Inhalt: aktuelle Antibiotika-Strategie bei Borrelien-Infektion als Erinnerungs-Stütze

akute vs. chronische Borreliose

Unterteilung in Frühborreliose (Neu-Infekt) und chronische Borreliose (symptomatisch), diese werden unterschiedlich behandelt da in der chronischen Borreliose sowohl Hirnbefall wie auch Persisterformen vorliegen.

Persisterformen (Cysten, Round Bodies, Biofilm, L-Form = Cell Wall Deficient Bacterias = CWD) bilden sich unter jeder Antibiotika-Therapie, egal welche Dosierung,

Persisterformen sind nur durch bakterizide Strategien zum Ausheilen, nur die Spirochätenform ist sensibel gegen bakteriostatische AB, nur 1% der Borrelien-DNA liegt als Spirochätenform vor.

 

welche Antibiotika

Unterteilung der Antibiotika in bakteriostatische und bakterizide Antibiotika, nur die Frühborreliose soll noch mit bakteriostatischen Antibiotika behandelt werden, da hier noch kein kompromitiertes Immunsystem besteht.

Gemäss ILADS-Protokoll soll jede Frühborreliose mindestens 6 Wochen mit AB behandelt werden, Protokoll der deutschen Gesellschaft für Borreliose sind 30 Tage (=4 wochen).

 

CAVE: Vitamin D wird zum Immunsuppresivum

 

nicht Borrelien geeignete Antibiotika

 

Borrelien-bakteriostatische Antibiotika (10)

nur für die Frühphase geeignet, mit Fortschreiten der KH bis zu 50% Versager (5)

  • Amoxicillin (Augmentin), Cefuroxim, Ceftriaxon (Rocephin®), Cefotaxim (Claforan®)
  • Makrolide: Clarithromycin, Azithromycin (NON: Erythro – hat keine Anti-Borr-Aktivität)
  • Tetracyclinen wie Minocyclin  (besser bei Neuroborreliose weil 40% Liquorgängigkeit vs. 17% von Rocephin®  = Ceftriaxon)     (10)
  • CAVE: Doxycyclin ist obsolet oder nur als Co-AB bei Coinfektionen weil es persisterformen fördert (10)
wir haben im Krankenhaus noch regelmässig Rocephin = Ceftriaxon infundiert. Laut Klinghardt enthält dieses als Zusatz das neurotoxische Ethylquecksilber THIOMERSAL welches die neurologischen Beschwerden noch vertiefen kann (–> Artikel). Gemäss der neuen Leitlinien ist daher die Ceftriaxon Infusion nicht mehr Therapie der 1. Wahl

 

Borrelien-bakterizide Antibiotika (10)

  • Tinidazol + Samento TOA-free + Banderol
  • Metronidazol
  • CAVE: kein Doxy, das fördert die Persisterformen (10)

 

Liquorgängige Antibiotika

  • Minocyclin / Quensyl  (Hydroxychloroquin als Adjuvans)
  • Tinidazol  (gibt es nur in Frankreich = Fasigyn® oder Italien = Trimonase®, nicht in BRD/Ö)
  • Klacid
  • Azithromycin
  • Rocephin (Ceftriaxon) –> nur 17% !!!   (10)

 

 

biologische Antibiotika

  • Kuhrazell
  • Pathoremo
  • CDL bzw. MMS
  • Rizol-Zeta
  • Zistrose
  • Karde
  • Japanese Knotwood
  • Artemisinin (v.a. auch bei Babesien als Coinfektion)
  • ……

 

Therapie-Anleitung

Frühphase / Erstinfektion – typische Rezepte (10)

 

chronische Lyme, Neuroborreliose (10)

 

Über div. Antibiotika

 

Weitere wichtige Infos (6) für chronische Lyme-KH

 

Therapeutische Strategien bei chron. Lyme-KH

 

Prinzipielle Vorgehensweise Dr. Retzek bei chronischer Lyme-KH

 

Klinghardt Protokoll 2016

 

Cowden Protokoll

Anleitung: Townsed Letter 2007 Suzanne Arthur

Nutramedix Protokoll

 

Spezielles

Biofilme: STEVIA-Tropfen (Nutramedix)

 

Leitlinien Diagnose / Therapie

Positiv bei Nachweis von zwei der folgenden Banden: p18, p21, p25 (OspC), p31 (OspA), p34, p39, p41, p43, p58, p83/100

 

Referenzen

 

Diagnose-Labors

  • Labor Rocchetti / Hamwi: macht Western Blot auch bei negativem Eliza (!!!). Borrelien-PCR: 89,- über Ganzimun, muss aber über Labordienst bis 14h in Linz sein (Anrufen).
  • Ganzimmun.de PCR im Punktat, Blut
  • IGeneX – in den USA zur Untersuchung der Zecken, Multiplex PCR aus Blut und Urin, Order-Formular
  • DNAConnexion – in USA – Klinghardts Labor mit dem er Borrelien PCR aus dem Urin macht.

 

 

 

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3 Kommentare

  1. Sehr geehrter Herr Dr. Retzek,

    auch ich bin eine Borreliosebetroffene. Monate mit Antibiose und Karde haben nichts gebracht. Aktives EBV wurde nun auch noch diagnostiziert.

    Ihr Beitrag zur Hyperthermiebehandlung hat mich aufhorchen lassen. Leider hat die Klinik auf meine Kontaktanfrage nicht reagiert. Haben Sie evt. noch mehr Informationen oder Kontaktmöglichlkeiten?

    Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar

    Viele Grüße
    Ute Dahlmann

  2. Lieber Kollege, Heli!

    Ich möchte dir an dieser Stelle wieder einmal aus ganzem Herzen danken (kann gar nicht oft genug sein ;)), dass du dir (in deiner Freizeit!!) die Arbeit machst und für Patienten, Kollegen und die Nachwelt recherchierst und zusammenfasst. Ich schätze die klare Umsetzbarkeit für die Praxis und den Ansatz, die holistische und klassische Medizin unter einen Hut zu bringen. Ich lerne bei dir nie aus und freu mich, dass auch meine Patienten davon profitieren.
    Deine charmante Art, zu deinen „legasthenischen“ Typos zu stehen, akzeptiere ich gerne als dein Markenzeichen. 😉

    Herzliche Grüße aus Wien
    Veronika Königswieser

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