Corona-Virus führt zu folgender Verlaufs-bestimmenden Folge: immunologisch ausgelöste Entzündungen in den Blutgefässen und Mikrothrombosen.

Verschiedene Strategien zur Therapie existieren. Hier hab ich endlich Studien gefunden, die uns zeigen, welche Blutverdünnung wir optimalerweise durchführen sollen.

wie werden die Thrombosen durch Covid behandelt

In unterschiedlichen Protokollen werden zur Prophylaxe entsprechender Komplikationen Blutverdünner eingesetzt:

dieser lokalen Unterschiede sind eigentlich suboptimal, weil dies ja beweist, dass man „ex juvantibus“ therapiert und nicht nach EBM-Kriterien.

Desswegen hab ich in der rezenten Pubmed rumgesucht um für mich selber Klarheit zu schaffen: welche medikamentöse Thrombose-Prophylaxe soll ich bei erhöhtem D-Dimer nach COVID oder Corona-IMPFUNG verordnen:

Studien zeigt, dass Apixaban (Eliquis ® ) deutliche Mortalitäts-Reduktion (um 54%) bewirkt, nicht aber Enoxaparin (niedermolekulares Heparin). Dies ist schon ein sehr deutliches berichtenswertes Ergebnis!

daher: Apixaban ist beim Corona-Virus das Mittel der Wahl.

 

Nebenbei: Wir haben aus unseren eigenen Blutuntersuchungen in der Praxis Hinweise dass bei Long-Covid – aber auch bei Impfungen länger anhaltende Mikrothrombosen vorhanden sein können.

Bei labormässig nachgewiesener Mikrothrombosierung (D-Dimer gering-mässig erhöht) werde ich Apixaban (Eliquis) ebenfalls für 6 Wochen verschreiben.

Wir haben unser Labor-Panel jetzt bei Corona-Geimpften mit fraglichen Nebenwirkungen auf Gerinnungs-parameter erweitert und finden doch immer wieder mal gering erhöhte D-Dimer (4-20), das ist in der Höhe nicht zu vergleichen mit richtig starken Thrombosen, wo der D-Dimer Wert auf über 1000 steigen kann. Trotzdem kommt der besorgte Anruf aus dem Labor „Herr Doktor, ihr Patient XY hat D-Dimer, wir wollen das gleich berichten“.

Routinemässig nach der Impfung machen wir Aspirin-Prophlyxe nach Prof. Kory: jeden 3ten Tag „Aspirin“ (325mg) oder jeden Tag Thrombo ASS (100mg) für 2 Monate dann D-Dimer 2 x im Monats-Abstand messen. Meine eigene D-Dimer-Erhöhung ist nach der Impfung für mindestens 2 Monate vorhanden gewesen.

–> ich hab einen eigenen Artikel in Arbeit, in dem ich zeigen möchte, dass nicht nur bei Astra-Zeneka-Impfungen Hirnvenen-Thrombosen verursacht werden, sondern dass länger anhaltende Mikro-Thrombosen bei allen Impfung-Stoffen (Astra, Moderna, Pfizer) als potentielle Komplikation auftreten kann. 

Dieser Hinweis auf Impfkomplikationen soll keinesfalls als „Impfkritik“ verstanden werden, ich habe kein Problem mit Nebenwirkungen wenn ich sie kenne und beherrsche – dafür vermeide ich (dank Impfung) die Intensivabteilung! 

Aus meinen Gesprächen mit Corona-Intensiv-Medizinern in den letzten Tagen ist klar, dass die Delta-Variante jetzt Ungeimpfte mit mittlerem Alter in die Intensiv-Abteilungen bringen und aus dem Leben reissen kann. Derzeit liegen bei uns in der Fachabteilungen Gmunden / Ried nur 40jährige oder jüngere. Die Impfung kann dies verhindern und sie – die Intensiv-Ärzte – sind alle frustriert bis entnervt „dass diese Fälle eigentlich gar nicht mehr sein müssten“.

Weil sich Nebenwirkungen herumsprechen und diese „vom System“ nur bagatellisiert werden und Kritiker verfolgt werden anstatt sich einer sachlichen faktenorientierten Diskussion zu stellen, herrscht bei vielen Menschen Misstrauen gegen die Impfung. Dies führt zur Impf-Muffelei – die wiederum mit ehrlicher Informations-Politik und aktiver Virus-Infektions-Prophylaxe begegnet werden müsste.

