wieder einmal wurde einer unserer Methadon-Patienten von seinem Onkologen wegen Methadon bedroht „wenn er das Methadon nicht absetzt wird er nicht weiterbehandelt“. Ich hab ihm geraten den Patientenanwalt oder die √Ąrztekammer einzuschalten.

 

Beim IGMEDT 2019 war Dr. Claudia Friesen – Methadon-Forscherin – eingeladen und hat einen Update gegeben.

Methadon verbessert das Ansprechen auf die Chemo-Therapie

Dr. Friesen wurde von Onkologen √∂ffentlich gebranntmarkt, dass ihre Studiendaten hinsichtlich der Chemo-Adjuvierung („Wirkverst√§rkung“) durch Methadon unrichtig seine und sie nur „publicity-s√ľchtig“ w√§re.

Dr. Friesen hat aber leider genau diese Studien-Daten ausser Haus durch ein Fremdlabor herstellen lassen – wohl wissend – um eben genau derartige Nachrede zu vermeiden.

Sie hat den Arzt geklagt und das Gerichtsverfahren gewonnen.

Chemo wirkt besser – resistente Krebse reagieren unter Methadon wieder auf die Chemotherapie weil das Resistenz-Gen blockiert wird

 

Deutsche Gesellschaft f√ľr H√§mato-Onklologie

Dr. Friesen wurde f√ľr ihre Forschung von der Deutschen Gesellschaft f√ľr Onklologie ein Preis verliehen. Sie wurde zur Preisverleihung eingeladen.

Just in dieser Zeit erschienen aber die ersten TV-Berichte √ľber die Chemo-verst√§rkende Methadon-Zusatzwirkung.

Dr. Friesen hatte einen Vortrag anl√§sslich der Preisverleihung vorbereitet. Ihr wurde aber beschieden, dass sie nicht vortragen d√ľrfte, sondern dass es jetzt zu einer Diskussion √ľber Methadon k√§me.

Diese Diskusson lief dann so ab, dass ein Methadon-Gegner √ľber Methadon tiradierte und dabei faktisch unrichtige Aussagen darbrachte.

Fr. Dr. Friesen wurde dann leider im Rahmen dieser „Diskussion“ keine Gelegenheit gegeben zu erwidern sondern man f√ľhrte sofort eine „Umfrage“ bei den anwesenden Onklologen durch „ob sie nun an Methadon glauben oder nicht“.

Die „√∂ffentliche“ Umfrage durch Hochhalten eines farbigen K√§rtchens fiel nun einstimmig gegen Methadon aus und damit war nun „gekl√§rt“, dass Methadon ein Hoax ist und Fr. Dr. Friesen nur publicity-s√ľchtig sei.

Irgendwie kam es nun in der Folge zur offiziellen „Gegen-Stellungnahme“ der deutschen Gesellschaft f√ľr H√§mato-Onklologie gegen Methadon, demnach diese offizielle Kaderschmiede Methadon als wissenschaftlich ausbeforscht und unwirksam ablehnt.

 

auch der Todesfall „durch Methadon“ ist mittlerweile gerichtlich gekl√§rt

Immer wieder wird ein Todesfall der unter Methadon aufgetreten ist als Argument dagegen dargestellt – „Methadon sei so giftig und lebensgef√§hrlich, wie k√∂nne man dies nur an Krebskranke geben“.

Interessanterweise gibt man es in der 10-20 fachen Dosierung als Heroin-Ersatz-Stoff t√§glich an S√ľchtige ab, diese nehmen es tw. schon 30 Jahre ein!¬†

 

Der Sachverhalt des „Methadon-Todesfalles“

Tats√§chlich war die eine verstorbene Patientin von einem nicht ausgebildeten Arzt massivst mit Methadon √ľberdosiert worden.

Sie bekam zum Einstieg statt 2 x 5 Tropfen Methadon L√∂sung 3 x 20 Milliliter (= 1200 Tropfen), wurde erwartungsgem√§ss – massiv √ľberdosiert – bewusstlos und ins Krankenhaus gebracht.

Dort gab man ihr statt dem Gegenmittel Naloxon oder Naltrexon jedoch ein anderes Opioid. 

Schliesslich verstarb die Patientin einige Tage später auf der Intensiv-Abteilung, hatte das Bewusstsein nicht wieder erlangt.

Aus nicht verst√§ndlichen Gr√ľnden wurde in diesem einen Fall auf die Obduktion der Patientin verzichtet w√§hrend gleichzeitig die Krankenhaus-Unterlagen verschwanden.¬†

Dieser Fall wird aber seither als „Methadon-ist-t√∂tlich-Beweiss“ von Methadon-Gegnern argumentativ verwendet.

Nun wurde schliesslich der Fall beim Staatsanwalt durch die Anzeige des Ulmer Uni-Chefs gerichtlich nach-untersucht und dabei wurde eindeutig geklärt:

woran die Patientin verstorben ist, kann man angesichts der verschwundenen Unterlagen und der ausgebliebenen Obduktion nicht mehr klären, es kann jedoch keinesfalls Methadon gewesen sein, da dieses nach dem Absetzen keine anhaltende Bewusstlosigkeit erzeugt und schon längst aus dem Körper ausgeschieden war, als die Patientin verstarb.

