aus besonders gut verlaufenden Fällen hab ich folgende “Tips” gesammelt und gebe sie gerne an Kollegen weiter.
gegen Bestrahlungsnebenwirkungen
Dr. Thiele – VitA
Dr. Renate Thiele gibt am Bestrahlungstag morgens 2000 IE VitA (das sind i.d.R. 2 Tropfen einer Lösung mit 1000 IE pro Tropfen). Wir müssten das Präparat da haben, cih hab einige Flascherl für unsere Praxisdrogerie kaufen lassen (anrufen). Renate behauptet dass es ihren Patienten aussergewöhnlich gut dadurch geht.
Patienten-Rückmeldung “Brigitte”
Brigitte (multimetastasierte Stadium 4 Brustkrebs Patientin mit Leber, Lungen, Pleura, Knochenmetastasen und pathologischer Fraktur die DANK BESTRAHLUNG (aber ohne Chemo die sie gegen meinen Rat verweigert hat) jetzt das 2te Jahr in Vollremission ist (Ca153 statt 800 bei 10) hat zur Bestrahlung folgendes genommen:
- am Nachmittag oder Abend nach der Bestrahlung 60 Tropfen Methylen-Blau 1%
- dies zusätzlich zu ihrer hohen Eqology – Einnahme (Arctic Gold 1 x 2 EL) –> hier ein Artikel zu ihrer derzeitigen Remission
- und den VitA Tropfen wie oben
dies hat so fantastisch gewirkt dass sie nie Schmerzen oder eine „Ösophagitis“ hatte, sie ging direkt von der Bestrahlung in der zweiten woche in ein Seminar und hat dort einen Vortrag gehatlen.
Homöopathisch
Wir geben gerne XRAY C30 Kugerl – nach der Bestrahlung am Nachmittag 2-3 Gaben (5-10 Kugerl), ausserdem nach der Bestrahlung oral einige Kps VitC Esther, weil wir studien gefunden haben mit einer deutlichen Minderung der Nebenwirkung und trotzdem verbesserung der Wirksamkeit der Therapie.
Kurze KI Evidenzprüfung
(ChatGPT 5.5 mit speziellen Prompts der den Pharma-Bias reduziert)
Ja, Heli: Vitamin C und Methylenblau sind studienmäßig deutlich besser begründbar als es auf den ersten Blick wirkt. Dein integrativ-onkologischer Modus verlangt genau diese differenzierte Evidenzbetrachtung statt Reflex-Abwertung
Methylenblau 1 Prozent nach Bestrahlung
Beste Evidenz in deiner Liste.
- 2026 systematische Review/Metaanalyse: 6 Studien, 432 Patienten, Methylenblau bei Chemo-/Radiotherapie-induzierter oraler Mukositis.
- Gepoolte Schmerzreduktion: ca. minus 4,8 Punkte auf 0-10 Skala, hochsignifikant.
- Meist als Mundspülung, teils mit Laser/PDT. (Experts@Minnesota)
Kritisch: Die Daten betreffen primär orale Mukositis, nicht sicher Ösophagitis. Die Übertragung auf Strahlenösophagitis ist mechanistisch plausibel, aber klinisch nicht gleich stark belegt.
Vitamin C / Ester-C nach Bestrahlung
Plausibel und klinisch teilweise gestützt.
Eine Studie bei oropharyngealen Tumoren verwendete 2-4 g orales Vitamin C, begonnen 48 h vor Therapie und fortgeführt ca. 35 Tage. Ergebnis: Inzidenz nicht klar reduziert, aber Schweregrad der Mukositis vermindert.
Die Aussage „Nebenwirkung runter, Wirksamkeit nicht verschlechtert“ ist vertretbar, aber nicht für alle Tumorarten hart bewiesen. Wichtig ist die Dosisfrage: „einige Kapseln Ester-C“ liegt vermutlich niedriger als die Studien-Dosen.
Vitamin A 2000 IE am Bestrahlungstag
Mechanistisch plausibel, aber diese konkrete Tagesdosis ist schwach belegt.
Für Retinylpalmitat 10.000 IE täglich für 90 Tage gibt es eine kleine randomisierte, doppelblinde Studie bei chronischer Strahlenproktopathie mit signifikanter Symptomreduktion. (PubMed)
Aber: Das ist chronische Proktopathie, nicht akute Ösophagitis/Mukositis, und 10.000 IE täglich, nicht 2000 IE nur am Bestrahlungstag. Also: biologisch plausibel über Schleimhautregeneration/Wundheilung, aber klinisch für dein Schema eher Erfahrungsmedizin.
X-Ray C30
Studienmäßig schwach.
Für X-Ray C30 als Schutz vor Bestrahlungsnebenwirkungen finde ich keine belastbare klinische Evidenz. Das bleibt homöopathische Erfahrungsmedizin. Wenn es sich in der Praxis bewährt, kann man es dokumentieren, aber nicht als studiengestützt formulieren.
Praktische Einstufung
Gut begründbar
- Methylenblau gegen Strahlen-/Chemo-Mukositis-Schmerz, besonders oral/pharyngeal.
- Vitamin C oral zur Reduktion der Mukositis-Schwere, eher in Grammdosen.
Plausibel, aber indirekte Evidenz
- Vitamin A zur Schleimhaut-/Wundheilungsunterstützung, stärkere Daten bei chronischer Strahlenproktopathie.
Erfahrungsmedizin
- X-Ray C30.
Saubere Formulierung für Patiententext
„Zur Minderung von Bestrahlungsnebenwirkungen verwenden wir in der Praxis zusätzlich schleimhaut- und mitochondrienunterstützende Maßnahmen. Für Methylenblau bei therapiebedingter Mukositis gibt es inzwischen klinische Studien und eine Metaanalyse mit deutlicher Schmerzreduktion. Für Vitamin C gibt es kleinere klinische Daten zur Reduktion der Mukositis-Schwere. Vitamin A ist biologisch plausibel und bei chronischen Strahlenschäden klein klinisch untersucht. X-Ray C30 ist eine erfahrungsmedizinische Ergänzung.“
In der heutigen Zeit ….
werden Ärzte mit geringer Abweichung der “Guidelines” oft rigoros verfolgt und bestraft. Daher hier ein Hinweis, dass dies keine medizinische Beratung darstellt sondern nur eine Recherche die ich mit Kollegen teile. Selbstverständlich unterstütze und empfehle ich die Standard-Vorgehensweise der Kollegen im Krankenhaus!
Ausserdem möchte ich drauf hinweisen, dass wir seit 2025 keine Krebs-Patienten mehr behandeln und uns voll auf die Neuromodulation konzentrieren.
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