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Vortragende der IGMEDT 2026 - Prof. Dr. Wolfgang Schaden

Die Vortragenden der IGMEDT 2026

Prof. Dr. Wolfgang Schaden – Der Mann, der die Stoßwellentherapie neu erfand

Von der Nierensteinzertrümmerung zur Regenerationsmedizin – und schließlich zur Transkraniellen Pulsstimulation (TPS).

Es gibt Wissenschaftler, die hervorragende Forschung betreiben.
Und es gibt jene wenigen Persönlichkeiten, die ein gesamtes medizinisches Fachgebiet nachhaltig verändern.

Prof. Dr. Wolfgang Schaden gehört zweifellos zur zweiten Kategorie.

 

Regeneration

Wer sich heute mit regenerativer Stoßwellentherapie, Wundheilung, Pseudarthrosen, Mechanotransduktion oder der modernen Transkraniellen Pulsstimulation (TPS) beschäftigt, stößt früher oder später auf seinen Namen.

Über mehr als drei Jahrzehnte hat er die Entwicklung der medizinischen Stoßwelle entscheidend mitgestaltet und zählt heute international zu den bekanntesten Experten dieses Gebietes. (LBI für Traumatologie)

Genau deshalb freut es uns besonders, dass Prof. Wolfgang Schaden bei den Internationalen Ganzheitsmedizinischen Tagen 2026 (IGMEDT) einen der Hauptvorträge halten wird.

 

Sein Vortrag

"Stoßwellen Therapie als Wundermittel für Regeneration"

findet am

Freitag, 4. September 2026
11:30 bis 12:20 Uhr

im Rahmen der IGMEDT in Wien statt.

 

Viel mehr als "nur" ein Unfallchirurg ....

Wolfgang Schaden begann seine Laufbahn als Facharzt für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie.

Tatsächlich war er sogar mal Urlaubsvertretung auf der Unfall bei uns zuhause im Gmundner Krankenhaus, ich kenne mehrere Krankenschwestern die sich gut an ihn aus dieser zeit erinnern.

Über viele Jahre war er Oberarzt am Unfallkrankenhaus Meidling der AUVA und gründete dort die erste Spezialambulanz für Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT).

Aus dieser klinischen Arbeit entstand später eine intensive wissenschaftliche Tätigkeit am Ludwig Boltzmann Institut für Traumatologie, wo er seit 2013 als Adjunct Professor tätig ist. (LBI für Traumatologie)

(c) Archiv Hellerhof - Wikipedia

Während viele Kollegen die Stoßwelle damals vor allem als orthopädisches Verfahren gegen Kalkschulter oder Fersensporn betrachteten, war Wolfgang Schaden von den Urologen "angefixt" die ihm erzählt haben, dass sie bei der Zertrümmerung von Nierensteinen eine "Verdichtung von Knochen" fanden, die dabei vom Ultraschall berührt wurden.

Prof. Schaden hat mir gegenüber immer wieder erwähnt, wie schwer es am Anfang war. Er wurde sogar ausgelacht "du mit deinen Stosswellen" und er hat fast 10 Jahre gebraucht und ganz viele Studien bis die Kollegenschaft seine Erfahrungen ernst genommen haben.

 

Ein Paradigmenwechsel

Die Geschichte der Stoßwellentherapie begann ursprünglich in der Urologie.

In den 1980er-Jahren wurden Stoßwellen entwickelt, um Nierensteine von außen zu zertrümmern.

aus dem Vortrag von Prof. Schaden - gehalten in Istanbul Mai 2025

Viele Anwendungen konzentrierten sich zunächst auf Nierensteine und Verkalkungen von Sehnen, Kalkablagerungen.

Wolfgang Schaden gehörte jedoch zu den ersten Forschern weltweit, die die Stoßwelle nicht mehr als rein mechanisches Werkzeug betrachteten, sondern als biologischen Stimulus, der Regeneration auf molekularer Ebene anstoßen kann. (LBI für Traumatologie)

 

 

Die Geburt der regenerativen Stoßwellentherapie

Ein entscheidender Meilenstein gelang im Jahr 2003.

Damals wurde am UKH Meidling erstmals die Stoßwellentherapie gezielt zur Behandlung chronischer Wundheilungsstörungen eingesetzt.

aus dem Istanbul Mai 2025 Vortrag von Prof. Wolfgang Schaden abfotographiert (c) Schaden

 

 

Dieses - sein - Projekt gilt heute als Beginn einer völlig neuen Entwicklungsrichtung der Stoßwellenmedizin. Anstelle der bloßen Zertrümmerung von Gewebe stand nun die Aktivierung körpereigener Heilungsmechanismen im Mittelpunkt. (LBI für Traumatologie)

Aus dieser Arbeit entwickelte sich in den folgenden Jahren eine Vielzahl wissenschaftlicher Projekte zu

  • chronischen Wunden
  • Knochenheilungsstörungen
  • Angiogenese
  • Muskelregeneration
  • Herzinsuffizienz
  • Rückenmarksverletzungen
  • Mechanotransduktion
  • Regenerationsmedizin

Viele dieser Forschungsrichtungen prägen die Stoßwellentherapie bis heute. (ResearchGate)

und letztlich kommt auch unsere wertvollste "Neuromodulations-Therapie" namens TPS aus dieser Forschung.

