Fluor – sinnvolle Kariesprophylaxe?

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Fluor – sinnvolle Kariesprophylaxe oder gesundheitliches Risiko?

(Erschienen in Homöopathie Zeitschrift II/98, Seite 11 ff) РKirsten Hill

 

Seit den 30er Jahren werden weltweit st√§ndig wiederkehrende Debatten um eine Zwangsfluoridierung der Bev√∂lkerung zur Kariesprophylaxe gef√ľhrt. In einigen L√§ndern wird dies durch Trinkwasser- oder Speisesalzanreicherung bereits praktiziert. Auch in Deutschland h√§uft sich ein solche Vorgehen. Hier ein Bericht √ľber die Hintergr√ľnde und die gesundheitliche Bedeutung einer derartigen Ma√ünahme.

 

 

Fluor

Fluor zählt zu den Halogenen und ist ein äußerst aggressives Gas. Es wird in geringer Menge vom Körper benötigt und kommt in zahlreichen Nahrungsmitteln vor (schwarzer Tee, Hirse, Gelatine, Mineralwässer und Fisch etc.).

Fluor besitzt eine sehr starke Affinit√§t zu Kalzium („Kalzium-Fresser“) und eine ausgesprochene Tendenz, sich im K√∂rper anzusammeln; nicht nur in den Knochen und Z√§hnen, sondern auch in weichen Geweben wie etwa Arterienw√§nden und Schilddr√ľse. Eine permanente Einnahme in geringer Konzentration f√ľhrt u.a. zu der sog. Dentalfluorose, die sich zuerst durch eine kreidige Abstumpfung des Zahnschmelzes, sp√§ter dann durch eine fleckige Pigmentierung der Z√§hne bemerkbar macht.

Weitaus alarmierender sind jedoch weltweite Beobachtungen und Studien, die sich mit der chronischen Fluorintoxikation befa√üt haben. So wurde nachgewiesen, da√ü Fluorid in der geringen Menge von nur 1 ppm (parts per million = Teile auf eine Million Teile) im Trinkwasser den Abbau von Kollagen verursacht, was allein das Knorpelgewebe betreffend unweigerlich zu Arthritiden und Steifigkeit der Gelenke f√ľhrt. In mehreren Studien wurde ferner eine reduzierte Wanderungs-Geschwindigkeit der Leukozyten (und somit auch reduzierte Phagozytose) bei Menschen nachgewiesen, die in fluoridierten Gebieten leben. Chromosomenbr√ľche und -verletzungen wurden bereits in den 70er Jahren im Tierversuch bemerkt. Krebs, Lebersch√§den und Unfruchtbarkeit als Folge der Langzeitfluoreinnahme werden weltweit diskutiert.

 

 

Interessenshintergr√ľnde

Es w√§re anzunehmen, da√ü die Entwicklung der Idee einer Zwangsfluoridierung Ergebnis medizinischer Forschung sei. Aber weit gefehlt! Fluor, ein Abfallprodukt der metallverarbeitenden Industrie, wurde bis zu den 50er Jahren ungefiltert in die Gew√§sser geleitet, bis dies aufgrund eines gro√üen Fischsterbens gerichtlich verboten wurde. Nun wurde nach neuen Absatzm√∂glichkeiten der Fluoridabf√§lle gesucht und zum Teil in der Ratten- und Insektenvernichtung auch gefunden, wof√ľr sich die Fluorverbindungen hervorragend eignen. Da aber durch diese M√∂glichkeit nur ein geringer Teil der angefallenen Abf√§lle entsorgt werden konnte, wurde ein Zahnarzt, Gerald G. Cox, mit der L√∂sung des Fluorverwertungsproblems beauftragt. Dieser mit besten Beziehungen in die Zahn√§rzteschaft ausgestattete Demagoge erreichte schlie√ülich die erste Trinkwasserfluoridierung in den USA.

 

 

Fluor f√ľr alle?

