Vitamin K2 reduziert das Fortschreiten einer Gefässverkalkung, sagen Studien

Vitamin K – neues Supermolekül

wir haben es im Studium nur als „Vitamin K“ gelernt, wichtig für die Blutgerinnung und erfahren, dass wir ausreichend davon durch Darmbakterien und Ernährung bekommen. Nur die kleinen Babies frisch aus dem Mutterleib brauchen es und bekommen 1 Tropfen nach der Geburt.

Vitamin K Antagonisten: „Blutverdünnung“

mit Marcoumar hatten wir ein Medikament, das VitK eliminiert und dann gibts keine richtige Blutgerinnung mehr, weil durch das Vitamin K ein wichtiger Blutgerinnungsfaktor aktiviert wird. Wenn ich also Vitamin K hemme, dann „reift die Blutgerinnung nicht“ und ich werde zum Bluter.

Desswegen besteht Rattengift aus Marcoumar, die Ratten verbluten innerlich.

In der Medizin wurde dieser Effekt exakt dosiert eingesetzt und beim Herz-Vorhofflimmern kann durch „Blutverdünnung“ die Schlaganfall-Gefahr eliminiert werden –> einer der wichtigsten Hauptgründe für die massiv gestiegene Lebenszeit der letzten 20 Jahre!

Zuviel Vitamin K macht jedoch keine Erhöhung der Blutgerinnungsneigung.

 

K1 versus K2

irgendwann vor einigen Jahren kam es zur Differenzierung in Vitamin K1 –> das Blutgerinnungs-Vitamin – v.a. aus Gemüse

und Vitamin K2 –> das Knochen / Verkalkungs-Vitamin – v.a. aus Fleisch

Eigentlich ist diese Differenzierung nicht korrekt, denn das Vitamin K2 hat den K1-Effekt aber noch zusätzlich einen Effekt der die Verkalkungen steuert:

es hemmt die Verkalkung der Blutgefässe.

 

Mehr K2 in der Nahrung –> weniger Atherosklerose

  • 2010er Studie in Atherosklerosis: -20% weniger Risiko unter K2, nicht unter K1
  • berühmte Rotterdam – Studie 2004: fast 50% weniger Herzinfarkt-Tote durch eine mässige Menachinon erhöhung und – was viel steiler ist – eine ca. 20% Gesamtmortalitäts-Verminderung im Untersuchungszeitraum – fantastisch!

    Ich werd ganz sicher mein VitK2 nicht mehr vergessen oder abtun.
    Ca 5000 Männer über 55, 10j Beobachtungszeitraum.

 

 

2020er Norwegische 10j Studie 3000 Teilnehmer

dasselbe Ergebnis: erhöhte Einnahme von VitK2 halbiert Herzinfarkte u.ä.  um fast 50%

 

Wieso eigentlich?

Anti-Atherosklerose-Wirkung über das Matrix-GLA-Protein

VitK2 modifiziert das Matrix-GLA-Protein (MGP) sodass es aktiv wird. Dieses Protein verhindert eine Verkalkung der Blutgefässe. je mehr VitK2 desto mehr aktives MGP ist vorhanden (Studie 2016)

Neuer Atherosklerose-Marker

Desswegen wird es jetzt als „innovativer Verkalkungs-Marker“ in ganz modernen Labor-Untersuchungen eingesetzt.

Nieren-Arterien-Verkalkung in Nierenkranken

ein nachschlag noch, für Nieren-Gefäss-Verkalkungen 

in der Studie wurden Niereninsuffiziente Patienten mit VitK2 (+VitD) oder nur mit VitD behandelt. Man hat nach einem 3/4 Jahr den Verkalkungsgrad und die Atherosklerose aller grossen Gefässe gemessen. In der VitK2 Gruppe war das FORTSCHREITEN der Verkalkung signifikant geringer und v.a. auch die Labor-Paramter der Verkalkungs-assoziierten Proteine: MatrixGla-Protein, desphosphorylated-uncarboxylated MGP (dp-ucMGP), osteoprotegerin (OPG) Studie 2015

 

OK, das sind jetzt mal genug Studien, die zeigen dass Vitamin K2 gut ist, dass wir unbedingt das K2 und nicht das K1 brauchen.

