Entz√ľndungshemmer: Sch√ľtzt Brokkoli die Atemwege?

(03.03.2009)
Kohlgem√ľse wie Brokkoli oder Karfiol macht in steter Regelm√§√üigkeit mit gesundheitsf√∂rdernden Effekten Schlagzeilen. Aktuell wird dem Gem√ľse aus der Familie der Kreuzbl√ľtengew√§chse eine sch√ľtzende Wirkung in Hinblick auf die Atemwege nachgesagt. Ein Forscher-Team der University of California in Los Angeles hat in Versuchen mit Brokkolisprossen Hinweise darauf erhalten, dass der sekund√§re Pflanzenstoff Sulforaphan vor entz√ľndlichen Erkrankungen im Bereich der Atemwege – wie Asthma oder COPD – sch√ľtzen kann.

Bei Untersuchungen mit 65 Freiwilligen zeigte sich, dass nach dem Verzehr der Sprossen Prozesse in Gang kommen, die entz√ľndliche Geschehen durch Luftverschmutzung, Pollenflug oder Tabakrauch hintanhalten k√∂nnen. Brokkolisprossen ‚Äď die sich auf einfache Weise auch zuhause ernten lassen ‚Äď sind die reichste nat√ľrliche Quelle von Sulforaphan. Doch die beobachtete Wirkung gilt nach Angaben von Studienleiter Marc Riedl auch f√ľr andere Kreuzbl√ľtengew√§chse. Riedl empfiehlt, im Rahmen einer gesunden Ern√§hrung t√§glich das eine oder andere Kohlgem√ľse im Speiseplan unterzubringen. Zu den Verwandten von Brokkoli z√§hlen unter anderem Karfiol, Kohlsprossen, Romanesco und Kohlrabi.
ks/ta http://www.netdoktor.at/nachrichten/?id=120208&date=2009-03-03
Quellen: ucla.edu; Clinical Immunology

 

 

Kreuzbl√ľtler: Brokkoli & Co als Schutz f√ľr Raucher?

Ob ged√ľnsteter Brokkoli, Karfiolcremesuppe oder ein saftiges St√ľck Kohlrabi ‚Äď best√§tigen sich aktuelle Ergebnisse US-amerikanischer Wissenschafter, sollten ehemalige und aktive Raucher darauf achten, dass sich auf ihrem Speiseplan reichlich Kreuzbl√ľten-Gew√§chse finden. K√∂nnten Brokkoli und Konsorten doch insbesondere Raucherinnen und Rauchern einen gewissen Schutz vor Krebserkrankungen bieten, wie die Forscher des Roswell Park Cancer Institute in Buffalo vermuten.

Zu dieser Annahme gelangten Li Tang und Kollegen im Zuge einer Studie mit 948 Lungenkrebs-Patienten und 1.743 Personen ohne Bronchialkarzinom. Die M√§nner und Frauen wurden ersucht, ausf√ľhrliche Frageb√∂gen zu ihren Ern√§hrungs- und Rauchgewohnheiten auszuf√ľllen. Die Analyse dieser Daten ergab schlie√ülich f√ľr jene Raucher, die gro√üe Mengen Gem√ľse aus der Familie der Kreuzbl√ľtengew√§chse verzehrt hatten, im Vergleich zu Teilnehmenden mit wenig oder gar keinem Kreuzbl√ľtlerkonsum eine 20 bis 55 Prozent reduzierte Erkrankungswahrscheinlichkeit. Die Risikominderung zeigte sich davon abh√§ngig, wie lange und wie intensiv die Teilnehmer geraucht bzw. welchem Gem√ľse sie in welcher Zubereitung den Vorzug gegeben hatten.

Zu fr√ľh f√ľr Empfehlungen

„Einen signifikanten Effekt haben wir nur bei vormaligen und aktiven Rauchern vorgefunden“, berichtete das Team um Li Tang zuletzt auf einer Fachtagung der American Association for Cancer Research in Washington. Unter jenen, die niemals geraucht hatten, habe man Vergleichbares nicht beobachtet. Wer mehr als ein P√§ckchen am Tag qualmte, profitierte laut Statistik am meisten von Brokkoli, Karfiol und Kohlrabi; als besonders zutr√§glich h√§tten sich die Gem√ľse in roher Form erwiesen.

Vorl√§ufiges Fazit: Empfehlungen k√∂nne man auf Basis der vorliegenden Daten noch nicht machen, weitere Studien m√ľssten folgen. Und: Auch wenn Raucher und Raucherinnen ihr Krebsrisiko durch Gem√ľseverzehr m√∂glicherweise positiv beeinflussen k√∂nnen, sollten sie sich ob der Ergebnisse keinesfalls in Sicherheit wiegen, h√§lt die Studienleiterin fest: „Wenn Sie lang genug rauchen, kann Ihnen nichts helfen.“
ta
19.11.2008 http://www.netdoktor.at/nachrichten/?id=119985
Quelle: Reuters Health, Science Daily

 

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