 

wichtig zu verstehen: Corona sind 2  Krankheiten

es ist wichtig die unterschiedlichen Stadien für Therapie und Studien zu verstehen“ (Studie 2021, daraus sind die nachfolgenden Bilder kopiert).

Die erste Phase von Corona ist eine Art „Influenza“, eine stärkere Virus-Infektion mit allen typischen Influenza-Erscheinungen. Bis das Immunsystem anspringt dauert es ca 7 Tage.

Ablauf der Erkrankung, nach der ersten Krankheits-Woche ist der Virus schon so gering, dass man andere nicht mehr anstecken kann, ab der 3ten Woche kann man selbst mit PCR keinen Virus mehr finden.

Blau oben ist die Konzentration an VIREN im Körper. Dann treten nach einigen Tagen die ersten Antikörper auf (rote Kurve) und machen ihren Job und räumen den Virus weg, nach 2 Wochen findet man keinen Virus mehr, da kommen aber erst die Komplikationen der Infektion hoch.

Da die Viren vorzugsweise Blutgefäss-Zellen (im ganzen Körper, besonders aber in der Lunge) infiziert, kommt es im „Abwehr-Kampf“ gegen die Viren zu „Friendly Fire“, einer Art von „Autoimmun-Erkrankung„:

das Immunsystem greift nicht nur die Viren an sondern auch die virenproduzierenden Blutgefäss-Zellen, die „von Willebrand-Faktor“ freisetzen und dadurch Thrombozyten-Aggregation (Blutplättchen-Verklumpung) auslösen, die Lunge wächst einfach zu durch die verstopfende Abfilterung der Mikrothromben aus dem Blut, daher kann nicht mehr ordentlich geatmet und später nicht mehr beatmet werden. 

Aussserdem treten manchmal Anti-Phospholipid-Antikörper auf, die letztlich dasselbe bewirken, Theorien gibts derzeit viele aber aktuell noch keinen Wissenschaftlichen Konsensus.

der Zytokin-Sturm

In einigen Patienten kommt es auch zu einer überschiessenden Freisetzung von Zytokinen wie IL-6 und TNF-Alpha.

Man vermutet hier das gleichzeitige Vorhandensein von Helicobakter-pylori, den Magenkeim,  der das Entzündungsgeschehen weiter antreibt und den der s.g. Zytokin-Sturm mit auslöst. Das ist insofern Interessant weil man die Morgellons ebenfalls als Co-Biofilm von Helicobacter + Borreliose identifziert hat, d.h. der Keim geht durch den Körper und vielleicht ist der Helicobacter ja der Grund wieso Antibiotika beim Covid Effekte zeigen und Prof. Didier Raoult mit seiner HCQ-Azithromycin Therapie im Frühstadium angewendet so positive Ergebnisse präsentiert hat (bis zu -44% Mortalität in klinischen Studien) (und dafür viel Hetze und Nachrede bekommen hatte).

Ablauf der Erkrankung

der Zytokin-Sturm schafft schliesslich die Patienten

Dieser Zytokin-Sturm entspricht einer starken Sepsis (Blutvergiftung), das Blut gerinnt in den Adern schliesslich so schnell, dass die Intensivmediziner oft nicht mal mehr Blut abnehmen können, die Beatmung funktioniert nicht mehr (Hyperkapnie), wenn zuviel CO2 im Blut drinnen ist, übersäuert der Organismus extrem und man verstirbt schliesslich an der Kombi all dieser Komplikationen an Multiorganversagen – ohne Virus, weil der schon vor Tagen von den Antikörpern weggeräumt wurde. 

Selbst heute – August 2021 – ist die Todesrate auf den Intensivabteilungen bei > 70jährigen bei 70% und bei den jüngeren bei 40% sagen mir befreundete Intensiv-Ärzte.

Aktuell liegen auf den Intensivabteilungen fast ausschliesslich 40 Jährige oder jüngere, die Intensiv-Mediziner – ich habe mit 3 in der letzten Woche gesprochen – sind durch die Bank frustriert, weil „die hätten sich schützen können, denn die Impfung verhindert die Intensiv-Abteilung. Praktisch alle die wir auf der Intensivabteilung liegen haben sind ungeimpft“.

