Glioblastom: metabolische Behandlung deutliche Prognose-Verbesserung

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Dr. Travis Christofferson berichtet in Baden Baden 2018 ĂŒber erstaunliche Prognose-Verbesserungen bei Glioblastom-Patienten durch einfache und kostengĂŒnstige Repurposed Drugs.

 

Dr. Travis Christofferson – fantastischer Autor und Wissenschaftler

Travis hat 2017 die Fachwelt erstaunt, als er einen mittlerweile internationalen Bestseller „Tripping over the truth“ publiziert hat, mittlerweile auch auf Deutsch erschienen:

Hier im Buch wird eindrucksvoll nachgezeichnet, welche Wege – und Irrwege – die Krebs-Medizin in den letzten 100 Jahren gegangen ist, wieso die „Gen-These“ gescheitert ist und was allen Krebszellen gemeinsam ist, welche die fĂŒhrenden Wissenschaftler sind und wie man Krebs vermutlich in Griff bekommen könnte – wĂŒrde die Medizin den Studien und nicht dem Umsatz folgen.

Dr. Travis Christofferson (rechts) wird von Dr. Friedrich Douwes (links) beim internationalen Kongress der DGO 2018 in Baden Baden vorgestellt (c) Heli Retzek 2018

 

Travis gab uns eine EinfĂŒhrung des in seinem Buch ausfĂŒhrlich dargestellten Krebs-Konzepts der metabolischen Verwirrung der Krebszellen, wie sie von Warburg, Peterson, Seyfried und Ko erforscht wurde.

 

Travis Wissen – in der Praxis erfolgreich umgesetzt 

Dr. Christofferson arbeitet derzeit als Konsulent fĂŒr eine Gruppe von Ärzten und Wissenschaftler „Care Oncology Clinic„,

COC hat eine Behandlung entwickelt, die aus diesem metabolischen VerstÀndnis des Krebses abgeleitet wurde.

Diese Zusatz-Therapie wird mit Medikamenten durchgefĂŒhrt, die in den weiter unten von mir dargestellten Krebs-Stoffwechsel eingreifen und seit vielen vielen Jahren am Markt sind, desswegen billig und patentfrei und bewĂ€hrt.

Tausende Studien zeigen zB die Anti-Krebs-Wirksamkeit von Statinen oder von Metformin. 
In der normalen Onkologie werden diese Erkenntnisse dann aus politischen GrĂŒnden nicht umgesetzt.

 

COC – Protokoll fĂŒr Glioblastom – erste Ergebnisse

Diese Behandlung mit einem Cocktail aus 4 Medikamenten wurde von CARE ONCOLOGY bei Glioblastom-Patienten eingesetzt mit eigentlich sehr ĂŒberzeugendem Ergebnis:

Im Vergleich zu dem Standard-Programm, welches in Österreich durchgefĂŒhrt wird (Bestrahlung und Temodal) – welches eine mittlere ÜLZ von ca 15 Monaten bringt -, kann das COC-Protokoll mit geringen Kosten 27 Monate bringen – Durchschnitts-Zeit.

 

Bild (c) Travis Christofferson, prĂ€sentiert in Baden Baden 2018 – (c) Heli Retzek

 

GemĂ€ĂŸ einer anderen Auswertung (Kaplan Meyer Überlebenszeit-Kurve) erreicht man im Durchschnitt anstatt 438 Tage 800 Tage mittleres Überleben mit dem Cancer Of Care Protokoll, d.h. praktisch eine Verdopplung der ÜLZ.

MITTLERE Überlebenszeit bedeutet, dass die HĂ€lfte der Patienten viel viel lĂ€nger leben und immer ca. 1/4 der Patienten sehr sehr sehr lange – das ist ganz ganz wichtig, wenn man solche Statistiken anspricht!

Bild (c) Travis Christofferson, prĂ€sentiert in Baden Baden 2018 – (c) Heli Retzek

 

Ausserdem sind in den COC-Daten, die Travis in Baden Baden prĂ€sentiert hat, die Prognose-Verbesserungen durch frĂŒhzeitige Anwendung von Methadon zur Chemotherapie nicht inkludiert, genauso wenig wie die Optionen durch Hinzuziehen des Banerji-Protokolls oder der klassischen Homöopathie, der Stressblockade oder LDN.

 

Care Oncology Clinic – Medizin des 21 Jahrhunderts

COC basiert auf TELE-MEDIZIN. Sie sprechen mit einem COC Spezialisten ĂŒber den Laptop oder das Phone, dieser sitzt – wie im Fall von Travis – zB im Wald von Minnesota. 

Ihre Befunde werden vom Spezialisten bewertet, und Sie bekommen von ihm die Medikamente verschrieben, die Kosten sind oben sichtbar und fĂŒr US-VerhĂ€ltnisse minimal. Bei uns sind die meisten Medikamente im einstelligen Euro-Bereich zu bekommen und werden oft von der Krankenkasse ĂŒbernommen.

 

Es gibt bei COC eine Notfalls-Nummer, man kann sich jederzeit an das Team wenden.

 

Diese Form der Experten-Medizin ist beispielgebend. Hier mit der Telemedizinischen Betreuung sitzt der Patient in der sicheren Umgebung zu Hause, hat seinen Termin, der pĂŒnktlich stattfindet, und kann so den allermeisten Stress im GesprĂ€ch vermeiden. Da Stress der Hauptfaktor fĂŒr Krebs darstellt, ist dies eine prognoseverbessernde Vorgehensweise.

