Fragebogen der Ordination Dr. Retzek

Der Fragebogen dient der Vorbereitung einer Homöopathischen Anamnese. Beim Ausfüllen des Fragebogens nicht einfach in diese Datei hineinschreiben, da es sonst fast unmöglich ist die „Fragen“ von den „Antworten“ zu unterscheiden, sondern jene Fragen weglöschen, die nicht in Frage kommen, jeweils unter der Frage den Antwort-Text, damit alles übersichtlich ist, sonst ist es schwer den Fragebogen von den Antworten zu unterscheiden.

 

[fancy_box] Eine Winword-Version dieses Fragebogens können Sie hier runterladen: Fragebogen.doc [/fancy_box]

 

 

Die Fragen hinsichtlich folgender Kriterien beantworten

  • Was
  • wo –
  • wie –
  • wie oft –
  • wielange –
  • wodurch – ausgelöst
  • wann
  • seit wann
  • was verbessert –
  • was verschlechtert –
  • was tritt gleichzeitig auf
  • was tritt vorher / nachher typischerweise auf
  • wie ist der Gemütszustand bzw. dessen Veränderung wenn diese Beschwerde auftritt

 

Ein Beispiel soll dies erklären

(ich leide an) Fieberblasen: an der Oberlippe bei 11h, schmerzhaft stechend anfangs, dann brennend, alle 2 Monate, 1 Wo Dauer, jedesmal nach Ärger, nehme Zovirax, gleichzeitig Frösteln, anschliessend oft Schnupfen. Gleichzeit sehr gereizt, will meine Ruhe haben.

oder: Kopfschmerz: Stirn + re Schläfe, Stechend wie ein Nagel, ztw auch pulsierend und bei Anstrengung brennend. Meistungs um 4h nachts beginnend, erwache und muss was trinken weil dann Mundtrockenheit. Dauert bis 13h, meist nach Mittagessen besser. Auslöser ev. Stress bzw. Nachlassen des Stresses am Wochenende. Ev. mit Erbrechen. Selten vorher Flimmern, Doppelbilder. Brauche Ruhe, alleinesein. Gespräche verschlechtern und strengen an.

 

Bitte in kurzen präzisen Stichworten beantworten.

 

Fragebogen von Dr.med. Helmut Retzek (Vöcklabruck)

die Symptome einer latenten oder ausbrechenden chronische Störung im Organismus sind vorgereiht, Hauptmerkmal auf tiefsitzende (=miasmatische) Symptome und Merkmale, nachfolgend der Psychoanamnese-Bogen von Spinedi

 

äusserliche Zeichen einer latenten chronischen Krankheit

1. Fieberblasen, Gürtelrose, Warzen, Spider (kleine Erweiterungen von Blutgefässen in der Haut, oft seitlich an der Nase), Cafe aux lait (angeborene hellbraune Pigmentflecken), Hemangiome (Blutschwamm / Schwämmchen), Nevi (Muttermale), Hühneraugen, Wundheilung – Narben (Störungen jeglicher Art), Dermographie (auffallende Weiss oder Rotfärbung der Haut nach leichtem Kratzen)

2. Haut: Jucken, Bläschen, Neurodermitis, Schuppen, Sommersprossen, Pilzkrankheiten, Nägel (Beschwerden), Nagelwurzen (Rissiges Nagelbett), eingewachsene Nägel, Haare (fette, nicht zu bändigen, spleissig, Ausfallen), Milchschorf, Läuse, Würmer, Krätzmilbe, Abszesse, Pusteln, Furunkel, Rotlauf, LK-Schwellung, Fisteln, Fissuren (Risse zB am After …), offene Finger, Abschälende Hautausschläge

3. Risse in Fußsohle, Zehen, Finger, Mundwinkel, Ohren, Gehörgang, Nabelabsonderungen, Brustwarzenekzem oder Absonderungen

4. Landkartenzunge, trockener Mund nachts, chron. verstopfte Nase, Niesanfälle, Nasenbluten, Heuschnupfen, Zähne (Karies: wann, wie, wo), Zahnfleisch

5. Krämpfe, Muskelhüpfen und -Zucken oder Vibrieren, Einschlafen v. Finger / Händen / Beinen, Blaue Flecken, Schmerzen der Sehnen, Fusssohle, Gelenke, Knacksen oder Krachen in Gelenken / Wirbelsäule

Schwindel

6. Gefühl von drehen oder schwanken oder unebener Boden, was/wer dreht sich (das Zimmer oder man selber), was erleichtert, was verschlechtert, Begleitsymptome (Übelkeit dabei, Ohrgeräusche, Sehstörungen, Kopfschmerzen …..), Augenschliessen bessert/verschlechtert , Höhenschwindel

Allgemeinsymptome

Betrifft Reaktionen des ganzen Befindens auf die nachfolgenden Umstände im Sinn von:  Verschlechterung durch / Auffallende Symptome bei / durch …..

