Alphaliponsäure sollte bei Krebserkrankung nicht ausserhalb der Chemotherapie verabreicht werden, da es die Metastasierung anheizen kann, wie eine neue Studie zeigt. Plädoyer für eine rationale studienbasierte Ganzheitsmedizin.

In dieser Studie wird insbesondere auf die Tatsache eingegangen, dass Stimulation der Entgiftungs-Gene (NRF2) Krebszellen besonders aggressiv werden lässt, eine interessante und völlig neue Theorie die uns Behandler vor interessanten Herausforderungen stellt.

 

NRF2 ist ein tolles Meistergen der Anti-Oxidation und Entgiftung

wir lieben unser NRF2, denn es aktiviert ca 500 Gene des Glutathion-Stoffwechsels, bremst das Entzündungs- und krebsfördernde Gen NFkB und hilft – wenn stimuliert, Krebs zu vermeiden. 

Krebs im sehr frühen Stadium kann durch NRF2-Stimulation tatsächlich und nachweisslich zum Verschwinden gebracht werden, dies zeigt das Morre-Protokoll mit Grüntee und Chili.

NRF2 Stimulation ist der Haupt-Mechanismus der Schwermetall-Ausleitung nach Dr. Christopher Shade, dem weltberühmtesten Detox-Papst aus den USA. Wird NRF2 stimuliert kommt es zur „Selbsthilfe des Organismus“, dieser kann mit dem vermehrt produzierten Glutathion sauber machen und die Schwermetalle sowie die Entzündung neutralisieren.

 

wenn NRF im Krebs hochreguliert ist – nicht gut!

seit einiger Zeit verstehen wir, dass es spezielle Tumore gibt, bei denen NRF2 total hochgedreht ist und die gerade desswegen ziemlich Chemo-Resistent sind, da die verbesserte Entgiftungs-Fähigkeit sich nicht nur auf Schwemetalle bezieht, sondern auch auf Glutathion-angestopften Krebs-Zellen, die sich rasch von der Chemo entgiften können.

Wissenschaftler beschreiben dies als „Janus-Köpfigkeit von NRF2“ oder „Duale Wirkung bei Krebs“ oder ein „Schwert mit 2 Schneiden„. 

Es wird desswegen diskutiert, das NRF2 und auch das Glutathion zur Chemo als adjuvante Strategie zu blockieren, und Brusatol – eine Natursubstanz aus der Brucea Sumatra mit NRF2-Hemm-Wirkung wird als Chemo-Zusatz getestet.

Wir haben insgesamt positive Rückmeldungen beim Einsatz von Off-Label Medikamenten wie Clarithromycin oder Celecoxib als Chemoresistenz-Blocker nur unmittelbar zur Chemo.

Clarithro blockt unmittelbar MDR, Celecoxib blockt die Expression auf genetischer Ebene (und hat zusätzlich einen Metastasierungs-hemmenden Effekt). Daher setzen wir Celecoxib schon Tage vorher ein, Clarithro erst am Abend vor und am Morgen zur Chemo. 

Siehe meinen folgenden Artikel: Wie kann man Tumore wieder Chemoresistent machen.

Die gezielte Hemmung der Anti-Chemo-Entgiftungs-Pumpe (MRD bzw. gp120) wird vielleicht dazu beitragen, dass einige Karzinome, die jetzt einer Chemo zumeist widerstehen, besser therapierbar werden.

 

NRF2-Induktion in der Krebszelle durch verschiedene Substanzen fördert Krebs-Wachstum

Die hier präsentierte Studie von 2020 hat mich ob ihrer Implikationen aufgerüttelt, da ich selber auch schon öfters Alphaliponsäure bei Chemotherapie-assoziierter Polyneuropathie eingesetzt habe, eine Standard-Vorgehensweise der Schulmedizin bei Polyneuropathie, die wir schon vor 30 Jahren im Spital durchgeführt haben.

(F) Representative bioluminescent images for total metastatic tumor burden. – aus www.ScienceTranslationalMedicine.org 13 April 2016 Vol 8 Issue 334

in dieser Darstellung aus der Studie (seite 7) wird gezeigt, dass hochdosierte Alphaliponsäuregabe bei Mäusen, denen zur Testung der Metastasierungs-Intensität Krebszellen in die Pfoten gespritzt wurden, unter Alphalipon (untere 3 Mäuse) eine drastische Ausbreitung der Tumore (blau) im Vergleich zu den Kontrollmäusen (oben) entwickelt haben. 

