der Ausgangssubstanz enthalten, wie soll denn das wirken‚Ķ.da ist ja alles nur verd√ľnnt. Dass es nicht nur Verd√ľnnungen sind sondern die Potenzierung dazwischen liegt, wissen Sie auch. Aber logisch betrachtet kann man diesen Kritikpunkt schon verstehen. Nachdem ich einem Chefarzt der Pathologie von einer geheilten Mesotheliom- Patientin mit Hilfe der Hom√∂opathie erz√§hlte, wollte er es nat√ľrlich auch nicht glauben wie quasi NICHTS Wirkung haben soll. Dann war er aber Wissenschaftler genug um mit mir die letzten 4 Jahre die hom√∂opathischen Mittel an verschiedenen Tumorzelllinien auszutesten.

Es erstaunte ihn mehr als mich, dass bestimmte Mittel in Potenzstufen C30 und C200 noch Tumorzellhemmende Wirkung hatten. Angeregt durch unsere Forschung hatte auch Gregor Kindelmann eine Studie durchgef√ľhrt die das Apoptoseverhalten an Brustkrebszellen durch hom√∂opathische Hochpotenzen untersuchte.

Die Ergebnisse der Studie legten Nahe, dass die Hochpotenzen eine biologische Aktivit√§t entfalten, die sich nicht mit Placeboeffekten erkl√§ren lassen. Die Effekte beruhen wahrscheinlich im Bereich der Zellzyclusregulation und zeigten signifikant dass hom√∂opathische Hochpotenzen Brustkrebszellen in vitro beeinflussen konnten. (G.Kindelmann, Ultrahochverd√ľnnungen hom√∂opathischer Arzneien beeinflussen das Apoptoseverhalten und die Lebensf√§higkeit der MCF-7 Brustkrebszellen in vitro)

Auch in einer begleitenden In-vitro-Laborstudie von den Banerjis stellten die Wissenschaftler fest, dass die hom√∂opathischen Mittel in den Krebszellen Zelltod-Signalwege induzierten. (International Journal of Oncology, 2003; 23: 975‚Äď82)

Genauso sehen wir auch die Reaktionen bei Tumorpatienten auf die homöopathischen Mittel, wenn wir die zirkulierenden Tumorzellen im Blut untersuchen lassen. Das habe ich bereits 2008 veröffentlicht. (Wurster J. die homöopathische Behandlung und Verlaufsbeurteilung bei Krebs, Einfluss homöopathischer Mittel auf zirkulierende Tumorzellen im Blut HIOe 2008; 4: 5-10)

Lieber Herr Aust, jetzt ist mein Kommentar genauso lang geworden wie Ihrer und ich hoffe es gelingt mir Sie als grossen Skeptiker , doch ein wenig dar√ľber nachdenken zu lassen, ob es nicht w√ľnschenswert w√§re, statt die Hom√∂opathie einfach abzulehnen, sie als M√∂glichkeit einer neuen Therapieform anzusehen, die dem Patienten helfen kann. Ich h√§tte da schon einen Buchtitel f√ľr Sie: Ein Skeptiker denkt um‚Ķ

Ich habe so viele Menschen an Krebs leiden und sterben sehen und mein grösster Wunsch ist es Wege zu finden um Krebs zu heilen und die Homöopathie hat sich bei mir und bei vielen meiner Patienten bewährt.

Wir sehen auch manchmal deutliche Wirkverstärkungen wenn wir die Homöopathie und die Schulmedizin kombinieren. Das sollte keinem Patienten vorenthalten werden. Deswegen arbeiten wir jetzt mit Onkologen und Spezialkliniken und Forscherteams zusammen, die mit uns gemeinsam einen Weg finden wollen um Krebs zu heilen und die Homöopathie ist da ein wichtiger Faktor.

Mit freundlichen Gr√ľssen Dr. med. Jens Wurster

 

 

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Arzt f√ľr Allgemeinmedizin,¬†multiple pr√§ventivmedizinische, schulmedizinische und komplement√§re¬†Zusatzausbildungen.¬†

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Umfangreiche Recherchen¬†in der aktuellen medizinischen Forschung zum Zweck der Selbst-Weiterbildung und als Ged√§chtnis-St√ľtze. ¬†

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