7. Typ (Haare, Gewebe, Augen): auffallende oder besondere konstitutionelle Merkmale

8. Zeit, Periodizität: wann oder wie oft wiederholen sich Beschwerden, bestimmte Uhrzeit, bestimmter Rhythmus, bestimmte ..

9. Jahreszeit: besondere Verbesserungen oder Verschlechterungen

10. Wetter: kalt, warm, trocken, feucht, schwül, Fön, Mond: reagieren Beschwerden jeglicher Art auf Wetter

11. Nebel, Sonnenbaden, Wetterwechsel, Schneien

12. schlechtes Klima – wo Ferien

13. vor, während nach Gewitter

14. Nordwind, Südwind (Fön), Wind

15. Durchzug, Temperaturunterschiede

16. Wärme, schwül

17. lieber warmes oder kühles Bett, kalte Füße zum Bettgehen

18. geschlossenes Zimmer: unbehaglich ab 22 oder 24°C zB, oder die Notwendigkeit ständig zu lüften, da sonst Beschwerden auftreten

19. Kachelofen, Strahler? Beschwerden dadurch oder auffallende Verbesserungen

20. große Kälte/Wärme

21. Sommerkleidung, Winter: auffallende Abweichungen im „üblichen“ Bekleidungsmuster, zB dünnes Laiberl im Jänner reicht schon aus

22. Zugedeckt/abgedeckt im Bett, in der Nacht, Abdecken von Füßen

23. wie häufig Erkältungen im Winter oder andere Jahreszeiten

24. offenes Fenster, bei Tag, in der Nacht

25. Stellung: Sitzen, Stehen, Liegen, warum: Schmerzen, Schwindel, sonstige Verschlechterungen oder Verbesserungen in bestimmten Positionen

26. längeres Stehen (Kirche, Strassenbahn, Warteschlange ….), Knien

27. Sportarten, wann und wie häufig

28. Autofahren, Bahnfahren, Schiffsreisen: Beschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Besserung von Beschwerden, Auffallendes Verlangen

29. vor während und nach Mahlzeit Veränderungen der Allgemeinbefindlichkeit

30. Appetit, Mahlzeiten leicht auslassen, Hunger (11h Vormittag)

31. Durst, was, wieviel, wie oft

32. Was unverträglich, weshalb

33. Rauchen, wieviel

34. Medikamente oder Substanzen die krank machen

35. Impfungen, Auswirkungen (TB, Pocken ..), Komplikationen

36. Meer, Gebirge: auffallende Verbesserungen / Verschlechterungen von bestimmten Beschwerden

37. heisse/kalte Bäder, baden im Meer

38. Kragen, Gürtel, enge Kleider: macht das Beschwerden

39. Heilen Wunden rasch, bluten sie lange

40. ohnmächtig? unter welchen Umständen

41. Zahnen, Wachstumsschmerzen, rezid. Angina (Hals/Mandelentzündungen), Otitis (Mittelohrentzündungen), Blasen oder Lungenentzündungen usw usf ….

42. Palpitationen / Herzklopfen, Unregelmässigekeiten am Herz, Puls

43. Unfälle

Gemütszustand

44. größter Kummer, grösste Freude

45. wann deprimiert, traurig, pessimistisch

46. Schwierigkeiten und Verdruss: was besonders, „was kränkt macht krank“

47. Weinen, Trauer: Mitteilen verbessert oder lieber Kummer für sich

48. getröstet werden: Verlangen danach, verbessert oder verschlechtert

49. Umstände verzweifelt, wann, wie, warum

50. Eifersucht

51. Angst u Furcht: in bestimmten Situationen, bestimmten Personen oder Umständen

52. Raum voller Menschen, Kino, Kirche

53. rot/blass bei Ärger, was ärgert, wie nachher

54. Warten: wie reagiert man bei längeren Warten

55. eilig, hastig – langsam in der Ausführung von Tätigkeiten

56. Folgen/Auswirkungen v. Kummer, enttäuschte Liebe, Ärger, Kränkungen, Entrüstung, schlechte Nachrichten, Angst

57. bei tiefer Trauer Gefühle dem Tode gegenüber

58. Ordnung, pedantisch oder eher schlampig

59. Widerspruch: wie geht man damit um, wenn gewisse Wünsche oder Vorstellungen nicht „durchgehen

60. Krankenschwester: wie ist das eigene Verlangen anderen zu helfen, zu trösten

61. Stimmung vor/bei Menses

62. Religiös, Höhenangst

63. Rechtschreibfehler, Gedankenschwäche, Konzentrationsschwäche

Speisen & Getränke

64. süss, Zucker, sauer, scharf, üppiges, Butter, Brot, Früchte, Fisch, Fleisch, Wein, Bier, Salz, Bier, Tee, Milch, Kaffee, Essig, Knoblauch, Zwiebel, gr. Paprika, Gurken, Krautsalat, heisse/kalte Getränke: Auffallenden Bezug, Neigung, Verbesserung durch bestimmtes Essen