Dies gilt natürlich nicht nur für Alphaliponsäure, es wurden mehrere moderne Diabetes-Medikamente getestet. Die Autoren zeigen jedenfalls sehr drastisch, dass durch Stimulation der NRF2-abhängigen Gene die Metastasierung von Tumoren deutlich begünstigt wird.

 

Fazit

Ich hab es mir inzwischen zur Gewohnheit gemacht, jedes Medikament und auch NEM oder Orthomolekulares Mittel, das ein Patient nimmt oder empfohlen bekommt in der Pubmed auf Tumor-/Chemo-Wirksamkeit abzuprüfen, und zwar mit dem Suchbegriff „clinical study“. Reine Zellkultur-Experimente sind sicher nicht ausreichend um entsprechende InVivo-Wirksamkeit wiederzugeben.

Es ist interessant, dass man durch Austausch der zumeist schon vorhandenen Medikamente gegen wirkungsähnliche Varianten eine zusätzliche Krebshemmung oder Chemo-Wirkverstärkung zuführen kann, zB bei  Blutdruck oder Magenschoner oder Antibiotikum oder Schmerzmittel oder Cholesterin-Senker oder Diabetes-tabletten. Mit künstlichen Endorphinen können wir sogar einen guten Teil des negativen Stresses abfangen, wie auch Stresskontrolle durch Heilatmung und einen medikamentösen Stressblocker

Meine Arbeit als „integrativer“ Ganzheitsmediziner hat sich dadurch ehrlichgesagt deutlich erleichtert und gefühlt im Outcome doch verbessert.

Die vorher absolut individualisierte Therapie mit speziell angepassten homöopathischen Mittel war sehr zeitaufwändig und nur tw. hilfreich. Ja, stimmte, „Wunder passierten“ – aber eben nur ziemlich selten.

Jetzt unterstützen wir die Schulmedizin mit entsprechenden Chemoresistenz-Blocker und lassen die Chemo dadurch in ihrer Wirkung „erblühen“.

Wir kümmern uns danach um eine Immun-Restauration – die sich gut zB im Dunkelfeld zeigen lässt – s.u. – und lassen die Schulmedizin ihre tollen neuen Medikamente (Kinase Inhibitoren), die uns oft Zeit zur verfügung stellen, so richtig zur Geltung bringen. 

In dieser Kombi gehts den Patienten vermutlich besser als mit der Schulmedizin alleine, es ist schwer seine eigene Arbeit ohne „Studien-Setting“ zu evaluieren.

Durch das Verwenden von wissenschaftlich überprüften, mit hunderten Studien abgesicherten und seit Jahrzehnten in der Schulmedizin routinemässig eingesetzten Medikamenten (zumeist nicht mal off label sondern adäquat der ursprünglichen bereits verschriebenen Medikamente) befinden wir uns auch nicht mehr im früher so schwierigem „Gegensatz“ zur Schulmedizin: wir ziehen gemeinsam am selben Strang, im Grunde mit denselben Mitteln, und noch ein wenig dazu um die Nachteile zu kompensieren.

Ich würde das am ehesten als „Schulmedizin plus“ oder „adjuvierte Schulmedizin“ bezeichnen, desswegen habe ich meinen Praxis-Titel zur „Integrativ-Medizin“ geändert: Integration von allen Methoden die sich in der Praxis bewährt haben.

 

einige Kasuistiken verdeutlichen diese Kombi-Therapien

Lungenkrebs mit Kleinhirn- und Nebennieren-Metastase

Darstellung der immunaktivierenden Möglichkeiten von „Sanum“-Präparaten, zusätzlich zur Schulmedizinischen Bestrahlung. Patientin seit 8 Jahren in Vollremission, geniesst ihre Pension in Süditalien.

 

primäres Leberzell-Karzinom in ethylischer Leberzirrhose

hauptsächlich mit pflanzlichen Lebermitteln und Tees mitbehandelt. Chemo wurde wegen der Zirrhose nicht durchgeführt. Sukzessive Rückbildung des HCC über die Jahre.

 

metastasiertes Bronchus-Karzinom 

durch ein spezielles Immun-aktivierendes Nahrungsergänzungsmittel sowie Entgiftungs-Mittel kommt Patientin, welche die Chemo leider nicht vertragen konnte, in Vollremission (Interview Febraur 2020 – letzte PET 2021 tumorfrei)

 

Axilla-Metastase mit Abfluss-Stauung des Arms

angeblich „austherapiert“ gewesen. Methadon als MDR-Blocker eingesetzt und erneute Bestrahlung dieser Metastase führt – mit Heilatmung + Homöo – zur Vollremission, anhaltend schon seit 2017

 

alle Patienten haben öffentliches Interview auf Youtube zugestimmt

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