Zusammenfassung: Verlust epigenetischer Informationen ist zentraler Teil des zellul√§ren Alterungs-Vorganges. Abhilfe: Fasten / Sport / Metformin / Resveratrol / NADH induzieren Sirtuine, welche f√ľr den Erhalt der epigenetischen Information zentral sind.

 

AntiAging-Forscher: Dr. David Sinclair

https://www.youtube.com/watch?v=IEz1P4i1P7s

einer der Wissenschaftler, die ich leider bisher √ľbersehen habe, ist Dr. David Sinclair.¬†

Die langen Autofahrten zu den Kursen (zB aktuell Faszien Distorsions Modell Ausbildung in Wolfenb√ľttel) erm√∂glichen es mir, viele Stunden Vortr√§ge von interessanten aktuellen Wissenschaftlern anzuh√∂ren. Dr. Sinclair war f√ľr mich eine aufregende neue Entdeckung!

Dr. Sinclair ist Australier, Genetiker und Wissenschaftler, der seit 2004 in Harvard Medical School forscht und die s.g. „Langlebigkeits-Gene“ Sirtuine mitentdeckt hat.

Dr Sinclair hat seine Forschungsergebnisse in einem neuen Buch zusammengeschrieben, welches jetzt gerade rausgekommen ist und in K√ľrze auch in Deutsch erscheinen wird

 

Lifespan: Why We Age‚Äēand Why We Don't Have To
  • Sinclair PhD, David A. (Autor)
  • 432 Seiten - 10.09.2019 (Ver√∂ffentlichungsdatum) - Atria Books (Herausgeber)

 

 

 

Die Biologie des Alterns

from http://healthcave.com/symptoms-of-dementia/man identifiziert mittlerweile ca 8 verschiedene typische Veränderungen während des Alterungs-Vorganges:

zB Telomere werden k√ľrzer,¬†Mitochondrien werden weniger und inaktiver, Zellteilung stoppt, Zellen werden zu Zombi-Zellen (Seneszenz), ……….

 

 

Dr. Sinclair fragt sich in seiner Forschung: warum passiert das aber eigentlich alles?

(c) Pixabay Free-Fotos Uhr Ziffernblatt

Was f√ľhrt dazu, dass genau diese Alterungsvorg√§nge √ľberhaupt stattfinden? Gibt es einen √ľbergeordneten Mechanismus?

Sinclair entwickelt die Theorie des Informations-Verlustes des Alterns.

Er meint, der K√∂rper verliert w√§hrend des Alterungs-Vorganges spezifische Informationen die dazu f√ľhren, dass die oben zitierten Alterungs-Eigenschaften stattfinden.

Er kann dies alles mittlerweile mit Maus – Modellen beweisen.

Laut Dr. Sinclair ist es keine Frage mehr, ob der Mensch tausend Jahre leben kann, die Frage ist nur noch „wann sind wir so weit“.

Eigentlich sei das alles gar nicht kompliziert zu verstehen, meint Dr. Sinclair:

Details zu Dr. Sinclairs Theorien des Alterns

Digitale und Analoge „Erb-Information“

Nach Sinclair werden wir von 2 Erb-Informationen geprägt und ausgebildet wie wir sind: der digitalen genetischen Information und der Umwelt-abhängigen analogen epigenetischen.

die DNA speichert unsere Erbinformation in der Form von 4 verschiedenen Buchstaben. Die Abfolge dieser Buchstaben bestimmt die Auspr√§gung der dadurch kodierten Proteine exakt, d.h. „digital„.

(c) uploaded to Researchgate by Nithyha Parameswaran

Allerdings wird das Umsetzen unsere Erbsubstanz – Information von vielen externen Einfl√ľssen mitbestimmt, dies nennt man Epigenetik.

weggepackt ist unerreichbar

Es macht n√§mlich einen Unterschied ob die DNS frei verf√ľgbar ist oder fest auf Histone aufgewickelt wird, wo sie praktisch unerreichbar und abgeschalten ist.