Zusammenfassend: Halbierung der Kardiovaskulären Ereignisse und -20% „all cause mortality“ wenn man 200-400µg Vitamin K2 pro Tag einnimmt. Dosisabhängig, d.h. dass höhere Dosen mehr bringen.

 

Schulmedizin gegen Atherosklerose:  STATINE – Cholesterinsenker

natürlich sind wir sehr dankbar für die Statine (Cholesterin-Senker). Allerdings zeigen die in sehr grossen Studien in der Primär-Prävention (Verhinderung des Auftretens von Herzinfarkt oder Schlaganfall bei erhöhtem Cholesterin-Spiegel) keine positiven Effekte, eine primärpräventive Therapie ist daher studienmässig fragwürdig.

Hier ist Dr. Paul Mason über die aktuell grösste Studienreview randomisierter Studien (90.000 Teilnehmer, 11 Jahre)

  • Lebenszeitverlängerung durch Statine wenn man Herzkrank ist: 5,1 Tage  (sekundärprävention)
  • Lebenszeitverlängerung durch Statine, ohne Herzkrank zu sein: 3.1 Tage (primärprävention)

 

Patienten mit höchstem Risiko – angeborene Hypercholesterinämie

SPIRE-Studie 2018 die Verminderung von kardiovaskulären Ereignissen in 1500 Patienten mit homozygoter familiärer Hypercholesterinämie durch einen ganz modernen Cholesterinsenker: statistisch nicht signifikant. Die Nebenwirkungsrate liegt laut Dr. Mason jedoch bei ca 25%

Nebenwirkungen von Statinen: A) Statin Intoleranz

aus den Nebenwirkungen der obigen grossen Studien konnte Dr. Mason die wahren Nebenwirkungen rausrechnen, diese liegen bei 10% mit völliger Intoleranz gegenüber Statine, ich lass das Video genau an dieser Stelle starten

B) Myalgie und andere Nebenwirkungen

laut Dr. Masons klar nachvollziehbaren Argumenten, bekommt jeder 4te Nebenwirkungen durch Statine ohne einen wirklichen Benefit zu erreichen, denn – wie er am Beginn dieses Vortrages zeigt, sind es die übermässigen Kohlenhydrate, welche für die Atherosklerose verantwortlich sind.

Ich war jetzt erstmals völlig baff als ich diese neuen Studiendaten gesehen habe, den eigentlich war ich ein grosser Fan der Statine.

Wir verwenden sie off-label in der Krebsbehandlung und gegen Alzheimer Demenz und – seit wir Ärzte die Statine haben, überleben die Herzinfarkt-Patienten viele viele Jahre mit bester Lebensqualität. Hier passt irgendwie die erlebte Wirklichkeit mit den Studien nicht recht zusammen!

Die Nebenwirkungen – Muskelschmerzen – kommen vom Q10 Mangel der unter Statinen auftritt, das kann man einfach korrigieren, wenn man es weis.

 

 

wenn die Senkung des Cholesterins eine Atherosklerose nicht verhindert – wo kommt diese dann her?

ich möchte den Artikel hier nicht über viele Seiten führen, daher nur sehr konzentriert, ich hab lange Artikel zu den einzelnen Themen auf der Homepage, die ich dann verlinke

der Haupttreiber für die Atherosklerose ist WGA = Wheat germ agglutinin und damit WEIZEN und Getreide generell.