 

Wieso wird Methadon von Onkologen abgelehnt

Kommentar Dr. Retzek

meine Meinung (Dr. Retzek): die meisten sind wohl einfach zu √ľberarbeitet um sich damit auseinanderzusetzen. Wenn man vor einem grossen Stoss abzudiktierender Krankengeschichten sitzt, hat man keinen Kopf selber nach zu recherchieren, dann √ľbernimmt man argumentativ was von der Fachgesellschaft kommt.

Es ist jedoch f√ľr mich nicht einfach zu verstehen, dass Onkologen gerne schlecht zu dosierende und nebenwirkungsreiche Schmerz-Vehikel wie ein Fentanyl-Pflaster verordnen w√§hrend ein gut dosierbares und meist nebenwirkungsarmes Opioid wie Methadon vehement abgelehnt wird, obwohl es gleichzeitig in Palliativmedizinischen Diplom-Ausbildungs-Kursen als guter Opioid-Rotations-Wirkstoff gelehrt wird.

 

Was bringt Methadon wirklich?

Dr. Friesen stellt immer wieder klar: Methadon ist kein Wundermittel und kann schon gar nicht Krebs heilen, aber es kann das Ansprechen auf die Chemotherapie verbessern oder bereits chemo-resistente Tumore wieder aus der Resistenz in die Chemosensibilität bringen.

Sie hat inzwischen 400 F√§lle dokumentiert, die erstaunliche Prognose-Verbesserungen erfahren haben. Dies sind sicher Einzelfall-Beobachtungen mit begrenzter klinischer Relevanz, aber diese von ihr aufgefundene Wirksamkeit sei mittlerweile in M√ľnchen, Ulm und Berlin best√§tigt worden.

 

Anti-Methadon-Druck lässt aber tatsächlich nach

Da aber durch die beiden Gerichts-Urteile jetzt klar sei, dass sich Fr. Dr. Friesen gegen √ľble Nachrede wehrt und Methadon per se keine toxische Substanz im Setting Krebs-Palliation sei, h√§tten in den letzten Monaten auch die Angriffe gegen ihre Person aufgeh√∂rt; erz√§hlte uns Fr. Dr. Friesen.

Es seien im Gegenteil Bestrebungen im Gange tats√§chliche echte klinische Pr√ľfungen durchzuf√ľhren, Patientenvereinigungen haben sich direkt an den Bundestag gewandt und finden dort grosses Interesse, die Studie wurde Tats√§chlich im Herbst 2019 unter druck der Vielen patientenanfragen genehmigt.

 

Interview von Dr. Claudia Friesen – ORF/konkret – Februar 2019

 

 

Update zu den TV-Patienten – IGMEDT 2019

Die in den TV-Berichten (Stern-TV – weiter unten) gezeigten Patienten wie zB Fr. Sabine Kloske – Glioblastom – befindet sich immer noch rezidiv-frei in gutem Zustand, mittlerweile das 5te Jahr.

Angesichts der international √ľblichen √úLZ eines Glioblastom-Patienten von 384 Tagen ist dies zumindestens bemerkenswert – wenn auch, das gebe ich zu, kein sauberer Beweis f√ľr die Wirksamkeit von Methadon, es k√∂nnten ja auch Erdstrahlen oder Beten oder Zirbelwurze sein, welche Fr. Kloske ihre erstaunliche rezidivfreie Zeit erm√∂glicht.

Auch der Arzt der im TV-Bericht gezeigt wird, ist immer noch am Leben und befinde sich wohl, meinte Fr. Dr. Friesen beim IGMEDT 2019.

 

Fr. Dr. Friesen hat nat√ľrlich nur Einzelfall-Berichte, die keine echte wissenschaftliche Aussage-Kraft haben.

F√ľr die Betroffenen ist das Langzeit-√úberleben unter Methadon jedoch sehr erfreulich und – so empfinde ich dies – auch bei uns br√∂ckelt langsam der Widerstand gegen Methadon als Chemo-Adjuvans bei den Onkologen der Umgebung.

Auch die sehen wohl den einen oder anderen Patienten, der möglicherweise davon profitiert.

Wie ich an anderer Stelle meiner Methadon-Artikel ausf√ľhre, bekommen wir von 80% der uns r√ľckmeldenden Patienten positives Feedback zum Methadon, 40% der r√ľckmeldenden Patienten meinen eine Prognoseverbesserung bekommen zu haben.

Wir (Ordi Retzek) verschreiben Methadon nur Stadium IV Patienten, die onkologisch im palliativen Setting stehen.

Nur in Ausnahmefällen geben wir es bei geringeren Stadien: bei starken Schmerzen. Ansonsten verweise ich die Patienten auf LDN bei dem wir ebenfalls einen guten Eindruck haben.

Mittlerweile verschreiben es auch viele Hausärzte und sogar Onkologen.

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Arzt f√ľr Allgemeinmedizin,¬†multiple pr√§ventivmedizinische, schulmedizinische und komplement√§re¬†Zusatzausbildungen.¬†

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Dies ist keinesfalls beabsichtigt, die Website ist ein absichtsloses Weiterbildungsmedium von Dr. Retzek, der seine wissenschaftlichen Pubmed-Recherchen hier mit √§rztlichen Kollegen unentgeltlich teilt, wof√ľr Dr. Retzek von vielen Kollegen aus dem In- und Ausland regelm√§ssig Anerkennung ausgesprochen bekommt.

Dass Wissenschaftsrecherchen und Studien „das Standesansehen der √Ąrzte“ verletzen k√∂nnte, war Dr. Retzek nicht bewusst, er bedauert dies zutiefst und entschuldigt sich bei den betroffenen Kollegen.