Spezialisten wissen es schon: DNS-Methylierung und Histon-Acetylierung bestimmen, ob ein Gen frei und abgewickelt ist,  oder ob es in Histonen fest verpackt aufgewickelt vorliegt.

Welche Gene nun genau aktiv und welche weggepackt und abgeschalten sind bestimmt die s.g. Epigenetik.

Erst der Packungs-Zustand der DNS bestimmt den Zell-Typus

Alle Zellen haben ja eigentlich genau dieselbe digitale Erb-Information,

in Leberzellen sind aber nur die Leberzell-Gene freigeschalten, in Nervenzellen nur die Nervenzell-Gene.

Man nennt das Freischalten von Genen auch „Expression“, Leberzellen „exprimieren“ bestimmte Lebertypische Proteine weil deren DNS-Abschnitte (Gene) nicht durch das Aufwicklung auf Histone weggepackt worden sind.

Diese individuellen gepr√§gten Eigenschaften sollen nat√ľrlich auch auf die Tochterzellen √ľbertragen werden.

Epigenetik wird von Umweltfaktoren mitbestimmt = analog

Diese epigenetischen Einfl√ľsse sind graduell und werde in hohem Masse auch von externen Faktoren mitbestimmt. Diese Epigenetik √§ndert sich st√§ndig, abh√§ngig von der Tageszeit, dem Bewegungs-Muster, der Ern√§hrung, Stress usw usf. – ist also permanent im Fluss, daher die Bezeichnung „analoge Information“, w√§hrend die digitale DNS-Information festgeschrieben bleibt.

Verlust der Epigenetik f√ľhrt zu den Degenerations-Formen die wir Alter nennen

Nach Dr. Sinclair verlieren Zellen und ihre Nachkommen im Lauf der ca 80 jährigen Lebensdauer zunehmend ihre Epigenetische Informationen und beginnen dadurch ein ungeregeltes Eigenleben oder verlieren ihre Fähigkeit sich korrekt zu teilen oder korrekt zu funktionieren und werden schliesslich zu Zombi-Zellen (Seneszens). 

Wieso der Verlust der Epigenetik?

starker Zell-Stress f√ľhrt schliesslich zu Chromosomen-Br√ľchen. Um zu √ľberleben muss die Zelle die DNS reparieren. F√ľr diese Reparation muss die DNS aber von den Histonen abgewickelt werden. Dabei verlieren viele Zellen diese epigenetische Information die im Aufwicklungs-Muster gespeichert vorgelegen war.¬†

So verlieren die Nervenzellen langsam ihre Identität als Nervenzellen, genauso wie die Leberzellen.

Begriffs-Präzissierung: Gene sind DNS-Abschnitte mit Erbinformation. Mit Hilfe der Protein-Synthese wird aus dieser Information dann ein Proteine erzeugt. Die Proteine sind die eigentlichen Maschinen, die im Körper jede Arbeit verrichten. Ihr Aufbau wird von der DNS-Information kodiert. Daher werden Proteine öfters unpräzise als Gene bezeichnet bzw Gleichgesetzt. Was exakt gemeint ist, ergibt sich aus dem Kontex:

Das Sirtuin-Gen ist die codierende DNS-Sequenz aus der das Sirtuin-Protein exprimiert wird (hergestellt wird). 

Proteine werden unterteilt in Struktur-Proteine (zB Kollagen oder Histon) und Enzyme. Die Enzyme beschleunigen chemische Reaktion um das Millionenfache, sind quasi kleine Chemie-Fabriken. 

 

Bestimmte Proteine – Sirtuine – sind verantwortlich f√ľr das Auspacken der DNS wie auch f√ľr das Einpacken der DNS. Wenn wir viele dieser Proteine haben oder diese sehr aktiv sind, kann die DNS-Reparatur viel effizienter und schneller stattfinden und man verliert nicht so viel an epigenetischer Verpackungs-Information was bedeutet, dass die Zelle weniger altert und l√§nger ihren genauen Expressions-Typus beh√§lt.

