EBV-Infektion bei Immunsuppression (Chemo, Transplantation) führt zu B-Zell-Lymphoproliferation (im Sinn einer ALL).

 

An Kollegen gerichtet, Information für Laien nicht hilfreich.

Information von einer Patientin, aus der Ordination, so interessant und lehrreich, dass ich es für Kollegen hier dokumentieren will als „Praxis-Splitter“.

Chemo-Kind entwickelt multiple Hirnläsionen

Kind unter Chemotherapie entwickelt plötzlich Eintrübung und spastische Lähmungen. In MR zeigen sich multiple Laesionen im Hirn die pathogenetisch nicht zugeordnet werden können. Hirnbiopsie, Lumbalpunktion und Blutwerte beweisen aktive EBV-Infektion, die Herde sind B-Zell-Haufen.

Onkologen einer grossen Kinder-Onkologie sind ratlos, andere Konsultationen ergeben auch keine hilfreiche Information. Erst nach 2 Wochen kommt eine hilfreiche Information aus dem St. Anna Kinderspital:

„das ist etwas ganz typisches durch EBV-Virus induziert, wir kennen das nur, weil wir nicht nur Krebskinder sondern auch Transplantations-Kinder behandeln. Wir sehen diese Läsionen typischerweise bei den Organtransplantierten Kindern unter immunsuppression wenn diese eine EBV-Virus-Infektion entwickeln, das ist ganz typische beim EBV-Virus“.

 

Berichtenswert ist diese sehr seltene Komplikation einer EBV-Infektion, da Ärzte einer grossen Onkologie und viele andere konsultierte Ärzte dies nicht gekannt haben.

 

–> siehe Epstein barr Virus – was funtioniert

 

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