 

vertiefende Information

 

mTOR – Stoffwechsel-Sensor

mTOR ist ein zentrales SchlĂŒsselprotein, ein Schalter, welches Krebszellen zum Wachsen und Ausbreiten motiviert.

mTOR ist ein in Zellen – bereits in Bakterien – seit Milliarden Jahren vorhandener Sensor welcher „Nahrung und Energie ist vorhanden“ registriert. Die Aktivierung von mTOR fĂŒhrt zu Signalen, die Zellen im Wachstum und Zellteilung aktivieren.

am Klarsten und Besten verstand ich mTOR durch den Vortrag des DiÀtologen Ron Rosedale

Der Arzt Ron Rosedale hat einen kritischen Hausverstand. Dies wird sofort klar, wenn man ihn sprechen hört oder sein Buch liest:

The Rosedale Diet
  • Rosedale M.D., Ron (Autor)

Ron Rosedale und die australischen Diabetes-Ärzte

Als Arzt hat er unmittelbar die damals (und bei uns auch jetzt noch) herrschende Unsitte abgestellt, dass Diabetiker 6 Mahlzeiten auf der Basis einer perversen Lebensmittel-Pyramide einnehmen mĂŒssen, bei der Getreide und Obst höchsten Anteil haben. Durch LowCarb-ErnĂ€hrung erledigt sich Diabetes II praktisch von selber, am meisten schĂ€tze ich hier die Kongress-Vortrags-Serie der Gruppe „LowCarb DownUnder

 

 

mTOR kann hervorragend mit ErnÀhrung beeinflusst werden

Neueste Forschung von Valter Longo & Jason Fung stellen ERSTMALS – jetzt – im Jahr 2018/19 die ErnĂ€hrung auf wissenschaftliche FĂŒĂŸe! Alles, was wir bisher gelernt haben (als diplomierter ErnĂ€hrungsmediziner darf ich dies sagen), war v.a. Hörensagen und stand nicht auf soliden wissenschaftlichen FĂŒĂŸen!

mTOR wird durch INSULIN (Kohlenhydrate) und IGF-2 (Proteine) aktiviert. Reduktion dieser 2 Signal-Hormone durch entsprechende ErnÀhrung (Fettreich + Kohlenhydrat-arm + Fleisch-arm) kann das Fortschreiten einer Krebs-Erkrankung drastisch beeinflussen.

Dieselbe ErnĂ€hrung fĂŒhrt zu einem langen, gesunden Leben

Der Kardiologe Dr. Steven Gundry ist ein Meister der Sprache und hat die neueste Forschung recherchiert. Sein Buch „Longevity Paradox“ ist vermutlich das allerbeste „Krebs-ErnĂ€hrungs-Buch“, da es durchfĂŒhrbar ist. Ich habe bisher nur 1 Patienten kennengelernt, der die heute so propagierte Ketogene ErnĂ€hrung lĂ€nger durchgehalten hat. Selbst Dr. Johannes Coy meinte, nach 10 Tagen habe er es aufgegeben, diese ErnĂ€hrung grille das Hirn. FĂŒr unsere ‚Standard-Krebs-Patienten‘ benötigen wir ErnĂ€hrungs-Konzepte, die mit normalem Leben und Lebensgewohnheiten halbwegs kompatibel sind.

 

mTOR mit Medikamenten bremsen

Viele tausend Studien zeigen die deutliche Prognose-Verbesserung von Patienten, die nach ihrer Krebs-Diagnose bestimmte Statine und ein Diabetes-Medikament bekommen, siehe die Grafiken in meinem  Prostata-Krebs-Hauptartikel unten.

Bild (c) Travis Christofferson, prĂ€sentiert in Baden Baden 2018 – (c) Heli Retzek

 

 

Dr.med. Helmut B Retzek
Dr.med. Helmut B Retzekhttp://www.retzek.at
Arzt fĂŒr Allgemeinmedizin, multiple prĂ€ventivmedizinische, schulmedizinische und komplementĂ€re Zusatzausbildungen. Wissenschaftliche Arbeit und Forschungs-BeitrĂ€ge. Zahlreiche Artikel und VortrĂ€ge.  Diese Website dokumentiert umfangreiche eigene Recherchen in der aktuellen medizinischen Forschung zum Zweck der Selbst-Weiterbildung und als GedĂ€chtnis-StĂŒtze. MĂ€ssige Legasthenie, daher Rechtschreib- und Beistrichfehler, bitte nicht kommentieren, wer es nicht aushĂ€lt bitte einfach nicht lesen
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Ärztekammmer Disclaimer die Oberösterreichische Ärztekammer moniert weite Teile diese Website als „aufdringlich, marktschreierisch und beim Laien den Eindruck medizinischer ExklusivitĂ€t erweckend“. Dies ist keinesfalls beabsichtigt, die Website ist ein absichtsloses Weiterbildungsmedium von Dr. Retzek, der seine wissenschaftlichen Pubmed-Recherchen hier mit Ă€rztlichen Kollegen unentgeltlich teilt, wofĂŒr Dr. Retzek von vielen Kollegen aus dem In- und Ausland regelmĂ€ssig Anerkennung ausgesprochen bekommt. Dass Wissenschaftsrecherchen und Studien „das Standesansehen der Ärzte“ verletzen könnte, war Dr. Retzek nicht bewusst, er bedauert dies zutiefst und entschuldigt sich bei den betroffenen Kollegen.
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