Diese Proteine kann man von aussen stimulieren und aktivieren, alle Anti-Aging-Massnahmen beruhen letztlich auf diesem Mechanismus:

Sport, Ern√§hrung, Hungern –> machen all diese Enzyme aktiv, wach und lassen die Zelle mehr dieser wichtigen Reparatur-Enzyme produzieren.

 

Sirtuine sind die Verpackungs-Meister und bestimmen Langlebigkeit

um DNS wegzupacken m√ľssen die Histone daf√ľr bereit gemacht werden. Sirtuine sind Proteine, welche durch Histon-Acetylierung die Histone aktivieren. Wenn wir wenig Sirtuine haben, wird die DNS auch schlecht verpackt und verliert so mehr und mehr ihre Epigenetischen Eigenschaften.

Dr Sinclair studiert seit 25 jahren die Sirtuine. Sie werden aktiviert und energetisiert von 2 Substanzen

  • NAD+
  • Resveratrol

zusammen wirken diese Substanzen genial und halten die Zellen j√ľnger.¬†

Von seinen Untersuchungen an Hefen konnte er zeigen, dass die Sirtuine durch „Bedrohungen“ exprimiert und aktiviert werden. Je mehr Stress f√ľr die Zellen, desto mehr Sirtuine werden aktiv um die Zelle gegen Chromosomenbr√ľche und Stressbedingte Sch√§den zu wappnen.

Genau dasselbe haben sie in den höheren Lebewesen gefunden: Stress aktiviert diese Langlebigkeit-Gene:

Hungern – auch Intermittierendes Fasten (eine Mahlzeit auslassen) –¬† mehrmals pro Woche ausser Atem sein wegen Sport.

 

Was tun um Altern rauszuschieben – Dr. Sinclair verspricht heute schon 120 Jahre

was kann ich nach Sinclair also machen, um hier optimal vorzusorgen. Hier daher der Sukkus von Dr Sinclair den ich aus mehreren Youtubes extrahiert habe:

 

Level 1: Gene ein und ausschalten durch Lebens-Stil

Fasten ist das ultimative Anti-Aging Programm

Wir sind genetisch so gebaut um zwischen Zeiten der F√ľlle und Zeiten des Hungerns hin und her zu schalten. In Hungerphasen geht der K√∂rper in den Wartungsmodus, beginnt zu Regenerieren und √úberfl√ľssiges loszuwerden in dem er es „auffrisst“ (Autophagie).¬†

In F√ľllezeiten beginnt jeder Organismus zu wachsen und sich zu vermehren.¬†

Die daf√ľr notwendigen Steuersysteme sind bereits bei den Bakterien vorhanden und haben sich bis hoch zum Menschen nicht ver√§ndert, das Leben schwankte immer zwischen F√ľlle=Vermehrung und Hunger=Wartung/Regeneration um m√∂glichst bis zur n√§chsten F√ľlle-Phase zu √ľberleben.

mehrmals pro Woche Sporteln – ausser Atem kommen

 

Level 2 – Gene langfristig wegpacken

Sirtuine packen √ľberfl√ľssige Gene weg. Hier verwendet man dann Resveratrol als Sirtuin-Aktivator, NMN als Sirtuin-Cofaktor und Metformin als weiteren Sirtuin-Induktor.

Dies f√ľhrt zu keinen permanenten DNS Schutz, aber man kann erwarten, wenn man diese Substanzen immer wieder einnimmt dass man davon deutlich profitiert und dann zus√§tzliche 10 Jahre bekommt.

Dr. Sinclair nimmt selber

  • 1000mg Metformin¬† (abends)
  • 1000mg NMN¬† (morgens)
  • 500mg Trans-Resveratrol¬† (morgens)

zus√§tzlich l√§sst er ein – mehrmals pro Woche ein Mittagessen aus, auf Fr√ľhst√ľck verzichtet er vollst√§ndig.

