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Forscher entdecken Jungbrunnen

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Ausschaltung eines Gens verlängert Leben um ein Drittel
 
Durchschnittsalter könnte auf bis zu 110 Jahre steigen (pixelio.de, Paul-Georg Meister)

Bergamo (pte/21.03.2009/06:10) – Wissenschaftler des Dipartimento di Medicina Molecolare am Laboratorio Mario Negri http://www.marionegri.it in Bergamo haben eine grundlegende Entdeckung zu Möglichkeiten der menschlichen Lebensverlängerung gemacht. Anhand von Laborversuchen an Mäusen ergab sich, dass die Tiere beim Fehlen des fĂĽr die Rezeptortätigkeit des Hormons „Angiotensin 2“ verantwortlichen Gens bis zu 30 Prozent länger als die unbehandelten Artgenossen lebten.

„Wir haben nicht nur ein langsameres Altern, sondern auch eine geringere Anfälligkeit gegenĂĽber Arteriosklerose festgestellt“, erklärte der Institutsleiter Giuseppe Remuzzi. „Diese Eigenschaft bringt eine Senkung der Risiken fĂĽr die FunktionstĂĽchtigkeit von Herz, Nieren und Gehirn mit sich.“ AuĂźerdem werde die Wirkung des bei Alterungsvorgängen mitwirkenden Proteins Nampt und des bei der InsulinausschĂĽttung beteiligten Enzyms Sirtuin 3 gefördert.

„Das fĂĽr die Rezeptoraktivität des Angiotensin 2 verantwortliche Gen ist fĂĽr die Entwicklung des Fötus, nicht aber fĂĽr den adulten Organismus unentbehrlich“, so der italienische Forscher weiter. „Auch fĂĽr unsere Vorfahren war es sehr wichtig , da es in lebensgefährlichen Situationen wie beim Angriff durch wilde Tiere zu einer schnellen Reaktion der Verteidigung verhalf.“ Heute sei es wegen der beschriebenen Auswirkungen auf die inneren Organe eher schädlich als von Nutzen. Durch den Einsatz bereits bekannter pharmakologischer Angiotensin-Antagonisten könne nicht nur die Lebensqualität verbessert, sondern auch das Lebensende bis zu 30 Prozent hinausgezögert werden. „Beim Menschen wĂĽrde dies die Erreichung eines durchschnittlichen Alters von 105 bis 110 Jahren bedeuten“, meint Remuzzi.

Inzwischen gehe es darum, die mit dem Rezeptor-Gen verbundenen biologischen Vorgänge näher kennenzulernen. Dadurch könne auch der fĂĽr die Pharmabehandlung richtige Zeitpunkt ermittelt werden. Die Untersuchung in Bergamo war in direkter Zusammenarbeit mit Ă„rzten der Ospedali Riuniti http://www.ospedaliriuniti.bergamo.it und mehreren Mailänder Forschungslaboratorien durchgefĂĽhrt worden. Einzelheiten sind in der Fachzeitschrift „Journal of Clinical Investigation“ dargestellt. (Ende)

 

Pressetext.at 

Dr.med. Helmut B Retzek
Dr.med. Helmut B Retzekhttp://www.retzek.at
Arzt für Allgemeinmedizin, multiple präventivmedizinische, schulmedizinische und komplementäre Zusatzausbildungen. Wissenschaftliche Arbeit und Forschungs-Beiträge. Zahlreiche Artikel und Vorträge.  Diese Website dokumentiert umfangreiche eigene Recherchen in der aktuellen medizinischen Forschung zum Zweck der Selbst-Weiterbildung und als Gedächtnis-Stütze. Mässige Legasthenie, daher Rechtschreib- und Beistrichfehler, bitte nicht kommentieren, wer es nicht aushält bitte einfach nicht lesen [toggle title="Ärztekammer Disclaimer"] Ärztekammmer Disclaimer die Oberösterreichische Ärztekammer moniert weite Teile diese Website als "aufdringlich, marktschreierisch und beim Laien den Eindruck medizinischer Exklusivität erweckend". Dies ist keinesfalls beabsichtigt, die Website ist ein absichtsloses Weiterbildungsmedium von Dr. Retzek, der seine wissenschaftlichen Pubmed-Recherchen hier mit ärztlichen Kollegen unentgeltlich teilt, wofür Dr. Retzek von vielen Kollegen aus dem In- und Ausland regelmässig Anerkennung ausgesprochen bekommt. Dass Wissenschaftsrecherchen und Studien "das Standesansehen der Ärzte" verletzen könnte, war Dr. Retzek nicht bewusst, er bedauert dies zutiefst und entschuldigt sich bei den betroffenen Kollegen. [/toggle]

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