 

Long Covid – dahinter verbergen sich auch mehrere Erkrankungen

Wer die Erkrankung übersteht hat gute Chance auf Long Covid. Ich vermute, dass mindestens 3 Varianten existieren:

  • Virus-Persistenz in Organen (Darm!!) mit „low level inflammation“ – meistens bei ambulanten ausgeheiltem Covid, die Leute berichten noch Monate später, dass sie immer wieder mal Tage haben, wo die Lunge brennt und Schwäche auftritt.

    Das Thema chronisch-persistierende Virus-Infektion ist an sich noch nicht sehr bekannt, v.a. im Hirn ist das wohl längerfristig bedrohlich.
    Wir sehen da Effekte mit Ivermectin, was ja auch studienmässig bestätigt ist – auch als Corona-Früh-Stadium-Therapeutikum mit brauchbarem Effekt, desswegen aber mittlerweile vollständig weggeräumt wurde, man bekommt nicht mal mehr Tier-Präparate.

  • präexistierende Borreliose + Coinfektionen die im Rahmen des Geschehens symptomatisch wird (Hinweise des Prof. Greilberger, Uni Graz) –> hier bräuchte man adäquate Therapie – ich hab dies noch nicht nachkontrolliert, Joachim hat mir erst kürzlich davon geschrieben und wir werden in zukunft bei allen LongCovid-Fällen die nicht gut ansprechen auf unsere Therapien diese These überprüfen
  • anhaltende Thrombosierung mit entsprechender Organbelastung. 
  • dauerhafte Organschäden mit Vernarbungen durch die Mikrothromben –> da geht nur noch Reha, das wird nicht mehr richtig gut werden können.

 

Was ich selber noch beobachte durch die Blutuntersuchungen der Long-Covid-Studien-Patienten:

Bisher wird nirgendwo diskutiert – anhaltende Mikro-Thrombosen nach COVID (und bei LongCovid)

ganz viele der Long Covid fälle haben auch nach Monaten noch erhöhte D-Dimer im Blut, d.h. persistierende FIBRIN – Thromben-Bildung.

Diese Mikrothromben werden in der Lungen, den Nieren, der Haut oder dem Hirn abgefiltertert und führen dann längerfristig zu Verschlechterung der Organfunktion.

Mehrere Patienten berichten, von einer langsam zunehmenden Reduktion der sportlichen Leistungsfähigkeit.

Und – spannenderweise – auch bei einigen geimpften Fällen (zb bei mir selber) bekommen wir länger Zeit erhöhte D-Dimer Werte.

Auf die Idee bei Leuten nach abgelaufenem Coronavirus überhaupt D-Dimer zu messen muss man erst mal kommen. Ich hab das im Rahmen unserer Long-Covid-Studie mit Prof. Greilberger / Uni Graz eingeführt und war dann ehrlichgesagt total überrascht, wie oft mich das Labor dringend angerufen hat „ihr Patient xy hat eine Thrombose, der D-Dimer ist erhöht“.

 

was frustrierend ist: nach 2 Jahren Pandemie gibt es kein internationales „Früh-Protokoll“

Sie erinnern sich: nur in der Frühen Phase der Infektion bringt eine antivirale Therapie gute Ergebnisse, in der Intensiv-Abteilung sind fast alle Massnahmen ausser Cortison+Blutverdünnung (+ Beatmung) erfolglos geblieben.

Wenn Patienten die Corona-Hotline 1450 anrufen, weil sie erkrankt sind, bekommen sie als Antwort: „bitte Selbst-Isolation, wenn sie nicht mehr atmen können, dann ins Spital“.  Auf die Frage was man denn nun tun kann kommt die Antwort „bitte den Hausarzt konsultieren“ (Bericht eines Patienten vorgestern, 27. Aug). 

Der Hausarzt hat ebenfalls kein österreichisches EBM-Protokoll für die Frühbehandlung, d.h. er kann nur ex juvantibus je nach seiner Erfahrung vorgehen. Die Mittel mit Studienmässig nachgewiesenen hilfreichen Effekten werden weggeräumt (Ivermectin, HCQ), das einzige internationale Protokoll mit Reputation wird nicht angewendet.

Das ist eine wissenschaftlich ungewöhnliche Vorgehensweise. Schulmedizin besteht ja nachgerade drauf, dass man die Massnahmen gegeneinander vergleicht und die beste Massnahme angewendet wird. Und nach 2 Jahren haben wir Ärzte kein offizielles Protokoll für diese frühe Phase der Erkrankung, die Vorgehensweise ist ausschliesslich „Isolation und Abwarten und den Hausarzt fragen“.

