25.-27. September 2026 im Europahaus Wien
Ich möchte hier auf ein Seminar hinweisen, das ich für jeden der nur irgendwie mit Schmerzpatienten zu tun hat extrem spannend finde.
NeuroSPINE in Wien - Dr. Adel Rayess und Florian Schöning
Ich habe die beiden Behandler arbeiten erlebt - wundersam, selber die Methode in 2 x Seminar "Level 1" erlernt - und das alleine hat erhebliche Verbesserungen in meiner Praxis gebracht bei Schmerzpatienten - nicht nur Kreuzschmerzen.
Adel - Master der Osteopathie
Ich kann nicht osteopathisch "manipulieren", trotzdem bring ich mittlerweile fast jedes Kreuzweh in Minuten mit Adels Vorgehensweise so viele besser dass wir alle erstaunt sind. Oft sind die Patienten schon länger osteopathisch vorbehandelt.
Florian - innovativer Quervernetzer
Und Florians NeurNJect Technik ist sowieso unerklärlich, fast magisch. Ich kann nur auf das "Wunder" von Dr. Simon Yu's Frau hinweisen, nach 8 Jahren Qual in einer Sitzung vollständig befreit von schmerzen - immer noch!
https://ganzemedizin.at/neurospine-fantastische-behandlungsergebnisse/
Worum gehts in dem Kurs
Es geht um Dr. Adel Rayess aus Beirut und Florian Schöning aus Deutschland und um eine Kombination aus zwei zunächst recht unterschiedlich erscheinenden Behandlungsansätzen:
- Auffinden und Behandeln der Primary Lesion nach Rayess
- gezielte perineurale Behandlung irritierter Nerven mit der von Florian Schöning weiterentwickelten NeurNJect-Technik
Das Interessante daran ist weniger die eigentliche Behandlung, Adel sagt immer "nehmt zur Behandlung was ihr schon könnt"
Das Interessante ist die Diagnostik.
Dr. Adel Rayess und die Suche nach der eigentlichen Ursache
Der Schmerz sitzt selten dort, wo das Problem entstanden ist
Das ist natürlich keine völlig neue Erkenntnis.
Jeder Osteopath, Manualmediziner und wahrscheinlich auch jeder erfahrene Schmerztherapeut kennt Patienten, bei denen man jahrelang genau dort behandelt hat, wo es weh tut - und trotzdem kommt das Problem immer wieder.
Rayess sucht daher systematisch nach einer Primary Lesion, also jener ursprünglichen mechanischen Störung, von der sich eine ganze Kette sekundärer Veränderungen entwickelt haben könnte.
Das kann weit weg vom heutigen Beschwerdeort liegen.
- Ein alter Unfall.
- Eine Verletzung beim Sport.
- Ein Schleudertrauma.
- Eine alte Blockierung im Becken, an der Wirbelsäule oder an einer Extremität.
- Rayess beschreibt dabei eine tastbare Primary Fixation: eine Region, deren dreidimensionale Beweglichkeit sich deutlich von ihrer Umgebung unterscheidet.
Und genau hier wird es interessant.
Adel sagt immer wieder: Die Behandlung ist einfach. Die schwierige Kunst ist, die richtige Läsion zu finden.
Nach inzwischen 28 Jahren klinischer Arbeit braucht er für diese Untersuchung oft nur wenige Minuten, ehrlich, es ist Zauberei was er macht.
Woher kommt diese Idee
Als Student arbeitete Adel nebenbei in der Pathologie bzw. im Leichenschauhaus und beschäftigte sich dadurch sehr intensiv mit Anatomie und Faszien. Bei Präparationen fiel ihm auf, dass sich die Faszie nicht überall gleich verhielt. Es gab immer wieder umschriebene Regionen mit deutlich veränderter Festigkeit.
Daraus entwickelte sich über viele Jahre seine Vorstellung der Primary Fixation. Seine daraus entwickelte klinische Untersuchungstechnik ist ausgesprochen interessant - und vor allem kann man sich die dokumentierten Patientenfälle ansehen und selbst beurteilen, ob man das lernen möchte.
