schon lang hab ich nicht mehr von meinem Freund Dr. M, den Praktiker eines kleinen Ortes, geschrieben.

Er ist ja eigentlich ein Sozial-Querulant, regt sich √ľber alles m√∂gliche und unm√∂gliche auf, kann sein eigentlich wundersch√∂nes Leben nicht einfach so wie es ist annehmen und geniessen.

Das letzte Mal beschwerte er sich √ľber die Notwendigkeit den Forderungen seiner Patienten nach Krankenstand bei Mini-Beschwerden nachzugeben.

In einer kleinen Ortschaft ist man eben sozial so vernetzt dass man diese Anliegen der ihn um „Hilfe“ aufsuchenden Patienten nicht einfach ablehnen kann.

√Ąrgern tut es ihn trotzdem, wenn er dann am Nachmittag w√§hrend seiner Visitenfahrten die „Kranken“ beim Dachstuhl-Montieren sieht.

Diesmal referierte er fast 20 Minuten entr√ľstet √ľber „des √Ėsterreichers h√∂chstes Ziel ist es eine Behinderung zu haben„.

Neuerdings kommen – fast t√§glich (!!!) – Patienten zu ihm um sich Best√§tigungen √ľber erlittenes Leiden oder einmal erlittene Krankheiten ausstellen zu lassen.

Als ihm dies komisch vorkam hat er sich bei seinen Praxis-Mitarbeiterinnen dazu kundig gemacht. Tatsächlich gibt es ein unausgesprochenes aber eigentlich öffentliches Geheimnis: 

Fast jeder √ľber 30 in dieser Ortschaft versucht einen Behinderten – Ausweiss zu bekommen, da dies nicht nur mit einem Vorteil f√ľr das Parken usw verbunden ist, sondern auch mit einem steuerlichen Vorteil.

Leider hab ich jetzt vergessen was genau, jedoch nicht unbeträchtliche Verminderung der Steuerleistung.

 

Desswegen – lieber Dr. M – wenn du dies hier liest:

kannst du mir bitte eine Bestätigung senden

  • √ľber meine extreme Kurzsichtigkeit von 12 Dioptrien.
  • Ausserdem wurde ich mit 16j Sublux tali dext operiert habe jedoch mehrmals erneute Distorsions-Traumen mitmachen m√ľssen.
  • Vor 3 Jahren hatte ich ein Ulkus der Cornea durch Seife auf der Kontaktlinse
  • und – wie du ja weisst – bin ich schon fast malign adip√∂s.

Das sollte doch wirklich reichen um einige Prozent Behinderung zu bekommen!

 Ach ja

mein Vater, dem ich davon erzählt hat, lässt fragen, ober nciht wegen seinem Prostatkrebs ebenfalls einen Behinderten-Schein haben kann, es ist ja auch gerechtfertigt, er muss viel öfter aufs Klo gehen. Er wurde gleich hellhörig als er das von der Gratis-Vignette gehört hat.

 

(Visited 69 times, 1 visits today)

Arzt f√ľr Allgemeinmedizin,¬†multiple pr√§ventivmedizinische, schulmedizinische und komplement√§re¬†Zusatzausbildungen.¬†

Wissenschaftliche Arbeit und Forschungs-Beiträge. Zahlreiche Artikel und Vorträge. 

Umfangreiche Recherchen¬†in der aktuellen medizinischen Forschung zum Zweck der Selbst-Weiterbildung und als Ged√§chtnis-St√ľtze. ¬†

Mässige Legasthenie, daher Rechtschreib- und Beistrichfehler, bitte nicht kommentieren, wer es nicht aushält bitte einfach nicht lesen
- Dr. Retzek's Youtube - Kanal mit Testimonials usw.
- neue Einträge abonnieren --> im Footer der Seite

√Ąrztekammer Disclaimer

√Ąrztekammmer Disclaimer

die Ober√∂sterreichische √Ąrztekammer moniert weite Teile diese Website als „aufdringlich, marktschreierisch und beim Laien den Eindruck medizinischer Exklusivit√§t erweckend“.

Dies ist keinesfalls beabsichtigt, die Website ist ein absichtsloses Weiterbildungsmedium von Dr. Retzek, der seine wissenschaftlichen Pubmed-Recherchen hier mit √§rztlichen Kollegen unentgeltlich teilt, wof√ľr Dr. Retzek von vielen Kollegen aus dem In- und Ausland regelm√§ssig Anerkennung ausgesprochen bekommt.

Dass Wissenschaftsrecherchen und Studien „das Standesansehen der √Ąrzte“ verletzen k√∂nnte, war Dr. Retzek nicht bewusst, er bedauert dies zutiefst und entschuldigt sich bei den betroffenen Kollegen.