 

Level 3 – „Deep level of aging“

dies ist derzeit in der fr√ľhen Labor-Erprobungs-Phase. Sinclairs Gruppe kann bereits Organe von M√§usen verj√ľngen, es ist absehbar dass diese Techniken in 10-20 Jahren auch f√ľr Menschen zur Verf√ľgung stehen werden

√ľber Deep level of aging - die DNA-Methylierung

Methylierungs-Status der DNS 

Je √§lter man wird, desto mehr DNS wird Methyliert. Die Methylierung der DNS f√ľhrt zu verminderter Expression ihrer Proteine.¬†

Heute kann man diese Methylierungen sehr einfach messen und damit  das echte, wahre biologische = genetische Alter feststellen. 

Wenn man die Methylierung der DNS runter-bringen k√∂nnte w√ľrde das mindestens 10 Jahre Lebenszeit bringen.

Sinclair meint, dass nach diesen 10 Jahren die DNS dann wieder methyliert wurde, dann kann man aber diese Prozedur erneut vornehmen und wieder 10 Jahre bekommen.

Daf√ľr gibt es derzeit noch keine Medikamente oder Tools aber die Forschung ist genau auf diesem Punkt und sie k√∂nnen M√§use bereits entsprechend umprogrammieren, die L√∂sungen kommen vermutlich in den n√§chsten Jahren.

Der Methyl-Gruppen-DNA-Verj√ľngungs-Prozess findet an sich relativ einfach statt:

die daf√ľr notwendigen Gene werden mittels eines Virus eingeschleust und durch Einnahme von zB einem speziellen Antibiotikum aktiviert. Alle 10 Jahre macht man dann eben eine bestimmte Antibiotika-Kur f√ľr einige Wochen und wird dadurch 10 Jahre j√ľnger.¬†

Wie gesagt, im Labor an Mäusen findet dies schon statt.

weitere vertiefte Informationen aus den Vorträgen von Sinclair

Vertiefte Informationen

aus den Youtube Vorträgen habe ich Infos extrahiert die oben im Kontex nicht mehr reingepasst haben bzw. den Text zu sehr ausgeweitet hätten, trotzdem interessant sind:

3 Gene regeln die Lebensdauer und das Altern

  • mTOR – misst ob genug Zucker oder Aminos√§uren da sind um Zellteilung zu machen. Je weniger Aminos√§uren vorhanden sind, desto weniger Zellteilung (desto l√§nger lebt man weil man mit der begrenzten Anzahl an Zellteilungen l√§nger auskommt). √úberschuss von Aminos√§uren und alles spriesst aus, vermehrt sich, w√§chst. Daher muss man bei Carnivorismus oder Ketogener Ern√§hrung mit dem Gesamt-Protein Gehalt aufpassen (Fett!) und ev. zus√§tzlich hydrolysiertes Kollagen einnehmen.
  • AMPK – Energie-Sensor – misst allgemein verf√ľgbare Energie (in der Form von ATP). Je weniger Energie, desto mehr schaltet AMPK den Organismus in den Wartungsmodus um
  • Sirtuine – sind die Wartungsproteine – aus-wickeln die DNS aus ihrer festen Verpackung (Histone) und lassen dadurch Reparatur-Programme viel leichter stattfinden. Je √§lter ein Organismus desto weniger Sirtuine, desto weniger DNS kann ausgepackt und wieder eingepackt werden und die Zelle verliert ihre fixen und wichtigen individuellen Programme.

 

ad Metformin

Metformin greift an der AMPK ein und gibt damit den Zellen das Signal „es ist Hungerzeit“. Wir haben schon geh√∂rt dass dadurch in den Regenerations-Zustand umgeschalten wird.

Gleichzeitig vergiftet Metformin einen Teil der Mitochondrien in den Zellen weil es den Atmungsketten-Komplex 1 irreversibel hemmt. Der K√∂rper reagiert nun auf diesen Stress mit der Neuproduktion von Mitochondrien und insgesamt stehen dann mehr funktionierende Mitochondrien zur Verf√ľgung als vor Metformin-Einnahme.¬†

Man nennt so einen „Heil-Stress“ auch Hormesis. √Ąhnlich wirkt zB kalt Duschen.

