Nervengift Botox breitet sich im Gewebe aus
Drei Tage nach Injektion in anderen Körperteilen nachweisbar

London/Pisa (pte/03.04.2008/15:15) – Eine der giftigsten und gef√§hrlichsten Substanzen, das Botox-Toxin, das in der Sch√∂nheitschirurgie h√§ufig verwendet wird, k√∂nnte mehr unerw√ľnschte gesundheitliche Folgen nach sich ziehen, als bisher vermutet. Forscher haben n√§mlich nachgewiesen, dass Botulinum Neurotoxin Type A, wie die Substanz wissenschaftlich hei√üt, nicht nur an jenen K√∂rperstellen bleibt, in die es injiziert wird, sondern sich √ľber das Gewebe ausbreiten kann, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist in seiner Online-Ausgabe.



Nur drei Tagen nach der Botox-Injektion bei Ratten im Gesicht und im Hirn konnte das Forscherteam um Matteo Caleo vom Istituto di Neuroscienze in Pisa http://www.in.pi.cnr.it feststellen, dass sich das Nervengift im K√∂rper der Tiere verteilt hatte. Bisher waren Wissenschaftler davon ausgegangen, dass das Gift, das die Erregungs√ľbertragung von den Nervenzellen zum Muskel hemmt und damit die Kontraktion des Muskels abschw√§cht oder sogar ganz ausfallen l√§sst, dort bleibt, wo es injiziert wurde. F√ľr Caleo bedeutet diese Entdeckung nicht unbedingt negative Schlagzeilen.

„Die bisherigen Studien wurden mit Jod-125 durchgef√ľhrt, erkl√§rt Caleo im pressetext-Interview. Da jedoch die injizierten Mengen des Toxins derart gering sind, k√∂nnen sie mit dieser Methode nicht nachgewiesen werden. „Wir haben versucht, die Substanz anders nachzuweisen“, meint der Wissenschaftler. Sie suchten nach Fragmenten des SNAP-25-Proteins, das vom Toxin zerst√∂rt wird. SNAP-25 spielt n√§mlich in der √úbertragung von Nervenzellen zum Muskel eine entscheidende Rolle. „Tats√§chlich wurden wir f√ľndig“, erkl√§rt der Forscher. Den Wissenschaftlern ist es gelungen, Proteinfragmente in Hirnzellen zu lokalisieren, wenn den Ratten das Botulinum Neurotoxin in die Schnurrhaarmuskeln gespritzt worden war.

Die Auswirkungen der Ergebnisse erfordern eine neue und noch genauere Untersuchung, meint Caleo. Wenn, wie in kosmetischen Eins√§tzen, die Substanz alle vier bis sechs Monate injiziert wird, k√∂nne es schon zu Problemen kommen. Caleo will sich allerdings auf Spekulationen nicht festlegen. „Das muss man sehr viel genauer untersuchen“, meint der Forscher. Was allerdings von gr√∂√ütem Interesse w√§re, sei die Frage wie niedrig die Dosis ausfallen m√ľsste, um nicht mehr nachweisbar zu werden.

In der kosmetischen Behandlung spielt das Nervengift bereits seit einigen Jahren eine gro√üe Rolle. Behandelt werden damit vor allem Falten. Besonders die so genannten „dynamischen Gesichtsfalten“ – die durch die Aktivit√§t der Gesichtsmuskeln entstehen – lassen sich durch Botulinumtoxin wirksam r√ľckbilden. (Ende)

Aussender: pressetext.austria
(Visited 124 times, 1 visits today)

Arzt f√ľr Allgemeinmedizin,¬†multiple pr√§ventivmedizinische, schulmedizinische und komplement√§re¬†Zusatzausbildungen.¬†

Wissenschaftliche Arbeit und Forschungs-Beiträge. Zahlreiche Artikel und Vorträge. 

Umfangreiche Recherchen¬†in der aktuellen medizinischen Forschung zum Zweck der Selbst-Weiterbildung und als Ged√§chtnis-St√ľtze. ¬†

Mässige Legasthenie, daher Rechtschreib- und Beistrichfehler, bitte nicht kommentieren, wer es nicht aushält bitte einfach nicht lesen
- Dr. Retzek's Youtube - Kanal mit Testimonials usw.
- neue Einträge abonnieren --> im Footer der Seite

√Ąrztekammer Disclaimer

√Ąrztekammmer Disclaimer

die Ober√∂sterreichische √Ąrztekammer moniert weite Teile diese Website als „aufdringlich, marktschreierisch und beim Laien den Eindruck medizinischer Exklusivit√§t erweckend“.

Dies ist keinesfalls beabsichtigt, die Website ist ein absichtsloses Weiterbildungsmedium von Dr. Retzek, der seine wissenschaftlichen Pubmed-Recherchen hier mit √§rztlichen Kollegen unentgeltlich teilt, wof√ľr Dr. Retzek von vielen Kollegen aus dem In- und Ausland regelm√§ssig Anerkennung ausgesprochen bekommt.

Dass Wissenschaftsrecherchen und Studien „das Standesansehen der √Ąrzte“ verletzen k√∂nnte, war Dr. Retzek nicht bewusst, er bedauert dies zutiefst und entschuldigt sich bei den betroffenen Kollegen.

 

Kommentar gerne erw√ľscht wenn sie hilfreich f√ľr Leser sind

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr dar√ľber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.