Hierzu gibt es mehrere ziemlich gute Hinweise, nämlich Bücher die von CARDIOLOGISCHEN Chirurgen geschrieben wurden:

Weizenwampe: Warum Weizen dick und krank macht
736 Bewertungen
Weizenwampe: Warum Weizen dick und krank macht
  • Davis, Dr. med. William (Autor)
  • 400 Seiten - 21.01.2013 (Veröffentlichungsdatum) - Goldmann Verlag (Herausgeber)

Der Herzchirurg Dr. William Davis hat  zwar das Problem und dessen Lösung beschrieben, aber den Wirkmechanismus noch nicht korrekt erkannt.  –> zum Artikel

Erst der Herzchirurg Dr. Steven Gundry hat die LEKTINE als den Auslöser von zahlreichen Erkrankungen, v.a. auch der Gefäss-Entzündung mit nachfolgender Atherosklerose beschrieben  –> zum Artikel

Böses Gemüse: Wie gesunde Nahrungsmittel uns krank machen. Lektine - die versteckte Gefahr im Essen
95 Bewertungen
Böses Gemüse: Wie gesunde Nahrungsmittel uns krank machen. Lektine - die versteckte Gefahr im Essen
  • Gundry, Steven R. (Autor)
  • 392 Seiten - 07.04.2020 (Veröffentlichungsdatum) - Beltz (Herausgeber)

Neben Weizen ist es v.a. das Erdnuss-Lektin, welches Gefäss-Entzündungen und nachfolgend Atherosklerose auslöst – desswegen der Hinweis von Dr. Steven Gundry in dessen Buch, dass in Experimenten die Gabe von Erdnussöl bei Versuchstieren Atherosklerose und Herzinfarkt auslöst – nicht aber wenn man die Lektine aus dem Öl rausfiltert.

Daher auch die „Low Carb Ernährung“ nach Dr. Paul Mason (siehe Video oben) so hilfreich, da es hier zu einer massiven Verminderung des Genusses von Weizen kommt. 

Siehe auch mein Artikel über das Esselstyn Wunder – Bill Clintons Heilung am Herz

 

Was kann noch gegen Gefäss-Verkalkung helfen?

 

Biozitronen-Schalen

lemons

meine Lieblings-Therapie: der Biozitronenschalen-Smoothie oder die Biozitronenschalen-marmelade.

in cholesterin-gefütterten Hasen: Plaque-Ablagerungen nur 1/3 wenn Zitronenschalen dazugegeben werden.

Review 2016 zeigt dass umfangreiche positive Effekt auf Leber- und Fettstoffwechsel vorhanden sind, viel gesündere Blutgefässe

Studie 2018: viel gesündere Plaques, besserer Fettstoffwechsel, weniger Blutgefäss-Entzündungen durch Zitronenschalen-Flavonoide

zB > 50 Studien mit Suchbegriffen „Zitronen Flavonoide Atherosklerose

 

 

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2 Kommentare

  1. Ich hatte vor Jahren einen zu hohen Homocystein-Wert, durch die Einnahme von Vitamin B6 100mg
    B12 1000mcg und Folsäure 1000mg war mein 3 Monaten der Einnahme mein Homocystein-Wert wieder im
    Normalbereich, das Präparat war Synervit, nach einiger Zeit wurde die Dosierung auf ein viertel reduziert,
    eine Bodenlose Frechheit, dahinter stecken bestimmt die Pharma-Banditen, die wollen ja Ihre Cholesterin-
    Senker verkaufen, mit krassen Nebenwirkungen.

    • in den AntiAging und Orthomolekular-Ausbildungen lernen wir, dass ein Senken des Homocystein-Wertes leider keine Verminderung des Risikos bringt, dass also dieser Wert zwar einen Risikofaktor anzeigt er aber selber nicht der Risikofaktor ist, sodass eine Senkung mit B-Vitaminen hier nichts hilft. Vielleicht hat ein Leser hier weitere oder neuere Infos, ich hab die Kurse vor ca. 10 Jahren gemacht.

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