Die unwichtigste Eigenschaft von Metformin ist die Stabilisierung des Blutzucker-Spiegels, wof√ľr es seit Jahrzehnten bei Millionen von Zuckerkranken eingesetzt wird, wir kennen daher die Wirkungen und Nebenwirkungen dieses Medikaments sehr gut und haben bemerkt, dass Metformin-versorgte Diabetiker mit Krebs viel l√§nger leben als ohne Metformin, wesswegen Metformin in der integrativen Onkologie weite Verbreitung gefunden hat.

Metformin erhöht die Insulin-Sensitivität

Metformin es erhöht die Wirkung von Sport auf die Neogenese von Mitochondrien. Viele Sportler nehmen mittlerweile Metformin vor ihrem Training ein.

Metformin wird als Longevity-Drug zunehmend von vielen Menschen genommen.

 

 

NADH – unglaublicher Sirtuin-Brennstoff

man kann NAD oder NMN oder NR einnehmen, die werden alle gut resorbiert und erhöhen den NADH Spiegel.

NADH wird im Alter immer weniger und das ist der eigentliche Grund „des Alterns“. Wegen dem mangelhaften NADH-Spiegel findet die Gen-Reparatur nicht mehr richtig statt.

NMN bringt die Energie-Level so hoch, dass alte Mäuse freiwillig mehr und weiter laufen als Junge Mäuse. Man bekommt auch bei alten Menschen Werte wie bei jungen Marathon Läufern.

Gleichzeitig ist es ein fantastischer Aktivator f√ľr Sirtuine.

Ich hab mein NMN hier in UK gekauft, mit einem Messlöffel kommt man nicht aus, es wirkt so ab 850mg (kinesiologisch testen).

 

Was misst Dr. Sinclair: Inside Tracker – Blutwerte

30 Blutwerte werden hier gemessen

Gen-Test auf Mutationen – 99,-

Telomer РLänge messen

 

Was ist das wichtigste √ľberhaupt an dem ganzen Artikel

einfach immer wieder mal ein wenig hungrig sein!

Dr. Sinclair hat kein Fr√ľhst√ľck, l√§sst immer wieder ein Mittagessen aus.

Intermittierendes Fasten ist der Fachbegriff daf√ľr.

 

weitere vertiefte Infos aus den Vorträgen von Dr. Sinclair

 

Resveratrol und NMN

Sirtuine – die DNA-Verpackungs-Maschinen – werden durch Resveratrol in einen hochaktiven Zustand versetzt. Um √ľberhaupt zu funktionieren ben√∂tigen die Sirtuine NADH+, welches Dr. Sinclair in der Form von Nicotin-Mono-Nukleotid zuf√ľhrt, weil NADH leider nicht resorbiert wird.

 

Prinzipiell wären auch 1000 Jahre möglich

mein Dr. Sinclair, es liegt an der Zell-Reparatur-Maschinerie, die sich so ab 40 LJ langsam abbaut und ihre Arbeit einstellt. Ein Wal zB – ein warmbl√ľtiges selbst-bewusstes S√§ugetier – wird mehrere 100 Jahre alt, eine Maus nur 2 Jahre. In der Regel sterben die Organismen kurz nach Beendigung ihrer Reproduktiven Phase ab und wir Menschen sind aufgrund der vielen Hunger-Phasen und feindlichen Raubtiere eben von Natur aus auf 40 Jahre ausgerichtet.¬†

 

Stress ist hilfreich – Hormesis

man will pulsatilen Stress. Fasten aber nicht hungern oder verhungern. Immer wieder angewendeter Stress f√ľhrt zu „Vorbereitung“ der Zellen.

 

Kalorie-Restriktion war der falsche Weg

man kann M√§use um 30% l√§nger leben lassen, in dem man ihnen um ca 30% weniger Essen gibt. Aber sie sind dauergestresst und ungl√ľcklich. Dasselbe erlebt ein Mensch unter Kalorie-Restriktion.

