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Itroconazol repurposed bei Krebs

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wir haben einen beeindruckenden Fall einer multimetastasierten Brustkrebs-Patientin (Leber, Lunge, Pleura, Knochen mit pathologischer Fraktur) – die durch Zusatzbehandlung mit Re-Purposed Mitteln jetzt schon seit 1 Jahr in Vollremission ist. Sie hat selber sehr viel Omega3 genommen, dem ich aufgrund der 300.000 Scholar-Studien viel Wirksamkeit zumesse.

Bei ihr habe ich wegen einer starken Pilzbelastung (hat jahrelang in einem verschimmelten Büro gearbeitet und Alveolitis+COPD+Fibrose entwickelt) auch Itroconazol, ein Pilzmittel eingesetzt – mit der Absicht die Schimmelbelastung der Lunge zu vermindern.

Erst in der Rückschau und Nachrecherche habe ich gefunden, dass es 23.000 Einträge auf Scholar gibt die zeigen, dass Itroconazol eigentlich ein sehr potentes Mittel gegen Krebs ist – präklinisch in Zellkultur – aber auch schon klinisch (an Patienten) bei 2nd line oder 3rd Line Chemotherapie zusätzlich zur Chemo angewendet unterstützen kann (Studie 2014 mit TNBC).

Wie ich nachfolgend mit Studien zeige ist Itroconazol (präklinisch) ein Multi-Kinase-Inhibitor, Chemoresistenz-Blocker und sogar Apoptose-Inhibitor – hat also ziemlich umfangreiches Wirkspektrum.

 

1. Einführung

Itraconazol, ein etabliertes Antimykotikum, wird zunehmend als repurposed Drug in der Onkologie untersucht. Basierend auf der Studie von Tsubamoto et al. (2014), die eine verbesserte Überlebensdauer bei stark vorbehandelten Patienten mit triple-negativem Brustkrebs (TNBC) unter Kombinationstherapie mit Chemotherapie zeigt, umfassen die Wirkungsmechanismen vor allem die Hemmung onkogener Signalwege. Diese Zusammenfassung fasst evidenzbasierte Mechanismen und den Einsatz als Zusatztherapie zur Chemotherapie bei vorbehandeltem Krebs zusammen.

Itroconazol ist also eigentlich eine s.g. “targeted therapy“.

Aufgrund des abgelaufenen Patentschutz wird es nicht in der Onkologie eingesetzt werden, da über die jetzigen “Strassen-Preise” der mittlerweile patentfreien Substanz nie die enormen Summen rückverdient werden können um entsprechenden Zulassungs-Studien zu finanzieren. Man kann es aber off-label repurposed im Rahmen eines individuellen Heilversuches zusätzlich einsetzen.

Achtung: wir sprechen hier von einer ZUSATZ-Therapie welche die etablierte Schulmedizinische Therapie wirkverstärkt und optimiert, keinesfalls von einer Ersatz-Therapie!

 

2. Primäre Wirkungsmechanismen von Itraconazol bei Krebs

Itraconazol übt antitumorale Effekte durch multiple Mechanismen aus, die onkogene Signalwege modulieren. Die Hemmung des Hedgehog (Hh)-Signalwegs stellt einen zentralen Mechanismus dar, der die Tumorzellproliferation und -überleben einschränkt.

In Medulloblastom-Modellen unterdrückt systemisch verabreichtes Itraconazol die Hh-Aktivität und hemmt das Tumorwachstum.

Weiterhin inhibiert Itraconazol die Angiogenese durch Blockade des VEGFR2-Signalwegs, was die Tumorvaskularisation reduziert. In Leberzellkarzinom-Modellen wirkt Itraconazol über die Wnt-, PI3K/AKT/mTOR- und ROS-Wege, was zu Apoptose und Autophagie führt.

In Ösophaguskarzinom-Zellen blockiert Itraconazol den HER2/AKT-Signalweg und reduziert die Expression von CDK1, CDK2, CDK4 und E2F1, was die Zellzyklusprogression hemmt. Bei Pankreaskarzinom-Zellen unterdrückt Itraconazol die Invasion und Migration durch Inhibition des TGF-β/SMAD2/3-Signalwegs.

In Glioblastom induziert Itraconazol autophagische Prozesse, die das Tumorwachstum verlangsamen. Bei Melanom interagiert Itraconazol mit Hh-, Wnt- und PI3K/mTOR-Wegen, um die Tumorprogression zu hemmen. In Brustkrebszellen (MCF-7, SKBR-3) löst Itraconazol Apoptose aus, indem es das Mitochondrienmembranpotential verändert und den Hh-Weg inhibiert.

Zusätzlich hemmt Itraconazol die Glykolyse in Lungenkrebszellen über die CEBPB-ENO1-Achse.

In pankreatischem Adenokarzinom trägt Itraconazol zur Tumorunterdrückung durch multiple Mechanismen bei, einschließlich der Umkehrung der Chemotherapieresistenz via P-Glykoprotein-Hemmung.

 

3. Itraconazol als Zusatztherapie zur Chemotherapie bei vorbehandeltem Krebs

Bei stark vorbehandelten Patienten verbessert Itraconazol die Wirksamkeit der Chemotherapie durch synergistische Effekte. In der referenzierten Studie bei TNBC-Patienten nach Progression unter vorheriger Chemotherapie (Docetaxel, Carboplatin, Gemcitabin) ergab die Kombination eine Response-Rate von 62 %, mediane progressionsfreie Überlebenszeit von 10,8 Monaten und mediane Gesamtüberlebenszeit von 20,4 Monaten, ohne schwere Toxizitäten wie febrile Neutropenie.

In Pankreaskarzinom als Zweitlinientherapie verlängert die Kombination von Chemotherapie mit Itraconazol das Gesamtüberleben bei akzeptablen Toxizitäten. Die Kombination mit Cisplatin zeigt stärkere Tumorbeklemmung als Monotherapie.

In Ösophaguskarzinom reduziert Itraconazol die Expression zellzyklusregulierender Gene und potenziert die Antitumorwirkung. Bei Glioblastom-Patienten mit Pyrimethamin und Temozolomid induziert die Dreifachkombination starke antikanzerogene Effekte.

In fortgeschrittenem Magenkarzinom (S-1, Oxaliplatin, Nab-Paclitaxel) fördert Itraconazol die Tumorkonversionstherapie. Reviews betonen das Potenzial von Itraconazol in Kombination mit Standardtherapien zur Umkehrung der Resistenz und Hemmung onkotischer Wege bei repurposed Einsatz.

4. Referenzen

Tsubamoto H (2014) Anticancer Research (https://ar.iiarjournals.org/content/34/7/3839.short)

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Tsubamoto H (2016) Anticancer Research (https://ar.iiarjournals.org/content/36/1/149)

Yuan R (2017) Oncology Letters (https://www.spandidos-publications.com/ol/14/2/1240?text=abstract)

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