Klinische Erfahrung, wie zB Budesonid-Spray, wird negiert und die Autorin Dr. Kellermayr nihiliert.

Wenn es schliesslich nicht mehr zuhause geht, kommt man ins Spital. Und genau dies gälte es durch eine frühzeitige Behandlung mit corona-virostatisch wirksamen Mitteln zu verhindern.

Ablauf der Erkrankung

Jeder Versuch mit Antiviraler Strategie auf der Stufe der Intensivabteilung zu behandeln ist gescheitert – logisch, ist ja kein Virus mehr da sondern die Autoimmunerkrankung.

Daher sind viele HCQ oder IVERMECTIN u.ä.  Studien negativ ausgegangen, weil die Probanten erst in diesem Stadium damit behandelt wurden. 

Die Zeit mit antiviraler Prophylaxe, Budesonid-Spray und Blutverdünner ist VOR DEM KRANKENHAUS. 

Wieso seit Anbeginn an alle – studientechnisch zumindestens tw. wirkungsvollen – Früh-Massnahmen aktiv bekämpft oder durch Verschweigen ignoriert werden (VitD, Zink, HCQ, Ivermectin, Famotidin, Floxyfral) ist unverständlich. Kritiker wie Prof. Schubert von der Uni Innsbruck oder Prof. Haditsch von Uni Linz kommen maximal auf Servus-TV zu Wort und werden dann als Sonderlinge und weltfremd hingestellt.

Ich warte sehnlichst auf die EXPERTEN im offiziellen TV, die endlich diesen stadienhaften Verlauf von COVID darstellen sowie entsprechende Frühprophylaxe und Frühtherapie propagieren – neben der sinnvollen Impfung! 

 

Impfung ist nicht die einzige Prophylaxe von schwersten Verläufen

D.h. ich bin angesichts der Abwägung aller Fakten FÜR die IMPFUNG, bin selber geimpft, auch meine Frau und Kinder sowie natürlich die Mutter, Schwester und Schwager.

Gern hätte ich aber früher um die Komplikationen und optimale Vorgehensweise zur Impfung gewusst, dann wäre uns einiges erspart geblieben.

Die derzeit von uns ausgegebene Impfbegleitung besteht aus:

  • Aspirin (täglich 100mg für 2 Monate) – solange es kein Gegenargument für diese leichte Blutverdünnung gibt (Hausarzt fragen).
  • Oxytocin C200 (wöchentlich 1 Gabe für 2 Monate)
  • Impfnosode C30 (täglich 1 Gabe für 1 Monat)

Wir testen möglichst vor jeder Impfung den Antikörper Titer im Labor und impfen definitiv NICHT bei hohem Antikörper-Spiegel, egal was uns Bürokraten oder „Experten“ erzählen.

In dem Zusammenhang noch eine Anektote über eine unrealisische Bürokratie: eine meiner Krebspatienten hatte schon im Sommer 2020 einen Covid-Antikörper-Titer von 6000 AU – ohne je bemerkt zu haben, dass sie krank war (= VitD). Sie wurde im Mai 2021 von mir selber bei Antikörper von 1000 geimpft und hat jetzt Antikörper von 40.000 AU. Ihr wird aber von der Behörde beschieden, dass sie keinen Grünen Pass bekommt, da sie die erste Infektion nicht mit PCR bestätigt hat und kann desswegen nicht reisen. 

Wir testen 10 Tage nach der Impfung auf D-Dimer und machen – wenn dieser erhöht ist –  eine starke Blutverdünnung mit Eliquis.

Ich finde das eine sehr rationale Herangehensweise. So überwacht und begleitet, seh ich kein Problem mit der Impfung. 

 

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2 Kommentare

  1. Schöne Tag Herr Retzek. Ihr Bericht beindruckt mich, da ich auf der suche bin nach linderung und um Spätfolgen zu Vermeiden. Ich bin allerding nicht vom Fach und möchte meinen Sohn Daniel unterstützen, er hat aktuell Corona. wir würden gerne ein Behandlungspaket von ihnen Bezihen und bitte um rücksprache wie wir dies anwenden.
    Hezlichen Dank
    Norbert Schneeweiss

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