Die Videos sind atemberaubend
Auf der Website sind mittlerweile eine ganze Reihe von Behandlungen dokumentiert. Und da sind keine ausgewählten Fälle von ein bisschen Kreuzweh dabei.
hier auf der alten Website sind ca 20 Video-Fälle der Boys wiedergegeben
https://primary-lesion.com/testimonial-video-cases/
auf der neuen Website sind die Videos etwas versteckt, man muss weit runterscrollen
https://www.neurospinemed.com/de/seminare/2026-09-wien-level-1
Unter anderem sieht man
- eine 21-jährige Patientin mit schwerster Ataxie, seit etwa sechs Monaten praktisch gehunfähig, trotz unauffälliger MRT-Untersuchungen
- eine Patientin mit Fibromyalgie, die drei Jahre auf den Rollstuhl angewiesen war und bei der bereits leichter Untersuchungsdruck massive Schmerzen ausgelöst hatte
- Patienten mit schwerer Dystonie
- einen Parkinson-Patienten mit ausgeprägter spastischer Dystonie
- einen Patienten mit Peroneusparese bzw. Fußheberparese
- einen Patienten mit seit drei Jahren bestehenden Gleichgewichtsstörungen
- eine Patientin mit schwerer spinaler Dystonie und Beeinträchtigung der Atmung beim Gehen
- einen seit einer Rückenoperation in der Jugend rollstuhlabhängigen Patienten mit chronischen Rückenschmerzen
- einen Profisportler mit Beindystonie nach einer alten Rückenverletzung
Dazu kommen die Fälle von Florian Schöning mit perineuraler Behandlung, beispielsweise Tremor, Impingement, neuropathische Beschwerden und neurologische Funktionsstörungen.
Bei einem dokumentierten Tremor-Fall verändert sich der Tremor bereits etwa zehn Minuten nach Behandlung von Gehirnregion, Plexus brachialis sowie N. radialis und N. ulnaris deutlich.
Natürlich sind solche Videos Fallberichte und keine randomisierten klinischen Studien.
Aber gerade für einen Praktiker finde ich das trotzdem wertvoll.
- Man kann vorher und nachher ansehen.
- Man kann sich überlegen, ob der gezeigte Effekt überhaupt mit der eigenen bisherigen Vorstellung der Erkrankung zusammenpasst.
- Und man kann vor allem die Frage stellen: Was machen diese Leute anders?
Florian Schöning und NeurNJect
Florian kannte ich bereits aus dem Bereich Neuromodulation und funktioneller Neurologie.
Seine NeurNJect-Technik ist eine Weiterentwicklung der perineuralen Infiltration.
Dabei wird nicht einfach "DaWo hingespritzt", sondern zunächst neuroanatomisch gesucht:
- Wo verläuft der irritierte Nerv?
- Wo liegen relevante Engstellen?
- Welche Valleix-Punkte reagieren?
Welche peripheren Nerven könnten an der Aufrechterhaltung des Schmerz- oder Funktionsmusters beteiligt sein?
Gearbeitet wird mit sehr feiner subkutaner Injektionstechnik, man könnte es auch als Weiterentwicklung der MESOTHERAPIE betrachten.
Gerade die Kombination finde ich interessant:
Dr. Adel Rayess sucht die mechanische Primärstörung. Florian Schöning ergänzt die nervale Ebene.
Damit entsteht aus zwei Methoden ein gemeinsames diagnostisch-therapeutisches Konzept.
Was sagen Ärzte, die den Kurs bereits gemacht haben
Das ist für mich genauso wichtig wie die Patientenvideos. Denn mittlerweile haben eine Reihe durchaus erfahrener Kollegen das Training absolviert.
Und deren Rückmeldungen sind bemerkenswert.
Dr. Simon Yu aus St. Louis bezeichnet die Kombination aus Osteopathie und perineuraler Dextrose-Infiltration als ausgezeichnetes Training mit beeindruckenden Resultaten.
- Dr. Iris Prethaler, Allgemeinmedizinerin aus Kitzbühel, beschreibt die Methode als ungewöhnlich und überzeugend und war nach dem Kurs überzeugt, sie unmittelbar in ihrer Praxis einsetzen zu können.
- Der HNO-Arzt Dr. Sieghard Glanzer fand gerade bemerkenswert, wie einfache Werkzeuge im täglichen Praxisbetrieb eingesetzt werden können.
