Händewaschen schützt vor Diarrhoe

univadis emb-radar 4/08

Durchfallerkrankungen tragen in reicheren, aber vor allem in ärmeren Ländern erheblich zur Morbidität bei. Sie spielen in Ländern mit niedrigem bis mittlerem Einkommen eine führende Rolle als Todesursache von Kindern, die unter 5 Jahre alt sind. Zur Übertragung kommt es meist durch die Aufnahme kontaminierter Nahrungsmittel oder Getränke. Daneben haben für Übertragungen auch die Ansteckung von Person zu Person sowie kontaminierte Hände eine Bedeutung. Dass das Händewaschen einen großen Teil übertragener Durchfallerkrankungen verhindern kann, ergab ein Review von 14 Studien eines Forscherteams der Cochrane Collaboration.

Sie legten insgesamt 8 Studien aus Institutionen, 5 Studien aus Gemeinden und eine Studie mit Hochrisikopatienten (Aids-Patienten), zugrunde.

Händewaschen scheint demnach in der Prävention von Durchfallerkrankungen klar wirksam zu sein. Interventionen zur Förderung des Händewaschens konnten in Ländern mit hohem Einkommen Durchfallerkrankungen um 29% senken, in Gemeinden mit niedrigem und mittlerem Einkommen sogar um 31%.

Die Forscher schließen aus den Ergebnissen ihrer Analyse, dass Interventionen zur Förderung des Händewaschens die Häufigkeit von Durchfallerkrankungen um die 30% senken können. Dieses Ausmaß der Wirkung ist mit dem Erfolg vergleichbar, der sich durch das Anbieten sauberen Wassers in ärmeren Ländern ergibt.

 

Quelle: RI Ejemot, JE Ehiri, MM Meremikwu, JA Critchley: Hand washing for preventing diarrhoea. Cochrane Database of Systematic Reviews 2008, Issue 1. Art. No.: CD004265. DOI: 10.1002/14651858.CD004265.pub2

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