65. Abneigung; Verschlechterung

Schlaf

66. Stellung im Schlaf, ab wann (vor/nach), Kopf, Arm, Beine

67. im Schlaf: sprechen, lachen, schreien, weinen, zucken, unruhig, Angst, knirschen, offene Augen, Mund, Speichelfluss ..

68. Erwachen: wann, weiterschlafen oder wach, wie lange, Mond-Empfindlich, Gedankenzudrang (was, wie, wielange, was verbessert/verschlechtert)

69. wiederholte Träume

Speziell für Frauen

70. Menses: erste, Zeitabstand, regelmäßig, wie lange, wie stark, Farbe, Geruch, Klumpen, wann am stärksten, wie fühlen Sie sich vor/während/nach (körp/seel), Durchfall bei Menses

71. Jucken, Ausschlag, Ausfluß, Trockenheit, Sexuelle Beschwerden, Neigungen oder Abneigungen

72. Myom, Polypen, Metrorrhagie, BRUST-Beschwerden oder Auffälligkeiten

Speziell für Männer

73. Prostata, Ausfluss, Infekte, Condylome bzw. Warzen, Ekzem, Jucken, Gestank, sexuell auffallende Neigungen, Masturbation, Potenz bzw. Schwäche

Blase / Urin / Stuhl

 

Weiters

74. Frühere Krankheiten: alles was wesentlich war von Geburt weg (alles was deutlich und oder länger vorhanden war, alles weswegen ein Arzt öfters als 2 x aufgesucht wurde), ungefähr mit historischem Bezug (wann war das, war das vor oder nach ….. jener anderen Krankheit)

 

75. Familien-Anamnese: detailliert nach obigen Schema die wirklich auffallenden und langdauernden bzw. relevanten Erkrankungen der Eltern, Geschwister, Kinder; Geschwister der Eltern, Grosseltern, bei deutlicher Krankheitsneigung in einem Familien-Stammbaum ev. auch Urgrosseltern und Geschwister der Grosseltern, ev. Kinder der Geschwister der Eltern

76. Gewicht, Größe

77. Geburtsdatum

 

Psychoanamnese Frageschema nach Dr. Dario Spinedi

1. Wie steht es mit Gesellschaft und Alleinsein? Kennen Sie ein Verlassenheits- oder Einsamkeitsgefühl?

2. Was machen Sie, wenn Sie traurig sind oder ein Problem haben? Wie lange hält das an, schnell vorbei?

3. Kommt es vor, dass Sie traurig sind? Ist es eine Traurigkeit ohne ersichtlichen Grund, die von Innen her kommt oder ist sie an bestimmte Situationen gebunden?

4. Was war das Schmerzhafteste, das Traurigste, das Freudigste in Ihrem Leben?

5. Kommt es vor, dass Sie weinen oder nie? In welchen Situationen? Weiche Wirkung hat das Weinen auf Sie?

6. Wann lachen Sie? In welchen Situationen?

7. Wie Wirken Trost und Zuwendung, körperliche Berührung bei Ihnen? Wie haben Sie den Trost am liebsten? Von wem?

8. Kennen Sie Mitgefühl? Geben Sie mir bitte Bespiele aus. Ihrem Leben für Mitgefühl. Ist es eher Mitgefühl oder Sorge?

9. Heimweh? Trennungsschmerz?

10. Welche Wünsche hätten Sie, wenn Ihnen ein Zauberstab zur Verfügung stehen würde? Soviele Wünsche wie Sie wollen.

11. Gibt es Charakterzüge von Ihnen, die Sie ändern möchten? Oder sind sie mit Ihrem Charakter so wie er ist zufrieden? Welche ist die Situation, bei welcher Sie sich am unwohlsten fühlen?

12. Kommt bei Ihnen Eifersucht vor, oder kennen Sie diese Emotion nicht? Zu wem spüren Sie die Eifersucht: zum Partner, zu Freunden oder Freundinnen, zur Familie, zu den Eigenschaften anderer Menschen? Wie äussert sich die Eifersucht?