Gibt man M√§usen aber nur jeden 2ten Tag zu essen dann schlagen sie sich an den Ess-Tagen den Wanst voll und haben insgesamt ca 90% der Kalorien intus die sie aufnehmen w√ľrden, wenn sie t√§glich Futter angeboten bek√§men. Trotzdem leben sie um 30% l√§nger!

aber Intermittiernedes Fasten ist die Lösung

Dies f√ľhrt zum Konzept des intermittiernden Fastens, l√§ngerer Esspausen (mind. 18h) die immer wieder einmal oder mehrmals w√∂chentlich eingef√ľhrt werden.

 

Braunes Fett durch Kälteduschen induzieren

braunes Fett ist voller Mitochondrien und erz√§hlt dem K√∂rper irgendwie – das wird noch nicht verstanden – besonders gesund zu sein. Desswegen geht Dr. Sinclair einmal pro Woche in die Sauna und k√ľhlt sich danach f√ľr 4 Minuten im K√§ltebecken mit unter 4¬į C ab.

Der Verlust von K√§lte in der Nacht ist vermutlich verantwortlich f√ľr Diabetes. Wir m√ľssen in der Nacht nicht den K√∂rper „heizen“ und essen trotzdem viel mehr.

 

Shinya Yamanaka 2012 Nobelpreis

Dr. Yamanaka hat 2012 den Nobelpreis bekommen f√ľr Stammzellen-Arbeit. Mit 4 einfachen Genen – so hat er entdeckt – kann man aus alten Zellen frische jugendliche Stammzellen erzeugen. Man kann aus diesen Stammzellen v√∂llig neue gesunde Versuchstiere z√ľchten, die eine normale Lebensspanne haben. D.h. die Informationen f√ľr Jungend ist immer noch irgendwo in den alten Zellen versteckt.

Jetzt wird enorm dran geforscht die DNS zumindestens tw. zu ent-methylieren. Im Labor kann man bereits gewisse Gewebe von Versuchs-Tieren v√∂llig verj√ľngen.

 

Dr. Sinclair von Pharma-Firma fertig gemacht

Pfizer hat Sinclairs Forschungsarbeit zum Resveratrol schlecht gemacht. Es hat Sinclair fast die ganze Reputation gekostet und viele Jahre Arbeit um zu zeigen, dass Resveratrol tatsächlich direkt an den Sirtuinen andockt und diese aktiviert, so dass sie viel schneller arbeiten!

Diese Vorgehensweise ist in den USA bzw. in dieser Branche absolut √ľblich.

 

der Vater von Dr. Sinclair

jetzt mit 80 nimmt er schon seit 10 Jahren Metformin und seit einigen Jahren NMN und Resveratrol. Mit 70 hat er abgebaut, aber jetzt wird er immer besser. Er reist wieder in der Welt herum, hat mit 80 ein neues Geschäft eröffnet und wird immer gesunder.

Hier dieses Video steigt grade bei dem Teil ein, wo Sinclair √ľber seinen Vater spricht und einige Fotos zeigt

 

nachfolgendes Interview ist (zusammen mit dem spannenden Buch) die Basis meines Artikels, auch hier gegen Ende des Interviews erzählt Sinclair von seinem Vater

 

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Arzt f√ľr Allgemeinmedizin,¬†multiple pr√§ventivmedizinische, schulmedizinische und komplement√§re¬†Zusatzausbildungen.¬†

Wissenschaftliche Arbeit und Forschungs-Beiträge. Zahlreiche Artikel und Vorträge. 

Umfangreiche Recherchen¬†in der aktuellen medizinischen Forschung zum Zweck der Selbst-Weiterbildung und als Ged√§chtnis-St√ľtze. ¬†

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√Ąrztekammer Disclaimer

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die Ober√∂sterreichische √Ąrztekammer moniert weite Teile diese Website als „aufdringlich, marktschreierisch und beim Laien den Eindruck medizinischer Exklusivit√§t erweckend“.