- Dr. Atel Hemat, Internist aus Köln, beschreibt die Kombination von Primary Lesion und NeurNJect als neue Perspektive.
- Auch Dr. Peter Brunner, den viele Kollegen aus der Funktionellen Muskeldiagnostik kennen, hat begonnen, das Konzept der Primary Lesion in seine eigene FMD-Diagnostik zu integrieren.
- Und meine Kollegin Dr. Runa Rahman-Oshiga, die intensiv mit Neuromodulation arbeitet, beschreibt den Kurs als Erweiterung ihres bisherigen therapeutischen Werkzeugkastens.
Das sind keine Anfänger, denen man irgendeinen neuen Trick zeigt.
Das sind Kollegen mit eigenen, teilweise jahrzehntelang entwickelten diagnostischen und therapeutischen Systemen - und trotzdem nehmen sie aus diesen drei Tagen offenbar etwas für ihre tägliche Arbeit mit.
Was wird in Wien tatsächlich gelernt
Das Seminar ist kein Vortragswochenende.
Ein erheblicher Teil der drei Tage besteht aus Hands-on-Arbeit.
Tag 1 mit Dr. Adel Rayess
- Biomechanik der Läsionsketten
- Fasziensystem
- systematische Suche nach der Primary Lesion
- Palpationsdiagnostik
- Untersuchung über der Kleidung
- Live-Demonstrationen
- gegenseitiges Untersuchen und Üben
Tag 2 mit Dr. Adel Rayess
- dreidimensionale Korrekturtechniken
- Wirbelsäule
- Becken
- Extremitäten
- Unterscheidung zwischen Primary Lesion und sekundärer Kompensation
- reale Patientenfälle
- supervidierte Behandlung
Tag 3 mit Florian Schöning
- Neuroanatomie für die perineurale Infiltration
- Valleix-Punkte
- Dextrose D5W
- feine subkutane Injektionstechnik
- neuropathische Schmerzsyndrome
- Integration von Primary Lesion und NeurNJect in die tägliche Praxis
Warum ich dieses Seminar weiterempfehle
Ich besuche seit vielen Jahren medizinische Kongresse und Fortbildungen.
Vieles davon ist interessant. Manches verändert tatsächlich die eigene Praxis.
Und sehr selten sieht man etwas und denkt sich: Das muss ich selber können.
Bei Adel Rayess und Florian Schöning war das für mich so.
Nicht weil ich glaube, dass damit plötzlich jede chronische Erkrankung durch eine versteckte Blockade erklärt werden kann.
Und auch nicht, weil ein spektakuläres Video bereits einen wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweis darstellt.
Sondern weil hier etwas gezeigt wird, was in unserer zunehmend bildgebungs-, labor- und apparateorientierten Medizin manchmal ein bisschen verloren geht:
den Patienten genau untersuchen.
- Mit den Händen.
- Mit Anatomie.
- Mit funktionellem Denken.
- Und mit der Frage:
Wo hat dieses Problem eigentlich begonnen?
Wenn daraus bei einem Teil der chronischen Schmerz- und neurologischen Patienten solche Veränderungen entstehen können, wie sie in den dokumentierten Fällen gezeigt werden, dann möchte ich zumindest verstehen, wie diese Diagnostik funktioniert.
Genau deshalb empfehle ich jedem Doktor und Physio dieses Training.
NeuroSPINE Level 1 Wien
25.-27. September 2026
Ort
Europahaus Wien
Dauer
Freitag 09:00 Uhr bis Sonntag 17:00 Uhr
Programm
- 2 Tage Primary-Lesion-Diagnostik und Behandlung mit Dr. Adel Rayess
- 1 Tag NeurNJect und perineurale Infiltration mit Florian Schöning
- hoher Hands-on-Anteil
- Live-Fälle
- kleine Teilnehmergruppe
- maximal 20 Teilnehmer
Wer sich dafür interessiert, sollte sich vor allem zuerst die Patientenfälle und die Rückmeldungen der Ärzte ansehen.
Man weiß dann ziemlich schnell, ob man diese Methode lernen möchte.
Anmeldung https://www.neurospinemed.com/de
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