13. Wann kommt Zorn vor, wann werden Sie zornig? Wie äussern sich Wut und Aerger bei Ihnen? Fluchen, Schlagen, Dinge werfen, Wunsch zu töten oder behalten Sie den Zorn eher bei sich?

14. Wie ertragen Sie Widerspruch? Neigen Sie zum Widerspruch so gefühlsmässig, vom Bauch aus? Kommen bei Ihnen Kritik oder Vorwürfe an andere vor? In welchen Situationen?

15. Kennen Sie Hass- und Rachegefühle? Können Sie schnell verzeihen, tragen Sie nach, versöhnen Sie sich, wer macht als erster Frieden zwischen Sie und Ihren Partner?

16. Wie ist Ihr religiöses Empfinden? Die religiöse Praxis? Das Beten? Das Beichten? Sexualität und Religion? Wie stehen Sie zum Jenseits?

17. Wie steht es um Ihr Harmoniebedürfniss? Wie ist Ihre Beziehung zum Partner, zur Familie, zu den Nachbarn, auf der Arbeit mit den Mitarbeitern? Zu den Mitmenschen allgemein? Wie ist die Bezihung zu Mutter und Vater? Wie ist das Verhältnis zu den Tieren?

18. Wie ist das Verhältnis zu Ihrem Körper? Haben Sie spezielle Empfindungen oder Wahrnehmungen Ihres Körpers betreffend, die Ihnen aufgefallen sind?

19. Kamen bei Ihnen als Kind oder später irgendwelche Aengste vor?

Z.B

– Angst beim Alleinsein

– in der Dunkelheit

– vor Einbrechern

– um andere Menschen

– um Kinder, um die Familie

– Die Furcht, dass man geliebten Menschen oder anderen etwas antun könnte?

– vor scharfen Gegenständen

– vor Tieren

– im Oeffentlichen aufzutreten

– vor der Zukunft

– vor dem Tod

– vor Krankheiten usw.

20. Wie ist Ihr Ordnungssinn und Bedürfnis sich zu waschen?

21. Wie ist Ihr Verhältnis zum Geld?

22. Wie stehen sie zu Ihrem Beruf? Kennen Sie Ehrgeiz? Wie ist Ihr Verantwortungssinn? Gibt es Situationen in denen Sie Konkurrenz spüren?

23. Kommt es vor, dass Sie sich Unsicher fühlen oder Mangel an Selbstvertrauen haben? In welchen Situationen?

24. Wie ist Ihr Tempo beim Gehen, beim Arbeiten, beim Essen?

25. Es gibt Menschen, die manchmal denken sie würden lieber nicht mehr auf dieser Erde sein, sie möchten lieber sterben. Wie steht es bei Ihnen mit solchen Gedanken? In welchen Situationen?

26. Welche Träume kommen bei Ihnen vor? Welcher war der Traum, der sie am meisten beeindruckt hat? Welches Gefühl spürten Sie im Traum? Was denken Sie zu diesem Traum? Gibt es einen Bezug zur Realität?

27. Wie ist Ihre Beziehung zu Musik und Tanz? Für welche Musik sind sie speziell empfindlich? Welche Emotionen kann Musik bei Ihnen auslösen?

28. Verlangt das Leben viel ab

29. Wie stehts mti dem Schlaf, wie wirkt sich wenig Schlaf aus

30. Wie stehts mit Stimmungen

31. Mit Rauchen

32. gerne macht, um sich zu entspannen

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Arzt für Allgemeinmedizin, multiple präventivmedizinische, schulmedizinische und komplementäre Zusatzausbildungen

Wissenschaftliche Arbeit und Forschungs-BeiträgeZahlreiche Artikel und Vorträge

Umfangreiche Recherchen in der aktuellen medizinischen Forschung zum Zweck der Selbst-Weiterbildung und als Gedächtnis-Stütze.  

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Ärztekammer Disclaimer

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Dies ist keinesfalls beabsichtigt, die Website ist ein absichtsloses Weiterbildungsmedium von Dr. Retzek, der seine wissenschaftlichen Pubmed-Recherchen hier mit ärztlichen Kollegen unentgeltlich teilt, wofür Dr. Retzek von vielen Kollegen aus dem In- und Ausland regelmässig Anerkennung ausgesprochen bekommt.

Dass Wissenschaftsrecherchen und Studien „das Standesansehen der Ärzte“ verletzen könnte, war Dr. Retzek nicht bewusst, er bedauert dies zutiefst und entschuldigt sich bei den betroffenen Kollegen.