 

Wissenschaft mit internationaler Ausstrahlung

Die wissenschaftliche Bilanz von Wolfgang Schaden ist beeindruckend.

Nach seinem aktuellen ResearchGate-Profil umfasst sie derzeit:

  • über 110 wissenschaftliche Publikationen
  • rund 27.000 Reads
  • knapp 3.000 Zitierungen

Damit zählt er zu den weltweit sichtbarsten Wissenschaftlern auf dem Gebiet der medizinischen Stoßwellentherapie. (ResearchGate)

Doch Zahlen erzählen nur einen Teil der Geschichte.

Mindestens ebenso bemerkenswert ist die enorme Breite seiner wissenschaftlichen Arbeit. Seine Publikationen reichen von Frakturheilung über chronische Wunden, Mechanotransduktion, Spinal Cord Injury, Herzinsuffizienz, ästhetische Medizin bis hin zu grundlegenden biologischen Mechanismen der Geweberegeneration. (ResearchGate)

Wolfgang Schaden hat die Forschung hinter Stoßwellentherapie gemacht

Als aus einem orthopädischen Verfahren eine neue Disziplin der regenerativen Medizin entstand.

Stoßwellen zerstören nicht nur Gewebe – sie können Regeneration auslösen.

An dieser Entwicklung war Prof. Dr. Wolfgang Schaden maßgeblich beteiligt.

 

Der eigentliche Wirkmechanismus

In den letzten zwei Jahrzehnten wurde immer deutlicher, dass niedrigenergetische Stoßwellen zahlreiche biologische Prozesse anstoßen können.

Dazu gehören unter anderem

  • Aktivierung von Stamm- und Vorläuferzellen
  • Neubildung kleinster Blutgefäße (Angiogenese)
  • Freisetzung von Wachstumsfaktoren
  • Verbesserung der Mikrozirkulation
  • Modulation entzündlicher Prozesse
  • Aktivierung zellulärer Reparaturmechanismen

Damit entstand eine völlig neue Sichtweise der Stoßwellentherapie.

Nicht die mechanische Kraft steht im Vordergrund, sondern die Mechanotransduktion – also die Fähigkeit von Zellen, mechanische Reize in biologische Signale umzuwandeln.

Genau dieses Forschungsgebiet gehört bis heute zu den wissenschaftlichen Schwerpunkten von Wolfgang Schaden. (trauma.lbg.ac.at)

 

Chronische Wunden – ein weltweiter Durchbruch

Besonders bekannt wurde Wolfgang Schaden durch seine Arbeiten zur Behandlung chronischer Wunden.

Patienten mit diabetischem Fußsyndrom, Dekubitalulzera, posttraumatischen Wundheilungsstörungen oder schlecht heilenden Operationswunden stellen weltweit ein enormes medizinisches Problem dar.

Vortrag in Istanbul 2025 - von mir selber abfotographiert (c) Schaden

 

Viele dieser Patienten hatten bereits zahlreiche Operationen, Hauttransplantationen oder antibiotische Therapien hinter sich.

Die Ergebnisse waren häufig enttäuschend.

Gemeinsam mit seinem Team konnte Wolfgang Schaden zeigen, dass die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) bei ausgewählten Patienten die Wundheilung deutlich beschleunigen kann.

Die zugrunde liegenden Mechanismen umfassen unter anderem eine verbesserte Gefäßneubildung, eine gesteigerte Gewebedurchblutung und die Aktivierung lokaler Reparaturprozesse. Diese Arbeiten fanden international große Beachtung und trugen wesentlich dazu bei, dass sich die Stoßwellentherapie auch außerhalb der Orthopädie etablierte. (trauma.lbg.ac.at)

 

(c) Schaden / in Istanbul Mai 2025 gezeigt

 

 

Stoßwellen wirken v.a. über Stammzellen

Spannende Forschung - die ich hier nicht ausplaudern will sondern Prof. Schaden für seinen Vortrag vorbehalten lassen will - zeigt, dass .... Stammzellen .....

--> kommt zum Vortrag !

Diese Denkweise erklärt auch, warum heute Anwendungen untersucht werden bei

  • Herzinsuffizienz
  • ischämischen Gewebeschäden
  • Rückenmarksverletzungen
  • peripheren Nervenschäden
  • chronischen Entzündungen
  • neurologischen Erkrankungen

 

Internationale Vernetzung

Wolfgang Schaden engagierte sich in internationalen wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Arbeitsgruppen, hielt Vorträge auf Kongressen in Europa, Asien und Nordamerika und arbeitete mit zahlreichen Forschungszentren zusammen.