Dies ist keinesfalls beabsichtigt, die Website ist ein absichtsloses Weiterbildungsmedium von Dr. Retzek, der seine wissenschaftlichen Pubmed-Recherchen hier mit √§rztlichen Kollegen unentgeltlich teilt, wof√ľr Dr. Retzek von vielen Kollegen aus dem In- und Ausland regelm√§ssig Anerkennung ausgesprochen bekommt.

Dass Wissenschaftsrecherchen und Studien „das Standesansehen der √Ąrzte“ verletzen k√∂nnte, war Dr. Retzek nicht bewusst, er bedauert dies zutiefst und entschuldigt sich bei den betroffenen Kollegen.

 

9 Kommentare

  1. Super Tipp mit dem Buch- lieber Heli!
    Sehr gute Aussichten was machbar sein wird- aber besonders hat mich beeindruckt, was schon machbar ist!!!!!
    Was kann man heute schon in der Krebsforschung bestimmen und darauf die Behandlung abstimmen- was g√§be es schon f√ľr gro√üartige M√∂glichkeiten!!!!!!!! Wahsinn! Wunderbar!
    und wie weit sind wir aber davon im „normalen“ gesellschaftlichen Behandlungsformen weg.
    Auch Wahnsinn!

    Wichtig erschien mir auch: Wärme/Kälteanwendungen- Sauna, kalt duschen- regelmässig Sport, die Sachen mit dem Essen- alles relativ einfache Masnahmen-die jeder anwenden kann. und die wissenschaftlich nachweisbar wirken

    Noch eine Frage:
    Ist NAD oder NMN oder NR gleich mit NADH? Sind das Vorstufen? Warum nicht gleich NADH einnehmen?

    Also danke f√ľr den Tipp- war interessant!

  2. Reine Kostenfrage: 20mg NADH von Prof. BIRKMAYER aus Wien kosten mir 0.72‚ā¨. Ich hab 3 Jahre lang keine Wirkung gemerkt, bin aber mit meinen 71 Jahren immer soweit gesund geblieben, auch in 40 Jahren Praxist√§tigkeit als Internist nie AU gewesen. NMN dagegen aus UK von Plantpills kosten mir 0.095 ‚ā¨ pro 20mg, bei tgl. Einnahme der Sinclair-
    Dosis von 1000mg sind das 4.70‚ā¨ (1/7.6 der Kosten von NADH!!), immer noch teuer, aber bei 500mg sicher f√ľr die meisten erschwinglich und schon das 25-fache der tgl. NADH-Dosis!! Dazu kommt, dass NADH deutlich schwerer ist als NMN, man bekommt davon weniger mit der gleichen Bestellmenge von z.B. 100g.

    • ich nehm nur 250mg NMN weil ich mich nicht so dopen will, sonst halt ich das ruhig rumsitzen den ganzen tag in der praxis nicht aus wenn die energie so hoch ist, mir reichts das resveratrol zu adjuvieren.
      der innovative HP Kevin Ries, der ganz vieles selber ausprobiert ist jetzt aus liposomales NMN von Quicksilver Scientific / Chris Shade umgestiegen, das haut st√§rker rein, schneller, mit 5×2 Hb

  3. Sehr geehrter Herr Doktor Retzek,
    mit großem Interesse verfolge ich Ihre Seite und habe jetzt mal ein Anliegen:
    Ich nehme u.a. Resveratrol (im Rahmen der Sinclair’schen „Medikation“. Allerdings nehme ich bisher nur 500 mg.
    Meine Frage nun an Sie:
    Wie ist denn die Bioverf√ľgbarkeit von Resveratrol? Wie nimmt man es an besten ein und wann? Wie wirkt es am besten?
    MfG
    Annekathrin Faßnacht

    • 500mg Trans-Resveratrol ist schon sehr gut, das nimmt auch Sinclair. In der regel gibt man Pfeffer (Piperidin) dazu um die Resorbierung zu erh√∂hen. Ich kenn die Marke von Sinclair nicht, es muss ein pulver sein weil er sagt dass er es in Joghurt einr√ľhrt. Ich hab 1000mg Racemat mit Piperidin was dann 500mg Trans ist.

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