Die kritiklose Fluorverabreichung unterscheidet sich von einer wirklichen therapeutischen Ma√ünahme vehement. So fehlt z.B. die notwendige Grundlage einer jeden arzneilichen Behandlung: Die Pr√ľfung der Indikation und Gegenindikation, die gew√§hrleistet, da√ü durch die Fluorgabe nicht etwa Schwangerschaft, Arteriosklerose, Nierenleiden, Knochenerkrankungen oder Allergien negativ beeinflu√üt werden k√∂nnen.

 

In der Betrachtung, ob eine Zwangsfluoridierung sinnvoll ist, sollte die Ber√ľcksichtigung der Kindesentwicklung nicht au√üer acht gelassen werden. So reichert der Mensch im Alter Fluor (als Kalziumfluorid) im K√∂rper an, ist hingegen als Kleinkind fast frei davon. Die Muttermilch ist ebenso frei von Fluor – selbst wenn die Mutter Fluor einnimmt! Das l√§√üt den Schlu√ü zu, da√ü das Kind Fluor nicht ben√∂tigt oder sogar davor gesch√ľtzt werden soll. Im Kindesalter weist der Knochen eine nat√ľrliche Elastizit√§t auf. Eine k√ľnstliche Verh√§rtung, wie es eine Fluormedikation zur Folge h√§tte, ist daher mehr als unphysiologisch.

Dar√ľberhinaus sind F√§lle bekannt, bei denen Kinder an einer √úberdosis Fluortabletten oder nach Herunterschlucken der Fluorlacke bei der zahn√§rztlichen Behandlung gestorben sind. Nachdenklich macht hier auch die Tatsache, da√ü ein kleines Kind mit einem Gewicht bis zu etwa 20 Pfund die Einnahme einer kompletten Tube Fluor-Zahnpasta nicht √ľberleben w√ľrde. Zahncreme f√ľr den Giftschrank?

 

 

Die Wirkung auf die Zähne

Neben der bereits erw√§hnten Dentalfluorose hat die Medikation von Fluor u.a. zur Folge, da√ü Zahnschmelz und Zahnbein geschw√§cht werden, weil die H√§rtung der Z√§hne durch Fluor zwangsl√§ufig zu einer Verspr√∂dung f√ľhrt. Ferner wurde festgestellt, da√ü Fluor Zahnfleischentz√ľndungen verursacht und die Zahnhaftung im Kiefer herabsetzt.

Vergleichende Untersuchungen zwischen B√ľrgern der Schweiz, wo seit Jahrzehnten bereits die Kochsalzfluoridierung durchgef√ľhrt wird und B√ľrgern anderer europ√§ischer L√§nder ergaben den schlechtesten Zahnbefund just bei 35-44j√§hrigen Schweizern.

Im Internet sind aktuelle Dissertationen zug√§ngig, verfa√üt von der Abteilung Kinderzahnheilkunde der Universit√§t Giessen, die sich sehr wohlwollend mit dem Einflu√ü der Fluoridierung auf das Gebi√ü auseinandersetzen. So ist hier zwar der g√ľnstige Einflu√ü auf die Kariesverbreitung im permanenten Gebi√ü erw√§hnt, jedoch unter der Ma√ügabe der zus√§tzlichen Begleitung von umfangreichen Aufkl√§rungsma√ünahmen, was die Zahnhygiene betrifft. Im Milchgebi√ü konnten jedoch keinerlei Hinweise auf eine √Ąnderung des Kariesstatus nach Fluorgabe bemerkt werden.

 

 

Fluor und Homöopathie

Was eine prophylaktische Fluorverabreichung im Rahmen der hom√∂opathischen Denkweise bedeutet, braucht wohl nicht n√§her ausgef√ľhrt zu werden. Es sei hier besonders auf das Arzneimittelbild von Natrium fluoratum hingewiesen, da Fluor in dieser Verbindung in der Kariesprophylaxe am h√§ufigsten zur Anwendung kommt:

 

Gem√ľt:¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† Aphasie, Bewu√ütlosigkeit, Ruhelosigkeit, Stupor, Traurigkeit

Allgemein:            Konvulsionen, Puls unregelmäßig, Rucke der Muskeln, Schwäche, Zucken

 

 

Im Fall der Speisesalzfluoridierung wird das besonders toxische Kaliumfluorid zum Einsatz kommen. Jan Scholten schreibt hier√ľber:

 

Symptome:¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† Dr√ľsenschwellungen, Abszesse, Fisteln. Zahnerkrankungen, Karies.

¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† ¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† Arterienverkalkung, Krampfadern. Gelenkentz√ľndungen, Knochen-

¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† ¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† abweichungen, Exostosen. Urethritis. Entz√ľndung der Vagina. Sexuelle

                        Beschwerden, Geschlechtskrankheiten.

 

 

Was tun?

Zun√§chst einmal: Karies ist keine Fluormangelkrankheit! Wenn wir uns dies und die wirklichen Ursachen einer Karies vor Augen halten, f√§llt die Entscheidung leicht. Mit ausgewogener Ern√§hrung, Einschr√§nkung des Zuckerkonsums und einer vern√ľnftigen Zahnhygiene l√§√üt sich nicht nur Karies verhindern. Eine Zwangsverordnung von Fluor lenkt lediglich von kausaler Kariesvorbeugung ab.

 

Fluor stellt ohne Zweifel ein starkes Enzym-, Zell- und Speichergift dar, das nachhaltig das Skelett und die Funktion der Ausscheidungsorgane beeinflu√üt. Die Aussage der Bef√ľrworter, da√ü nur die Dosis das Gift mache, gilt nicht f√ľr die Langzeitverabreichung und ber√ľcksichtigt nicht die kumulative Wirkung. Bei nahezu keinem anderen Stoff liegen physiologische Wirkung und Toxizit√§t so nahe beieinander. Da jedoch die Fluoraufnahme v√∂llig unkontrolliert √ľber Tabletten, Zahnpasten, Mundw√§sser, Nahrungsmittel und z.T. stark angereicherte Mineralw√§sser erfolgt, entgleist bereits jetzt die Dosierungsfrage v√∂llig. Auf eine zus√§tzliche Belastung durch fluoridiertes Speisesalz kann mit Sicherheit verzichtet werden!

 

Kirsten Hill

 

 

 

 

 

Empfehlenswerte Literatur zum Thema:

 

Bruker, Dr. M.O. und Ziegelbecker, Rudolf: „Vorsicht Fluor“. emu Verlag 1995

 

Yiamouyiannis, Dr. John: „Fr√ľher alt durch Fluoride“. Waldthausen Verlag 1991

 

 

 

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Literaturverzeichnis

Bruker, Dr. M.O. und Ziegelbecker, Rudolf: „Vorsicht Fluor“. emu Verlag 1995

dtv-Atlas zur Chemie – „Allgemeine und anorganische Chemie“. Deutscher Taschenbuchverlag 1985

Graf, Dr. Friedrich P.: „Hom√∂opathie f√ľr Hebammen und Geburtshelfer – Der S√§ugling“. Elwin Staude Verlag 1997

Graf, Dr. Friedrich P.: „Der S√§ugling“ (aus dem Internet)

Griefahn, Barbara: „Arbeitsmedizin“. Enke Verlag 1992

Katalyse-Umweltgruppe K√∂ln e.V.: „Chemie in Lebensmitteln“. Zweitausendeins Verlag 1983

Roy, Ravi und Lage-Roy, Carola: „Hom√∂opathischer Ratgeber – Z√§hne“. Lage & Roy Verlag 1996

Scholten, Jan: „Hom√∂opathie und Minerale“. Stichting Alonnissos, Jan Scholten, 1993

Schroyens, Dr. Frederik: „1001 kleine Arzneimittel“. Hahnemann Institut 1995

Universit√§t Giessen, Abteilung Kinderzahnheilkunde: „Dissertationen 1991-1997“ (aus dem Internet)

Yiamouyiannis, Dr. John: „Fr√ľher alt durch Fluoride“. Waldthausen Verlag 1991

 

 

Dr.med. Helmut B Retzek
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