Ehrlichgesagt ist er allen dort so wichtig, dass er überall als Ehrenpräsident oder Ehrenmitglied im Vorstand mitarbeitet!

Besonders eng verbunden ist sein Name mit der International Society for Medical Shockwave Treatment (ISMST), deren wissenschaftliche Entwicklung er über viele Jahre mitprägte. Die ISMST gilt bis heute als die wichtigste internationale Fachgesellschaft für medizinische Stoßwellentherapie und fördert den wissenschaftlichen Austausch zwischen Grundlagenforschung und klinischer Anwendung.

 

Der Weg zur Neurologie

Aus heutiger Sicht erscheint die Entwicklung fast logisch.

Wenn Stoßwellen

  • Blutgefäße stimulieren,
  • Regenerationsprozesse aktivieren,
  • zelluläre Signalwege beeinflussen und
  • plastische Veränderungen im Gewebe fördern,

stellt sich zwangsläufig die Frage:

Können diese Effekte auch im Gehirn genutzt werden?

Genau aus dieser wissenschaftlichen Fragestellung entwickelte sich später die Transkranielle Pulsstimulation (TPS).

 

TPS ist das Ergebnis jahrzehntelanger Grundlagenforschung auf dem Gebiet der medizinischen Stoßwellentherapie – Forschung, an der Wolfgang Schaden entscheidenden Anteil hatte. Seine Arbeiten zur biologischen Wirkung fokussierter Stoßwellen bildeten einen wesentlichen Baustein für die spätere Übertragung dieser Technologie auf neurologische Fragestellungen.

 

Die ersten klinischen TPS Studien erschienen erst vor kurzem

Internationale Aufmerksamkeit erhielt TPS insbesondere durch erste klinische Untersuchungen bei Morbus Alzheimer.

Die Arbeitsgruppen um Prof. Roland Beisteiner und Kollegen konnten zeigen, dass sich bei einem Teil der behandelten Patienten Verbesserungen in neuropsychologischen Tests beobachten ließen.

Parallel dazu wurden Veränderungen funktioneller Hirnnetzwerke in bildgebenden Verfahren beschrieben.

Diese frühen Studien waren klein und dienten vor allem dem Nachweis von Sicherheit und Machbarkeit; größere randomisierte Studien sind erforderlich, um die klinische Wirksamkeit für verschiedene Indikationen belastbar zu beurteilen.

Für die wissenschaftliche Gemeinschaft war dies dennoch ein wichtiger Schritt: Er zeigte, dass fokussierte Ultraschallpulse grundsätzlich transkraniell eingesetzt werden können, ohne relevante Sicherheitsprobleme zu verursachen.

 

NEBEN-WIRKUNGS-FREI !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

ich habe Prof. Schaden mehrmals angerufen "ob ich bei dieser oder jener Erkrankung mit TPS behandeln darf. Seine Antwort war immer wieder dieselbe:

"Heli, wir haben für die Zulassungs-Studien des Gerätes insgesamt 17.000 Behandlungen durchgeführt und bei keiner einzigen eine nennenswerte Nebenwirkung gesehen.

Wir haben so ziemlich alle Strukturen des Körpers behandelt: Organe, Drüsen, Blutgefässe, Aorta, Nieren, Herz ..... - und haben keine einzige Blutung ausgelöst oder sonst eine Nebenwirkung gesehen"

 

Ein Vortrag mit besonderem Hintergrund

Wenn Prof. Dr. Wolfgang Schaden bei den IGMEDT 2026 über

„Stoßwellen Therapie als Wundermittel für Regeneration“

spricht, berichtet er daher nicht nur über eine einzelne Behandlungsmethode.

Er erzählt zugleich die Geschichte einer wissenschaftlichen Entwicklung, die über Jahrzehnte hinweg ein völlig neues Verständnis von Regeneration, Mechanotransduktion und biologischer Heilung geprägt hat.

"Heli, ihr müsst publizieren - du hast keine Ahnung wie schwer es war am Anfang die Effekte irgendwie von den Kollegen anerkannt zu bekommen. Ich wurde anfangs mit meinen Erkenntnissen völlig ignoriert oder sogar verlacht. Es hat schliesslich 14 Jahre gedauert bis man meine Forschung ernst genommen hat!"

Wenn Prof. Dr. Wolfgang Schaden am Freitag, den 4. September 2026, bei den IGMEDT über die regenerative Stoßwellentherapie spricht, hören die Teilnehmer den profiliertesten international anerkannten Experten.

Er erzählt über die Geschichte dieser Technologie von ihren Anfängen an - und was er im Boltzmann Institut an neuester Forschung macht.

Prof. Dr. Wolfgang Schaden

Vortrag:
„Stoßwellen Therapie als Wundermittel für Regeneration“

Freitag, 4. September 2026

11:30–12:20 Uhr

im Europahaus Wien.

 

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